Stehlampen·18 Min Lesezeit
Stehlampe Lumen: Die eine Zahl, die den Vergleich trägt
Watt steht in elf von fünfzehn Titeln, Lumen in vier. Dabei ist Watt der Preis und Lumen die Ware, und der Unterschied lässt sich in diesem Markt beziffern.
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Kurz gesagt
Lumen ist die Lichtmenge, Watt der Stromverbrauch. Für die Frage, wie hell eine Stehlampe wird, zählt allein die erste Zahl — und sie steht in neun von fünfzehn Angeboten dieses Themenbereichs. Die Spanne reicht von 806 bis 4400 Lumen, also über den Faktor 5,5. Aus Lumen geteilt durch Watt wird die Lichtausbeute, und die reicht von 41,7 bis 201,5 Lumen je Watt, also über den Faktor 4,8. An dieser Größe hängt die EU-Energieeffizienzklasse: A beginnt bei 210 Lumen je Watt, G endet unter 85. Neun Angebote lassen sich nachrechnen, acht davon tragen zusätzlich einen Klassenbuchstaben. Und bei vier davon passt der Buchstabe nicht zur eigenen Rechnung. Drei Abweichungen gehen nach oben, eine nach unten, und die eine nach unten trifft ausgerechnet die effizienteste Lampe des Feldes.
Was Lumen ist und was Watt ist. Zwei Zahlen beschreiben eine Lampe, und sie beschreiben Verschiedenes.
Lumen ist die Ware. Es ist die gesamte Lichtmenge, die eine Lampe abgibt, in alle Richtungen zusammen. Je mehr Lumen, desto heller wird es.
Watt ist der Preis. Es ist die elektrische Leistung, die die Lampe aufnimmt. Je mehr Watt, desto mehr steht am Jahresende auf der Stromrechnung.
Wer eine Lampe kauft, will viel von der Ware für wenig Preis. Genau deshalb ist eine hohe Wattzahl kein Kaufargument, sondern das Gegenteil davon — und trotzdem steht in elf der fünfzehn Angebotstitel dieses Themenbereichs eine Wattzahl, häufig ganz vorn und mit einem Ausrufezeichen an Wörtern wie „superhell“.
Die Gewohnheit stammt aus der Zeit der Glühlampe. Damals war die Technik in jeder Birne dieselbe, aus 60 Watt wurde in jedem Fall ungefähr gleich viel Licht, und die Wattzahl war deshalb ein brauchbarer Helligkeitshinweis. Bei LED gilt das nicht mehr.
Der Beleg steht in diesem Themenbereich. Drei Lampen nehmen jeweils 24 Watt auf und liefern 1000, 2400 und 2600 Lumen. Dieselbe Wattzahl, Faktor 2,6 im Licht.
Die Lichtausbeute
Aus beiden Zahlen wird eine dritte, und sie ist die aussagekräftigste.
Lichtstrom geteilt durch Leistung ergibt die Lichtausbeute in Lumen je Watt. Sie sagt, wie viel Ware es für einen Euro Preis gibt.
| Lampe | Lumen | Watt | lm/W |
|---|---|---|---|
| home sweet home (E27-Birne) | 806 | 4 | 201,5 |
| HANDSONIC 163 | 2600 | 24 | 108,3 |
| Yikuneng | 4400 | 44 | 100,0 |
| YICAIZI | 4200 | 42 | 100,0 |
| HANDSONIC 150 | 2400 | 24 | 100,0 |
| VASAGLE | 2800 | 30 | 93,3 |
| SellTec (Nennwert) | 2900 | 31,5 | 92,1 |
| SellTec (Betriebswert) | 2400 | 31,5 | 76,2 |
| SIBRILLE | 2400 | 36 | 66,7 |
| Govee | 1000 | 24 | 41,7 |
Zwischen dem besten und dem schlechtesten Wert liegt der Faktor 4,8. Die Lampe an der Spitze ist die mit der kleinsten Lichtmenge — 806 Lumen sind das Wenigste, was in diesem Themenbereich vorkommt. Sie holt diese 806 Lumen aber aus 4 Watt.
Das ist die Rechnung, die kein Angebot vorführt, obwohl in neun Fällen beide Zahlen im selben Angebot stehen. Es ist dieselbe Situation wie bei den Regenduschen, wo alle fünfzehn Angebote das Maß der Strahlscheibe nannten und acht die Wassermenge. Und keines die eine durch die andere teilte.
