Aquarium-Filter·14 Min Lesezeit·5 Modelle im Vergleich
Aquarium-Außenfilter im Vergleich: 1150 l/h sind 540
Ein Anbieter nennt beide Zahlen: die Pumpenleistung und den Durchsatz im Betrieb. Zwischen ihnen liegen 53 Prozent, und die Umwälzrate kippt.
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Kurz gesagt
Ein Außenfilter wird über zwei Zahlen verkauft: Liter pro Stunde und die Beckengröße, für die er reichen soll. Aus beiden zusammen ergibt sich die Umwälzrate, und die Faustregel der Aquaristik verlangt das Zwei- bis Dreifache des Beckeninhalts je Stunde. Rechnet man mit den beworbenen Zahlen, erfüllen alle fünf Filter dieses Vergleichs die Regel mit 2,5- bis 4,3-facher Umwälzung. Ein Anbieter nennt allerdings eine zweite Zahl, die alle anderen weglassen: den Durchsatz im eingebauten Zustand. Wörtlich heißt es dort „max. 1150 l/h Durchflussmenge Pumpe / max. 540 l/h Durchflussmenge im Betrieb“ — 47 Prozent. Mit dieser Zahl fällt derselbe Filter bei der beworbenen Höchstgröße auf das 1,8-Fache und damit unter die eigene Faustregel des Marktes.
| Modell | Förderleistung Pumpe | Durchsatz im Betrieb | beworbene Beckengröße | Umwälzung im Betrieb | Leistungsaufnahme | Filtervolumen | Prüfzeichen | Ansehen (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() Tetra EX 700 Tetra | 1040 l/h | 500 l/h | bis 200 l | 2,5 fach | 5,5 W | 4,9 l | TÜV/GS | |
![]() Tetra EX 1000 Tetra | 1150 l/h | 540 l/h | 150 bis 300 l | 1,8 fach | 5,5 W | 6,1 l | TÜV/GS | |
![]() JBL e902 JBL | 900 l/h | keine Angabe | 90 bis 300 l | 1,4 fach geschätzt | 11 W | 4,6 l | keine Angabe | |
![]() Fluval AC70 Fluval | 1135 l/h | keine Angabe | 152 bis 265 l | 2,0 fach geschätzt | keine Angabe | keine Angabe | keine Angabe | |
![]() Tararium HOB Tararium | 1000 l/h | keine Angabe | 150 bis 400 l | 1,2 fach geschätzt | 5 W | keine Angabe | keine Angabe |

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Tetra
Tetra Aquarium Außenfilter EX 700 Plus
Nennt als Einziger beide Durchflusszahlen: „max. 1040 l/h Durchflussmenge Pumpe / max. 500 l/h Durchflussmenge im Betrieb“ — das ist die einzige Stelle in diesem Themenbereich, an der ein Anbieter offenlegt, dass die beworbene Literzahl die Pumpe ohne Medien beschreibt und der eingebaute Filter knapp die Hälfte davon durchsetzt. Erst mit dieser Angabe lässt sich eine Umwälzrate überhaupt seriös rechnen.
Der Filter, an dem sich die Rechnung dieses Themenbereichs führen lässt. Beworben wird er mit 1040 Litern je Stunde; im selben Angebot steht, dass davon im Betrieb 500 übrig bleiben. Bei der beworbenen Höchstgröße von 200 Litern ergibt das eine 2,5-fache Umwälzung: genau im unteren Bereich der üblichen Auslegung, und deutlich unter den 5,2-fachen, die die Pumpenzahl suggeriert. Dass der Anbieter beide Werte nennt, ist in diesem Markt die Ausnahme und der Grund für den ersten Platz.
- Förderleistung Pumpe
- 1040 l/h
- Durchsatz im Betrieb
- 500 l/h
- beworbene Beckengröße
- bis 200 l
- Umwälzung im Betrieb
- 2,5 fach
- Leistungsaufnahme
- 5,5 W
- Filtervolumen
- 4,9 l
- Prüfzeichen
- TÜV/GS
Dafür spricht
- Nennt Pumpenleistung und Durchsatz im Betrieb
- Filtervolumen mit 4,9 l beziffert
- TÜV- und GS-geprüft
- Ansaughilfe und regelbare Ventile
Dagegen spricht
- Beworbene Höchstgröße nur knapp gedeckt
- Keine Förderhöhe genannt
- Schläuche brauchen Platz unter dem Becken
- Höhere Anschaffung als ein Innenfilter
- Passt für:
- Becken bis etwa 160 Litern, wenn die Auslegung stimmen soll.
- Passt nicht für:
- Nicht die Wahl für Haushalte, die die beworbenen 200 Liter voll ausreizen will.

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Tetra
Tetra Aquarium Außenfilter EX 1000 Plus
Größtes beziffertes Filtervolumen im Vergleich: 6,1 Liter Filtervolumen sind der höchste bezifferte Wert des Feldes und die Größe, an der die biologische Kapazität eines Filters tatsächlich hängt. Zwei von fünf Anbietern nennen sie überhaupt. Und beide gehören zu derselben Baureihe.
Derselbe offene Umgang mit den Zahlen wie beim kleineren Modell, und ein Ergebnis, das unbequem ist: 540 Liter je Stunde auf 300 Liter Beckengröße sind eine 1,8-fache Umwälzung und damit weniger, als die Faustregel der Aquaristik verlangt. Diese Zahl stammt nicht von uns, sondern aus zwei Angaben desselben Angebots. Für Becken bis 200 Litern ist der Filter reichlich dimensioniert; bei 300 Litern ist er es nicht mehr.
