Aquarium-Filter·14 Min Lesezeit·5 Modelle im Vergleich
Aquarium-Innenfilter im Vergleich: fünf für 40 bis 160 Liter
Drei nennen Liter pro Stunde, zwei nicht. Und keiner sagt, wie viel davon nach den Filtermedien noch durchläuft.
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Kurz gesagt
Ein Innenfilter wird über zwei Zahlen verkauft: Liter pro Stunde und die Beckengröße, für die er reichen soll. Aus beiden ergibt sich die Umwälzrate, und die übliche Auslegung verlangt das Zwei- bis Dreifache des Beckeninhalts je Stunde. Drei der fünf Filter dieses Vergleichs nennen beide Zahlen und liegen damit zwischen dem 3,6- und dem 4,5-Fachen. Zwei nennen gar keine Förderleistung — bei ihnen lässt sich die Umwälzung nicht bestimmen. Und keiner der fünf nennt, was in diesem Markt ein einziger Anbieter offenlegt: dass die beworbene Literzahl die Pumpe ohne Filtermedien beschreibt und im eingebauten Zustand rund die Hälfte übrig bleibt. Mit dieser Korrektur fallen drei der fünf unter die zweifache Umwälzung.
| Modell | Förderleistung | beworbene Beckengröße | Umwälzung nominell | Umwälzung im Betrieb | Leistungsaufnahme | Prüfzeichen | Ansehen (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() JBL i100 JBL | 720 l/h | 90 bis 160 l | 4,5 fach | 2,1 fach geschätzt | 4 W | TÜV | |
![]() JBL i80 JBL | 420 l/h | 60 bis 110 l | 3,8 fach | 1,8 fach geschätzt | 4 W | TÜV | |
![]() Fluval U2 Fluval | 400 l/h | 45 bis 110 l | 3,6 fach | 1,7 fach geschätzt | 5 W | keine Angabe | |
![]() Tetra IN 600 Tetra | keine Angabe | 50 bis 100 l | nicht berechenbar | nicht berechenbar | keine Angabe | keine Angabe | |
![]() Juwel Bioflow One Juwel | keine Angabe | bis 80 l und bis 40 cm Höhe | nicht berechenbar | nicht berechenbar | keine Angabe | keine Angabe |

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JBL
JBL CristalProfi i100 greenline Innenfilter
Beste Umwälzung im Vergleich: 720 Liter je Stunde auf höchstens 160 Liter Beckengröße sind eine 4,5-fache Umwälzung — der höchste Wert des Feldes. Selbst mit der Korrektur auf den Durchsatz im eingebauten Zustand bleibt das Zweifache, und damit ist dieser Filter als einziger des Vergleichs auch an seiner beworbenen Obergrenze noch innerhalb der üblichen Auslegung.
Der stärkste Innenfilter des Vergleichs und zugleich einer der beiden sparsamsten: 720 Liter je Stunde bei 4 Watt sind ein Verhältnis, das kein anderes Modell des Feldes erreicht. Die Eckform nutzt eine Beckenecke statt einer Scheibenfläche, was den sichtbaren Anteil verringert. Was fehlt, sind die Abmessungen — wie viel Platz der Filter im Becken einnimmt, geht aus dem Angebot nicht hervor, und bei einem Becken von 90 Litern ist das eine Frage, die man vorher beantworten möchte.
- Förderleistung
- 720 l/h
- beworbene Beckengröße
- 90 bis 160 l
- Umwälzung nominell
- 4,5 fach
- Umwälzung im Betrieb
- 2,1 fach geschätzt
- Leistungsaufnahme
- 4 W
- Prüfzeichen
- TÜV
Dafür spricht
- Höchste Förderleistung im Vergleich
- Bestes Verhältnis von Leistung zu Stromaufnahme
- TÜV-geprüft
- Eckform spart Scheibenfläche
Dagegen spricht
- Keine Abmessungen im Angebot
- Durchsatz im Betrieb nirgends genannt
- Filtervolumen nicht genannt
- Für kleine Becken zu stark
- Passt für:
- Becken zwischen 90 und 160 Litern, wenn kein Außenfilter infrage kommt.
- Passt nicht für:
- Kleine Becken — 720 l/h erzeugen dort erhebliche Strömung.

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JBL
JBL CristalProfi i80 greenline Innenfilter
Vollständigste Angaben in seiner Klasse: Förderleistung, Beckengröße, Leistungsaufnahme und Prüfzeichen stehen alle vier im Angebot — als eines von zwei Modellen dieses Vergleichs. Erst mit Förderleistung und Beckengröße zusammen lässt sich eine Umwälzrate bilden, und erst mit der Leistungsaufnahme ein Jahresverbrauch.
Das kleinere Modell derselben Baureihe und die naheliegende Wahl für ein Becken um 80 Liter. 420 Liter je Stunde bei 4 Watt liegen im selben guten Verhältnis wie beim größeren Bruder. An der beworbenen Obergrenze von 110 Litern wird es allerdings knapp: Rechnet man den Durchsatz im eingebauten Zustand mit rund der Hälfte, bleibt eine 1,8-fache Umwälzung. Für ein Becken mit 60 bis 80 Litern ist der Filter dagegen reichlich dimensioniert.