Die EU-Klassen und was sie bedeuten
An der Lichtausbeute hängt die Energieeffizienzklasse. Die Skala steht in der Verordnung (EU) 2019/2015 und hat sieben Stufen.
| Klasse | ab |
|---|---|
| A | 210 lm/W |
| B | 185 lm/W |
| C | 160 lm/W |
| D | 135 lm/W |
| E | 110 lm/W |
| F | 85 lm/W |
| G | darunter |
Die Skala ist 2021 neu gestaffelt worden. Vorher gab es die Stufen A+, A++ und A+++, die entstanden waren, weil die ursprüngliche Skala nach oben ausgereizt war. Bei der Neufassung wurde alles nach unten geschoben und die Spitze bewusst freigelassen: Klasse A ist heute für Technik reserviert, die es im Handel noch kaum gibt.
In diesem Themenbereich erreicht ein einziges Produkt die Klasse B, und es ist eine 4-Watt-Birne. Alle Lampen mit fest verbauter LED liegen in F oder G.
Das ist kein besonderer Mangel dieses Marktes. Fest verbaute LED-Module in Wohnraumleuchten liegen typischerweise dort, weil sie mit Gehäuse, Streuscheibe und Vorschaltelektronik gemessen werden, während eine Birne allein antritt. Es erklärt aber, warum jede Klassenangabe oberhalb von E in diesem Themenbereich eine Nachfrage wert ist.
Was in diesem Markt mit den Klassen passiert
Neun Angebote nennen einen Lichtstrom, acht davon tragen zusätzlich einen gültigen Klassenbuchstaben. Bei diesen acht lässt sich prüfen, ob der Buchstabe zur eigenen Rechnung passt.
| Lampe | gerechnet | Klasse daraus | Label | Abweichung |
|---|---|---|---|---|
| VASAGLE | 93,3 | F | F | keine |
| Govee | 41,7 | G | G | keine |
| Yikuneng | 100,0 | F | F | keine |
| YICAIZI | 100,0 | F | F | keine |
| HANDSONIC 163 | 108,3 | F | E | eine Klasse zu gut |
| SIBRILLE | 66,7 | G | F | eine Klasse zu gut |
| HANDSONIC 150 | 100,0 | F | A | fünf Klassen zu gut |
| home sweet home | 201,5 | B | F | vier Klassen zu schlecht |
Vier stimmen, vier nicht. Drei der vier Abweichungen gehen nach oben, eine nach unten.
Die kleinste Abweichung lässt sich mit Rundung erklären: 108,3 statt 110 sind 1,5 Prozent, und wer 2600 Lumen als gerundeten Wert liest, landet auf der Grenze. Die drei anderen lassen sich so nicht erklären. Für die Klasse A bei 100 Lumen je Watt müsste die Lampe mehr als das Doppelte ihres angegebenen Lichtstroms liefern.
Die Abweichung nach unten ist die ärgerlichste, weil sie die einzige wirklich effiziente Lampe des Feldes trifft. Sie steht mit F da und wird damit neben Lampen einsortiert, die halb so viel Licht aus einem Watt holen.
Warum das so ist, wissen wir nicht. Möglich ist ein Fehler beim Einpflegen, eine Angabe für ein anderes Modell derselben Reihe oder eine Angabe, die sich auf die Leuchte statt auf die Lichtquelle bezieht. Wir bleiben bei der Rechnung und schreiben niemandem eine Absicht zu.
Und was passiert, wenn gar kein Licht dabei ist
Sechs Angebote des Themenbereichs nennen keinen Lichtstrom. Fünf davon werden ohne Leuchtmittel geliefert.
Für eine Lampe ohne Leuchtmittel gibt es keine Energieeffizienzklasse, weil es nichts gibt, dessen Effizienz sich messen ließe. Die Verordnung kennzeichnet Lichtquellen, nicht Leuchten — was sich daran erkennen lässt, dass die europäische Produktdatenbank EPREL ihre Lichtquellen nach Sockelart filtern lässt, also nach dem, was in eine Fassung kommt.
Vier dieser fünf Angebote tragen trotzdem ein Energielabel: mit A, D, E und F. Das sechste Angebot ohne Lichtstrom hat eine fest verbaute LED und trägt im Datenfeld die Klasse A, während sein Label F zeigt.