- Förderleistung Pumpe
- 1150 l/h
- Durchsatz im Betrieb
- 540 l/h
- beworbene Beckengröße
- 150 bis 300 l
- Umwälzung im Betrieb
- 1,8 fach
- Leistungsaufnahme
- 5,5 W
- Filtervolumen
- 6,1 l
- Prüfzeichen
- TÜV/GS
Dafür spricht
- Nennt Pumpenleistung und Durchsatz im Betrieb
- Größtes Filtervolumen im Vergleich
- TÜV- und GS-geprüft
- Baureihenübersicht mit Durchsatz für alle vier Größen
Dagegen spricht
- 1,8-fache Umwälzung an der beworbenen Obergrenze
- Keine Förderhöhe genannt
- Spanne von 150 bis 300 l ist sehr weit gefasst
- Ansaugvorgang braucht Übung
- Passt für:
- Becken zwischen 150 und 250 Litern.
- Passt nicht für:
- Die beworbene Obergrenze von 300 Litern.

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JBL
JBL CristalProfi e902 greenline Außenfilter
Filtervolumen und Aquariengröße als Baureihentabelle: Das Angebot führt für die ganze greenline-Reihe „Aquariengröße 40 – 120 l, 60 – 200 l, 90 – 300 l“ und macht damit die Zuordnung von Gerät zu Becken nachvollziehbar. Das ist mehr, als die Hälfte dieses Marktes leistet — auch wenn die zweite Zahl, der Durchsatz im Betrieb, hier fehlt.
Der teuerste Filter des Vergleichs und derjenige mit der höchsten Leistungsaufnahme: 11 Watt sind das Doppelte der beiden Tetra-Modelle und bedeuten bei Dauerbetrieb rund 96 Kilowattstunden im Jahr. Die beworbenen 900 Liter je Stunde sind die Pumpenleistung; ein Durchsatz im Betrieb wird nicht genannt. Setzt man den Faktor an, den der Wettbewerb für seine eigenen Geräte ausweist, bleiben rund 430 Liter je Stunde — bei der beworbenen Obergrenze von 300 Litern also eine 1,4-fache Umwälzung.
- Förderleistung Pumpe
- 900 l/h
- Durchsatz im Betrieb
- keine Angabe
- beworbene Beckengröße
- 90 bis 300 l
- Umwälzung im Betrieb
- 1,4 fach geschätzt
- Leistungsaufnahme
- 11 W
- Filtervolumen
- 4,6 l
- Prüfzeichen
- keine Angabe
Dafür spricht
- Aquariengrößen für die ganze Baureihe ausgewiesen
- Filtervolumen beziffert
- Sehr gute Ersatzteilversorgung
- Auch für Meerwasser freigegeben
Dagegen spricht
- Höchste Leistungsaufnahme im Vergleich
- Kein Durchsatz im Betrieb genannt
- Förderhöhe nicht beziffert
- Höchster Preis im Feld
- Passt für:
- Becken bis etwa 180 Litern, wenn Verarbeitung und Ersatzteilversorgung zählen.
- Passt nicht für:
- Wer auf den Stromverbrauch achtet oder die 300 Liter ausreizen will, greift besser woanders zu.

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Fluval
Fluval AquaClear AC70 Hochleistungsfilter
Ein Rucksackfilter, der außen am Beckenrand hängt und ohne Schläuche auskommt — das ist sein eigentliches Argument, weil er damit weder einen Unterschrank noch Platz unter dem Becken braucht. Die Angaben führt der Anbieter zuerst in US-Einheiten: „40 – 70 gal/152 – 265 l“ für die Beckengröße, „300 US GPH/1135 LPH“ für die Pumpe und „3,1 Pfund“ für das Gewicht. Wer in Litern vergleicht, muss also jede Zahl zweimal lesen. Eine Leistungsaufnahme fehlt vollständig.
- Förderleistung Pumpe
- 1135 l/h
- Durchsatz im Betrieb
- keine Angabe
- beworbene Beckengröße
- 152 bis 265 l
- Umwälzung im Betrieb
- 2,0 fach geschätzt
- Leistungsaufnahme
- keine Angabe
- Filtervolumen
- keine Angabe
- Prüfzeichen
- keine Angabe
Dafür spricht
- Kein Platzbedarf unter dem Becken
- Keine Schläuche, kein Ansaugen
- Baureihenübersicht mit Pumpenleistung je Modell
- Filtermedien einzeln nachkaufbar
Dagegen spricht
- Angaben zuerst in Gallonen und Pfund
- Keine Leistungsaufnahme genannt
- Filtervolumen steht nirgends
- Wasserrücklauf ist hörbar
- Passt für:
- Becken ohne Unterschrank und alle, die keine Schläuche wollen.
- Passt nicht für:
- Wer den Stromverbrauch vorher wissen will.

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Tararium
Tararium Rucksackfilter Hang-on-Back 1000 l/h
Der Filter mit der weitesten beworbenen Spanne des Vergleichs — 150 bis 400 Liter — und der niedrigsten rechnerischen Umwälzung. Schon mit der Pumpenzahl ergeben 1000 Liter je Stunde auf 400 Liter Becken nur das Zweieinhalbfache; mit dem Faktor, den der Wettbewerb für den eingebauten Zustand ausweist, bleibt gut das Einfache. Für ein Becken von 150 bis 200 Litern ist das Gerät ausreichend dimensioniert, für 400 nicht. Die UV-Lampe und der Oberflächenabsauger sind Ausstattungsmerkmale, die kein anderes Modell des Vergleichs mitbringt.
