Aquarium-Beleuchtung·14 Min Lesezeit·5 Modelle im Vergleich

Aquarium-LED 120 cm, 17 bis 72 Watt für dieselbe Aufgabe

Fünf Leuchten für Becken ab 120 Zentimetern, eine einzige Lumenangabe im ganzen Feld. Die Wattzahlen unterscheiden sich um den Faktor 4,2.

Daniel Weber, Fachredaktion AquarientechnikVon Daniel WeberFachredaktion Aquarientechnik
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Geprüft

Kurz gesagt

Fünf Leuchten für Becken ab 100 Zentimetern, alle am 29.08.2026 lieferbar. Ihre Leistungsaufnahme reicht von 17 bis 72 Watt — ein Faktor von 4,2 für dieselbe Aufgabe. Was sich daraus über die Helligkeit ableiten lässt, ist wenig: Vier der fünf Angebote nennen keinen Lichtstrom, und ohne Lumen ist Watt nur eine Stromrechnung. Das einzige bezifferte Gerät kommt auf 3000 Lumen bei 45 Watt, also 66,7 Lumen je Watt und damit Effizienzklasse G. Ein anderes weist Klasse E aus, ohne einen Lichtstrom zu nennen — bei seinen 48 Watt müsste es dafür mindestens 5280 Lumen abgeben, also 76 Prozent mehr als das hellste bezifferte Gerät des Feldes. Und die Leuchten sind kürzer als die Becken, für die sie beworben werden: 90 Zentimeter für bis zu 150, 117,5 für bis zu 140.

ModellLeistungLichtstromLichtausbeuteEnergieeffizienzklasseLeuchtenlängebeworbene BeckenlängeAnsehen (Partnerlink)
Aquarium LED Beleuchtung 45 W für 120-140 cm
45 W 120-140

ohne Markenangabe

Einzige Lumenangabe im Vergleich

45 W3000 lm66,7 lm/Wkeine Angabe117,5 cm120 bis 140 cm
Juwel Aquarium MultiLux LED Einsatzleuchte 100 cm
Juwel MultiLux 100

Juwel

Leuchte auf voller Beckenlänge — nur hier

17 Wkeine Angabenicht berechenbarals Energieeffizient bezeichnet100 cm100 cm
NICREW C10 24/7 Aquarium Beleuchtung 120-150 cm
NICREW C10

NICREW

Meiste bezifferte Farbtemperaturen

31 Wkeine Angabenicht berechenbarkeine Angabe90 cm120 bis 150 cm
48 Wkeine Angabenicht berechenbarE laut Angebotkeine belastbare Angabe120 bis 137 cm
72 Wkeine Angabenicht berechenbarkeine Angabe116,5 cm120 bis 140 cm
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1Einzige Lumenangabe im VergleichMittelklasse

ohne Markenangabe

Aquarium LED Beleuchtung 45 W für 120-140 cm

Einzige Lumenangabe im Vergleich: 3000 Lumen bei 45 Watt sind die einzige Zahlenkombination dieses Feldes, aus der sich eine Lichtausbeute bilden lässt. Sie ergibt 66,7 Lumen je Watt und damit Klasse G, kein glänzender Wert, aber der einzige überhaupt prüfbare unter fünf Angeboten.

Das einzige Gerät dieses Vergleichs, bei dem sich Licht und Verbrauch ins Verhältnis setzen lassen. 3000 Lumen sind zugleich der höchste bezifferte Lichtstrom des ganzen Themenbereichs. Die zehn Dimmstufen und der 24-Stunden-Modus sind Standard in dieser Klasse, die ausziehbare Halterung deckt 120 bis 140 Zentimeter ab. Mit 117,5 Zentimetern Baulänge ist es zugleich die längste Leuchte des Feldes — bei einem Becken von 140 Zentimetern bleiben an jedem Ende gut elf Zentimeter ohne direktes Licht, bei 120 Zentimetern gut einer. Eine Farbtemperatur nennt das Angebot nicht.

Leistung
45 W
Lichtstrom
3000 lm
Lichtausbeute
66,7 lm/W
Energieeffizienzklasse
keine Angabe
Leuchtenlänge
117,5 cm
beworbene Beckenlänge
120 bis 140 cm

Dafür spricht

  • Einziger Lichtstrom des Vergleichs
  • Längste Leuchte im Feld
  • Zehn Dimmstufen und Tagesverlauf
  • Lichtausbeute nachrechenbar

Dagegen spricht

  • Keine Energieeffizienzklasse im Angebot
  • Ohne Farbtemperatur
  • 66,7 lm/W entsprechen Klasse G
  • Schutzart bleibt offen
Passt für:
Becken zwischen 120 und 140 Zentimetern, wenn die Lichtmenge nachvollziehbar sein soll.
Passt nicht für:
Falsch am Platz, sobald man eine bezifferte Farbtemperatur oder Effizienzklasse braucht.
2Leuchte auf voller Beckenlänge — nur hierPremium

Juwel

Juwel Aquarium MultiLux LED Einsatzleuchte 100 cm

Leuchte auf voller Beckenlänge — nur hier: 100 Zentimeter Baulänge für ein Becken von 100 Zentimetern. Als Einsatzleuchte einer Aquarienbaureihe ist sie nicht für einen Längenbereich, sondern für ein bestimmtes Becken gebaut. Und ist damit die einzige dieses Vergleichs, bei der Leuchtenlänge und Beckenlänge zusammenfallen.