- Förderleistung
- 420 l/h
- beworbene Beckengröße
- 60 bis 110 l
- Umwälzung nominell
- 3,8 fach
- Umwälzung im Betrieb
- 1,8 fach geschätzt
- Leistungsaufnahme
- 4 W
- Prüfzeichen
- TÜV
Dafür spricht
- Förderleistung, Watt und Prüfzeichen alle genannt
- Sehr geringe Leistungsaufnahme
- TÜV-geprüft
- Vollständig untertauchbar
Dagegen spricht
- An der Obergrenze rechnerisch knapp
- Keine Abmessungen im Angebot
- Filtervolumen fehlt
- Durchsatz im Betrieb nicht genannt
- Passt für:
- Becken zwischen 60 und 90 Litern.
- Passt nicht für:
- Die beworbene Obergrenze von 110 Litern.

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Fluval
Fluval U2 Innenfilter
Als Einziges mit drei Auslassrichtungen: Der Filter lässt sich mit Auslass an der Oberfläche, in mittlerer Höhe oder als Sprühbogen betreiben. Für die Strömung im Becken ist das die wirksamste Stellschraube überhaupt — und die einzige, mit der sich ein zu stark dimensionierter Filter nachträglich entschärfen lässt, ohne die Umwälzung zu drosseln.
Ein Filter mit ungewöhnlich weit gefasster Spanne — 45 bis 110 Liter sind mehr als das Doppelte. Und mit der flexibelsten Auslassgestaltung des Vergleichs. Bei 45 Litern ergibt sich eine fast neunfache nominelle Umwälzung, bei 110 Litern eine 3,6-fache; welche der beiden der Anbieter für richtig hält, sagt er nicht. Die Leistungsaufnahme von 5 Watt steht im Titel, ein Prüfzeichen wird nicht ausgewiesen.
- Förderleistung
- 400 l/h
- beworbene Beckengröße
- 45 bis 110 l
- Umwälzung nominell
- 3,6 fach
- Umwälzung im Betrieb
- 1,7 fach geschätzt
- Leistungsaufnahme
- 5 W
- Prüfzeichen
- keine Angabe
Dafür spricht
- Drei Auslassrichtungen einstellbar
- Leistungsaufnahme im Titel genannt
- Mehrstufige Filterung mit einzeln tauschbaren Medien
- Weit verbreitete Baureihe
Dagegen spricht
- Sehr weit gefasste Beckenspanne
- Kein Prüfzeichen ausgewiesen
- Ohne Abmessungen im Angebot
- Ohne Filtervolumen
- Passt für:
- Becken zwischen 60 und 90 Litern, besonders bei strömungsempfindlichem Besatz.
- Passt nicht für:
- Wer ein Prüfzeichen zur Bedingung macht.

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Tetra
Tetra IN 600 plus Aquarium Innenfilter
Ein Filter, der ausschließlich über sein Ergebnis beschrieben wird: „für Aquarien mit 50 bis 100 Liter“, mechanische, biologische und chemische Filterung, getrennte Filterkammern für die gestaffelte Reinigung. Was fehlt, ist jede technische Zahl — weder Förderleistung noch Leistungsaufnahme stehen im Angebot. Damit lässt sich weder eine Umwälzrate bilden noch ein Jahresverbrauch schätzen, und ein Vergleich mit den drei bezifferten Modellen dieses Feldes ist nicht möglich. Die getrennten Kammern sind dabei ein konstruktiver Vorteil, den die Konkurrenz in dieser Form nicht bietet.
- Förderleistung
- keine Angabe
- beworbene Beckengröße
- 50 bis 100 l
- Umwälzung nominell
- nicht berechenbar
- Umwälzung im Betrieb
- nicht berechenbar
- Leistungsaufnahme
- keine Angabe
- Prüfzeichen
- keine Angabe
Dafür spricht
- Getrennte Filterkammern für gestaffelte Reinigung
- Beckengröße klar eingegrenzt
- Drei Filterstufen
- Ersatzmedien breit verfügbar
Dagegen spricht
- Keine Förderleistung im Angebot
- Leistungsaufnahme bleibt offen
- Umwälzrate nicht berechenbar
- Prüfzeichen bleibt offen
- Passt für:
- Die richtige Wahl, sofern man die Baureihe kennt und die Kammertrennung schätzt.
- Passt nicht für:
- Alle, die vor dem Kauf rechnen wollen.

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Juwel
Juwel Bioflow Innenfiltersystem One
Das einzige Angebot dieses Vergleichs, das eine Beckenhöhe als Auswahlkriterium führt — „passend für Aquarien bis 40 cm Höhe, bis 80 Liter“. Das ist keine Marotte, sondern folgerichtig: Ein Innenfilter muss vollständig unter Wasser stehen und in ein Becken passen, dessen Höhe die Bauhöhe begrenzt. Dass diese Angabe sonst niemand macht, ist die eigentliche Auffälligkeit. Was hier ebenfalls fehlt, ist die Förderleistung, und damit die Möglichkeit, das Gerät gegen die drei bezifferten Modelle zu halten.
- Förderleistung
- keine Angabe
- beworbene Beckengröße
- bis 80 l und bis 40 cm Höhe
- Umwälzung nominell
- nicht berechenbar
- Umwälzung im Betrieb
- nicht berechenbar
- Leistungsaufnahme
- keine Angabe
- Prüfzeichen
- keine Angabe
Dafür spricht
- Einziges Angebot mit Höhenangabe als Kriterium
- Modulares System mit erweiterbarem Filtervolumen
- Günstigste Klasse im Vergleich
- Passt in die zugehörigen Becken derselben Marke
Dagegen spricht
- Keine Förderleistung im Angebot
- Leistungsaufnahme nicht beziffert
- Umwälzrate nicht berechenbar
- Prüfzeichen nirgends ausgewiesen
- Passt für:
- Flache Becken bis 40 cm Höhe und Besitzer von Juwel-Becken.