Damit gilt für diesen Themenbereich ein Satz, der sich einfach nachprüfen lässt: Jede Klassenangabe besser als E steht auf einem Produkt, bei dem sich nichts nachrechnen lässt.
| Klasse im Angebot | Anzahl | davon nachrechenbar |
|---|---|---|
| A | 3 | 1, und die Rechnung ergibt F |
| D | 1 | keine |
| E | 2 | 1, und die Rechnung ergibt F |
| F | 6 | 5 |
| G | 1 | 1, sie stimmt |
| kein Buchstabe | 2 | keine |
Wie eine Lampe zu ihrer Klasse kommt
Die Zahl, die über die Klasse entscheidet, heißt in der Verordnung Netzwerk-Gesamtlichtausbeute. Sie ist im Kern das, was oben gerechnet wurde: Lichtstrom geteilt durch Leistungsaufnahme.
Zwei Feinheiten kommen hinzu, und beide sind für einen Käufer selten entscheidend.
Die erste betrifft den Lichtstrom, der gezählt wird. Bei einer Lampe, die in alle Richtungen strahlt, ist es der gesamte Lichtstrom. Bei einer gerichteten Lichtquelle — einem Spot etwa: zählt nur der Anteil, der innerhalb eines bestimmten Winkels austritt. Für die Stehlampen dieses Themenbereichs ist das kaum relevant, weil sie überwiegend ungerichtet arbeiten.
Die zweite betrifft die Leistung. Gezählt wird, was das Gerät aus der Steckdose zieht, einschließlich der Vorschaltelektronik. Bei einer Lampe mit fest verbauter LED steckt diese Elektronik im Gehäuse; bei einer Birne steckt sie im Sockel. Das ist einer der Gründe, warum eine einzelne Birne oft besser abschneidet als ein fest verbautes Modul mit derselben Technik, nicht der einzige, aber ein sichtbarer.
Ein dritter Punkt ist die Messbedingung. Ein Lichtstrom wird nach einer Einbrennzeit unter definierter Umgebungstemperatur gemessen. Eine LED, die im Betrieb warm wird, liefert weniger Licht als im ersten Moment nach dem Einschalten; wie viel weniger, hängt an der Kühlung des Gehäuses. Ein Anbieter, der den Anfangswert nennt, steht besser da als einer, der den Betriebswert nennt, und genau das ist der Unterschied zwischen den beiden Zahlen, die ein Angebot dieses Themenbereichs in einem Satz nebeneinanderstellt: 2900 Lumen und 2400 Lumen effektiv.
Diese 17,2 Prozent Differenz sind der einzige Hinweis in diesem Markt darauf, dass es zwei Zahlen gibt. Die übrigen vierzehn Angebote nennen eine, und welche von beiden es ist, sagt keines.
Wo die Zahlen im Angebot stehen.
Die Erhebung für diesen Themenbereich hat einen praktischen Nebenbefund ergeben, der sich auf andere Käufe übertragen lässt.
Die Zahlen im Fließtext sind zuverlässiger als die in den technischen Datenfeldern.
In den Datenfeldern dieses Themenbereichs stehen unter anderem: ein Schraubsockel E14 an einer Lampe mit fest verbauter LED, ein Sockel GU24 an einer zweiten, ein Lampentyp „Halogen“ an einer Lampe, die ohne Leuchtmittel geliefert wird, elf Leuchtmittel an einer Lampe mit zwei Fassungen, 120 Volt an einer Lampe für den deutschen Markt, eine Schirmhöhe von 175 Zentimetern, ein Stromverbrauch von 60 Watt an einer leeren Fassung und drei Maßangaben, die es geometrisch nicht geben kann.
Im Fließtext derselben Angebote stehen dagegen Sätze wie „Kein Leuchtmittel im Lieferumfang enthalten“, „Leuchtmittel inklusive: nein“, „36W / 3600lm und 8W / 800lm“ oder eine Empfehlung, welche Birne einzuschrauben ist.
Der Grund liegt in der Entstehung. Ein Text wird geschrieben, ein Datenfeld wird ausgefüllt. Wer einen Absatz über sein Produkt formuliert, denkt dabei über das Produkt nach; wer eine Tabelle mit dreißig Pflichtfeldern vorgelegt bekommt, füllt sie aus.
Für einen Käufer folgt daraus eine einfache Reihenfolge beim Lesen: erst die Merkmalliste, dann die Beschreibung, dann die Datentabelle, und bei Widersprüchen den Text ernster nehmen als das Feld. Wobei auch der Text irren kann, wie zwei Angebote dieses Themenbereichs zeigen, deren Titel eine andere Zahl nennt als ihre eigene Beschreibung.
Was die Zahl im Alltag bedeutet
Bis hierhin ging es darum, ob die Angaben stimmen. Die andere Frage ist, was sie für den Stromverbrauch bedeuten.