Die sparsamste Leuchte des Vergleichs mit 17 Watt und die einzige, die exakt so lang ist wie das Becken, für das sie gedacht ist. Als Einsatzleuchte gehört sie in die Abdeckung bestimmter Baureihen und arbeitet mit zwei getrennten LED-Röhren in den Lichtfarben DAY und NATURE; das Angebot verspricht bis zu fünfzig Prozent Ersparnis gegenüber T5-Leuchtstoffröhren. Was im Feld für die Energieeffizienzklasse steht, ist hier keine Klasse, sondern das Wort „Energieeffizient“ — eine Bezeichnung, die auf der seit 2021 geltenden Skala nicht vorgesehen ist. Ein Lichtstrom fehlt.

Leistung
17 W
Lichtstrom
keine Angabe
Lichtausbeute
nicht berechenbar
Energieeffizienzklasse
als Energieeffizient bezeichnet
Leuchtenlänge
100 cm
beworbene Beckenlänge
100 cm

Dafür spricht

  • Niedrigste Leistungsaufnahme des Vergleichs
  • Leuchtenlänge entspricht der Beckenlänge
  • Zwei einzeln tauschbare LED-Röhren
  • Für eine definierte Baureihe konstruiert

Dagegen spricht

  • Kein Lichtstrom im Angebot
  • Gültige Effizienzklasse nirgends angegeben
  • Nur mit passender Abdeckung verwendbar
  • Farbtemperatur nicht beziffert
Passt für:
Becken der passenden Baureihe, wenn die volle Länge ausgeleuchtet sein soll.
Passt nicht für:
Freistehende Becken ohne passende Abdeckung.
3Meiste bezifferte FarbtemperaturenMittelklasse

NICREW

NICREW C10 24/7 Aquarium Beleuchtung 120-150 cm

Meiste bezifferte Farbtemperaturen: 5000 Kelvin in der Datentabelle und weitere Stufen im Angebotstext — als einziges Gerät dieses Vergleichs beziffert es die Lichtfarben, zwischen denen sich wählen lässt, statt sie als Vollspektrum zu umschreiben.

Die Leuchte mit der größten Differenz zwischen Bau- und Beckenlänge: 90 Zentimeter für Becken von 120 bis 150. Am oberen Ende bleiben an jedem Ende 30 Zentimeter unbelichtet. Auffällig ist außerdem, dass die Wattangabe innerhalb desselben Angebots zweimal verschieden ausfällt: der Titel nennt 36 W, die Datentabelle 31. Wir rechnen mit der Tabelle und weisen die Abweichung aus. Was das Gerät auszeichnet, sind die bezifferten Farbtemperaturstufen; was fehlt, ist wie bei drei weiteren Modellen der Lichtstrom.

Leistung
31 W
Lichtstrom
keine Angabe
Lichtausbeute
nicht berechenbar
Energieeffizienzklasse
keine Angabe
Leuchtenlänge
90 cm
beworbene Beckenlänge
120 bis 150 cm

Dafür spricht

  • Bezifferte Farbtemperaturstufen
  • Moderate Leistungsaufnahme
  • 24-Stunden-Automatik
  • Klar begrenzter Anwendungsbereich im Titel

Dagegen spricht

  • 90 cm Leuchte für bis zu 150 cm Becken
  • Wattangabe in Titel und Tabelle verschieden
  • Kein Lichtstrom genannt
  • Effizienzklasse fehlt
Passt für:
Sinnvoll für Haushalte, die zwischen definierten Lichtfarben wählen möchte.
Passt nicht für:
Becken über 130 Zentimeter, wenn die Enden mitbeleuchtet sein sollen.
4Mittelklasse

hygger

hygger Aquarium LED Beleuchtung RGB 120-137 cm

Das Angebot mit der höchsten ausgewiesenen Effizienzklasse dieses Themenbereichs und ohne jede Lichtangabe, an der sie sich prüfen ließe. Klasse E setzt mindestens 110 Lumen je Watt voraus; bei 48 Watt entspräche das 5280 Lumen — 76 Prozent mehr als das hellste bezifferte Gerät dieses Vergleichs bei ähnlicher Leistung. Beweisen lässt sich dagegen nichts, weil der Lichtstrom fehlt. Genannt werden dafür eine Farbtemperatur „zwischen 6500 und 10000 K“, neun Farben, zehn Helligkeitsstufen und ein „hoher PAR-Wert“ ohne Zahl. Die Maßangabe in der Datentabelle passt nicht zu einer Leuchte dieser Länge und dürfte die Verpackung beschreiben.

Leistung
48 W
Lichtstrom
keine Angabe
Lichtausbeute
nicht berechenbar
Energieeffizienzklasse
E laut Angebot
Leuchtenlänge
keine belastbare Angabe
beworbene Beckenlänge
120 bis 137 cm

Dafür spricht

  • Bezifferter Farbtemperaturbereich
  • Neun Farben und zehn Helligkeitsstufen
  • Ausziehbare Halterungen
  • Effizienzklasse überhaupt angegeben

Dagegen spricht

  • Klasse E ohne Lichtstrom nicht prüfbar
  • PAR als hoch bezeichnet, ohne Zahl
  • Maßangabe der Datentabelle unbrauchbar
  • Zweithöchste Leistungsaufnahme im Feld
Passt für:
Wer viele Farb- und Helligkeitseinstellungen möchte, liegt hier richtig.
Passt nicht für:
Nicht die Wahl für Haushalte, die die ausgewiesene Effizienzklasse nachvollziehen will.
5Premium

AQQA

AQQA Aquarium LED Beleuchtung 72 W

Die stärkste Leuchte dieses Themenbereichs und zugleich diejenige mit dem größten Abstand zwischen Anspruch und Angabe. 72 Watt sind mehr als das Vierfache der sparsamsten Leuchte des Vergleichs, und für ein Becken derselben Größenordnung. Ob daraus mehr Licht wird, lässt sich nicht sagen: Ein Lichtstrom steht nicht im Angebot, eine Effizienzklasse ebenfalls nicht. Bei zehn Stunden täglicher Brenndauer entspricht die Leistungsaufnahme rund 263 Kilowattstunden im Jahr — der höchste Wert dieses Themenbereichs und mehr als das Vierfache der sparsamsten Leuchte. Genannt werden IP68, ein 24-Stunden-Modus, ein frei programmierbarer Modus und eine Speicherfunktion.