- Passt nicht für:
- Geht an allen vorbei, die die Förderleistung kennen will.
Drei rechnen, zwei nicht
Ein Innenfilter wird über zwei Angaben verkauft, und wer beide hat, kann die Größe bilden, um die es geht: die Umwälzrate. Sie sagt, wie oft der Filter den Beckeninhalt in einer Stunde durchsetzt, und die übliche Auslegung verlangt das Zwei- bis Dreifache.
Bei drei der fünf Filter dieses Vergleichs steht beides im Angebot:
| Filter | Förderleistung | beworbene Beckengröße | Umwälzung an der Obergrenze |
|---|---|---|---|
| JBL CristalProfi i100 | 720 l/h | 90 bis 160 l | 4,5-fach |
| JBL CristalProfi i80 | 420 l/h | 60 bis 110 l | 3,8-fach |
| Fluval U2 | 400 l/h | 45 bis 110 l | 3,6-fach |
| Tetra IN 600 plus | keine Angabe | 50 bis 100 l | nicht berechenbar |
| Juwel Bioflow One | keine Angabe | bis 80 l, bis 40 cm Höhe | nicht berechenbar |
Bei zwei von fünf lässt sich die Rechnung gar nicht anstellen. Beide beschreiben stattdessen das Ergebnis: für welches Becken der Filter gedacht ist —, und beide lassen offen, worauf diese Zuordnung beruht.
Das ist kein Detail. Eine Beckengröße ohne Förderleistung ist eine Behauptung; eine Förderleistung ohne Beckengröße wäre eine Zahl ohne Bezug. Erst beide zusammen ergeben etwas Prüfbares.
Ein Wort zur Spanne, mit der geworben wird, gehört dazu. Drei der fünf Filter nennen eine Beckengröße als Bereich — 45 bis 110, 60 bis 110, 90 bis 160 Liter. Eine solche Spanne umfasst beim breitesten Modell mehr als das Doppelte, und der Anbieter sagt nicht, welches Ende er für richtig hält.
Technisch beschreibt sie zwei verschiedene Situationen. Am unteren Ende arbeitet der Filter mit hoher Umwälzung und viel Reserve, am oberen mit knapper Auslegung. Wer die Spanne liest, sollte sie deshalb als das nehmen, was sie ist: eine Aussage über den Bereich, in dem das Gerät funktioniert, nicht darüber, wo es gut arbeitet.
Drei Bezugsgrößen für dieselbe Frage. Bemerkenswerter als die fehlende Zahl ist, in welcher Vielfalt dieser Markt die Frage „passt dieser Filter zu meinem Becken?“ beantwortet.
Über Liter je Stunde. Drei Anbieter. Eine technische Angabe zum Gerät, aus der sich mit der Beckengröße die Umwälzung bilden lässt.
Über den Beckeninhalt in Litern. Alle fünf. Eine Angabe über das Ergebnis, die eine Rechnung des Herstellers voraussetzt, die er nicht offenlegt.
Über die Beckenhöhe in Zentimetern. Genau einer — „passend für Aquarien bis 40 cm Höhe“.
Die dritte Angabe wirkt zunächst wie ein Ausreißer und ist die sachlich zwingendste von allen. Ein Innenfilter steht im Wasser und muss vollständig untergetaucht sein; seine Bauhöhe begrenzt also, in welches Becken er überhaupt hineinpasst. Ein Filter mit 25 Zentimetern Bauhöhe geht in kein Becken mit 20 Zentimetern Wasserstand, egal wie viele Liter dieses Becken fasst.
Und genau diese Angabe — die Bauhöhe des Filters — nennt kein einziger der fünf Anbieter. Vier nennen weder Höhe noch Breite noch Tiefe des Geräts.
Für den Kauf ist das die praktisch folgenreichste Lücke des Vergleichs. Ein Filter, der zu hoch ist, funktioniert nicht; einer, der zu breit ist, steht im Weg. Beides lässt sich vor dem Kauf nicht prüfen.
Was die beworbene Literzahl beschreibt
Bei den drei Filtern mit Förderleistung stellt sich die Frage, was diese Zahl misst. Der Themenbereich liefert die Antwort, allerdings aus einer anderen Produktgruppe.
Genau ein Anbieter nennt für seine Außenfilter beide Werte, wörtlich: „max. 1040 l/h Durchflussmenge Pumpe / max. 500 l/h Durchflussmenge im Betrieb“.
48 Prozent. Für ein zweites Modell derselben Reihe: 47 Prozent.
Die beworbene Literzahl ist also die Förderleistung der Pumpe — gemessen frei, ohne Filtermedien, ohne Gegendruck. Was durch den fertig bestückten Filter läuft, ist erheblich weniger.
Bei einem Innenfilter fällt der Abschlag geringer aus als bei einem Außenfilter, weil zwei der drei Widerstände wegfallen: keine Schläuche und keine Förderhöhe. Was bleibt, ist der Widerstand der Filtermedien selbst, und der ist der größte Einzelposten.