Eine Beispielrechnung mit klar benannten Annahmen. Wer eine Stehlampe an dreihundert Abenden vier Stunden brennen lässt, kommt auf 1200 Betriebsstunden im Jahr. Das ist eine Annahme und keine Messung; wer weniger liest, kommt auf weniger.
| Lampe | Leistung | 1200 Stunden |
|---|---|---|
| home sweet home | 4 W | 4,8 kWh |
| Govee | 24 W | 28,8 kWh |
| VASAGLE | 30 W | 36,0 kWh |
| Yikuneng | 44 W | 52,8 kWh |
Die Spanne beträgt knapp 48 Kilowattstunden im Jahr. Bei einem Strompreis von dreißig Cent je Kilowattstunde sind das rund 14 Euro Unterschied jährlich zwischen der sparsamsten und der verbrauchsstärksten Lampe des Feldes.
Das ist keine Summe, die eine Kaufentscheidung tragen sollte, und deshalb steht sie hier: Die ganze Klassendiskussion dieses Themenbereichs spielt sich in einer Größenordnung ab, in der es um wenige Euro im Jahr geht.
Interessant wird die Rechnung erst, wenn man sie mit dem Licht verbindet. Die 4-Watt-Birne kostet 4,8 Kilowattstunden und liefert 806 Lumen. Die Govee kostet 28,8 Kilowattstunden und liefert 1000 Lumen — sechsmal so viel Strom für ein Viertel mehr Licht. Das ist der Unterschied, um den es geht, und er steht in keinem Label.
Wer beides zusammen betrachtet, kommt zu einer nüchternen Schlussfolgerung: Der Stromverbrauch einer Stehlampe ist im Haushalt eine Nebengröße. Was zählt, ist, ob genug Licht da ist und ob die Lampe hält. Die Energieeffizienzklasse ist damit in diesem Markt weniger eine Frage der Stromrechnung als eine Frage der Glaubwürdigkeit des Datenblatts — und in dieser Rolle sagt sie über die Hälfte der prüfbaren Fälle etwas Falsches.
Was Lumen nicht sagt
Die Lumenzahl ist die beste Vergleichsgröße, die dieser Markt hat. Sie hat trotzdem Grenzen, und die sollte man kennen.
Erstens sagt sie nichts über die Richtung. Ein Deckenfluter, der seine 2800 Lumen nach oben wirft, macht ein Zimmer anders hell als eine Leselampe, die dieselben 2800 Lumen nach unten bündelt. Beim Deckenfluter geht ein Teil des Lichts an der Decke und den Wänden verloren, und wie viel, hängt an deren Farbe und an der Deckenhöhe.
Zweitens sagt sie nichts über die Beleuchtungsstärke. Was zum Lesen zählt, ist, wie viel Licht auf der Buchseite ankommt, gemessen in Lux. Sie hängt quadratisch am Abstand: Eine Leselampe im doppelten Abstand liefert ein Viertel. Keines der fünfzehn Angebote nennt eine Beleuchtungsstärke.
Drittens sagt sie nichts über die Lichtqualität. Der Farbwiedergabeindex, angegeben als Ra oder CRI, beschreibt, wie natürlich Farben unter dem Licht wirken. Billige LED liegt oft bei 80, gute über 90, und der Unterschied ist an Hauttönen und Holz sichtbar. Null von fünfzehn Angeboten nennen ihn.
Viertens sagt sie nichts über die Dauer. Eine LED fällt selten aus, sie lässt nach. Übliche Angaben nennen die Stunden bis zu einem Restlichtstrom von 70 oder 80 Prozent. Null von fünfzehn Angeboten nennen sie. Und bei den acht Lampen mit fest verbauter LED entscheidet genau diese Zahl über den Wert der Anschaffung.
Eine Rechnung für das eigene Zimmer
Weil kein Angebot eine Raumgröße nennt, muss der Käufer selbst rechnen. Die einfachste brauchbare Größe ist der Lichtstrom je Quadratmeter.
Lichtstrom geteilt durch Grundfläche. Für ein Wohnzimmer von zwanzig Quadratmetern sieht das so aus.
| Lampe | Lumen | in 20 m² |
|---|---|---|
| Yikuneng | 4400 lm | 220 lm/m² |
| YICAIZI | 4200 lm | 210 lm/m² |
| SellTec | 2400 lm | 120 lm/m² |
| Govee | 1000 lm | 50 lm/m² |
| home sweet home | 806 lm | 40 lm/m² |
Diese Zahl ist eine Vergleichsgröße und keine Prognose. Sie sagt nicht, wie hell es wird — dafür bräuchte es die Beleuchtungsstärke, und die hängt an Deckenhöhe, Wandfarbe, Möblierung und Standort der Lampe. Sie ordnet aber die fünfzehn Angebote in eine Reihenfolge, die sich mit der eigenen Wohnung vergleichen lässt.