Leistung
72 W
Lichtstrom
keine Angabe
Lichtausbeute
nicht berechenbar
Energieeffizienzklasse
keine Angabe
Leuchtenlänge
116,5 cm
beworbene Beckenlänge
120 bis 140 cm

Dafür spricht

  • Höchste installierte Leistung im Vergleich
  • IP68 angegeben
  • Frei programmierbarer Tagesverlauf
  • Speicherfunktion für Einstellungen

Dagegen spricht

  • Kein Lichtstrom genannt
  • Ohne Effizienzklasse
  • Höchster Verbrauch des Themenbereichs
  • Farbtemperatur bleibt offen
Passt für:
Wer die Lichtmenge über die Leistung maximieren will und den Verbrauch in Kauf nimmt.
Passt nicht für:
Nichts für alle, die den Stromverbrauch im Blick behalten möchte.

Fünf Leuchten, eine Lumenangabe. Fünf Leuchten für Becken ab 100 Zentimetern, alle am 29. August 2026 lieferbar geprüft. In dieser Klasse wird die Lage schlechter als bei den kleineren Becken: Vier der fünf Angebote nennen keinen Lichtstrom.

Was sie stattdessen nennen, ist eine Wattzahl. Alle fünf tun das, und die Spanne ist bemerkenswert:

Modell Leistung Lichtstrom beworbene Beckenlänge
Juwel MultiLux 100 17 W keine Angabe 100 cm
NICREW C10 31 W keine Angabe 120 bis 150 cm
45 W 120-140 45 W 3000 lm 120 bis 140 cm
hygger 120-137 48 W keine Angabe 120 bis 137 cm
AQQA 72 W 72 W keine Angabe 120 bis 140 cm

Zwischen der ersten und der letzten Zeile liegt der Faktor 4,2. Für Becken, die sich in der Länge um höchstens die Hälfte unterscheiden.

Ob die 72-Watt-Leuchte tatsächlich mehr Licht abgibt als die 31-Watt-Leuchte, geht aus den Angeboten nicht hervor. Wahrscheinlich ist es so — aber wie viel mehr, und ob es sich um den Faktor 2,3 handelt oder um den Faktor 1,4, ist nicht zu ermitteln.

Was aus der einen Angabe folgt

Die einzige Zahlenkombination dieses Feldes, aus der sich etwas ableiten lässt, sind 3000 Lumen bei 45 Watt.

3000 ÷ 45 = 66,7 Lumen je Watt. Auf der seit dem 1. September 2021 geltenden Skala für Lichtquellen entspricht das Klasse G, denn Klasse F beginnt bei 85.

Diese eine Zahl wird zum Maßstab für den Rest des Feldes, wenn man sie als Größenordnung nimmt. Unterstellt man den anderen vier Leuchten dieselbe Lichtausbeute, ergäbe sich:

Modell Leistung rechnerisch bei 66,7 lm/W
Juwel MultiLux 100 17 W rund 1130 lm
NICREW C10 31 W rund 2070 lm
hygger 120-137 48 W rund 3200 lm
AQQA 72 W 72 W rund 4800 lm

Diese Werte sind keine Herstellerangaben und keine Messung. Sie zeigen nur, was herauskäme, wenn alle Geräte gleich effizient wären, und sie sind trotzdem nützlich, weil sie eine Größenordnung liefern, wo sonst keine steht.

Wie belastbar diese Unterstellung ist, lässt sich aus dem Vergleich der kleineren Leuchten abschätzen: Dort reicht die Lichtausbeute von 62,2 bis 90,0 Lumen je Watt, ein Streubereich von 45 Prozent. Die Werte in der Tabelle können also um rund ein Drittel danebenliegen — was immer noch näher an der Wirklichkeit ist als gar keine Zahl.

Die Klasse ohne Lichtstrom. Ein Angebot dieses Vergleichs führt eine Energieeffizienzklasse, nennt aber keinen Lichtstrom. Diese Kombination lohnt eine Rückrechnung.

Klasse E setzt mindestens 110 Lumen je Watt voraus. Bei 48 Watt entspricht das mindestens 5280 Lumen.

Zum Vergleich: Das hellste bezifferte Gerät dieses Themenbereichs kommt auf 3000 Lumen bei 45 Watt. Die ausgewiesene Klasse E würde bedeuten, dass dieses Gerät bei nur sieben Prozent mehr Leistung 76 Prozent mehr Licht abgibt.

Ausschließen lässt sich das nicht. Lichtausbeuten von 110 Lumen je Watt sind bei modernen Leuchtdioden technisch erreichbar; in diesem Themenbereich erreicht sie allerdings kein einziges bezifferte Gerät, und der beste gemessene Wert liegt bei 120: dort allerdings bei einer Nanoleuchte mit fünf Watt.

