Spiegelschränke·14 Min Lesezeit·5 Modelle im Vergleich

Spiegelschrank mit Steckdose, netzspannung ohne Schutzart

Fünf Schränke mit eingebauter Steckdose. Keiner nennt eine Schutzart, keiner eine Leistung, und drei ordnen ihre eigenen Maße falsch zu.

Lena Moritz, Fachredaktion Wohnen und EinrichtenVon Lena MoritzFachredaktion Wohnen und Einrichten
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Geprüft

Kurz gesagt

Fünf Spiegelschränke mit eingebauter Steckdose, alle am 29.08.2026 lieferbar geprüft. Eine Steckdose führt Netzspannung an eine frei zugängliche Stelle im Feuchtraum, unmittelbar über dem Waschbecken. Vier der fünf Angebote nennen dazu keine Schutzart; im ganzen Themenbereich fehlt sie bei acht von fünfzehn, und die Angebote ohne Schutzart sind überwiegend genau die mit Steckdose. Keines der fünf nennt, wie viel Leistung die Steckdose führen darf — eine Angabe, die den Unterschied ausmacht zwischen einem Ladegerät und einem Föhn mit 2000 Watt. Vier nennen zusätzlich USB-Anschlüsse, drei eine Anti-Beschlag-Heizung, und keines beziffert einen der beiden Verbraucher. Auffällig ist außerdem die Datentabelle: Bei drei Angeboten dieses Themenbereichs stehen Tiefe, Breite und Höhe in einer Reihenfolge, die physikalisch nicht sein kann: ein Schrank mit 100 Zentimetern Tiefe und 13 Zentimetern Breite existiert nicht.

ModellSteckdoseSchutzartAnschlussleistungFarbtemperaturKorpustiefeMaßfeld plausibelAnsehen (Partnerlink)
SVNR Spiegelschrank 100 × 60 × 13 cm
SVNR 100 cm

SVNR

Schutzart unter den Steckdosengeräten, sonst bei keinem

jaIP44keine Angabe3000 bis 6400 K13 cmnein
VASAGLE Spiegelschrank mit Beleuchtung 16,5 × 80 × 60 cm
VASAGLE 80 cm

VASAGLE

Meiste Elektrik im Vergleich

ja, zweikeine Angabekeine Angabekeine Angabe16,5 cmja
Spiegelschrank 100 cm breit mit LED-Beleuchtung
100-cm-Schrank

ohne Marke

jakeine Angabekeine Angabe3000 bis 6000 K16 cmja
jakeine Angabekeine Angabe3000 bis 6000 K16,5 cmja
MIRROLIA Spiegelschrank mit Beleuchtung
MIRROLIA

MIRROLIA

jakeine Angabekeine Angabekeine Angabe13 cmnein
Angaben der Hersteller, geprüft gegen die im Artikel genannten Quellen. Keine Preisspalte: Preise ändern sich zu schnell, um in einer Tabelle zu stehen. Keine Gesamtnote: wir testen nicht selbst. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
1Schutzart unter den Steckdosengeräten, sonst bei keinemMittelklasse

SVNR

SVNR Spiegelschrank 100 × 60 × 13 cm

Schutzart unter den Steckdosengeräten, sonst bei keinem: IP44 ist bei einem Gerät mit eingebauter Steckdose die Angabe, auf die es ankommt. Und dieses ist das einzige der fünf, das sie nennt. Es nennt außerdem als einziges eine Betriebsspannung.

Das einzige Gerät dieses Vergleichs, das eine Schutzart nennt, und zugleich eines von dreien im Themenbereich, dessen Maßfeld nicht sein kann. Die Datentabelle führt unter „Artikel Abmessungen T x B x H“ die Werte „100T x 13B x 60H cm“: ein Spiegelschrank mit einem Meter Tiefe und 13 Zentimetern Breite. Der Titel nennt 100 × 60 × 13 cm, und das ergibt Sinn: 100 Zentimeter breit, 60 hoch, 13 tief. Die Zahlen stimmen, ihre Zuordnung im Feld nicht. Inhaltlich ist das Angebot eines der besseren: IP44, eine Betriebsspannung von 12 Volt, drei Glastüren und eine umschaltbare Lichtfarbe zwischen 3000 und 6400 Kelvin. Was fehlt, ist wie überall in diesem Vergleich die Anschlussleistung der Steckdose.

Steckdose
ja
Schutzart
IP44
Anschlussleistung
keine Angabe
Farbtemperatur
3000 bis 6400 K
Korpustiefe
13 cm
Maßfeld plausibel
nein

Dafür spricht

  • Einzige Schutzart unter den Steckdosengeräten
  • Betriebsspannung genannt
  • Drei Türen bei 100 Zentimetern Breite
  • Umschaltbare Lichtfarbe

Dagegen spricht

  • Maßfeld physikalisch unmöglich
  • Keine Anschlussleistung der Steckdose
  • Lichtstrom fehlt
  • Leistungsaufnahme nicht genannt
Passt für:
Breite Bäder, in denen Schutzart und Spannung nachvollziehbar sein sollen.
Passt nicht für:
Nicht die Wahl für Haushalte, die sich auf die Datentabelle verlassen möchte.
2Meiste Elektrik im VergleichMittelklasse

VASAGLE

VASAGLE Spiegelschrank mit Beleuchtung 16,5 × 80 × 60 cm

Meiste Elektrik im Vergleich: Zwei Netzsteckdosen, zwei USB-Anschlüsse, eine Anti-Beschlag-Heizung, eine Touch-Steuerung mit Speicherfunktion und eine dimmbare Beleuchtung — fünf elektrische Funktionen in einem Schrank. Beziffert ist keine davon.