Legt man denselben Faktor an — und kennzeichnet das Ergebnis als das, was es ist, nämlich eine Übertragung —, ergibt sich:
| Filter | nominell | im Betrieb geschätzt | max. Becken | Umwälzung im Betrieb |
|---|---|---|---|---|
| JBL CristalProfi i100 | 720 l/h | rund 340 l/h | 160 l | rund 2,1-fach |
| JBL CristalProfi i80 | 420 l/h | rund 200 l/h | 110 l | rund 1,8-fach |
| Fluval U2 | 400 l/h | rund 190 l/h | 110 l | rund 1,7-fach |
Ein Filter bleibt an seiner beworbenen Obergrenze innerhalb der üblichen Auslegung, zwei fallen darunter.
Die Übertragung ist eine Annahme und wahrscheinlich zu streng: Ohne Schläuche und ohne Höhenunterschied dürfte ein Innenfilter näher an seiner Pumpenzahl liegen als ein Topffilter. Der Punkt ist nicht die genaue Zahl, sondern die Richtung — die beworbene Obergrenze ist optimistisch, und wer sicher gehen will, legt den Filter für die Mitte der Spanne aus statt für ihr Ende. Wie sich das ausrechnen lässt, steht im Ratgeber zur Filtergröße.
Was in einem Innenfilter steckt
Alle fünf Geräte dieses Vergleichs arbeiten nach demselben Prinzip: Eine Kreiselpumpe im oberen Teil zieht Wasser durch ein Filtermedium im unteren Teil und gibt es über einen Auslass zurück ins Becken. Die Unterschiede liegen im Aufbau des Medienteils, und sie sind für die Nutzung erheblich.
Ein Schwamm. Die einfachste Bauform. Ein Block Filterschaum, den man herausnimmt, ausdrückt und zurücksetzt. Günstig, robust und in der Reinigung radikal — mit dem Schwamm geht auch die darauf angesiedelte Bakterienkultur, weshalb er ausgedrückt und nicht ausgewaschen gehört.
Mehrere Stufen hintereinander. Grober Schaum vorn, feiner dahinter, dazu ein Beutel mit Keramikmaterial oder Kohle. Der Vorteil ist, dass sich die Stufen getrennt reinigen lassen und die groben Teile den feineren Arbeit abnehmen.
Getrennte Kammern. Ein Modell dieses Vergleichs führt ausdrücklich getrennte Filterkammern, die sich gestaffelt reinigen lassen. Technisch ist das die aufwendigste der drei Bauformen und diejenige mit dem gleichmäßigsten Durchsatz über die Zeit.
Für die Auswahl folgt daraus weniger, als man vermuten würde, denn keiner der fünf Anbieter nennt, wie viel Filtermaterial sein Gerät enthält. Die Bauform lässt sich den Beschreibungen entnehmen, das Volumen nicht.
Zwei Ausstattungsmerkmale unterscheiden die Geräte darüber hinaus.
Die Regelbarkeit. Ein Filter mit stufenloser Durchflussregelung lässt sich an das Becken anpassen — allerdings, wie oben beschrieben, um den Preis der Umwälzung. Ein Auslass, der sich richten lässt, ist die bessere Lösung für dasselbe Problem.
Die Erweiterbarkeit. Zwei Baureihen dieses Vergleichs lassen sich um zusätzliche Medienbehälter ergänzen. Das ist die einzige Möglichkeit, das Filtervolumen eines Innenfilters nachträglich zu vergrößern. Und damit die einzige Antwort auf einen Filter, der sich als zu klein erweist, außer ihn zu ersetzen.
Was in keinem der fünf Geräte enthalten ist, ist eine Heizung. Kombigeräte mit integriertem Heizstab gibt es in diesem Markt, sie sind hier aber nicht vertreten, und technisch spricht wenig für sie, weil sie zwei Bauteile mit sehr unterschiedlicher Lebensdauer in ein Gehäuse zwingen.
Was ein Innenfilter im Becken kostet
Ein Innenfilter steht im Wasser, und das hat drei Folgen, von denen keine in einem Angebot dieses Vergleichs steht.
Er verdrängt Wasser. Ein Gerät von 20 mal 8 mal 8 Zentimetern verdrängt gut einen Liter. In einem Becken mit 60 Litern Kastenvolumen und rund 46 Litern tatsächlichem Wasser sind das gut zwei Prozent — vernachlässigbar. In einem Nano-Becken mit 20 Litern nicht mehr.
Er nimmt Fläche. Nicht Volumen, sondern Sichtfläche und Gestaltungsraum. Ein Filter, der an der Rückscheibe steht, kostet die Tiefe, die er einnimmt; einer in der Ecke kostet weniger. Ein Modell dieses Vergleichs hat dafür eine Eckform.
Er muss erreichbar bleiben. Zur Reinigung wird der Filter aus dem Becken genommen, und dabei tropft er. Wer ihn hinter eine Wurzel oder eine dicht bepflanzte Ecke setzt, macht aus einer Zehnminutenarbeit einen Eingriff in die Einrichtung.
Was daraus folgt, ist eine Auswahlregel, die vor der Förderleistung kommt: Erst prüfen, wo der Filter stehen soll, dann seine Maße dagegenhalten — und weil vier von fünf Anbietern keine Maße nennen, heißt das in der Praxis — bei denen, die es nicht tun, in Bewertungen oder beim Hersteller nachsehen.