Was sich sagen lässt: Die Klassenangabe ist die einzige normierte Aussage über die Lichtausbeute, die ein Angebot machen kann, und sie ist wertlos, wenn der Lichtstrom fehlt, an dem sie sich prüfen ließe. Der Fall aus dem Vergleich der 60-cm-Leuchten, in dem beide Zahlen vorlagen und sich widersprachen, zeigt, warum diese Prüfung nicht überflüssig ist.

Die Länge, die nicht passt

Bei den langen Becken wird die Differenz zwischen Leuchte und Becken zur größten dieses Themenbereichs.

Modell Leuchtenlänge beworben bis Überdeckung am oberen Ende
Juwel MultiLux 100 100 cm 100 cm 100 %
45 W 120-140 117,5 cm 140 cm 84 %
AQQA 72 W 116,5 cm 140 cm 83 %
NICREW C10 90 cm 150 cm 60 %
hygger 120-137 keine belastbare Angabe 137 cm nicht bestimmbar

Bei einem Becken von 150 Zentimetern und einer Leuchte von 90 bleiben an jedem Ende 30 Zentimeter ohne direktes Licht von oben. Das ist ein Fünftel der Beckenlänge je Seite.

Ausziehbare Halterungen ändern daran nichts. Sie überbrücken die Auflage auf den Beckenrändern, die Reihe der Leuchtdioden bleibt so lang, wie sie gebaut ist. Was jenseits ihrer Enden liegt, erhält Licht nur noch aus einem flachen Winkel — und in dieser Richtung wirkt die Reflexion an der Wasseroberfläche stärker als bei senkrechtem Einfall.

Für Becken dieser Länge folgt daraus eine Frage, die in den Angeboten nicht vorkommt: Ob eine lange Leuchte oder zwei kürzere die bessere Lösung sind. Zwei Leuchten von 60 Zentimetern überdecken 120 zusammenhängende Zentimeter und lassen sich unabhängig positionieren; eine Leuchte von 90 Zentimetern überdeckt 90. Der Rechenweg dafür steht im Ratgeber zur Leuchtenlänge.

Was der Betrieb kostet

Bei Leuchten dieser Größe wird der Verbrauch zu einem Posten, der sich bemerkbar macht. Ein Aquarienlicht läuft in aller Regel zehn bis zwölf Stunden täglich.

Modell Leistung 10 h täglich 12 h täglich
Juwel MultiLux 100 17 W rund 62 kWh im Jahr rund 74 kWh
NICREW C10 31 W rund 113 kWh im Jahr rund 136 kWh
45 W 120-140 45 W rund 164 kWh im Jahr rund 197 kWh
hygger 120-137 48 W rund 175 kWh im Jahr rund 210 kWh
AQQA 72 W 72 W rund 263 kWh im Jahr rund 315 kWh

Zwischen der sparsamsten und der verbrauchsstärksten Leuchte dieses Vergleichs liegen bei zwölf Stunden täglicher Brenndauer 241 Kilowattstunden im Jahr. Über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren summiert sich das auf einen Betrag, der die Anschaffung beider Geräte übersteigt.

Zwei Einordnungen gehören dazu. Erstens ist ein höherer Verbrauch nicht automatisch schlechter — er gehört zu einer Leuchte, die mehr Licht abgibt, sofern die Lichtausbeute vergleichbar ist. Der Haken ist, dass sich das bei vier von fünf Geräten nicht prüfen lässt.

Zweitens lässt sich der Verbrauch über die Dimmung senken, ohne die Leuchte zu tauschen. Vier der fünf Modelle bieten Helligkeitsstufen an, und eine dauerhaft auf siebzig Prozent gedimmte Leuchte nimmt entsprechend weniger auf, allerdings nicht ganz proportional, weil das Netzteil einen festen Anteil beisteuert.

Wie sich die Beleuchtung gegen Heizung und Filter einordnet, ist im Ratgeber zum Stromverbrauch durchgerechnet.

Die fünf Leuchten im Klartext

45 W für 120-140 cm. Das einzige Gerät des Feldes mit Lichtstrom, und damit das einzige, über das sich mehr sagen lässt als der Verbrauch. 3000 Lumen sind der höchste bezifferte Wert dieses Themenbereichs; 66,7 Lumen je Watt sind zugleich der zweitniedrigste. Beides zusammen ergibt eine Leuchte, die viel Licht macht und dafür viel Strom braucht. Mit 117,5 Zentimetern Baulänge ist sie die längste des Vergleichs. Zehn Dimmstufen, ein 24-Stunden-Modus und eine ausziehbare Halterung gehören zur Ausstattung; Farbtemperatur und Effizienzklasse fehlen.

Juwel MultiLux 100. Eine Einsatzleuchte, kein Universalgerät — sie gehört in die Abdeckung bestimmter Aquarienbaureihen und ist für genau ein Beckenmaß gebaut. Das erklärt, warum sie als einzige des Feldes die volle Länge überdeckt, und auch, warum sie ohne die passende Abdeckung nicht verwendbar ist. Zwei getrennte LED-Röhren in den Lichtfarben DAY und NATURE lassen sich einzeln tauschen; damit ist sie das reparierbarste Gerät des Vergleichs. Im Feld für die Energieeffizienzklasse steht das Wort „Energieeffizient“, das auf der gültigen Skala nicht vorkommt.