Der Schrank mit den meisten elektrischen Funktionen und den wenigsten Zahlen dazu. Wörtlich heißt es im Angebot: „2 integrierte AC-Steckdosen und 2 USB-A-Anschlüsse erleichtern das Aufladen Ihrer Geräte“ und „Drücken Sie die Entfogging-Taste, um die Spiegeloberfläche zu erwärmen, was das Beschlagen verhindert.“ Dazu kommen eine Touch-Steuerung mit Memory-Funktion für Helligkeit und Farbtemperatur sowie ein abnehmbarer zehnfacher Vergrößerungsspiegel. Fünf Verbraucher, und weder eine Schutzart noch eine Leistung noch ein Lichtstrom noch eine Farbtemperatur stehen irgendwo. Die vier Ablagen sind dreifach höhenverstellbar, der Korpus misst 16,5 Zentimeter: einer der tiefsten des Themenbereichs.

Steckdose
ja, zwei
Schutzart
keine Angabe
Anschlussleistung
keine Angabe
Farbtemperatur
keine Angabe
Korpustiefe
16,5 cm
Maßfeld plausibel
ja

Dafür spricht

  • Zwei Netzsteckdosen und zwei USB-Anschlüsse
  • Anti-Beschlag-Funktion
  • Touch-Steuerung mit Speicherfunktion
  • Vier dreifach höhenverstellbare Ablagen

Dagegen spricht

  • Keine Schutzart trotz zwei Steckdosen
  • Ohne Anschlussleistung
  • Kein Lichtstrom, keine Farbtemperatur
  • Tiefer Korpus mit 16,5 Zentimetern
Passt für:
Gedacht für alle, die viele Ladegeräte im Bad unterbringen möchte.
Passt nicht für:
Wer vor dem Kauf wissen will, was der Schrank elektrisch leistet.
3Einsteigerklasse

ohne Marke

Spiegelschrank 100 cm breit mit LED-Beleuchtung

Der breiteste Schrank dieses Vergleichs mit dem üblichsten Ausstattungspaket des Marktes: drei Lichtfarben über einen Touch-Sensor, eine Steckdose, 16 Zentimeter Korpustiefe. Das Maßfeld führt „16T x 100B x 60H cm“ und ist damit korrekt zugeordnet — was in diesem Themenbereich erwähnenswert ist. Was das Angebot nicht nennt, ist alles Elektrische außer der Lichtfarbe: keine Schutzart, keine Leistung, kein Lichtstrom, keine Anschlussleistung der Steckdose. Bei einem Meter Breite ist der Schrank für ein Doppelwaschbecken gedacht, und die drei Lichtfarben sind der Grund, warum solche Geräte im Markt gut sichtbar sind: Sie lassen sich am Gerät vorführen, eine Lumenzahl nicht.

Steckdose
ja
Schutzart
keine Angabe
Anschlussleistung
keine Angabe
Farbtemperatur
3000 bis 6000 K
Korpustiefe
16 cm
Maßfeld plausibel
ja

Dafür spricht

  • Breiteste Front im Vergleich
  • Maßfeld korrekt zugeordnet
  • Drei Lichtfarben umschaltbar
  • Steckdose integriert

Dagegen spricht

  • Keine Schutzart
  • Anschlussleistung bleibt offen
  • Lichtstrom nicht beziffert
  • Leistungsaufnahme steht nirgends
Passt für:
Breite Waschtische, an denen zwei Personen nebeneinander stehen.
Passt nicht für:
Wer die elektrische Ausstattung beziffert haben möchte, greift besser woanders zu.
4Einsteigerklasse

Hzuaneri

Hzuaneri Spiegelschrank mit LED-Beleuchtung

Mit 16,5 Zentimetern der tiefste Korpus dieses Vergleichs und mit 75 Zentimetern der höchste. Beides zusammen ergibt viel Stauraum und einen Schrank, der spürbar in den Raum ragt — vier Zentimeter mehr als das flachste Gerät des Themenbereichs. Die Ausstattung entspricht dem Marktstandard: drei Lichtfarben, Touch-Sensor, Steckdose, verstellbare Ablagen. Die Datentabelle ist korrekt zugeordnet. Was fehlt, ist dasselbe wie bei den anderen: keine Schutzart, keine Leistung, kein Lichtstrom. Bei einem Gerät, das eine Netzsteckdose über dem Waschbecken bereitstellt, ist die erste dieser drei Lücken die folgenreichste.

Steckdose
ja
Schutzart
keine Angabe
Anschlussleistung
keine Angabe
Farbtemperatur
3000 bis 6000 K
Korpustiefe
16,5 cm
Maßfeld plausibel
ja

Dafür spricht

  • Höchster Korpus im Vergleich
  • Maßfeld korrekt zugeordnet
  • Verstellbare Ablagen
  • Drei Lichtfarben umschaltbar

Dagegen spricht

  • Tiefster Korpus im Vergleich
  • Keine Schutzart
  • Anschlussleistung fehlt
  • Lichtstrom nicht genannt
Passt für:
Für alle, die viel Stauraum hinter dem Spiegel braucht.
Passt nicht für:
Enge Bäder, in denen der Schrank nicht vorstehen soll.
5Einsteigerklasse