- Förderleistung Pumpe
- 1000 l/h
- Durchsatz im Betrieb
- keine Angabe
- beworbene Beckengröße
- 150 bis 400 l
- Umwälzung im Betrieb
- 1,2 fach geschätzt
- Leistungsaufnahme
- 5 W
- Filtervolumen
- keine Angabe
- Prüfzeichen
- keine Angabe
Dafür spricht
- UV-Lampe und Oberflächenabsauger integriert
- Leistungsaufnahme mit 5 W beziffert
- Kein Platzbedarf unter dem Becken
- Regelbarer Durchfluss
Dagegen spricht
- Weiteste beworbene Spanne bei geringster Umwälzung
- Kein Durchsatz im Betrieb genannt
- Filtervolumen fehlt
- Prüfzeichen bleibt offen
- Passt für:
- Becken bis etwa 200 Litern, wenn UV-Klärung und Oberflächenabsaugung gewünscht sind.
- Passt nicht für:
- Die beworbene Obergrenze von 400 Litern.
Zwei Zahlen, und eine davon nennt fast niemand. Ein Außenfilter wird über zwei Angaben verkauft, und beide stehen in fast jedem Angebot: Liter pro Stunde und die Beckengröße, für die er reichen soll.
Aus beiden zusammen ergibt sich die Größe, um die es eigentlich geht — die Umwälzrate. Sie sagt, wie oft der Filter den gesamten Beckeninhalt in einer Stunde durchsetzt, und die Faustregel der Aquaristik verlangt dafür das Zwei- bis Dreifache.
Rechnet man mit den beworbenen Zahlen, sieht das Feld gut aus:
| Filter | beworben | max. Becken | Umwälzung |
|---|---|---|---|
| Fluval AquaClear AC70 | 1135 l/h | 265 l | 4,3-fach |
| Tetra EX 1000 Plus | 1150 l/h | 300 l | 3,8-fach |
| JBL CristalProfi e902 | 900 l/h | 300 l | 3,0-fach |
| Tetra EX 700 Plus | 1040 l/h | 200 l | 5,2-fach |
| Tararium Rucksackfilter | 1000 l/h | 400 l | 2,5-fach |
Alle fünf erfüllen die Regel. Vier davon mit Reserve.
Nur beschreibt keine dieser Zahlen den Filter im Betrieb.
Die Zahl, die ein Anbieter offenlegt
In einem der fünf Angebote steht ein Satz, der das ganze Feld neu ordnet. Wörtlich:
„stufenlosen Regulierung des Wasserdurchflusses (max. 1040 l/h Durchflussmenge Pumpe / max. 500 l/h Durchflussmenge im Betrieb)“
Zwei Zahlen für dasselbe Gerät. Die erste ist die Förderleistung der Pumpe — gemessen frei, ohne Filtermedien, ohne Schläuche, ohne Höhenunterschied. Die zweite ist, was durch den fertig aufgebauten Filter läuft.
500 von 1040 sind 48 Prozent.
Derselbe Anbieter nennt für sein größeres Modell „max. 1150 l/h Durchflussmenge Pumpe / max. 540 l/h Durchflussmenge im Betrieb“ — 47 Prozent. Und er führt die Angabe für die ganze Baureihe:
| Aquariengröße laut Anbieter | Durchsatz im Betrieb | Umwälzung |
|---|---|---|
| unter 100 l | 440 l/h | 4,4-fach |
| 100 bis 200 l | 500 l/h | 2,5-fach |
| 150 bis 300 l | 540 l/h | 1,8-fach |
| 300 bis 600 l | 1030 l/h | 1,7-fach |
Innerhalb einer einzigen Baureihe fällt die Umwälzung von 4,4 auf 1,7. Das ist keine Rechnung von uns: es sind zwei Zahlenreihen aus demselben Angebot, durcheinander geteilt.
Die beiden unteren Zeilen liegen unter der Faustregel, die dieser Markt selbst vertritt.
Warum der Durchsatz einbricht
Der Unterschied zwischen 1040 und 500 Litern je Stunde ist kein Messfehler und keine Übertreibung. Er ist Physik, und er hat drei Ursachen.
Die Filtermedien. Eine Pumpe fördert gegen einen Widerstand. Vier bis sechs Liter Filterschwämme, Keramikröhrchen und Filterwatte sind ein erheblicher Widerstand, und er wächst, während der Filter arbeitet und sich zusetzt. Die Pumpenangabe ist der Wert ohne diesen Widerstand.
Die Schläuche. Ein Meter Schlauch mit zwölf Millimetern Innendurchmesser kostet Druck, jede Krümmung kostet mehr, und jedes der beiden Anschlussventile ebenfalls. Bei einem Außenfilter kommen leicht zwei Meter Schlauch und vier Umlenkungen zusammen.
Die Förderhöhe. Der Filter steht unter dem Becken, das Wasser muss nach oben. Ein Höhenunterschied von siebzig Zentimetern ist der Normalfall bei einem Unterschrank, und er geht direkt von der Förderleistung ab.
Die Kennlinie einer Kreiselpumpe fällt mit steigendem Gegendruck — bei null Gegendruck fördert sie ihr Maximum, bei ihrem maximalen Druck fördert sie nichts. Der Betriebspunkt einer eingebauten Filteranlage liegt irgendwo dazwischen, und wo genau, hängt an der Anlage.
Genau deshalb wäre die Förderhöhe die Angabe, mit der man rechnen könnte. Sie steht in keinem der fünf Angebote.
Wie man den Betriebspunkt selbst verschiebt
Der Durchsatz eines eingebauten Filters ist keine feste Eigenschaft des Geräts. Er ist der Schnittpunkt zweier Kurven: der Kennlinie der Pumpe und dem Widerstand der Anlage. Beide lassen sich beeinflussen, und zwar ohne einen Cent auszugeben.
Kurze Schläuche. Der Druckverlust in einem Schlauch wächst mit seiner Länge. Zwei Meter Schlauch, weil das Set nun einmal zwei Meter enthält, kosten spürbar mehr als der eine Meter, den die Anlage tatsächlich braucht. Ablängen ist erlaubt und wirkt sofort.