Ein technischer Punkt kommt hinzu, der die Platzierung betrifft. Ein Innenfilter zieht Wasser an einer Stelle ein und gibt es an einer anderen ab. Steht er so, dass Ein- und Auslass nah beieinander liegen, entsteht ein Kurzschlussstrom: Der Filter saugt sein eigenes gereinigtes Wasser wieder an, und der Rest des Beckens wird kaum erfasst. Auslass an die Wasseroberfläche und möglichst quer zur Beckenlänge ist die einfache Gegenmaßnahme.
Ein letzter Punkt zur Platzierung, der die Wartung betrifft: Ein Innenfilter sitzt in aller Regel mit Saugnäpfen an der Scheibe. Diese härten über Jahre aus und verlieren ihre Haftung; ein Filter, der nachts abfällt, saugt Bodengrund an und kann die Pumpe beschädigen. Saugnäpfe sind Verschleißteile und in jeder Baureihe einzeln erhältlich: sie zu tauschen kostet wenig und verhindert den einzigen Ausfall, den ein Innenfilter sonst nicht hat.
Die Strömung, die niemand beziffert
Ein Filter bewegt Wasser, und diese Bewegung endet nicht im Filter. Sie verteilt sich im Becken, und für die Tiere darin ist sie ebenso relevant wie die Reinigungswirkung — bei kleinen Becken sogar deutlich stärker spürbar.
Was die Strömung erzeugt, ist nicht die Umwälzrate, sondern die Austrittsgeschwindigkeit am Auslass. Sie ergibt sich aus dem Volumenstrom geteilt durch die Auslassfläche, und sie ist der Grund, warum zwei Filter mit gleicher Literzahl völlig verschiedene Becken erzeugen können.
| Auslass | Fläche etwa | bei 400 l/h |
|---|---|---|
| enge Düse, 8 mm | 0,5 cm² | rund 2,2 m/s |
| Standardauslass, 15 mm | 1,8 cm² | rund 0,6 m/s |
| Sprühbogen mit 12 Löchern | 3,8 cm² | rund 0,3 m/s |
Der Faktor zwischen der engen Düse und dem Sprühbogen ist rund sieben — bei identischer Fördermenge und identischer Umwälzrate.
Genau deshalb ist die Gestaltung des Auslasses das wirksamste Mittel gegen zu starke Strömung, und genau deshalb ist sie ein echtes Kaufkriterium. Ein Modell dieses Vergleichs bietet drei Auslassvarianten — Oberflächenauslass, mittlere Höhe und Sprühbogen —, die übrigen vier nennen dazu nichts.
Drei praktische Wege, die Strömung zu senken, ohne die Umwälzung zu drosseln:
Den Auslass an die Oberfläche richten. Die Energie geht dann in Oberflächenbewegung statt in eine Strömung durch das Becken. Der Gasaustausch profitiert davon zusätzlich.
Gegen eine Scheibe oder eine Dekoration richten. Der Strahl bricht auf und verteilt sich, statt eine gerichtete Bahn zu erzeugen.
Den Querschnitt vergrößern. Ein Sprühbogen oder ein breiterer Auslass senkt die Geschwindigkeit bei gleichem Volumenstrom.
Was man dagegen vermeiden sollte, ist das Zudrehen des Ventils. Es senkt die Strömung, indem es die Umwälzung senkt, also genau die Größe, für die der Filter gekauft wurde. Was dabei technisch passiert und wie man es besser löst, steht im Ratgeber zur Strömung im Becken.
Strom, der ununterbrochen fließt
Ein Filter ist neben dem Heizer das einzige Gerät am Aquarium, das rund um die Uhr läuft. Das macht seine Leistungsaufnahme zur relevanten Größe. Und sie ist geringer, als man vermutet, aber nicht null.
| Filter | Leistung | am Tag | im Jahr |
|---|---|---|---|
| Fluval U2 | 5 W | 0,12 kWh | rund 44 kWh |
| JBL i80 | 4 W | 0,10 kWh | rund 35 kWh |
| JBL i100 | 4 W | 0,10 kWh | rund 35 kWh |
| Tetra IN 600 plus | keine Angabe | — | — |
| Juwel Bioflow One | keine Angabe | — | — |
Zum Vergleich: Eine Aquarienbeleuchtung mit 10 Watt bei zehn Stunden täglich kommt auf rund 37 Kilowattstunden im Jahr. Ein Innenfilter mit 4 Watt liegt also in derselben Größenordnung wie die Beleuchtung, obwohl seine Leistung nur ein Sechstel beträgt. Der Unterschied ist allein die Laufzeit.
Bemerkenswert ist das Verhältnis von Förderleistung zu Leistungsaufnahme:
| Filter | l/h je Watt |
|---|---|
| JBL CristalProfi i100 | 180 |
| JBL CristalProfi i80 | 105 |
| Fluval U2 | 80 |
Zwischen dem besten und dem schwächsten Wert liegt der Faktor gut zwei. Das ist der einzige Effizienzvergleich, den dieser Markt zulässt, und er ist nur bei drei von fünf Modellen möglich. Wie sich der Verbrauch der gesamten Anlage rechnet, steht im Ratgeber zum Stromverbrauch.
Was den Filter im Alltag ausbremst
Der Durchsatz eines Innenfilters ist am ersten Tag am höchsten und sinkt von da an. Vier Ursachen wirken zusammen, und alle vier lassen sich ohne Werkzeug erkennen.
Der zugesetzte Schwamm. Der größte Einzelposten. Ein Filterschwamm nimmt Schmutz auf, und mit jedem Gramm steigt sein Widerstand. Der Rückgang läuft über Wochen und ist deshalb unauffällig — bis die Oberflächenbewegung spürbar nachlässt.