MIRROLIA

MIRROLIA Spiegelschrank mit Beleuchtung

Das zweite Gerät dieses Vergleichs mit einem unmöglichen Maßfeld. Die Datentabelle führt „75T x 88B x 13H cm“ — 75 Zentimeter Tiefe und 13 Zentimeter Höhe. Ein Spiegelschrank mit 13 Zentimetern Höhe wäre ein Regalbrett, einer mit 75 Zentimetern Tiefe ein Kleiderschrank. Der Titel nennt dieselben drei Zahlen in derselben Reihenfolge, sodass sich nicht einmal aus dem Vergleich beider Stellen ableiten lässt, welche Zahl welche Achse meint. Plausibel ist 13 Zentimeter Tiefe, alles andere ist Auslegung. Das Angebot nennt Steckdosen, zwei USB-Anschlüsse und einen Drei-Farben-Modus, jedoch keine Farbtemperaturen, keine Schutzart und keinen Lichtstrom. Zwei Ablagen, eine Tür.

Steckdose
ja
Schutzart
keine Angabe
Anschlussleistung
keine Angabe
Farbtemperatur
keine Angabe
Korpustiefe
13 cm
Maßfeld plausibel
nein

Dafür spricht

  • Steckdosen und zwei USB-Anschlüsse
  • Drei-Farben-Modus
  • Flacher Korpus mit 13 Zentimetern
  • Regale im Inneren

Dagegen spricht

  • Maßfeld und Titel beide unklar zugeordnet
  • Keine Schutzart
  • Farbtemperaturen fehlt
  • Ohne Lichtstrom
Passt für:
Wer Ladeanschlüsse im Bad braucht und nach Bildern kauft.
Passt nicht für:
Wer aus den Maßen ableiten möchte, ob der Schrank an seine Wand passt.

Netzspannung über dem Waschbecken

Fünf Spiegelschränke mit eingebauter Steckdose, alle am 29. August 2026 lieferbar geprüft.

Modell Steckdose Schutzart Anschlussleistung Korpustiefe
SVNR 100 cm ja IP44 keine Angabe 13 cm
VASAGLE 80 cm ja, zwei keine Angabe keine Angabe 16,5 cm
100-cm-Schrank ja keine Angabe keine Angabe 16 cm
Hzuaneri 80 cm ja keine Angabe keine Angabe 16,5 cm
MIRROLIA ja keine Angabe keine Angabe 13 cm

Die dritte Spalte ist in vier von fünf Zeilen leer, die vierte in allen fünf.

Damit fehlen genau die beiden Angaben, die ein elektrisches Gerät in einem Feuchtraum beschreiben: wogegen es geschützt ist und wie viel es tragen darf.

Eine Steckdose in einem Spiegelschrank führt Netzspannung an eine frei zugängliche Stelle unmittelbar über dem Waschbecken. Das ist zulässig und üblich, und es ist die Stelle, an der die Frage nach dem Spritzwasserschutz am dringendsten wäre.

Die umgekehrte Verteilung

Über den ganzen Themenbereich hinweg zeigt sich ein Zusammenhang, der der Erwartung widerspricht.

Ausstattung mit Schutzart ohne Schutzart
mit Steckdose 1 von 7 6 von 7
ohne Steckdose 6 von 8 2 von 8

Die Angebote mit Netzsteckdose nennen überwiegend keine Schutzart. Die Angebote ohne Steckdose nennen sie überwiegend.

Für diesen Zusammenhang haben wir keine Erklärung, und wir stellen keine auf. Was sich sagen lässt, ist, dass er die Reihenfolge der Dringlichkeit umkehrt. Eine geschlossene LED-Leiste hinter einer Abdeckung ist elektrisch weniger exponiert als eine offene Steckdose, in die man mit nassen Händen einen Stecker schiebt.

Bei den beiden Angeboten ohne Steckdose und ohne Schutzart handelt es sich in einem Fall um einen unbeleuchteten Schrank ohne jede Elektrik — dort stellt sich die Frage nicht.

Für den Käufer heißt das eine praktische Umkehrung der Suchstrategie. Wer nach einer Schutzart filtert, findet überwiegend Schränke ohne Steckdose. Wer eine Steckdose möchte, muss die Frage nach dem Spritzwasserschutz anders klären: über die Montageanleitung, über den Anbieter oder über den Elektrofachbetrieb, der den Anschluss legt. Aus dem Angebot heraus lässt sie sich bei sechs von sieben Steckdosengeräten nicht beantworten.

Was eine fehlende Anschlussleistung bedeutet

Keines der fünfzehn Angebote dieses Themenbereichs nennt, wie viel Leistung an seiner Steckdose entnommen werden darf.

Das ist die Angabe, die den Unterschied ausmacht zwischen den Geräten, die üblicherweise in einem Bad betrieben werden.

Gerät typische Leistung
elektrische Zahnbürste im Ladebetrieb wenige Watt
Rasierer 10 bis 20 W
Epiliergerät 20 bis 40 W
Glätteisen 30 bis 60 W
Föhn 1200 bis 2200 W

Zwischen der ersten und der letzten Zeile liegt der Faktor von mehreren hundert. Eine Steckdose, die für ein Ladegerät ausgelegt ist, ist etwas anderes als eine, an der ein Föhn hängt, und zwar in der Dimensionierung der Zuleitung, der Kontakte und der internen Klemmen.

Die Werte in der Tabelle sind übliche Größenordnungen aus der Gerätetechnik und keine Herstellerangaben; die Angebote dieses Vergleichs nennen keine.