Wenig Krümmungen. Jede enge Biegung ist ein Widerstand, und ein Schlauch, der hinter dem Unterschrank in einer Schlaufe liegt, hat mehrere davon. Sanfte Bögen statt scharfer Knicke, und der Schlauch soll nicht abknicken, wo er über eine Kante läuft.
Der volle Querschnitt. Die mitgelieferten Ventile lassen sich stufenlos regeln, und viele Anlagen laufen dauerhaft halb zugedreht, weil die Strömung im Becken sonst zu stark wäre. Das ist eine legitime Maßnahme, kostet aber genau die Leistung, für die man bezahlt hat. Und es ist der häufigste Grund, warum ein Filter im Alltag weit unter seiner Angabe bleibt.
Die Höhendifferenz. Je höher der Filter unter dem Becken steht, desto geringer der Höhenunterschied und desto besser der Betriebspunkt. Ein Filter auf einem Sockel im Unterschrank statt auf dem Schrankboden gewinnt zwanzig bis dreißig Zentimeter.
Saubere Medien. Der Widerstand wächst, während der Filter arbeitet. Ein Filter, der drei Monate nicht gereinigt wurde, läuft deutlich unter dem Wert vom ersten Tag, und dieser Rückgang ist schleichend und unauffällig, weil das Auge nur die Oberfläche sieht.
Zusammengenommen bedeutet das: Die Differenz zwischen Pumpenzahl und Betriebszahl ist kein fester Prozentsatz, sondern eine Bandbreite, deren obere Hälfte man selbst in der Hand hat. Der Anbieter, der 48 Prozent angibt, beschreibt eine ordentlich aufgebaute Anlage mit sauberen Medien — nicht die Anlage im dritten Monat mit halb zugedrehtem Ventil.
Was das für die vier anderen Filter bedeutet
Vier von fünf Anbietern nennen nur die Pumpenzahl. Man kann sie trotzdem einordnen — mit dem Faktor, den der fünfte für seine eigenen Geräte ausweist.
47 bis 48 Prozent, gemessen an zwei Modellen derselben Baureihe. Wir rechnen mit 47,5 Prozent und kennzeichnen das Ergebnis als Schätzung:
| Filter | Pumpe | Betrieb | max. Becken | Umwälzung im Betrieb |
|---|---|---|---|---|
| Tetra EX 700 Plus | 1040 l/h | 500 l/h (genannt) | 200 l | 2,5-fach |
| Fluval AquaClear AC70 | 1135 l/h | rund 540 l/h | 265 l | rund 2,0-fach |
| Tetra EX 1000 Plus | 1150 l/h | 540 l/h (genannt) | 300 l | 1,8-fach |
| JBL CristalProfi e902 | 900 l/h | rund 430 l/h | 300 l | rund 1,4-fach |
| Tararium Rucksackfilter | 1000 l/h | rund 475 l/h | 400 l | rund 1,2-fach |
Kein einziger Filter dieses Vergleichs erreicht an seiner beworbenen Obergrenze die dreifache Umwälzung. Einer erreicht die zweifache, zwei liegen darunter, zwei deutlich darunter.
Die Übertragung des Faktors ist eine Annahme, und sie gehört als solche behandelt: Ein Rucksackfilter hat keine Schläuche und keine Förderhöhe von siebzig Zentimetern, sein Betriebspunkt dürfte also günstiger liegen. Ein Topffilter mit dicht gepackten Medien ungünstiger. Was der Faktor leistet, ist eine Größenordnung, und die reicht, um zu erkennen, dass die beworbenen Obergrenzen optimistisch sind.
Die praktische Regel daraus ist unbequem und einfach: Ein Außenfilter passt zur unteren Hälfte der Spanne, für die er beworben wird. Für kleinere Becken sind das die Geräte aus dem Vergleich der Innenfilter. Wie man die zugehörige Beckengröße bestimmt, steht im Ratgeber zur Filtergröße.
Das Filtervolumen, das die Kapazität bestimmt
Neben dem Durchsatz gibt es eine zweite Größe, an der die Leistung eines Filters hängt, und sie wird noch seltener genannt: wie viel Filtermaterial überhaupt hineinpasst.
Zwei von fünf Anbietern nennen einen Wert:
| Filter | Filtervolumen |
|---|---|
| Tetra EX 1000 Plus | 6,1 l |
| Tetra EX 700 Plus | 4,9 l |
| JBL CristalProfi e902 | 4,6 l |
| Fluval AquaClear AC70 | keine Angabe |
| Tararium Rucksackfilter | keine Angabe |
Warum die Zahl zählt: Die biologische Filterung findet auf der Oberfläche der Filtermedien statt. Mehr Volumen bedeutet mehr Besiedlungsfläche und damit mehr Reserve — und es bedeutet längere Reinigungsintervalle, weil sich das Material langsamer zusetzt.
Für die beiden Rucksackfilter des Vergleichs ist die Angabe strukturell schwieriger, weil ihre Medienkammer offen zum Becken liegt und sich nicht so eindeutig abgrenzen lässt wie ein geschlossener Filtertopf. Genannt wird sie trotzdem in beiden Fällen nicht, und ohne sie lässt sich die Kapazität zweier Filter nicht vergleichen.
Ein Zusammenhang ist dabei wichtig und wird oft verwechselt: Durchsatz und Filtervolumen sind zwei verschiedene Dinge. Ein Filter, der viel umwälzt und wenig Material enthält, schiebt Wasser im Kreis. Einer mit viel Material und wenig Durchsatz arbeitet langsam, aber gründlich. Die Angebote dieses Marktes bewerben durchweg das Erste.