Der verlegte Ansaugkorb. Blätter, Pflanzenreste oder ein Schneckenhaus vor dem Einlass wirken wie eine zweite Filterstufe, für die das Gerät nicht ausgelegt ist. Ein Blick alle paar Tage genügt.
Luft im Pumpenkopf. Ein Innenfilter, der zu nah an der Wasseroberfläche steht, zieht bei sinkendem Wasserstand Luft an. Die Pumpe läuft dann lauter und fördert weniger. Weil ein Becken täglich verdunstet, ist das ein Zustand, der sich von selbst einstellt. Und der sich durch Nachfüllen beheben lässt.
Der verkalkte Rotor. Nach Monaten setzt sich Kalk auf Rotorwelle und Lager ab. Die Pumpe wird langsamer und lauter; ein Rotor, der sich nicht mehr leicht von Hand drehen lässt, gehört gereinigt oder ersetzt.
Woran man den Zustand ohne Messgerät erkennt:
| Beobachtung | wahrscheinliche Ursache |
|---|---|
| Oberflächenbewegung lässt nach | Schwamm zugesetzt |
| Filter wird plötzlich lauter | Luft angesaugt oder Rotor schwergängig |
| Auslass gluckert unregelmäßig | Wasserstand zu niedrig |
| Schwebstoffe bleiben im Becken stehen | Umwälzung reicht nicht mehr |
Die erste Zeile ist die brauchbarste, weil sie täglich sichtbar ist und keinen Aufwand kostet. Wer sich merkt, wie die Oberfläche am Tag nach der Reinigung aussieht, hat einen Vergleichsmaßstab für die folgenden Wochen, und braucht kein Intervall im Kalender.
Was bei der Reinigung zu beachten ist und warum ein Filterschwamm nicht unter fließendem Leitungswasser ausgewaschen gehört, steht im Ratgeber zur Filterreinigung.
Wann ein Innenfilter genügt
Die Entscheidung zwischen Innen- und Außenfilter fällt nicht über die Förderleistung. Sie fällt über das Filtervolumen: also darüber, wie viel Filtermaterial überhaupt hineinpasst.
Ein Topffilter der Außenfilter-Klasse hat vier bis sechs Liter Medienkammer. Ein Innenfilter liegt bei einem Bruchteil davon, und kein einziger Anbieter dieses Vergleichs beziffert ihn.
Was mehr Volumen bringt, ist nicht mehr Durchsatz, sondern mehr Reserve: mehr Besiedlungsfläche für die biologische Filterung und längere Intervalle, bis das Material zugesetzt ist.
Daraus ergibt sich die Faustregel, die dieser Themenbereich vertritt:
| Beckeninhalt | naheliegende Bauform | Begründung |
|---|---|---|
| bis 60 l | Innenfilter | Außenfilter wäre überdimensioniert |
| 60 bis 100 l | Innenfilter | Medienvolumen reicht, Aufwand geringer |
| 100 bis 200 l | beides möglich | Abwägung Platz gegen Volumen |
| über 200 l | Außenfilter | Medienvolumen wird zur Grenze |
Die dritte Zeile ist die, in der die meisten Becken liegen, und dort entscheiden andere Dinge: Ob ein Unterschrank vorhanden ist, ob Schläuche stören, ob der Filter im Becken sichtbar sein darf und wie oft man ihn warten möchte.
Ein Argument spricht in dieser Zone dennoch klar für den Innenfilter, und es wird selten genannt: Er kann nicht auslaufen. Ein Außenfilter hat zwei Schlauchverbindungen unter Wasserdruck; geht eine auf, läuft das Becken bis zur Höhe des Ansaugrohrs in den Unterschrank. Ein Innenfilter steht im Becken, und das schlimmste Versagen ist ein Stillstand.
Was hier tatsächlich geprüft ist
Dieser Themenbereich unterscheidet sich in einem Punkt von den bisherigen: Es gibt eine Norm, die diese Produkte erfasst.
DIN EN 60335-2-41 trägt den Titel „Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke — Teil 2-41: Besondere Anforderungen für Pumpen“. Ihr Anwendungsbereich nennt Aquarienpumpen ausdrücklich und erfasst elektrische Pumpen für Flüssigkeiten bis 90 Grad bei höchstens 250 Volt einphasig.
Zwei der fünf Filter dieses Vergleichs weisen ein Prüfzeichen aus, beide mit dem Wort „TÜV geprüft“. Über den ganzen Themenbereich hinweg sind es sechs von fünfzehn.
Das ist der beste Befund, den ein Themenbereich dieses Portals bisher hatte. Und er hat eine Grenze, die dazugehört: Geprüft wird die elektrische Sicherheit, nicht die Filterleistung.
Ein Prüfzeichen sagt, dass das Gerät niemanden gefährdet, der es bestimmungsgemäß benutzt — bei einem Gerät, das dauerhaft unter Wasser am Netz hängt, ist das keine Kleinigkeit. Es sagt nichts darüber, wie viel Wasser durchläuft, wie viel Filtermaterial hineinpasst oder für welches Becken die Anlage reicht.
Für diese drei Größen existiert keine Norm, kein Prüfverfahren und keine einheitliche Messvorschrift. Das ist der Grund, warum ein Anbieter dieselbe Einheit auf die freie Pumpe beziehen kann und ein anderer auf den eingebauten Zustand, ohne dass einer von beiden falsch läge.