Praktisch heißt das: Wer den Schrank nur zum Laden nutzt, bewegt sich in jedem Fall im sicheren Bereich. Wer einen Föhn anschließen möchte, sollte in der Montageanleitung nachsehen, und wenn dort nichts steht, im Zweifel die Wandsteckdose nehmen.

Die Bereiche eines Bads

Wo eine Steckdose hängen darf, richtet sich nicht nach dem Schrank, sondern nach der Stelle im Raum.

Die elektrotechnischen Regeln teilen ein Badezimmer dafür in Bereiche ein, die sich am Abstand zu Wanne und Dusche orientieren. Der Grundgedanke ist einfach: Je näher an einer Stelle, an der Wasser steht oder spritzt, desto strenger die Anforderung an das, was dort betrieben werden darf.

Bereich wo ungefähr was dort gilt
innerhalb der Wanne oder Duschtasse direkt im Wasserbereich nur Kleinspannung, keine Steckdosen
unmittelbar darüber und daneben senkrecht über Wanne und Dusche stark eingeschränkt
angrenzender Streifen ein Stück daneben eingeschränkt, Schutzart gefordert
übriger Raum Waschbecken, Wand gegenüber Steckdosen üblich

Ein Spiegelschrank über einem Waschbecken hängt in aller Regel im untersten Bereich der Tabelle — dort, wo Steckdosen gewöhnlich zulässig sind. Genau deshalb ist die Bauart überhaupt verbreitet.

Kritisch wird es in kleinen Bädern, in denen das Waschbecken nah an der Duschabtrennung steht oder in denen der Schrank an einer Wand hängt, die an die Dusche grenzt. Das ist keine Frage, die sich aus einem Angebot beantworten lässt — sie hängt am Grundriss und gehört im Zweifel zum Elektrofachbetrieb.

Was sich aus einem Angebot beantworten ließe, ist die Schutzart des Geräts. Vier der fünf Schränke dieses Vergleichs machen dazu keine Angabe.

Vier Schritte vor der Bestellung

Die Fragen, die dieser Vergleich aufwirft, lassen sich am eigenen Bad in wenigen Minuten klären — dort stehen die Antworten, die in den Angeboten fehlen.

Erstens: nachsehen, was aus der Wand kommt. Den alten Schrank abnehmen oder hinter ihn schauen. Eine Anschlussdose mit Kabel verlangt einen Schrank zum Festanschluss, eine Steckdose einen mit Stecker. Steht dort gar nichts, wird der Schrank ohne Elektrik gekauft oder eine Leitung gelegt.

Zweitens: den Abstand zur Dusche messen. Je näher der Schrank an Wanne oder Duschabtrennung hängt, desto strenger sind die elektrotechnischen Anforderungen. In einem Bad, in dem das Waschbecken einen Meter neben der Dusche steht, ist die Frage anders zu beantworten als in einem großen Raum.

Drittens: den Untergrund bestimmen. Klopfen genügt meistens: Massiv klingt satt, eine Vorwand hohl. Davon hängt ab, welche Befestigung trägt.

Viertens: die Tiefe im Raum prüfen. Zwischen 12,5 und 17 Zentimetern liegen die Korpustiefen dieses Themenbereichs. In einem schmalen Bad ist das der Unterschied zwischen bequem und beengt.

Schritt wo Aufwand
Anschluss hinter dem Schrank ansehen Wand fünf Minuten
Abstand zur Dusche messen Bad eine Minute
Untergrund bestimmen Wand eine Minute
verfügbare Tiefe prüfen Bad eine Minute

Der erste Schritt ist der wichtigste und der einzige, der etwas Arbeit macht. Er entscheidet darüber, ob der bestellte Schrank überhaupt angeschlossen werden kann — und diese Frage beantwortet kein Angebot dieses Themenbereichs, weil sie nur an der eigenen Wand zu beantworten ist.

Der zweite Schritt ist der, den man am ehesten überspringt und der im Zweifel einen Fachbetrieb erfordert. Ein Schrank mit Steckdose an einer Wand, die an die Dusche grenzt, ist keine Frage des Geschmacks.

Was sich nach diesen vier Schritten noch nicht beantworten lässt, ist die Lichtmenge: dazu müsste ein Lichtstrom im Angebot stehen, und das tut er bei zwei von fünfzehn.

Drei Maßfelder, die nicht sein können

Der zweite Befund dieses Vergleichs steht in der Datentabelle und hat mit Elektrik nichts zu tun.

Das Feld heißt „Artikel Abmessungen T x B x H“ und ist damit eindeutig beschriftet: Tiefe, Breite, Höhe. Bei drei Angeboten dieses Themenbereichs steht dort eine Reihenfolge, die es nicht geben kann.

Angebot Feldinhalt was daran nicht geht
SVNR 100T × 13B × 60H cm ein Meter Tiefe bei 13 cm Breite
MIRROLIA 75T × 88B × 13H cm 13 cm Höhe bei 75 cm Tiefe
COSTWAY 65T × 17B × 63H cm 65 cm Tiefe bei 17 cm Breite

In allen drei Fällen sind die Zahlen plausibel und ihre Zuordnung nicht. Ein Spiegelschrank ist breiter und höher als tief — das gilt für jedes der fünfzehn Geräte dieses Themenbereichs, deren Tiefen zwischen 12,5 und 17 Zentimetern liegen.