Wann ein Außenfilter überhaupt die richtige Wahl ist
Ein Außenfilter kostet das Zwei- bis Vierfache eines Innenfilters derselben Klasse und verlangt Platz, Schläuche und einen Aufbau, der eine halbe Stunde dauert. Was er dafür liefert, sind vier Dinge. Und nur drei davon sind technischer Natur.
Das Filtervolumen. Es ist der eigentliche Unterschied. Ein Topffilter hat vier bis sechs Liter Medienkammer; ein Innenfilter derselben Beckenklasse liegt bei einem Bruchteil davon. Mehr Volumen bedeutet mehr Besiedlungsfläche, mehr Reserve und längere Reinigungsintervalle.
Der Platz im Becken. Ein Innenfilter steht im Wasser und verdrängt es — in einem Becken mit 60 Litern spürbar, in einem mit 300 Litern nicht. Dazu kommt, dass er sichtbar ist, und das ist bei einem gestalteten Becken ein Argument.
Die Zugänglichkeit. Ein Außenfilter wird gereinigt, ohne dass jemand ins Becken greift. Bei einem Innenfilter ist jede Wartung ein Eingriff in die Einrichtung.
Und die Geräuschlage. Ein Topffilter im geschlossenen Unterschrank ist die leiseste Lösung dieses Marktes, weil das Gerät gedämmt steht und kein Wasser sichtbar fällt.
Wogegen ein Außenfilter spricht, ist ebenfalls konkret:
| gegen den Außenfilter | Größenordnung |
|---|---|
| Anschaffung | zwei- bis vierfacher Preis |
| Platzbedarf | Unterschrank oder freie Rückwand |
| Aufbau | Schläuche verlegen, ansaugen, entlüften |
| Fehlerfolgen | undichte Verbindung bedeutet Wasser im Schrank |
Der letzte Punkt ist der ernsthafteste und wird beim Kauf am wenigsten bedacht. Ein Innenfilter kann nicht auslaufen, weil er im Becken steht. Ein Außenfilter hat zwei Schlauchverbindungen unter Wasserdruck, und wenn eine davon aufgeht, läuft das Becken bis zur Höhe des Ansaugrohrs leer — in einen Schrank, in dem meist auch die Steckdosenleiste liegt.
Die Gegenmaßnahmen kosten nichts: Ventile handfest anziehen und nach einer Stunde nachkontrollieren, die Steckdosenleiste höher als die Wasseroberfläche anbringen und eine Tropfschlaufe in jedes Kabel legen. Beides ist im Ratgeber zu Standort und Gewicht ausgeführt.
Als Faustregel für die Bauformwahl, die sich aus den Zahlen dieses Themenbereichs ergibt: Bis rund 100 Liter Beckeninhalt reicht ein Innenfilter, darüber lohnt der Außenfilter, nicht wegen der Förderleistung, sondern wegen des Medienvolumens.
Was ein Außenfilter im Betrieb kostet
Ein Filter ist das einzige Gerät am Aquarium, das ununterbrochen läuft. Das macht seine Leistungsaufnahme zum größten Stromposten der Anlage nach dem Heizer, und größer als jede Beleuchtung.
| Filter | Leistung | am Tag | im Jahr |
|---|---|---|---|
| JBL CristalProfi e902 | 11 W | 0,26 kWh | rund 96 kWh |
| Tetra EX 700 / EX 1000 | 5,5 W | 0,13 kWh | rund 48 kWh |
| Tararium Rucksackfilter | 5 W | 0,12 kWh | rund 44 kWh |
| Fluval AquaClear AC70 | keine Angabe | — | — |
Zwischen 5 und 11 Watt liegt der Faktor gut zwei, und über ein Jahr sind das rund fünfzig Kilowattstunden Unterschied — mehr, als die Beleuchtung eines mittleren Beckens insgesamt verbraucht.
Bemerkenswert ist die Verteilung: Der teuerste Filter des Vergleichs hat die höchste Leistungsaufnahme, obwohl er die geringste Förderleistung des Feldes hat. Ohne Angabe zum Wirkungsgrad lässt sich das nicht auflösen — möglich ist eine robustere Pumpe, möglich eine ältere Konstruktion.
Ein Anbieter nennt gar keine Leistungsaufnahme. Bei einem Dauerläufer ist das die auffälligste Lücke im ganzen Feld. Wie sich der Verbrauch einer ganzen Anlage rechnet, steht im Ratgeber zum Stromverbrauch.
Was die Wartung mit dem Durchsatz macht
Ein Außenfilter ist ein geschlossener Behälter, und das ist zugleich sein Vorteil und sein Problem: Man sieht nicht, was darin passiert.
Der Widerstand der Filtermedien steigt, während sie arbeiten. Grobschmutz setzt sich zuerst im Vorfilter fest, dann in den Schwämmen, zuletzt im feinen Material. Der Durchsatz sinkt entsprechend, nicht plötzlich, sondern über Wochen.
Woran man es merkt, ohne zu messen:
| Zeichen | bedeutet |
|---|---|
| Der Auslauf plätschert schwächer als sonst | Durchsatz gesunken |
| Die Oberflächenbewegung nimmt ab | Durchsatz deutlich gesunken |
| Der Filter wird lauter | Pumpe zieht Luft oder arbeitet gegen Widerstand |
| Schwebstoffe bleiben im Wasser stehen | Umwälzung reicht nicht mehr |
Die zweite Zeile ist die brauchbarste. Die Bewegung der Wasseroberfläche ist ein direkter Indikator für den Durchsatz, sie ist täglich sichtbar, und sie braucht kein Werkzeug. Wer sich merkt, wie sie am ersten Tag nach der Reinigung aussieht, hat einen Vergleichsmaßstab für alle folgenden Wochen.
Zur Reinigung selbst gehören zwei technische Punkte, die den Durchsatz betreffen.