Die Punkte, die wir nicht klären können
Wir haben keinen dieser Filter betrieben, keinen Durchsatz gemessen und keine Pumpe zerlegt. Erfasst wurden ausschließlich Angebote, die am Prüftag einzeln aufgerufen und als kaufbar bestätigt wurden.
Der Faktor für den Durchsatz im Betrieb stammt aus einer anderen Produktgruppe. Ein Anbieter weist ihn für zwei seiner Außenfilter mit 47 und 48 Prozent aus; wir haben ihn auf Innenfilter übertragen und das gekennzeichnet. Weil Schläuche und Förderhöhe hier entfallen, dürfte der reale Wert bei Innenfiltern günstiger liegen — wie viel günstiger, sagt niemand.
Bei zwei von fünf Filtern ist keine Rechnung möglich, weil die Förderleistung fehlt. Wir haben sie nicht geschätzt.
Das Filtervolumen nennt kein Anbieter dieses Vergleichs. Die Aussage, dass es deutlich unter dem eines Topffilters liegt, folgt aus der Bauform und nicht aus einer Angabe.
Die Abmessungen fehlen bei vier von fünf. Ob ein Filter in ein bestimmtes Becken passt, lässt sich aus den Angeboten damit nicht beantworten.
Die Faustregel der zwei- bis dreifachen Umwälzung ist Erfahrung, keine Norm. Sie ist in der Aquaristik verbreitet und in keinem Regelwerk festgeschrieben; eine Untersuchung, die eine bestimmte Umwälzrate mit einem messbaren Ergebnis verknüpft, kennen wir nicht.
Und zur biologischen Filterleistung sagen wir nichts. Wie viel Besatz eine bestimmte Menge Filtermaterial trägt, ist eine biologische Frage, für die diese Redaktion keine Fachkunde hat. Dieser Vergleich beschreibt Volumenströme, Widerstände und elektrische Leistung.
Was die Angebote preisgeben
Ein Haken steht für eine Angabe im Angebotstext. Geprüft haben wir die Nennung, nicht den Wert.
| Modell | Förderleistung | beworbene Beckengröße | Umwälzung nominell | Umwälzung im Betrieb | Leistungsaufnahme | Prüfzeichen | davon |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| JBL i100 | Förderleistung: 720 l/h | beworbene Beckengröße: 90 bis 160 l | Umwälzung nominell: 4,5 fach | Umwälzung im Betrieb: 2,1 fach geschätzt | Leistungsaufnahme: 4 W | Prüfzeichen: TÜV | 6/6 |
| JBL i80 | Förderleistung: 420 l/h | beworbene Beckengröße: 60 bis 110 l | Umwälzung nominell: 3,8 fach | Umwälzung im Betrieb: 1,8 fach geschätzt | Leistungsaufnahme: 4 W | Prüfzeichen: TÜV | 6/6 |
| Fluval U2 | Förderleistung: 400 l/h | beworbene Beckengröße: 45 bis 110 l | Umwälzung nominell: 3,6 fach | Umwälzung im Betrieb: 1,7 fach geschätzt | Leistungsaufnahme: 5 W | Prüfzeichen: keine Angabe | 5/6 |
| Tetra IN 600 | Förderleistung: keine Angabe | beworbene Beckengröße: 50 bis 100 l | Umwälzung nominell: nicht berechenbar | Umwälzung im Betrieb: nicht berechenbar | Leistungsaufnahme: keine Angabe | Prüfzeichen: keine Angabe | 3/6 |
| Juwel Bioflow One | Förderleistung: keine Angabe | beworbene Beckengröße: bis 80 l und bis 40 cm Höhe | Umwälzung nominell: nicht berechenbar | Umwälzung im Betrieb: nicht berechenbar | Leistungsaufnahme: keine Angabe | Prüfzeichen: keine Angabe | 3/6 |
| beziffert von | 3/5 | 5/5 | 5/5 | 5/5 | 3/5 | 2/5 |
Gefüllter Punkt: Der Anbieter beziffert den Wert. Leerer Ring: Fehlanzeige. Der Zustand steht zusätzlich in jeder Zelle als Text für Screenreader.
Die Zahl, mit der geworben wird
Zwei der fünf Anbieter nennen sie gar nicht. Bei den übrigen drei beschreibt sie die Pumpe ohne Filtermedien: im Betrieb bleibt rund die Hälfte.
Häufige Fragen
- Wie stark muss ein Innenfilter sein?
- Die übliche Auslegung ist die zwei- bis dreifache Umwälzung des Beckeninhalts je Stunde, bezogen auf das tatsächliche Wasservolumen. Weil die beworbene Literzahl die Pumpe ohne Medien beschreibt, sollte man mit etwa der Hälfte davon rechnen.
- Innenfilter oder Außenfilter?
- Bis rund 100 Liter Beckeninhalt reicht ein Innenfilter. Darüber lohnt der Außenfilter, und zwar nicht wegen der Förderleistung, sondern wegen des Filtervolumens: Ein Topffilter hat vier bis sechs Liter Medienkammer, ein Innenfilter einen Bruchteil davon.
- Wie viel Platz nimmt ein Innenfilter im Becken weg?
- Sein eigenes Volumen: in einem Becken mit 60 Litern spürbar, in einem mit 200 Litern nicht. Die Abmessungen des Filters nennt allerdings keiner der fünf Anbieter, was die Frage vor dem Kauf unbeantwortbar macht.