Aus den Zahlen lässt sich die richtige Zuordnung in zwei der drei Fälle rekonstruieren, weil nur eine der drei klein genug für eine Tiefe ist. Beim dritten Angebot geht auch das nicht: Dort nennt der Titel dieselben drei Zahlen in derselben Reihenfolge, sodass kein Abgleich möglich ist.

Bei den übrigen zwölf Angeboten ist das Feld korrekt belegt und die verlässlichste Angabe des ganzen Marktes — verlässlicher als jede Aussage zum Licht.

Das ist die bemerkenswerteste Beobachtung an diesem Markt: Die Maße stimmen fast immer, das Licht fast nie. Zwölf von fünfzehn Angeboten belegen ihr Maßfeld korrekt, zwei von fünfzehn nennen einen Lichtstrom. Wer wissen will, ob der Schrank an seine Wand passt, wird zuverlässig bedient. Wer wissen will, ob danach genug Licht im Bad ist, nicht.

Was USB-Anschlüsse ändern und was nicht. Vier Angebote dieses Themenbereichs ergänzen ihre Steckdosen um USB-Buchsen, meist zwei.

Elektrisch sind sie der harmlose Teil. USB arbeitet mit fünf Volt Kleinspannung; eine Berührung ist ungefährlich, und Wasser an den Kontakten führt nicht zu einem gefährlichen Körperstrom.

Das Netzteil dahinter ist der interessante Teil. Es sitzt im Schrank, hängt an derselben Zuleitung wie Licht und Steckdose und wandelt Netzspannung in Kleinspannung. Es ist damit ein weiterer Verbraucher und eine weitere Stelle, an der Feuchtigkeit wirken kann.

Keines der Angebote nennt seine Leistung. Bei USB-Ladegeräten macht das einen praktischen Unterschied: Ein Anschluss mit fünf Watt lädt ein Telefon über Nacht, einer mit zwanzig in gut einer Stunde. Beide sehen gleich aus.

Angabe zum USB-Anschluss in diesem Themenbereich
USB vorhanden 4 von 15
Anzahl der Buchsen 4 von 15
Bauart (A oder C) 3 von 15
Ladeleistung in Watt 0 von 15
Ladestrom in Ampere 0 von 15

Die unteren beiden Zeilen sind die, nach denen ein Käufer suchen würde, und sie sind leer. Genannt wird die Bauart der Buchse, also die Form des Steckers — die Angabe, die man auf dem Produktbild ohnehin sieht.

Was der Anschluss an der Wand verlangt

Ein Spiegelschrank mit Elektrik braucht eine Zuleitung, und die entscheidet mit darüber, ob der Kauf zur Installation passt.

Zwei Bauarten kommen in diesem Markt vor.

Der Festanschluss. Ein Kabel führt aus der Wand in den Schrank und wird dort auf eine Klemme gelegt. Das ist die saubere Lösung, sie setzt aber eine Anschlussdose an genau der Stelle voraus, an der der Schrank hängen soll. Und sie ist eine Arbeit für einen Elektrofachbetrieb.

Der Stecker. Der Schrank bringt ein Kabel mit Netzstecker mit, das in eine vorhandene Wandsteckdose geht. Das ist die Lösung für die Nachrüstung, und sie führt zu einem sichtbaren Kabel neben dem Schrank, sofern die Steckdose nicht dahinter liegt.

Bauart braucht wer montiert
Festanschluss auf Klemme Anschlussdose hinter dem Schrank Fachbetrieb
Stecker in Wandsteckdose erreichbare Steckdose jeder

Welche der beiden Bauarten vorliegt, geht aus den Angeboten dieses Themenbereichs selten eindeutig hervor. Ein Angebot nennt eine Betriebsspannung von 220 bis 240 Volt, ein anderes 12 Volt: der zweite Wert deutet auf ein Steckernetzteil hin, der erste auf einen Netzanschluss. Bei den übrigen steht dazu nichts.

Der Unterschied ist praktisch bedeutsam. Wer eine Anschlussdose in der Wand hat, aber ein Gerät mit Stecker kauft, hat ein Kabel ohne Steckdose. Umgekehrt gilt dasselbe. Beides lässt sich vor dem Kauf klären — indem man den alten Schrank abnimmt und nachsieht, was aus der Wand kommt.

Ein dritter Fall kommt hinzu, wenn der Schrank selbst eine Steckdose mitbringt: Dann muss die Zuleitung nicht nur das Licht versorgen, sondern auch das, was an der Steckdose hängt. Bei einem Föhn sind das gut zwei Kilowatt — eine Größenordnung, für die eine Leuchtenzuleitung nicht ausgelegt sein muss.

Was beim Umzug und beim Ausbau passiert

Ein Spiegelschrank ist ein Möbelstück mit Netzanschluss, und das macht ihn beim Auszug zu einem Sonderfall.

Beim Festanschluss ist der Ausbau eine Elektroarbeit. Die Klemme muss spannungsfrei gelöst und die Anschlussdose ordnungsgemäß verschlossen werden. Ein offenes Kabelende in einer Wanddose ist kein Zustand, den man hinterlässt.

Beim Steckeranschluss ist es ein Möbelausbau. Stecker ziehen, Schrauben lösen, Dübellöcher schließen.

Die Wandbefestigung ist in beiden Fällen die eigentliche Arbeit. Ein Spiegelschrank mit vier bis fünfzehn Kilogramm Eigengewicht plus Inhalt hängt an zwei bis vier Dübeln. Was die tragen, hängt am Untergrund, und in Bädern ist der oft eine Vorwandinstallation aus Gipskarton, in der ein gewöhnlicher Spreizdübel nicht hält.

