Spiegelschränke·14 Min Lesezeit·5 Modelle im Vergleich

Spiegelschrank mit Beleuchtung — 425 gegen 2500 Lumen

Fünf beleuchtete Spiegelschränke. Zwei nennen ihren Lichtstrom, und zwischen den beiden liegt der Faktor 5,9 — die übrigen nennen nur die Lichtfarbe.

Lena Moritz, Fachredaktion Wohnen und EinrichtenVon Lena MoritzFachredaktion Wohnen und Einrichten
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Kurz gesagt

Fünf beleuchtete Spiegelschränke, alle am 29.08.2026 lieferbar geprüft. Vier nennen eine Schutzart, alle fünf sagen etwas über das Licht — aber nur zwei sagen, wie viel es ist. 425 Lumen bei dem einen, 2500 bei dem anderen: der Faktor 5,9 zwischen zwei Geräten, die denselben Zweck erfüllen sollen. Die übrigen drei nennen stattdessen die Lichtfarbe in Kelvin, meist als Auswahl zwischen 3000, 4000 und 6400 Kelvin. Kelvin beschreibt, wie warm oder kalt das Licht wirkt, und sagt nichts darüber, wie viel davon ankommt. Aus den beiden bezifferten Geräten lässt sich außerdem die Lichtausbeute bilden: 70,8 und 62,5 Lumen je Watt. Beide Werte liegen unterhalb der Schwelle von 85 Lumen je Watt, ab der die EU-Energieeffizienzskala für Lichtquellen die Klasse F beginnt: sie entsprechen der untersten Klasse G. Eine Energieeffizienzklasse nennt keines der fünfzehn Angebote dieses Themenbereichs.

ModellLichtstromFarbtemperaturLeistungSchutzartKorpustiefeAußenmaßeAnsehen (Partnerlink)
Talos LED Spiegelschrank Silver Magnus
Talos Silver Magnus

Talos

Einziges vollständiges Datenblatt des Themenbereichs

2500 lm4200 K40 WIP4413 cm13 × 80 × 70 cm
Schildmeyer Spiegelschrank mit Beleuchtung
Schildmeyer beleuchtet

Schildmeyer

Beste Lichtausbeute der bezifferten Geräte

425 lm4000 K6 Wkeine Angabe16 cm16 × 70 × 75 cm
EUGAD Spiegelschrank Bad mit Beleuchtung
EUGAD

EUGAD

Spannungsangabe des Vergleichs — nur hier

keine Angabe4000 Kkeine AngabeIP4413,5 cm13,5 × 56 × 65 cm
keine Angabekeine Angabe9 WIP4413 cm13 × 65 × 65 cm
keine Angabe3000 bis 6400 Kkeine AngabeIP4412,5 cm12,5 × 80 × 60 cm
Angaben der Hersteller, geprüft gegen die im Artikel genannten Quellen. Keine Preisspalte: Preise ändern sich zu schnell, um in einer Tabelle zu stehen. Keine Gesamtnote: wir testen nicht selbst. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
1Einziges vollständiges Datenblatt des ThemenbereichsPremium

Talos

Talos LED Spiegelschrank Silver Magnus

Einziges vollständiges Datenblatt des Themenbereichs: Lichtstrom, Farbtemperatur, Leistung und Schutzart stehen in einem Angebot. Das leistet kein anderes der fünfzehn — und erst damit lässt sich die Lichtausbeute bilden und gegen die EU-Skala halten.

Der einzige Spiegelschrank dieses Themenbereichs, bei dem sich das Licht vollständig beziffern lässt. 2500 Lumen bei 40 Watt und 4200 Kelvin — drei Angaben, die zusammen eine vierte ergeben: 62,5 Lumen je Watt. Das ist die Lichtausbeute, und sie liegt unterhalb der Schwelle von 85 Lumen je Watt, ab der die EU-Skala für Lichtquellen die Klasse F beginnt. Eine Energieeffizienzklasse nennt das Angebot trotzdem nicht. Mit 13 Zentimetern gehört der Korpus zu den flachsten des Feldes, der Rahmen ist Aluminium, die Schutzart IP44 steht ausdrücklich da. Was fehlt, ist eine Steckdose: was in diesem Markt ausnahmsweise ein Vorteil sein kann.