NICREW C10. Die Leuchte mit den meisten bezifferten Lichtfarben und der größten Längendifferenz. 90 Zentimeter Baulänge für Becken bis 150 Zentimeter bedeuten am oberen Ende 60 Prozent Überdeckung. Die widersprüchliche Wattangabe — 36 im Titel, 31 in der Tabelle: ist der zweite Fall dieses Themenbereichs, in dem sich zwei Zahlen desselben Angebots nicht decken. Wir rechnen mit der Tabelle, weil sie das strukturierte Datenfeld ist; belegen lässt sich nicht, welche der beiden stimmt.

hygger 120-137. Das Angebot mit der höchsten ausgewiesenen Effizienzklasse und ohne jede Zahl, an der sie sich prüfen ließe. Genannt werden ein Farbtemperaturbereich von 6500 bis 10000 Kelvin, neun Farben, zehn Helligkeitsstufen und ein „hoher PAR-Wert“ ohne Ziffer. Die Maßangabe in der Datentabelle beschreibt offenkundig nicht die Leuchte, sondern die Verpackung; wir führen sie deshalb als nicht belastbar statt sie als Leuchtenlänge zu übernehmen.

AQQA 72 W. Die stärkste Leuchte des Themenbereichs. Was 72 Watt an Licht ergeben, steht nicht im Angebot — genannt werden IP68, ein 24-Stunden-Modus, ein frei programmierbarer Modus und eine Speicherfunktion, die die Einstellungen nach einem Stromausfall behält. Bei zwölf Stunden täglicher Brenndauer sind 315 Kilowattstunden im Jahr der höchste Verbrauchswert dieses Themenbereichs, und der Abstand zur sparsamsten Leuchte des Vergleichs beträgt den Faktor 4,2.

Was eine Leuchte über einem großen Becken leisten muss

Große Becken unterscheiden sich von kleinen nicht nur in der Länge. Zwei weitere Größen wachsen mit, und beide arbeiten gegen die Leuchte.

Die Fläche wächst schneller als die Länge. Ein Becken von 60 mal 30 Zentimetern hat 0,18 Quadratmeter Wasseroberfläche, eines von 120 mal 50 Zentimetern hat 0,60 — mehr als das Dreifache bei doppelter Länge. Dieselbe Beleuchtungsstärke verlangt damit mehr als den doppelten Lichtstrom.

Die Höhe wächst mit. Becken mit 120 Zentimetern Länge sind üblicherweise 50 bis 60 Zentimeter hoch, kleine 30 bis 40. Der Abstand zwischen Leuchte und Bodengrund ist damit rund fünfzig Prozent größer.

Beides zusammen ergibt eine Rechnung, die sich in Größenordnungen führen lässt:

Becken Wasseroberfläche für 5000 lx nötig
60 × 30 cm 0,18 m² rund 900 lm
80 × 35 cm 0,28 m² rund 1400 lm
100 × 40 cm 0,40 m² rund 2000 lm
120 × 50 cm 0,60 m² rund 3000 lm
150 × 50 cm 0,75 m² rund 3750 lm

Die Zahl 5000 Lux in der Überschrift der dritten Spalte ist ein Rechenwert, keine Empfehlung. Wir sagen nicht, welche Beleuchtungsstärke ein Becken braucht — die Spalte zeigt lediglich, wie sich der nötige Lichtstrom mit der Fläche verhält, wenn die Zielgröße konstant bleibt.

Was die Tabelle deutlich macht: Ein Becken von 150 Zentimetern verlangt etwas mehr als das Vierfache des Lichtstroms eines Beckens von 60 Zentimetern, obwohl es nur zweieinhalbmal so lang ist. Und die Leuchte, die dafür beworben wird, ist in diesem Vergleich 90 Zentimeter lang.

Die Werte gelten außerdem für die Wasseroberfläche. Was am Bodengrund ankommt, ist weniger: teils durch Absorption im Wasser, vor allem aber durch die größere Entfernung und die Streuung an Einrichtung und Schwebstoffen.

Wofür man hier bezahlt. Das Feld deckt Mittelklasse und Premium ab. Ein Zusammenhang zwischen Preis und Datenqualität besteht auch hier nicht — beide Premiumgeräte nennen keinen Lichtstrom, das einzige bezifferte Gerät gehört zur Mittelklasse.

Was der Preis kauft, ist anderes:

Systemzugehörigkeit. Die teuerste Leuchte des Vergleichs ist eine Einsatzleuchte für definierte Baureihen. Sie passt genau, sitzt sauber und ist ohne die zugehörige Abdeckung unbrauchbar — beides Folgen derselben Konstruktionsentscheidung.

Tauschbare Leuchtmittel. Ebenfalls nur bei der Systemleuchte. Bei den vier LED-Leisten sind die Dioden fest verbaut; fällt die Elektronik aus, ist das Gerät am Ende.

Programmierbarkeit. Hier läuft der Zusammenhang in die Gegenrichtung: Die frei programmierbaren Tagesverläufe, Speicherfunktionen und Farbwahlmöglichkeiten finden sich bei den günstigeren Geräten, nicht bei der Systemleuchte.

Was auch der höchste Preis nicht mitliefert, ist die Angabe des Lichtstroms, eine gültige Effizienzklasse oder einen Messabstand für PAR. Diese drei fehlen quer durch das Feld.

Was in dieser Klasse noch fehlt

Neben dem Lichtstrom fehlen drei weitere Angaben, und bei langen Becken wiegen sie schwerer als bei kurzen.

Die Beckenhöhe. Kein Angebot nennt eine. Becken mit 120 bis 150 Zentimetern Länge sind in aller Regel auch höher als kleine — 50 bis 60 Zentimeter sind üblich. Damit liegt der Bodengrund weiter von der Leuchte entfernt, und die Lichtmenge, die dort ankommt, sinkt.

Der Abstrahlwinkel. Er entscheidet darüber, wie breit das Licht auf der Oberfläche ankommt. Bei einem Becken von 35 bis 50 Zentimetern Tiefe ist das ein relevanter Wert; genannt wird er nirgends.