Der Vorfilter zuerst. Beide Tetra-Modelle des Vergleichs haben eine Vorfilterfunktion, die den Grobschmutz abfängt, bevor er in die feinen Medien gelangt. Diesen Teil häufiger zu reinigen als den Rest hält den Durchsatz oben und verlängert die Standzeit des übrigen Materials erheblich.
Nicht alles auf einmal. Das ist eine biologische Empfehlung, zu der wir keine eigene Aussage treffen: technisch relevant ist nur die Folge — Wer gestaffelt reinigt, hat nie den vollen Durchsatz zurück, aber auch nie den Einbruch am Ende eines Intervalls. Wie sich das im Alltag planen lässt, steht im Ratgeber zur Filterreinigung.
Und ein Hinweis zum Anlaufen: Ein Topffilter muss nach jeder Reinigung neu angesaugt werden. Beide Tetra-Modelle bringen dafür eine Ansaughilfe mit, die JBL-Baureihe ebenfalls. Bei den Rucksackfiltern entfällt der Vorgang, weil sie selbstansaugend arbeiten — für viele der eigentliche Grund, diese Bauform zu wählen.
Topffilter oder Rucksackfilter
Drei der fünf Geräte stehen unter dem Becken, zwei hängen daran. Der Unterschied ist größer, als die gemeinsame Bezeichnung „Außenfilter“ vermuten lässt.
| Topffilter | Rucksackfilter | |
|---|---|---|
| Standort | unter dem Becken | am Beckenrand eingehängt |
| Schläuche | zwei, plus Ventile | keine |
| Förderhöhe | rund 70 cm | wenige Zentimeter |
| Filtervolumen | 4,6 bis 6,1 l | nicht genannt, konstruktiv kleiner |
| Ansaugen | Ansaughilfe nötig | selbstansaugend |
| Geräusch | im Schrank gedämpft | Wasserrücklauf hörbar |
| Platzbedarf | Unterschrank nötig | Rückwand muss frei sein |
Für die Auslegung heißt das zweierlei. Ein Rucksackfilter arbeitet gegen weniger Gegendruck, sein Betriebspunkt liegt also günstiger als beim Topffilter — die Schätzung mit 47,5 Prozent fällt dort eher pessimistisch aus. Dafür ist sein Medienvolumen konstruktionsbedingt kleiner, und die biologische Reserve entsprechend geringer.
Und ein praktischer Punkt, der über die Nutzung entscheidet: Ein Rucksackfilter braucht hinter dem Becken freien Raum. Ein Becken, das bündig an der Wand steht, schließt diese Bauform aus — was bei der Standortwahl bedacht sein will und im Ratgeber zu Standort und Gewicht ausgeführt ist.
Was der Preis in dieser Gruppe kauft. Wie in den neun Themenbereichen zuvor sortiert der Preis das Feld nicht nach Datenqualität.
Der teuerste Filter nennt weder den Durchsatz im Betrieb noch ein Prüfzeichen — und hat mit 11 Watt die höchste Leistungsaufnahme des Feldes bei der geringsten Förderleistung.
Die beiden Filter im mittleren Band nennen als Einzige den Durchsatz im Betrieb, als Einzige ein Filtervolumen und als Einzige ein Prüfzeichen. Sie sind damit die am vollständigsten beschriebenen Geräte dieses Vergleichs.
Der günstigste Filter nennt eine Beckengröße bis 400 Liter und erreicht dort rechnerisch die niedrigste Umwälzung des Feldes.
Was der Preis tatsächlich kauft, sind vier Dinge: Verarbeitung, Ersatzteilversorgung, Filtervolumen und Bauform. Ein Topffilter mit 6,1 Litern Medienkammer kostet mehr als ein Rucksackfilter ohne Volumenangabe, und eine Marke mit zwanzig Jahren Ersatzteilversorgung kostet mehr als eine ohne Historie. Das sind reale Unterschiede, die sich im dritten Jahr zeigen, wenn ein Rotor ersetzt werden muss und die Frage ist, ob es ihn noch gibt.
Was er nicht kauft, ist eine vollständigere Beschreibung. Über alle fünfzehn Produkte dieses Themenbereichs hinweg stand die informativste Angabe mindestens einmal im mittleren Preisband und nie im oberen — dasselbe Muster wie bei Katzentransportboxen, Kratzbäumen, Katzenklappen, Futterstationen, Hunderampen, Hundeanhängern, Hundezäunen, Hundepools und Aquarien.
Was hier tatsächlich geprüft ist
Dieser Themenbereich unterscheidet sich in einem Punkt von den acht Themenbereichen zuvor: Es gibt eine Norm, die diese Produkte erfasst, und ein Teil der Anbieter beruft sich darauf.
DIN EN 60335-2-41 trägt den Titel „Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke — Teil 2-41: Besondere Anforderungen für Pumpen“. Ihr Anwendungsbereich nennt Aquarienpumpen ausdrücklich und erfasst elektrische Pumpen für Flüssigkeiten bis 90 Grad bei höchstens 250 Volt einphasig.
Zwei der fünf Filter dieses Vergleichs weisen ein Prüfzeichen aus — wörtlich „TÜV/GS-geprüft“. Über den ganzen Themenbereich hinweg sind es sechs von fünfzehn, und alle sechs gehören zu den beiden etablierten deutschen Marken.
Das ist ein besserer Befund als in jedem anderen Themenbereich dieses Portals. Und er hat eine Grenze, die ausgesprochen gehört: Geprüft wird die elektrische Sicherheit, nicht die Filterleistung.
Ein GS-Zeichen sagt, dass das Gerät niemanden gefährdet, der es bestimmungsgemäß benutzt. Es sagt nichts darüber, wie viel Wasser durchläuft, wie viel Filtermaterial hineinpasst oder für welches Becken die Anlage reicht. Für diese drei Größen existiert keine Norm, kein Prüfverfahren und keine einheitliche Messvorschrift — weshalb zwei Anbieter dieselbe Zahl auf zwei verschiedene Betriebszustände beziehen können, ohne dass einer von beiden falsch läge.