Lichtstrom
2500 lm
Farbtemperatur
4200 K
Leistung
40 W
Schutzart
IP44
Korpustiefe
13 cm
Außenmaße
13 × 80 × 70 cm

Dafür spricht

  • Lichtstrom, Leistung und Farbtemperatur genannt
  • Schutzart IP44 ausdrücklich
  • Flacher Korpus mit 13 Zentimetern
  • Aluminiumrahmen statt Holzwerkstoff

Dagegen spricht

  • Keine Energieeffizienzklasse
  • Höchste Leistungsaufnahme im Vergleich
  • Steckdose nicht beziffert
  • Lichtfarbe nicht umschaltbar
Passt für:
Bäder ohne weitere Deckenleuchte, in denen der Schrank die Hauptlichtquelle ist.
Passt nicht für:
Geht an allen vorbei, die eine Steckdose im Schrank braucht.
2Beste Lichtausbeute der bezifferten GeräteMittelklasse

Schildmeyer

Schildmeyer Spiegelschrank mit Beleuchtung

Beste Lichtausbeute der bezifferten Geräte: 425 Lumen bei 6 Watt sind 70,8 Lumen je Watt — 13 Prozent mehr als beim zweiten bezifferten Gerät. Das ist die einzige Effizienzaussage, die sich in diesem Themenbereich überhaupt bilden lässt.

Das zweite von zwei Angeboten des Themenbereichs mit einem Lichtstrom. Und mit Abstand das sparsamere. 425 Lumen sind knapp ein Sechstel dessen, was das leistungsstärkste Gerät dieses Vergleichs liefert. Ob das wenig oder genug ist, hängt daran, ob der Schrank die einzige Lichtquelle im Bad ist oder eine Deckenleuchte ergänzt; die Angebote sagen dazu nichts. Bei 6 Watt ergeben sich 70,8 Lumen je Watt, der beste bezifferte Wert des Themenbereichs, und trotzdem unterhalb der EU-Klassengrenze von 85. Der Korpus misst 16 Zentimeter und ist damit drei Zentimeter tiefer als der flachste im Feld. Eine Schutzart nennt das Angebot nicht, obwohl eine Steckdose verbaut ist.

Lichtstrom
425 lm
Farbtemperatur
4000 K
Leistung
6 W
Schutzart
keine Angabe
Korpustiefe
16 cm
Außenmaße
16 × 70 × 75 cm

Dafür spricht

  • Lichtstrom, Leistung und Farbtemperatur genannt
  • Beste bezifferte Lichtausbeute
  • Niedrigste Leistungsaufnahme im Vergleich
  • Steckdose vorhanden

Dagegen spricht

  • Keine Schutzart trotz Steckdose
  • Geringster Lichtstrom im Vergleich
  • Korpus 16 Zentimeter tief
  • Energieeffizienzklasse steht nirgends
Passt für:
Bäder mit vorhandener Deckenleuchte, in denen der Schrank ergänzt.
Passt nicht für:
Nichts für alle, die den Schrank als einzige Lichtquelle nutzen möchte.
3Spannungsangabe des Vergleichs — nur hierMittelklasse

EUGAD

EUGAD Spiegelschrank Bad mit Beleuchtung

Spannungsangabe des Vergleichs — nur hier: 220 bis 240 Volt ist die Angabe, an der sich erkennen lässt, dass der Schrank unmittelbar am Netz hängt und nicht über ein Steckernetzteil versorgt wird. Nur dieses Angebot nennt sie.

Ein Angebot, das die Elektrik ernster nimmt als die meisten und das Licht trotzdem nicht beziffert. Genannt werden 4000 Kelvin, eine Betriebsspannung von 220 bis 240 Volt und die Schutzart IP44, damit ist klar, dass es sich um ein fest anzuschließendes Netzgerät handelt und in welchem Bereich eines Bads es hängen darf. Was fehlt, ist die Lichtmenge: Ohne Lumen und ohne Watt lässt sich weder der Verbrauch noch die Helligkeit abschätzen. Mit 56 Zentimetern Breite ist es der schmalste Schrank dieses Vergleichs und damit einer für kleine Bäder; der Korpus ragt 13,5 Zentimeter in den Raum.