Für Arbeitsräume gibt es Mindestwerte, für Wohnzimmer nicht. Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.4 legt Beleuchtungsstärken für Arbeitsräume fest; sie gilt für Arbeitsstätten und ausdrücklich nicht für Wohnungen. Es gibt also keine Zahl, gegen die sich eine Wohnzimmerlampe messen ließe. Welche Höhe und welcher Standort dazu passen, steht im Ratgeber zu Höhe und Aufstellung; die Übersicht über alle fünfzehn Angebote in der Kaufberatung Stehlampen.
Praktisch heißt das: Eine Stehlampe allein leuchtet ein Wohnzimmer selten aus. Sie ergänzt eine Deckenleuchte oder übernimmt eine Ecke. Wer eine Lampe als einzige Lichtquelle plant, liegt mit den oberen Werten der Tabelle näher am Ziel und braucht in größeren Räumen eher zwei.
Die drei Zahlen, die auf jeder Birnenpackung stehen. Wer eine Lampe mit E27-Fassung kauft, bekommt die Lichtangaben nicht vom Lampenanbieter, sondern von der Birne. Dort stehen sie zuverlässig, weil die Verordnung sie für Lichtquellen verlangt.
Erstens der Lichtstrom in Lumen. Als Anhalt für die Umrechnung aus der Glühlampenzeit: 806 Lumen entsprechen einer 60-Watt-Glühlampe, 1521 Lumen einer 100-Watt-Glühlampe, rund 470 Lumen einer mit 40 Watt.
Zweitens die Farbtemperatur in Kelvin. 2700 K ist das gewohnte warme Gelb der Glühlampe, 4000 K ein neutrales Weiß, 6500 K ein kaltes Tageslichtweiß. Im Wohnzimmer sind warme Werte üblich, am Arbeitsplatz neutrale.
Drittens die Angabe dimmbar. Eine LED-Birne, die nicht als dimmbar gekennzeichnet ist, gehört nicht an einen Dimmer; sie flackert, brummt oder geht kaputt. Vier Lampen dieses Themenbereichs bringen einen Dimmer mit, und keines der fünfzehn Angebote weist auf den Zusammenhang hin.
Wer diese drei Zahlen liest, hat über das Licht seiner Lampe mehr erfahren als aus jedem der fünfzehn Angebote. Wie sich die Bauarten unterscheiden, steht im Vergleich der Lampen mit E27-Fassung und im Ratgeber zum Leuchtmittel.
Der Vergleich mit den anderen Lichtmärkten dieses Portals
Stehlampen sind der dritte Markt, den wir mit derselben Frage untersucht haben: Steht der Lichtstrom im Angebot, und passt die Klasse dazu?
| Markt | Lichtstrom genannt | Klasse genannt | Klasse prüfbar | davon richtig |
|---|---|---|---|---|
| Aquarienbeleuchtung | 6 von 15 | 4 von 15 | 4 | 0 |
| Spiegelschränke | 2 von 15 | 0 von 15 | 0 | — |
| Stehlampen | 9 von 15 | 14 von 15 | 8 | 4 |
Die drei Märkte zeigen dieselbe Technik in drei verschiedenen Regalen. In allen drei Fällen steckt eine LED in einem Produkt, das nicht in erster Linie als Leuchte verkauft wird — oder eben doch.
Der Spiegelschrank ist ein Möbel mit Licht darin. Dort fehlten Lichtstrom und Klasse fast vollständig: zwei Angebote mit einer Lumenzahl, keines mit einem Klassenbuchstaben.
Die Aquarienleuchte ist ein Zubehörteil. Dort nannten sechs von fünfzehn den Lichtstrom und vier eine Klasse, und von diesen vier war keine mit der eigenen Rechnung vereinbar; eine nannte sogar die 2021 abgeschaffte Stufe A+++.
Die Stehlampe ist unbestritten eine Leuchte. Hier ist die Quote am besten, und trotzdem stimmt nur die Hälfte der prüfbaren Angaben.
Der Befund über alle drei Märkte lautet damit: Die Sichtbarkeit der Zahl folgt der Warenkategorie. Ihre Richtigkeit folgt ihr nicht. Ein Produkt, das im Leuchtenregal steht, nennt seine Lichtdaten häufiger — es nennt sie deshalb nicht zuverlässiger.