Die offenen Fragen
Wir haben keinen dieser Filter angeschlossen, keinen Durchsatz gemessen und keine Pumpe zerlegt. Am Prüftag wurde jedes Angebot einzeln geöffnet; erfasst haben wir nur, was dort stand und was kaufbar war.
Der Faktor 47,5 Prozent stammt von einem Anbieter. Er ist aus zwei Modellen derselben Baureihe abgeleitet und auf drei Geräte anderer Hersteller übertragen. Das ist eine begründete Annahme und keine Messung; bei einem Rucksackfilter dürfte der reale Wert darüber liegen, bei einem dicht gepackten Topffilter darunter.
Die Umwälzraten sind gerechnet. Bezugsgröße ist die beworbene Höchstgröße des Beckens. Wer ein kleineres Becken betreibt, hat eine entsprechend höhere Umwälzung: die Zahlen dieses Vergleichs beschreiben den ungünstigsten Fall innerhalb der Herstellerangabe.
Die Faustregel der zwei- bis dreifachen Umwälzung ist Erfahrung, keine Norm. Sie ist in der Aquaristik unstrittig verbreitet und in keinem Regelwerk festgeschrieben. Eine Untersuchung, die eine bestimmte Umwälzrate mit einem Ergebnis verknüpft, kennen wir nicht.
Zum Filtervolumen fehlen drei von fünf Angaben. Wir haben sie nicht geschätzt.
Und zur biologischen Filterleistung sagen wir nichts. Wie viel Fischbesatz eine bestimmte Menge Filtermaterial trägt, ist eine biologische Frage, für die diese Redaktion keine Fachkunde hat. Dieser Vergleich beschreibt Volumenströme, Widerstände und elektrische Leistung.
Feld für Feld durch die fünf
Erfasst ist, ob die Angabe im Angebot auftaucht. Über ihre Belastbarkeit sagt das Raster nichts.
| Modell | Förderleistung Pumpe | Durchsatz im Betrieb | beworbene Beckengröße | Umwälzung im Betrieb | Leistungsaufnahme | Filtervolumen | Prüfzeichen | davon |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tetra EX 700 | Förderleistung Pumpe: 1040 l/h | Durchsatz im Betrieb: 500 l/h | beworbene Beckengröße: bis 200 l | Umwälzung im Betrieb: 2,5 fach | Leistungsaufnahme: 5,5 W | Filtervolumen: 4,9 l | Prüfzeichen: TÜV/GS | 7/7 |
| Tetra EX 1000 | Förderleistung Pumpe: 1150 l/h | Durchsatz im Betrieb: 540 l/h | beworbene Beckengröße: 150 bis 300 l | Umwälzung im Betrieb: 1,8 fach | Leistungsaufnahme: 5,5 W | Filtervolumen: 6,1 l | Prüfzeichen: TÜV/GS | 7/7 |
| JBL e902 | Förderleistung Pumpe: 900 l/h | Durchsatz im Betrieb: keine Angabe | beworbene Beckengröße: 90 bis 300 l | Umwälzung im Betrieb: 1,4 fach geschätzt | Leistungsaufnahme: 11 W | Filtervolumen: 4,6 l | Prüfzeichen: keine Angabe | 5/7 |
| Fluval AC70 | Förderleistung Pumpe: 1135 l/h | Durchsatz im Betrieb: keine Angabe | beworbene Beckengröße: 152 bis 265 l | Umwälzung im Betrieb: 2,0 fach geschätzt | Leistungsaufnahme: keine Angabe | Filtervolumen: keine Angabe | Prüfzeichen: keine Angabe | 3/7 |
| Tararium HOB | Förderleistung Pumpe: 1000 l/h | Durchsatz im Betrieb: keine Angabe | beworbene Beckengröße: 150 bis 400 l | Umwälzung im Betrieb: 1,2 fach geschätzt | Leistungsaufnahme: 5 W | Filtervolumen: keine Angabe | Prüfzeichen: keine Angabe | 4/7 |
| beziffert von | 5/5 | 2/5 | 5/5 | 5/5 | 4/5 | 3/5 | 2/5 |
Gefüllter Punkt: Der Anbieter beziffert den Wert. Leerer Ring: Fehlanzeige. Der Zustand steht zusätzlich in jeder Zelle als Text für Screenreader.
Umwälzung bei der beworbenen Höchstgröße
Gerechnet mit dem Durchsatz im Betrieb, geteilt durch die größte Beckengröße, für die der Filter beworben wird. Die Faustregel der Aquaristik verlangt das Zwei- bis Dreifache.
Häufige Fragen
- Was bedeutet die Literangabe je Stunde bei einem Filter?
- In aller Regel die Förderleistung der Pumpe ohne Filtermedien und ohne Schläuche. Was der Filter im eingebauten Zustand tatsächlich durchsetzt, liegt deutlich darunter — bei den beiden Modellen dieses Vergleichs, die beide Zahlen nennen, bei 47 bis 48 Prozent.
- Wie stark muss ein Außenfilter sein?
- Die übliche Auslegung ist die zwei- bis dreifache Umwälzung des Beckeninhalts je Stunde. Bezugsgröße ist dabei das tatsächliche Wasservolumen, nicht die beworbene Literzahl des Beckens — der Unterschied beträgt bis zu 35 Prozent.
- Welche Zahl gilt für die Auslegung?
- Der Durchsatz im Betrieb. Wo er nicht genannt wird, ist die Hälfte der Pumpenleistung ein realistischer Ansatz — das ist der Faktor, den der einzige Anbieter mit beiden Angaben ausweist.