Untergrund geeignete Befestigung
Vollziegel oder Beton Spreizdübel
Lochziegel oder Porenbeton Langdübel oder Injektionsanker
Gipskarton auf Ständerwerk Befestigung im Ständer oder Hohlraumdübel
Gipskarton mit Traverse direkt in die Traverse

Keines der fünfzehn Angebote nennt ein Gewicht in der Datentabelle, das sich für diese Auswahl heranziehen ließe. Genannt werden Maße und Materialien; die Masse, die an der Wand hängt, bleibt offen.

Die Angaben in der Tabelle sind übliche Befestigungsarten aus der Praxis und keine Herstellerangaben. Was im Einzelfall trägt, entscheidet der Untergrund — und im Zweifel ein Fachbetrieb, weil hinter der Vorwand Leitungen liegen.

Was man für mehr Geld bekommt. Zum sechzehnten Mal in Folge gilt der Befund der Reihe: Der Preis sortiert die Datenqualität nicht vor.

Das einzige Gerät dieses Vergleichs mit einer Schutzart gehört zur Mittelklasse. Das Gerät mit den meisten elektrischen Funktionen und den wenigsten Zahlen dazu ebenfalls. Zwei Geräte der Einstiegsklasse haben korrekt belegte Maßfelder, ein Gerät der Mittelklasse hat es nicht.

Was der Preis in diesem Markt tatsächlich kauft:

Korpusmaterial. Aluminium und Glas statt beschichtetem Holzwerkstoff. Im Feuchtraum ist das der Unterschied zwischen einem Material, das an einer beschädigten Kante aufquillt, und einem, das es nicht tut.

Verarbeitung der Kanten. Bei Holzwerkstoff entscheidet die Umleimung darüber, ob Feuchtigkeit eindringt. Sie ist auf Produktbildern nicht zu erkennen und wird in keinem Angebot beschrieben.

Scharniere und Dämpfung. Gedämpfte Türscharniere sind bei den teureren Geräten Standard und bei den günstigen nicht.

Was auch oben im Feld fehlt, ist eine Schutzart, eine Anschlussleistung oder eine Angabe zur Ladeleistung der USB-Buchsen. Diese drei fehlen quer durch alle Preisklassen.

Was die Anti-Beschlag-Heizung ist und kostet

Drei Angebote dieses Themenbereichs werben mit einer Funktion gegen beschlagene Spiegel. Keines beziffert sie.

Technisch ist es eine Heizfolie hinter dem Spiegelglas. Sie hält die Glasoberfläche einige Grad über der Raumtemperatur, sodass sich die Luftfeuchtigkeit nicht dort, sondern an den kälteren Flächen daneben niederschlägt.

Damit ist die Funktion ein Heizgerät, und Heizgeräte sind größere Verbraucher als Leuchten. Wie groß, sagt keines der Angebote: weder eine Leistung noch eine beheizte Fläche noch eine Einschaltdauer.

Was sich sagen lässt, ist der Zusammenhang: Eine Fläche, die dauerhaft über Raumtemperatur gehalten wird, gibt diese Wärme fortlaufend ab und muss sie fortlaufend nachliefern. Bei einer Spiegelfläche von einem halben Quadratmeter kann das eine Leistung in derselben Größenordnung sein wie die gesamte Beleuchtung des Schranks. Das ist eine Abschätzung aus dem physikalischen Zusammenhang und keine Messung.

Entscheidend für den Verbrauch ist die Einschaltdauer, und dazu gibt es drei denkbare Bauarten:

Manuell geschaltet. Ein Taster, den man vor dem Duschen drückt. Das ist die sparsamste Variante und die, die ein Angebot dieses Themenbereichs wörtlich beschreibt: „Drücken Sie die Entfogging-Taste, um die Spiegeloberfläche zu erwärmen.“

Mit Nachlauf. Die Heizung schaltet sich nach einer festen Zeit ab.

Dauerhaft mitlaufend. Die Heizung ist an, solange der Schrank am Netz hängt.

Bauart Verbrauch in diesem Themenbereich beschrieben
manuell geschaltet gering 1 von 15
mit Nachlauf mittel 0 von 15
dauerhaft hoch 0 von 15
Bauart nicht genannt offen 2 von 15

Bei zwei der drei Angebote mit dieser Funktion bleibt offen, wann sie läuft. Und damit, ob sie den Jahresverbrauch des Schranks um wenige Kilowattstunden erhöht oder um ein Vielfaches der Beleuchtung.

Für die Kaufentscheidung ist das die Frage, ob die Funktion ein Komfortmerkmal oder ein dauerhafter Posten auf der Stromrechnung ist. Beantworten lässt sie sich aus keinem der fünfzehn Angebote.

Die Sprache dieses Marktes

Schutzart IP — zweistellige Kennzeichnung für den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser. IP44 steht für Spritzwasserschutz aus allen Richtungen.

Anschlussleistung — die Leistung, die an einer Steckdose entnommen werden darf. In diesem Themenbereich von keinem Angebot genannt.

Fehlerstrom-Schutzschalter — Schutzeinrichtung, die den Stromkreis abschaltet, wenn Strom einen unvorgesehenen Weg nimmt. Für Steckdosenstromkreise in Bädern Stand der Technik.

Kleinspannung — Spannung so niedrig, dass eine Berührung ungefährlich ist. USB arbeitet mit fünf Volt.

Anti-Beschlag-Funktion — Heizfolie hinter dem Spiegel gegen Kondenswasser. Ein Verbraucher, der in diesem Markt nie beziffert wird.