Die Montagehöhe. Ob eine Leuchte auf dem Beckenrand aufliegt oder in einiger Höhe darüber hängt, verändert sowohl die Ausleuchtung als auch die Beleuchtungsstärke erheblich. Alle fünf Modelle liegen auf; eine Angabe, in welcher Höhe die Herstellerwerte gelten, macht keines.

Die Lebensdauer und der Lichtstromrückgang. Leuchtdioden fallen selten schlagartig aus; sie werden über die Betriebsstunden langsam dunkler. Die übliche Angabe dafür nennt eine Stundenzahl und den Restlichtstrom in Prozent — nach wie vielen Stunden also noch neunzig oder achtzig Prozent des Anfangswerts übrig sind. Bei zwölf Stunden täglicher Brenndauer kommt eine Aquarienleuchte auf gut 4300 Stunden im Jahr, und über fünf Jahre auf mehr als zwanzigtausend. Kein Angebot dieses Vergleichs macht dazu eine Aussage. Das ist besonders bei den Geräten mit fest verbauten Dioden bemerkenswert: Wo sich nichts tauschen lässt, ist der Lichtstromrückgang das Kriterium, das über die Nutzungsdauer entscheidet.

Und der Messabstand. Zwei Angebote sprechen von PAR, keines nennt eine Zahl mit Abstand dazu. Eine PAR-Angabe ohne Messpunkt beschreibt nichts, was sich vergleichen ließe.

Eine Leuchte oder zwei

Bei Becken ab 120 Zentimetern stellt sich eine Frage, die bei kleinen Becken nicht auftritt: ob eine lange Leuchte oder zwei kürzere die bessere Lösung sind.

Rechnerisch ist der Fall eindeutig. Zwei Leuchten von je 60 Zentimetern überdecken 120 zusammenhängende Zentimeter; die längste Leuchte dieses Vergleichs misst 117,5. Zwei Geräte à 900 Lumen ergeben 1800 Lumen, zwei à 1636 ergeben 3272: die Größenordnung des einzigen bezifferten Geräts dieses Vergleichs, aber verteilt auf eine größere Länge.

Praktisch sprechen drei Punkte für die geteilte Lösung und drei dagegen.

Dafür: Die Ausleuchtung ist gleichmäßiger. Zwei Lichtquellen an verschiedenen Stellen erzeugen weniger Schatten hinter Einrichtungsgegenständen als eine.

Dafür: Die Positionen sind frei wählbar. Wo mehr Licht gebraucht wird, kann eine Leuchte hin; ein Beckenende, das dunkel bleiben soll, bleibt dunkel.

Dafür: Ein Ausfall legt nicht alles still. Fällt eines von zwei Geräten aus, ist das Becken nicht dunkel.

Dagegen: Zwei Netzteile, zwei Kabel, zwei Stecker. Der Aufbau wird unübersichtlicher, und die Steckdosenleiste hinter dem Becken füllt sich.

Dagegen: Zwei Steuerungen laufen nicht synchron. Zwei Geräte mit Tagesverlauf schalten unabhängig voneinander; ohne gemeinsame Zeitschaltuhr driften sie über Wochen auseinander.

Dagegen: Die Optik. Zwei Leuchten mit einem Spalt dazwischen sehen anders aus als eine durchgehende Leiste, und für viele ist das ein Ausschlusskriterium.

In Summe ist die geteilte Lösung technisch überlegen und praktisch unbequemer. Was den Ausschlag gibt, ist selten die Rechnung, sondern die Frage, wie sichtbar das Becken im Raum steht.

Ein Sonderfall sind Becken über 150 Zentimeter. Dort gibt es kaum noch Einzelleuchten passender Länge, und zwei Geräte sind die übliche Lösung — nicht aus Überzeugung, sondern mangels Alternative.

Woran man ein brauchbares Angebot erkennt

Vier Prüfungen genügen, um ein Angebot dieser Klasse einzuordnen. Alle vier lassen sich in wenigen Minuten durchführen.

Zuerst: Steht ein Lichtstrom in Lumen im Angebot? Wenn nein, lässt sich über die Helligkeit nichts sagen, und alle weiteren Prüfungen entfallen. In diesem Vergleich scheitert diese Frage bei vier von fünf Geräten.

Dann: Passt die Effizienzklasse zu Lichtstrom und Watt? Lichtstrom geteilt durch Watt ergibt die Lichtausbeute; ab 85 gilt Klasse F, ab 110 Klasse E. Weicht die Angabe um mehr als eine Klasse ab, stimmt eine der drei Zahlen nicht.

Danach: Wie lang ist die Leuchte wirklich? Die Baulänge steht in der Datentabelle, die beworbene Beckenlänge im Angebotstext. Die Differenz ist der Teil des Beckens, der kein direktes Licht von oben bekommt.

Anschließend: Sind Titel und Datentabelle einig? Ein Gerät dieses Vergleichs nennt im Titel 36 Watt und in der Tabelle 31. Solche Abweichungen sind selten, aber wo sie auftreten, ist unklar, welche Angabe für das gelieferte Gerät gilt.

Prüfung im Angebot zu finden in diesem Vergleich bestanden
Lichtstrom genannt Datentabelle oder Text 1 von 5
Klasse zu Lumen und Watt stimmig beide Felder nicht prüfbar bei 4 von 5
Baulänge genannt Datentabelle 4 von 5
Titel und Tabelle einig beides 4 von 5

Die zweite Zeile ist die aussagekräftigste dieses Vergleichs. Nicht weil viele Angaben falsch wären, sondern weil sich bei vier von fünf Geräten gar nicht feststellen lässt, ob sie stimmen.