- Wie viel Strom braucht ein Außenfilter?
- Vier von fünf Modellen nennen eine Leistungsaufnahme, zwischen 5 und 11 Watt. Weil ein Filter durchläuft, sind 11 Watt rund 96 Kilowattstunden im Jahr und 5,5 Watt rund 48: mehr als jede Aquarienbeleuchtung.
- Was ist ein Rucksackfilter?
- Ein Filter, der außen am Beckenrand hängt statt unter dem Becken zu stehen. Er braucht keine Schläuche und keinen Unterschrank, hat dafür weniger Filtervolumen und ist im Betrieb hörbarer, weil das Wasser sichtbar zurückfällt.
- Warum nennt niemand die Förderhöhe?
- Weil sie die Angabe wäre, mit der sich der Durchsatz an der eigenen Anlage berechnen ließe. Kein Anbieter dieses Vergleichs nennt sie — und ohne sie bleibt der Durchsatz im Betrieb eine Zahl, die man nur schätzen kann.
Wer diesen Artikel verantwortet

Fachredaktion Aquarientechnik
Schreibt über Filter, Heizer und Beleuchtung im Aquarium.
6+ Jahre technische Redaktion im HLK-Bereich (Heizung, Lüftung, Klima)
Wie wir bewerten
Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:
- Eignung für den Zweck
- Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Artikel geht — Tragkraft, Beckengröße, Raumtiefe, Wurfgewicht. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
- Belegte Spezifikationen
- Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
- Verarbeitung und Haltbarkeit
- Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen.
- Aufwand für Aufbau und Pflege
- Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Reinigung, Wartungsintervalle.
- Transparenz des Anbieters
- Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit denen der Händlerdatenblätter übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.
Aktualisierung und Quellen
- Veröffentlicht
- 29.08.2026
- Aktualisiert
- 29.08.2026
- Geprüft
- 29.08.2026
- Quellen
- 5
Änderungsverlauf
- 29.08.2026: Aufgenommen. Für alle fünf Filter wurden Förderleistung, beworbene Beckengröße, Leistungsaufnahme, Filtervolumen und Prüfzeichen aus den Angeboten erhoben und am selben Tag im Browser auf Kaufmöglichkeit geprüft. Die Umwälzraten sind eigene Berechnungen aus den beiden genannten Zahlen. Wo der Durchsatz im Betrieb nicht angegeben ist, haben wir ihn mit 47,5 Prozent der Pumpenleistung angesetzt — dem Faktor, den der einzige Anbieter mit beiden Angaben für zwei Modelle ausweist — und diese Werte als Schätzung gekennzeichnet.
Belege
- Händler- oder Marktdatenamazon.deAngebot Tetra EX 700 Plus — Pumpenleistung und Durchsatz im Betrieb
Nennt als einziges Angebot neben der Pumpenleistung auch den Durchsatz im eingebauten Zustand, wörtlich: „stufenlosen Regulierung des Wasserdurchflusses (max. 1040 l/h Durchflussmenge Pumpe / max. 500 l/h Durchflussmenge im Betrieb)“. Das sind 48 Prozent. Herangezogen als Beleg dafür, dass die beworbene Literzahl je Stunde die Förderleistung der Pumpe ohne Medien meint.
- Händler- oder Marktdatenamazon.deAngebot Tetra EX 1000 Plus — dieselbe Angabe für die ganze Baureihe
Nennt „max. 1150 l/h Durchflussmenge Pumpe / max. 540 l/h Durchflussmenge im Betrieb“, also 47 Prozent, und führt zusätzlich eine Übersicht über die Baureihe: „Aquariengröße (l) <100 l, 100–200 l, 150–300 l, 300–600 l“ gegen „Max. Durchflussrate im Betrieb 440 l/h, 500 l/h, 540 l/h, 1030 l/h“. Daraus ergeben sich Umwälzraten von 4,4-fach beim kleinsten und 1,7-fach beim größten Modell derselben Reihe.
- Herstellerangabedinmedia.deDIN EN 60335-2-41:2010-11 — Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch, Besondere Anforderungen für Pumpen
Deutscher Titel „Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke — Teil 2-41: Besondere Anforderungen für Pumpen“. Der Anwendungsbereich nennt Aquarienpumpen ausdrücklich und erfasst elektrische Pumpen für Flüssigkeiten bis 90 °C bei höchstens 250 Volt einphasig. Sie regelt die elektrische Sicherheit — nicht die Förderleistung, nicht das Filtervolumen und nicht die biologische Kapazität.
- Institution oder Normbmleh.deGutachten über die tierschutzgerechte Haltung von Zierfischen (Süßwasser)
Gutachten einer Sachverständigengruppe beim zuständigen Bundesministerium. Es arbeitet für die Beckengröße mit Kantenlängen und führt die handelsüblichen Stufen von 60, 80, 100, 120 und 150 Zentimetern. Eine Vorgabe zur Filterleistung oder Umwälzrate enthält es nicht. Herangezogen als Beleg dafür, dass es für die Auslegung eines Filters keine amtliche Bezugsgröße gibt.
- Händler- oder Marktdatenamazon.deAngebot Fluval AquaClear AC70 — Baureihenübersicht in Gallonen
Führt eine Übersicht über die AquaClear-Reihe mit „Fassungsvermögen des Aquariums“ und „Auslass der Pumpe“, beides zuerst in US-Einheiten: für das hier verglichene Modell „40 – 70 gal/152 – 265 l“ und „300 US GPH/1135 LPH“. Das Artikelgewicht steht mit „3,1 Pfund“ ebenfalls in einer nicht metrischen Einheit. Herangezogen als Beleg dafür, dass die Angaben dieses Marktes teils gar nicht in der Einheit geführt werden, in der verglichen wird.