Das ist der Grund, warum wir in diesem Portal jede Klassenangabe nachrechnen, wo beide Zahlen dastehen. Bei den Spiegelschränken war das in keinem einzigen Fall möglich. Hier ist es in acht Fällen möglich, und in vier davon ergibt die Rechnung etwas anderes als der Buchstabe.
Warum das Dimmen die Rechnung verschiebt
Elf der fünfzehn Angebote dieses Themenbereichs bringen einen Dimmer mit, und die meisten geben einen Bereich an — meist von fünf oder zehn bis hundert Prozent.
Was diese Prozentzahl bemisst, sagt keines. Bei einer LED sind Lichtstrom und Leistungsaufnahme nicht proportional zueinander. Eine Lampe, die auf zehn Prozent gestellt ist, gibt in aller Regel mehr als zehn Prozent ihres Lichts ab, weil die Vorschaltelektronik im Teillastbetrieb anders arbeitet als bei voller Last.
Für den Käufer bedeutet das zweierlei, und beides geht in dieselbe Richtung: Wer mit dem Dimmen Strom sparen will, spart weniger, als die Anzeige verspricht. Wer aus der Prozentzahl auf die Helligkeit schließen will, unterschätzt sie.
Beide Effekte sind klein gegenüber dem Faktor 4,8, der die Lichtausbeuten dieses Feldes trennt. Sie sind trotzdem der Grund, warum die Angabe „dimmbar von 5 bis 100 Prozent“ keine Lichtangabe ist. Der einzige Wert, der einen Vergleich trägt, ist der Lichtstrom bei voller Leistung — und genau den nennen neun von fünfzehn Angeboten.
Eine praktische Folge betrifft die Birne. Wer eine Lampe mit E27-Fassung und Dimmer kauft, braucht eine Birne, die ausdrücklich als dimmbar gekennzeichnet ist. Eine gewöhnliche LED-Birne an einem Dimmer flackert, brummt hörbar oder geht kaputt. Keines der fünfzehn Angebote weist darauf hin, obwohl vier Lampen mit Fassung einen Dimmer oder einen Fußdimmer mitbringen.
Eine zweite Folge betrifft die Lebensdauer. Eine LED, die überwiegend gedimmt läuft, wird weniger warm, und Wärme ist der Hauptgrund, warum LED-Module nachlassen. Wer eine Lampe selten auf voller Leistung betreibt, hat mit einiger Wahrscheinlichkeit länger etwas davon. Belegen lässt sich das an diesem Themenbereich nicht, weil keines der fünfzehn Angebote eine Lebensdauer nennt: weder für den Volllast- noch für den Teillastbetrieb.
Was ein Käufer konkret tun kann
Aus alldem lässt sich eine Vorgehensweise ableiten, die ohne Vertrauen in das Label auskommt.
1. Lumen suchen, nicht Watt. Wenn ein Angebot keine Lumenzahl nennt, ist über die Helligkeit nichts bekannt. In diesem Themenbereich betrifft das sechs von fünfzehn Angeboten.
2. Selbst teilen. Wo beide Zahlen dastehen, ist die Division eine Sache von Sekunden und sagt mehr als jeder Buchstabe. Über 100 Lumen je Watt ist für eine Komplettlampe ordentlich, unter 70 ist schwach, über 180 ist hervorragend und kommt praktisch nur bei einzelnen Birnen vor.
3. Bei Widersprüchen die kleinere Zahl nehmen. Wo ein Angebot zwei Werte für dieselbe Größe nennt, ist der niedrigere in aller Regel der, der im Betrieb ankommt. Wer damit rechnet, wird nicht enttäuscht.
4. Das Datenfeld gegen den Text prüfen. Zwei Angebote dieses Themenbereichs nennen im Titel eine andere Wattzahl als in ihrer eigenen Beschreibung, ein drittes eine andere als im Komponentenfeld. Der Unterschied betrug einmal zwölf Watt.
5. Bei einer Lampe ohne Leuchtmittel die Birne mitrechnen. Der Preis der Lampe ist nicht der Preis der Beleuchtung; eine gute E27-Birne kostet wenige Euro und entscheidet über Helligkeit, Lichtfarbe und Verbrauch. Wer die Rechnung so führt, stellt fest, dass die Lampe mit leerer Fassung häufig die sparsamere Lösung ist, obwohl ihr Datenfeld 60 Watt nennt.
6. Klassenangaben oberhalb von E hinterfragen. In diesem Themenbereich steht jede solche Angabe auf einem Produkt, bei dem sich nichts nachrechnen lässt. Das ist eine Beobachtung an fünfzehn Angeboten und keine Regel für den ganzen Markt — als Warnsignal taugt sie trotzdem.