Wie wir geprüft haben

Wir haben nicht gemessen. Alle Angaben stammen aus den Angeboten und wurden am 29. August 2026 erhoben; Lieferbarkeit und Angebotstitel sind an diesem Tag geprüft.

Die Lichtausbeute ist unsere Rechnung, gebildet aus Lichtstrom geteilt durch Leistungsaufnahme. Die Korrekturfaktoren der Energielabel-Verordnung haben wir nicht angewandt.

Die hochgerechneten Lumenwerte sind ausdrücklich keine Produktangaben. Sie unterstellen allen Geräten die Lichtausbeute des einzigen bezifferten und sind entsprechend gekennzeichnet.

Bei einem Gerät weichen zwei Angaben desselben Angebots voneinander ab — der Titel nennt 36 Watt, die Datentabelle 31. Wir rechnen mit der Datentabelle und weisen die Abweichung aus, statt eine der beiden Zahlen stillschweigend zu wählen.

Die Baulänge stammt aus dem Feld „Artikel Abmessungen“ der jeweiligen Datentabelle. Bei einem Gerät beschreibt dieses Feld erkennbar die Verpackung und nicht die Leuchte; wir führen es dort als nicht belastbar, statt eine Überdeckung auszurechnen, die auf einer falschen Zahl beruht.

Wozu wir nichts sagen: wie viel Licht ein Besatz oder eine Bepflanzung braucht, welches Spektrum wofür geeignet ist und welche Rolle die Beleuchtung für Algenwachstum spielt. Das sind biologische Fragen ohne Fachkunde in dieser Redaktion.

Die Einordnung aller drei Größenklassen steht in der Kaufberatung zur Aquarienbeleuchtung; was ein Becken dieser Länge an Wasser fasst und was es wiegt, im Ratgeber zum Standort.

Was in den Datenblättern steht

Grundlage sind die Angebotstexte vom Prüftag. Ein leeres Feld heißt „nicht genannt“, nicht „nicht vorhanden“.

ModellLeistungLichtstromLichtausbeuteEnergieeffizienzklasseLeuchtenlängebeworbene Beckenlängedavon
45 W 120-140Leistung: 45 WLichtstrom: 3000 lmLichtausbeute: 66,7 lm/WEnergieeffizienzklasse: keine AngabeLeuchtenlänge: 117,5 cmbeworbene Beckenlänge: 120 bis 140 cm5/6
Juwel MultiLux 100Leistung: 17 WLichtstrom: keine AngabeLichtausbeute: nicht berechenbarEnergieeffizienzklasse: als Energieeffizient bezeichnetLeuchtenlänge: 100 cmbeworbene Beckenlänge: 100 cm5/6
NICREW C10Leistung: 31 WLichtstrom: keine AngabeLichtausbeute: nicht berechenbarEnergieeffizienzklasse: keine AngabeLeuchtenlänge: 90 cmbeworbene Beckenlänge: 120 bis 150 cm4/6
hygger 120-137Leistung: 48 WLichtstrom: keine AngabeLichtausbeute: nicht berechenbarEnergieeffizienzklasse: E laut AngebotLeuchtenlänge: keine belastbare Angabebeworbene Beckenlänge: 120 bis 137 cm5/6
AQQA 72 WLeistung: 72 WLichtstrom: keine AngabeLichtausbeute: nicht berechenbarEnergieeffizienzklasse: keine AngabeLeuchtenlänge: 116,5 cmbeworbene Beckenlänge: 120 bis 140 cm4/6
beziffert von5/51/55/52/55/55/5

Gefüllter Punkt: Der Anbieter beziffert den Wert. Leerer Ring: Fehlanzeige. Der Zustand steht zusätzlich in jeder Zelle als Text für Screenreader.

Die einzige Zahl, die alle nennen

Sie beschreibt den Stromverbrauch, nicht die Helligkeit. Ohne Lichtstrom lässt sich aus ihr keine Aussage über das Licht im Becken ableiten.

45 W 120-140: 45 W45 W 120-14045 WJuwel MultiLux 100: 17 WJuwel MultiLux 10017 WNICREW C10: 31 WNICREW C1031 Whygger 120-137: 48 Whygger 120-13748 WAQQA 72 W: 72 WAQQA 72 W72 W

Häufige Fragen

Wie viel Watt braucht eine Aquarienleuchte für 120 cm?
Die Frage lässt sich aus den Angeboten nicht beantworten, weil Watt keine Lichtangabe ist. Das Feld reicht von 17 bis 72 Watt für Becken derselben Größenordnung, und nur ein Anbieter nennt dazu einen Lichtstrom.
Reicht eine Leuchte oder braucht ein langes Becken zwei?
Keine der fünf Leuchten überdeckt die Beckenlänge, für die sie beworben wird, auf voller Länge — außer der Systemleuchte, die für genau ihre eigene Länge angeboten wird. Bei 150 Zentimetern und einer Leuchte von 90 bleiben an jedem Ende 30 Zentimeter ohne direkte Beleuchtung.
Was bedeutet die Angabe 120-150 cm?
Sie bezeichnet die Beckenlänge, für die der Anbieter das Gerät empfiehlt, nicht die Länge der Leuchte. Diese steht separat in der Datentabelle und liegt in diesem Vergleich zwischen 90 und 117,5 Zentimetern.
Sind 72 Watt zu viel für ein Aquarium?
Für die Beleuchtung nicht: mehr Leistung bedeutet erst einmal mehr Licht, sofern die Lichtausbeute vergleichbar ist. Was 72 Watt bedeuten, ist ein Verbrauch von rund 263 Kilowattstunden im Jahr bei zehn Stunden täglicher Brenndauer.
Warum nennt kaum jemand Lumen?
Eine Erklärung dafür haben wir nicht. Feststellen lässt sich, dass die europäische Ökodesign-Verordnung für Lichtquellen den Nutzlichtstrom zu den anzugebenden Produktinformationen zählt und dass sie auch für Lichtquellen gilt, die in einem umgebenden Produkt in Verkehr gebracht werden.
Was bringt IP68 bei einer Aufsatzleuchte?
Es beschreibt Schutz gegen dauerndes Untertauchen. Für eine Leuchte, die über dem Wasser hängt, ist das mehr als nötig; relevant wird es bei Kondenswasser und beim Wasserwechsel. Zwei der fünf Geräte dieses Vergleichs nennen eine Schutzart.