Korpustiefe — wie weit der Schrank von der Wand in den Raum ragt. In diesem Themenbereich zwischen 12,5 und 17 Zentimetern.

Wie dieser Vergleich entstanden ist

Wir haben nichts gemessen und nichts angeschlossen. Keine Schutzart geprüft, keine Leistung gemessen, keine Installation beurteilt. Alle Produktangaben stammen aus den Angebotstexten und Datentabellen, erhoben am 29. August 2026 und am selben Tag auf Lieferbarkeit geprüft.

Die Beschreibung der Badbereiche gibt den bekannten Aufbau der elektrotechnischen Regeln wieder: die Einteilung nach Abstand zu Wanne und Dusche und das Prinzip, dass die Anforderungen mit der Nähe zum Wasser steigen. Den vollständigen Normtext haben wir nicht eingesehen, und wir nennen deshalb keine Maße für die Bereichsgrenzen. Welche Regel für eine konkrete Wand gilt, beurteilt ein Elektrofachbetrieb.

Die Leistungswerte der Badgeräte sind übliche Größenordnungen aus der Gerätetechnik und keine Herstellerangaben. Sie dienen der Einordnung und nicht der Auslegung einer Installation.

Die Auszählung zum Zusammenhang zwischen Steckdose und Schutzart ist eine Beobachtung an fünfzehn Angeboten. Eine Ursache benennen wir nicht, weil wir keine kennen.

Die Rekonstruktion der richtigen Maßzuordnung bei den drei unmöglichen Feldern ist unsere Auslegung. Sie stützt sich darauf, dass alle fünfzehn Geräte dieses Themenbereichs Tiefen zwischen 12,5 und 17 Zentimetern haben.

Nicht beurteilt haben wir, ob eine genannte Schutzart zutrifft, ob ein bestimmter Schrank an einer bestimmten Wand zulässig ist und welche Leistung eine bestimmte Steckdose verträgt. Wörtliche Zitate stehen in Anführungszeichen mit Quellenangabe.

Die beleuchteten Geräte behandelt der Vergleich der Spiegelschränke mit Beleuchtung, die unbeleuchteten der Vergleich der Spiegelschränke ohne Beleuchtung. Was die Maße bedeuten, steht im Ratgeber zu den Maßen; was bei der Elektrik zu beachten ist, im Ratgeber zur Elektrik. Den Überblick gibt die Kaufberatung Spiegelschränke.

Welche Angabe wo steht

Ein Haken steht für eine Angabe im Angebotstext. Geprüft haben wir die Nennung, nicht den Wert.

ModellSteckdoseSchutzartAnschlussleistungFarbtemperaturKorpustiefeMaßfeld plausibeldavon
SVNR 100 cmSteckdose: jaSchutzart: IP44Anschlussleistung: keine AngabeFarbtemperatur: 3000 bis 6400 KKorpustiefe: 13 cmMaßfeld plausibel: nein5/6
VASAGLE 80 cmSteckdose: ja, zweiSchutzart: keine AngabeAnschlussleistung: keine AngabeFarbtemperatur: keine AngabeKorpustiefe: 16,5 cmMaßfeld plausibel: ja3/6
100-cm-SchrankSteckdose: jaSchutzart: keine AngabeAnschlussleistung: keine AngabeFarbtemperatur: 3000 bis 6000 KKorpustiefe: 16 cmMaßfeld plausibel: ja4/6
Hzuaneri 80 cmSteckdose: jaSchutzart: keine AngabeAnschlussleistung: keine AngabeFarbtemperatur: 3000 bis 6000 KKorpustiefe: 16,5 cmMaßfeld plausibel: ja4/6
MIRROLIASteckdose: jaSchutzart: keine AngabeAnschlussleistung: keine AngabeFarbtemperatur: keine AngabeKorpustiefe: 13 cmMaßfeld plausibel: nein3/6
beziffert von5/51/50/53/55/55/5

Gefüllter Punkt: Der Anbieter beziffert den Wert. Leerer Ring: Fehlanzeige. Der Zustand steht zusätzlich in jeder Zelle als Text für Screenreader.

Wie weit der Korpus in den Raum ragt

Tiefe laut Datenfeld beziehungsweise laut Titel, wo das Datenfeld eine unmögliche Zuordnung führt.

SVNR 100 cm: 13 cmSVNR 100 cm13 cmVASAGLE 80 cm: 16,5 cmVASAGLE 80 cm16,5 cm100-cm-Schrank: 16 cm100-cm-Schrank16 cmHzuaneri 80 cm: 16,5 cmHzuaneri 80 cm16,5 cmMIRROLIA: 13 cmMIRROLIA13 cm