Was eine Lampe noch verbraucht, wenn sie aus ist. Elf der fünfzehn Lampen haben eine Fernbedienung oder eine Touch-Steuerung, und beides setzt voraus, dass ein Teil der Elektronik dauerhaft mit Strom versorgt wird. Diese Bereitschaftsleistung nennt keines der fünfzehn Angebote. Sie liegt bei solchen Geräten typischerweise deutlich unter einem Watt, und über ein Jahr gerechnet sind das wenige Kilowattstunden — in der Größenordnung dessen, was oben zwischen der sparsamsten und der zweitsparsamsten Lampe lag. Dass sie fehlt, ist in diesem Fall verzeihlich: Sie ist klein, und sie wäre die einzige Angabe des Themenbereichs, die tatsächlich schwer zu ermitteln ist. Auffällig bleibt sie trotzdem, weil dieselben Angebote die Reichweite der Fernbedienung mit fünfzehn Metern beziffern — eine Zahl, die niemandem nützt, während die Bereitschaftsleistung wenigstens eine Rechnung erlauben würde.
Kleines Glossar. Lichtstrom in Lumen ist die gesamte Lichtmenge einer Lampe. Beleuchtungsstärke in Lux ist das, was auf einer Fläche ankommt. Lichtausbeute in Lumen je Watt sagt, wie viel Licht aus einem Watt wird. Farbtemperatur in Kelvin beschreibt, wie warm oder kalt das Licht wirkt. Farbwiedergabeindex (Ra, CRI) beschreibt, wie natürlich Farben darunter aussehen.
Zur Methode und ihren Grenzen
Erhoben am 29.08.2026, ausschließlich aus den Angebotstexten: ohne eigene Messung und ohne Gerät in der Hand.
Die Lumen-je-Watt-Werte stammen von uns, abgeleitet aus je zwei Angaben eines Angebots. Zugeordnet haben wir sie nach den Schwellen der Verordnung (EU) 2019/2015.
Die Rechnung berücksichtigt keinen Korrekturfaktor. Die Verordnung sieht für bestimmte Bauarten von Lichtquellen einen Faktor vor, der die Ausbeute leicht verschiebt. Er würde die Werte um wenige Prozent bewegen und keine der vier Abweichungen dieses Themenbereichs erklären — dafür sind drei davon zu groß und die vierte zu knapp.
Die Energielabel haben wir aus den Angebotsseiten ausgelesen, so wie sie einem Käufer angezeigt werden. Wo sie vom gleichnamigen Datenfeld abweichen, nennen wir beide.
Offen bleibt, was im Raum ankommt. Der Lichtstrom ist die Menge, die die Lampe verlässt. Was davon auf dem Sofa landet, hängt an der Wohnung und lässt sich aus keinem Angebot ableiten. Wir nennen deshalb Lumen je Quadratmeter als Vergleichsgröße und ausdrücklich nicht als Vorhersage.
Wir verdienen an Käufen über die Links auf dieser Seite. An den Zahlen in diesem Text ändert das nichts — sie stehen in den Angeboten selbst, und die Rechnungen daraus kann jeder nachvollziehen.
Häufige Fragen
- Wie viele Lumen braucht eine Stehlampe?
- Das hängt an Raumgröße, Wandfarbe und daran, ob es weiteres Licht gibt. Als Vergleichsgröße zwischen zwei Lampen ist Lumen trotzdem die einzige belastbare Zahl; die Angebote dieses Themenbereichs reichen von 806 bis 4400.
- Was ist der Unterschied zwischen Lumen und Lux?
- Lumen ist die gesamte Lichtmenge einer Lampe, Lux das, was auf einer Fläche ankommt. Lux hängt vom Abstand ab und wird in keinem Angebot dieses Themenbereichs genannt.
- Wie viel Lumen hat eine 60-Watt-Glühlampe?
- Rund 806 Lumen. Diese Zahl ist die übliche Entsprechung und steht in einem Angebot dieses Themenbereichs auf einer 4-Watt-LED-Birne.
- Was sagt die Energieeffizienzklasse einer Lampe?
- Sie fasst die Lichtausbeute in einen Buchstaben. A beginnt bei 210 Lumen je Watt, F bei 85, G liegt darunter. Die Skala wurde 2021 neu gestaffelt, damit oben Platz bleibt.
- Warum werben Stehlampen mit Watt?
- Aus Gewohnheit aus der Zeit der Glühlampe, als Watt tatsächlich ein Helligkeitshinweis war. Bei LED ist es das nicht mehr: In diesem Themenbereich liefern 24 Watt zwischen 1000 und 2600 Lumen.