- Warum nennen zwei Filter keine Literzahl?
- Beide beschreiben stattdessen die Beckengröße, für die sie gedacht sind. Das ist eine Angabe über das Ergebnis statt über die Technik — nachvollziehbar, aber nicht prüfbar, weil die Rechnung dahinter fehlt.
- Wie viel Strom braucht ein Innenfilter?
- Drei von fünf nennen eine Leistungsaufnahme, zwischen 3,7 und 5 Watt. Weil der Filter durchläuft, sind 5 Watt rund 44 Kilowattstunden im Jahr — mehr als die Beleuchtung vieler Becken.
- Was bedeutet TÜV-geprüft bei einem Filter?
- Es bezieht sich auf die elektrische Sicherheit nach DIN EN 60335-2-41, die Aquarienpumpen ausdrücklich erfasst. Über Förderleistung, Filtervolumen oder Filterwirkung sagt ein Prüfzeichen nichts — dafür gibt es keine Norm.
Wer diesen Artikel verantwortet

Fachredaktion Aquarientechnik
Schreibt über Filter, Heizer und Beleuchtung im Aquarium.
6+ Jahre technische Redaktion im HLK-Bereich (Heizung, Lüftung, Klima)
Wie wir bewerten
Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:
- Eignung für den Zweck
- Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Artikel geht — Tragkraft, Beckengröße, Raumtiefe, Wurfgewicht. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
- Belegte Spezifikationen
- Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
- Verarbeitung und Haltbarkeit
- Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen.
- Aufwand für Aufbau und Pflege
- Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Reinigung, Wartungsintervalle.
- Transparenz des Anbieters
- Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit denen der Händlerdatenblätter übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.
Aktualisierung und Quellen
- Veröffentlicht
- 29.08.2026
- Aktualisiert
- 29.08.2026
- Geprüft
- 29.08.2026
- Quellen
- 5
Änderungsverlauf
- 29.08.2026: Erstmals online. Für alle fünf Filter wurden Förderleistung, beworbene Beckengröße, Leistungsaufnahme und Prüfzeichen aus den Angeboten erhoben und am selben Tag im Browser auf Kaufmöglichkeit geprüft. Die Umwälzraten sind eigene Berechnungen. Der Durchsatz im Betrieb ist mit 47,5 Prozent der Förderleistung angesetzt — dem Faktor, den ein Anbieter dieses Themenbereichs für zwei eigene Modelle ausweist — und als Schätzung gekennzeichnet.
Belege
- Händler- oder Marktdatenamazon.deAngebot Tetra EX 700 Plus — Pumpenleistung und Durchsatz im Betrieb
Das einzige Angebot dieses Themenbereichs, das neben der Pumpenleistung auch den Durchsatz im eingebauten Zustand nennt, wörtlich: „max. 1040 l/h Durchflussmenge Pumpe / max. 500 l/h Durchflussmenge im Betrieb“. Das sind 48 Prozent. Herangezogen als Beleg dafür, dass die beworbene Literzahl je Stunde die Förderleistung der Pumpe ohne Medien meint — auch bei den Innenfiltern dieses Vergleichs, die den zweiten Wert nicht nennen.
- Herstellerangabedinmedia.deDIN EN 60335-2-41:2010-11 — Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch, Besondere Anforderungen für Pumpen
Deutscher Titel „Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke — Teil 2-41: Besondere Anforderungen für Pumpen“. Der Anwendungsbereich nennt Aquarienpumpen ausdrücklich und erfasst elektrische Pumpen für Flüssigkeiten bis 90 °C bei höchstens 250 Volt einphasig. Sie regelt die elektrische Sicherheit, nicht die Förderleistung und nicht die Filterwirkung.
- Händler- oder Marktdatenamazon.deAngebot JBL CristalProfi i80 greenline — Förderleistung, Beckengröße und Prüfzeichen
Nennt 420 Liter je Stunde für Aquarien mit 60 bis 110 Litern, 4 Watt Leistungsaufnahme und wörtlich „TÜV geprüft“. Damit ist es eines von drei Modellen dieses Vergleichs, bei denen sich eine Umwälzrate überhaupt berechnen lässt — 3,8-fach an der beworbenen Obergrenze.
- Händler- oder Marktdatenamazon.deAngebot Juwel Bioflow Innenfiltersystem One — Beckengröße in Zentimetern
Führt im Titel „passend für Aquarien bis 40 cm Höhe, bis 80 Liter“ und damit als einziges Angebot dieses Vergleichs eine Bauhöhe als Auswahlkriterium. Eine Angabe zur Förderleistung fehlt. Herangezogen als Beleg dafür, dass in diesem Markt drei verschiedene Bezugsgrößen nebeneinander verwendet werden: Liter je Stunde, Beckeninhalt in Litern und Beckenhöhe in Zentimetern.
- Institution oder Normbmleh.deGutachten über die tierschutzgerechte Haltung von Zierfischen (Süßwasser)
Gutachten einer Sachverständigengruppe beim zuständigen Bundesministerium. Es arbeitet für die Beckengröße mit Kantenlängen und führt die handelsüblichen Stufen von 60, 80, 100, 120 und 150 Zentimetern. Eine Vorgabe zur Filterleistung oder Umwälzrate enthält es nicht. Herangezogen als Beleg dafür, dass es für die Auslegung eines Filters keine amtliche Bezugsgröße gibt.