Häufige Fragen

Ist eine Steckdose im Spiegelschrank erlaubt?
Das hängt davon ab, wo der Schrank hängt. Die elektrotechnischen Regeln teilen ein Bad in Bereiche ein, und in den Bereichen um Wanne und Dusche sind Steckdosen nicht oder nur eingeschränkt zulässig. Über einem Waschbecken außerhalb dieser Bereiche sind sie üblich.
Welche Schutzart braucht eine Steckdose im Bad?
Sie richtet sich nach dem Bereich, in dem sie sitzt. Vier der fünf Angebote dieses Vergleichs nennen gar keine Schutzart, damit lässt sich die Frage aus dem Angebot nicht beantworten.
Wie viel Watt darf ich an eine Spiegelschrank-Steckdose hängen?
Keines der fünfzehn Angebote dieses Themenbereichs nennt eine zulässige Anschluss- leistung. Ohne diese Angabe lässt sich nicht sagen, ob ein Föhn mit 2000 Watt vorgesehen ist oder nur eine elektrische Zahnbürste.
Was ist eine Anti-Beschlag-Funktion?
Eine Heizfolie hinter dem Spiegelglas, die die Oberfläche über die Raumtemperatur erwärmt, damit sich kein Kondenswasser niederschlägt. Sie ist ein zusätzlicher Verbraucher und wird in diesem Themenbereich nie beziffert.
Brauche ich einen FI-Schutzschalter?
Für Steckdosenstromkreise in Bädern ist ein Fehlerstrom-Schutzschalter seit Langem Stand der Technik. Ob der vorhandene Stromkreis einen hat, sieht man am Sicherungskasten — und nicht am Spiegelschrank.
Warum stehen in der Datentabelle unmögliche Maße?
Weil die Felder für Tiefe, Breite und Höhe frei belegt werden. Bei drei Angeboten dieses Themenbereichs steht dort eine Reihenfolge, die es nicht geben kann, etwa 100 Zentimeter Tiefe bei 13 Zentimetern Breite.
Was bringen USB-Anschlüsse im Spiegelschrank?
Sie laden Zahnbürsten, Rasierer und Telefone mit Kleinspannung. Das Netzteil dahinter hängt am selben Anschluss wie der Rest des Schranks; eine Leistungsangabe macht keines der Angebote.

Wer diesen Artikel verantwortet

Lena Moritz, Fachredaktion Wohnen und Einrichten

Lena Moritz

Fachredaktion Wohnen und Einrichten

Schreibt über Bad, Beleuchtung und Aufbewahrung.

Redaktion mit Schwerpunkt Wohn- und Haushaltsprodukte

Wie wir bewerten

Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:

Eignung für den Zweck
Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Artikel geht — Tragkraft, Beckengröße, Raumtiefe, Wurfgewicht. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
Belegte Spezifikationen
Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen.
Aufwand für Aufbau und Pflege
Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Reinigung, Wartungsintervalle.
Transparenz des Anbieters
Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit denen der Händlerdatenblätter übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.

Vollständige Methodik, inklusive dem, was wir nicht tun

Aktualisierung und Quellen
Veröffentlicht
29.08.2026
Aktualisiert
29.08.2026
Geprüft
29.08.2026
Quellen
6

Änderungsverlauf

  • 29.08.2026: Erstveröffentlichung. Die Aussagen zu den Badbereichen geben den bekannten Aufbau der elektrotechnischen Regeln wieder; den vollständigen Normtext haben wir nicht eingesehen.

Belege

  1. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot VASAGLE Spiegelschrank 16,5 × 80 × 60 cm — zwei Steckdosen und zwei USB-Anschlüsse

    Wörtlich: „2 integrierte AC-Steckdosen und 2 USB-A-Anschlüsse erleichtern das Aufladen Ihrer Geräte“ sowie „Drücken Sie die Entfogging-Taste, um die Spiegeloberfläche zu erwärmen, was das Beschlagen verhindert.“ Nennt außerdem einen abnehmbaren Vergrößerungsspiegel. Weder Schutzart noch Leistung noch Lichtstrom stehen im Angebot.

  2. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot SVNR — Schutzart IP44 und ein unmögliches Maßfeld

    Nennt eine Farbtemperatur zwischen 3000 und 6400 Kelvin, 12 Volt, die Schutzart IP44 und eine Steckdose. Das Datenfeld „Artikel Abmessungen T x B x H“ führt „100T x 13B x 60H cm“ — ein Schrank mit einem Meter Tiefe und 13 Zentimetern Breite. Der Titel nennt 100 × 60 × 13 cm.

  3. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot MIRROLIA — Steckdosen, USB und ein zweites unmögliches Maßfeld

    Nennt Steckdosen und zwei USB-Anschlüsse sowie einen Drei-Farben-Modus. Das Datenfeld führt „75T x 88B x 13H cm“ — 75 Zentimeter Tiefe bei 13 Zentimetern Höhe. Der Titel nennt 75 × 88 × 13 cm. Weder Schutzart noch Lichtstrom stehen im Angebot.

  4. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot Spiegelschrank 100 cm: drei Lichtfarben mit Steckdose

    Nennt umschaltbare Lichtfarben mit 3000, 4000 und 6000 Kelvin, eine Steckdose und Artikelabmessungen von 16 × 100 × 60 cm. Der breiteste Schrank dieses Vergleichs. Eine Schutzart nennt das Angebot nicht.

  5. Institution oder Normbaua.de
    ASR A4.1 Sanitärräume — Technische Regel für Arbeitsstätten

    Herausgegeben von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Ausgabe September 2013 (GMBl 2013, S. 919), zuletzt geändert GMBl 2022, S. 212. Konkretisiert die Anforderungen an Sanitärräume in Arbeitsstätten. Wir haben die Veröffentlichungsseite eingesehen, nicht den vollständigen Regeltext.

  6. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot Hzuaneri — drei Lichtfarben, Steckdose, verstellbare Ablagen

    Nennt umschaltbare Lichtfarben mit 3000, 4000 und 6000 Kelvin, eine Steckdose und Artikelabmessungen von 16,5 × 80 × 75 cm. Der tiefste Korpus dieses Vergleichs. Weder Schutzart noch Lichtstrom noch Leistung stehen im Angebot.

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