- Kann man aus Watt auf Lumen schließen?
- Nur sehr grob. Der Umrechnungsfaktor ist die Lichtausbeute, und die reicht in diesem Themenbereich von 41,7 bis 201,5 Lumen je Watt.
- Ist eine Lampe mit Klasse A immer besser?
- In diesem Themenbereich nicht. Von den Lampen, die eine Klasse A tragen, erreicht keine die 210 Lumen je Watt, die A verlangt — eine liefert gar kein Licht, weil sie ohne Leuchtmittel kommt.
- Was ist der Farbwiedergabeindex?
- Ein Maß dafür, wie natürlich Farben unter dem Licht wirken, angegeben als Ra oder CRI auf einer Skala bis 100. Keines der fünfzehn Angebote nennt ihn.
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Fachredaktion Wohnen und Einrichten
Schreibt über Bad, Beleuchtung und Aufbewahrung.
Redaktion mit Schwerpunkt Wohn- und Haushaltsprodukte
Wie wir bewerten
Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:
- Eignung für den Zweck
- Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Artikel geht — Tragkraft, Beckengröße, Raumtiefe, Wurfgewicht. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
- Belegte Spezifikationen
- Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
- Verarbeitung und Haltbarkeit
- Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen.
- Aufwand für Aufbau und Pflege
- Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Reinigung, Wartungsintervalle.
- Transparenz des Anbieters
- Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit denen der Händlerdatenblätter übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.
Aktualisierung und Quellen
- Veröffentlicht
- 29.08.2026
- Aktualisiert
- 29.08.2026
- Geprüft
- 29.08.2026
- Quellen
- 6
Änderungsverlauf
- 29.08.2026: Ersterstellung. Alle Lichtausbeuten und die daraus abgeleiteten Klassen sind eigene Rechnungen aus Angebotsangaben und im Text als solche gekennzeichnet.
Belege
- Institution oder Normeur-lex.europa.euVerordnung (EU) 2019/2015 — Energieverbrauchskennzeichnung von Lichtquellen
Delegierte Verordnung zur Energieverbrauchskennzeichnung von Lichtquellen. Sie legt die Skala A bis G fest; die Klassengrenzen liegen bei 210, 185, 160, 135, 110 und 85 Lumen je Watt. Gegenstand der Kennzeichnung ist die Lichtquelle, auch wenn sie in einem umgebenden Produkt in Verkehr gebracht wird.
- Institution oder Normeprel.ec.europa.euEPREL — Europäische Produktdatenbank, Produktgruppe Lichtquellen
Öffentliche Datenbank der Europäischen Kommission zur Energieverbrauchskennzeichnung. Die Produktgruppe „Lichtquellen“ nennt die Verordnung 2019/2015 als Grundlage, führt die Klassen A bis G als Filter und lässt zusätzlich nach Sockelart und Farbtemperatur filtern. Am 29.08.2026 eingesehen.
- Institution oder Normbaua.deASR A3.4 Beleuchtung und Sichtverbindung — Technische Regel für Arbeitsstätten
Herausgegeben von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Ausgabe Mai 2023 (GMBl 2023, S. 679); sie ersetzt die Ausgabe April 2011. Sie legt Mindestwerte der Beleuchtungsstärke für Arbeitsräume fest und gilt für Arbeitsstätten, nicht für Wohnungen. Wir haben die Veröffentlichungsseite eingesehen, nicht den vollständigen Regeltext.
- Händler- oder Marktdatenamazon.deAngebot home sweet home — 806 Lumen bei 4 Watt
Das einzige Angebot des Themenbereichs, in dem Lichtstrom und Leistung eines mitgelieferten Leuchtmittels zusammen stehen: „austauschbarem 4W-Leuchtmittel mit 806 lm und warmweißen 2700K“. Daraus errechnen sich 201,5 Lumen je Watt.
- Händler- oder Marktdatenamazon.deAngebot Govee RGBIC — 1000 Lumen bei 24 Watt
Der niedrigste Wert des Themenbereichs: 1000 Lumen Weißlicht bei 24 Watt, also 41,7 Lumen je Watt. Datenfeld und Energielabel nennen übereinstimmend Klasse G.
- Händler- oder Marktdatenamazon.deAngebot SellTec — 2900 und 2400 Lumen im selben Satz
Wortlaut „Helligkeit: 2900 Lumen, 2400 Lumen effektiv“ bei 31,5 Watt. Die beiden Werte ergeben 92,1 und 76,2 Lumen je Watt und damit die Klassen F und G.