Wer diesen Artikel verantwortet

Daniel Weber, Fachredaktion Aquarientechnik

Daniel Weber

Fachredaktion Aquarientechnik

Schreibt über Filter, Heizer und Beleuchtung im Aquarium.

6+ Jahre technische Redaktion im HLK-Bereich (Heizung, Lüftung, Klima)

Wie wir bewerten

Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:

Eignung für den Zweck
Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Artikel geht — Tragkraft, Beckengröße, Raumtiefe, Wurfgewicht. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
Belegte Spezifikationen
Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen.
Aufwand für Aufbau und Pflege
Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Reinigung, Wartungsintervalle.
Transparenz des Anbieters
Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit denen der Händlerdatenblätter übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.

Vollständige Methodik, inklusive dem, was wir nicht tun

Aktualisierung und Quellen
Veröffentlicht
29.08.2026
Aktualisiert
29.08.2026
Geprüft
29.08.2026
Quellen
6

Änderungsverlauf

  • 29.08.2026: Neu aufgenommen. Lichtausbeute und Klassenzuordnung sind eigene Berechnungen aus Lichtstrom und Leistungsaufnahme desselben Angebots; die Korrekturfaktoren der Energielabel-Verordnung sind nicht angewandt und in der Einordnung benannt. Bei einem Gerät weichen Titel und Datentabelle in der Wattangabe voneinander ab; wir rechnen mit der Datentabelle und weisen die Abweichung aus.

Belege

  1. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot 45 W Aquarium LED für 120-140 cm — einzige Lumenangabe des Feldes

    Nennt in der Datentabelle 3000 Lumen, 45 Watt und eine Baulänge von 117,5 Zentimetern sowie im Angebotstext eine ausziehbare Halterung „passend für Aquarien von 120–140 cm“. 3000 durch 45 ergibt 66,7 Lumen je Watt und damit Klasse G. Die einzige Grundlage dieses Vergleichs, auf der sich überhaupt eine Lichtausbeute bilden lässt.

  2. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot hygger 120-137 cm — Klasse E ohne Lichtstrom

    Führt in der Datentabelle 48 Watt und die Energieeffizienzklasse E, im Angebotstext eine Farbtemperatur „zwischen 6500 und 10000 K“ und einen „hohen PAR-Wert“ ohne Zahl. Klasse E setzt mindestens 110 Lumen je Watt voraus; bei 48 Watt wären das 5280 Lumen. Ein Lichtstrom wird nicht genannt.

  3. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot NICREW C10 120-150 cm — Wattangabe in Titel und Tabelle verschieden

    Der Angebotstitel nennt 36 W, die Datentabelle 31 Watt; wir rechnen mit der Datentabelle. Weiter genannt werden 5000 Kelvin sowie im Angebotstext weitere Farbtemperaturstufen und eine Baulänge von 90 Zentimetern bei einer beworbenen Beckenlänge von 120 bis 150 Zentimetern.

  4. Institution oder Normeur-lex.europa.eu
    Delegierte Verordnung (EU) 2019/2015 — Energieetikettierung für Lichtquellen

    Legt die seit dem 1. September 2021 geltende Skala A bis G für Lichtquellen fest, die an der Gesamtlichtausbeute in Lumen je Watt hängt. Die in diesem Text verwendeten Grenzen sind 85 (F), 110 (E) und 135 (D). Grundlage der Rückrechnung, wie viele Lumen eine ausgewiesene Klasse bei gegebener Wattzahl voraussetzt.

  5. Institution oder Normeur-lex.europa.eu
    Verordnung (EU) 2019/2020 — Ökodesign-Anforderungen an Lichtquellen

    Nach Artikel 1 gelten die Anforderungen auch für Lichtquellen, die in einem umgebenden Produkt in Verkehr gebracht werden. Zu den anzugebenden Produktinformationen gehört der Nutzlichtstrom in Lumen. Die Ausnahmelisten der Anhänge nennen Aquarienbeleuchtung nicht; die Ausnahme für den Gartenbau setzt einen Strahlungsanteil von mindestens 25 Prozent im Bereich 700 bis 800 Nanometer voraus.

  6. Herstellerangabedinmedia.de
    DIN EN 60598-2-11:2023-10 — Leuchten, Besondere Anforderungen, Aquarienleuchten

    Produktspezifische Norm für Aquarienleuchten aus der Sicherheitsreihe für Leuchten, deutscher Titel „Leuchten — Teil 2-11: Besondere Anforderungen — Aquarienleuchten“. Sie regelt die Sicherheit dieser Gerätegattung; Anforderungen an Lichtstrom, Spektrum oder Ausleuchtung enthält sie nicht.

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