Lichtstrom
keine Angabe
Farbtemperatur
4000 K
Leistung
keine Angabe
Schutzart
IP44
Korpustiefe
13,5 cm
Außenmaße
13,5 × 56 × 65 cm

Dafür spricht

  • Schutzart IP44 genannt
  • Betriebsspannung genannt
  • Schmalster Korpus im Vergleich
  • Farbtemperatur beziffert

Dagegen spricht

  • Kein Lichtstrom
  • Leistungsaufnahme fehlt
  • Energieeffizienzklasse nicht genannt
  • Lichtfarbe nicht umschaltbar
Passt für:
Kleine Bäder, in denen die Breite begrenzt ist.
Passt nicht für:
Nichts für alle, die den Verbrauch oder die Helligkeit vorher kennen möchte.
4Mittelklasse

SONNI

SONNI Spiegelschrank Bad 65 cm

Das Gegenstück zum vollständigen Datenblatt: eine Wattzahl ohne alles andere. 9 Watt sagen, wie viel Strom fließt, und nichts darüber, wie viel Licht dabei herauskommt — denn die Lichtausbeute liegt bei LED-Leuchten je nach Bauart zwischen deutlich unter 70 und weit über 100 Lumen je Watt. Legt man die beiden bezifferten Geräte dieses Vergleichs zugrunde, ergäben 9 Watt zwischen 560 und 640 Lumen; das ist unsere Hochrechnung und keine Herstellerangabe. Die Schutzart IP44 steht ausdrücklich da, ebenso eine Steckdose. Der Korpus ist mit 13 Zentimetern flach, der Rahmen Aluminium.

Lichtstrom
keine Angabe
Farbtemperatur
keine Angabe
Leistung
9 W
Schutzart
IP44
Korpustiefe
13 cm
Außenmaße
13 × 65 × 65 cm

Dafür spricht

  • Leistungsaufnahme genannt
  • Schutzart IP44
  • Flacher Aluminiumkorpus
  • Steckdose vorhanden

Dagegen spricht

  • Kein Lichtstrom
  • Ohne Farbtemperatur
  • Energieeffizienzklasse bleibt offen
  • Watt allein sagt nichts über die Helligkeit
Passt für:
Schmale Bäder, in denen der Schrank nicht weit vorstehen soll.
Passt nicht für:
Ungeeignet, wenn man die Lichtmenge vor dem Kauf beziffern will.
5Mittelklasse

SONNI

SONNI LED Bad-Spiegelschrank 80 × 60 cm

Der flachste Schrank des ganzen Themenbereichs und ein Angebot mit einem Widerspruch zwischen Titel und Text. Der Titel führt „mit Steckdose“, die Merkmalzeilen erwähnen keine. Was sie erwähnen, ist eine umschaltbare Lichtfarbe zwischen 3000, 4000 und 6400 Kelvin sowie die Schutzart IP44. Eine Lichtmenge fehlt ebenso wie eine Leistung — von den drei Größen, die eine Beleuchtung beschreiben, steht damit nur die Lichtfarbe da, also diejenige, die über die Helligkeit am wenigsten sagt. Mit 12,5 Zentimetern Korpustiefe ragt der Schrank weniger weit in den Raum als jeder andere dieses Vergleichs.

Lichtstrom
keine Angabe
Farbtemperatur
3000 bis 6400 K
Leistung
keine Angabe
Schutzart
IP44
Korpustiefe
12,5 cm
Außenmaße
12,5 × 80 × 60 cm

Dafür spricht

  • Flachster Korpus des Themenbereichs
  • Schutzart IP44
  • Drei Lichtfarben umschaltbar
  • Drei Türen bei 80 Zentimetern Breite

Dagegen spricht

  • Titel nennt eine Steckdose, der Text nicht
  • Kein Lichtstrom
  • Leistungsaufnahme nicht beziffert
  • Energieeffizienzklasse steht nirgends
Passt für:
Enge Bäder, in denen jeder Zentimeter vor dem Waschbecken zählt.
Passt nicht für:
Falsch am Platz, sobald man sich auf die Steckdosenangabe im Titel verlassen möchte.

Drei Größen beschreiben eine Beleuchtung, eine steht fast immer da

Fünf beleuchtete Spiegelschränke, alle am 29. August 2026 lieferbar geprüft.

Modell Lichtstrom Farbtemperatur Leistung Schutzart
Talos Silver Magnus 2500 lm 4200 K 40 W IP44
Schildmeyer 425 lm 4000 K 6 W keine Angabe
EUGAD keine Angabe 4000 K keine Angabe IP44
SONNI 65 cm keine Angabe keine Angabe 9 W IP44
SONNI 80 × 60 keine Angabe 3000 bis 6400 K keine Angabe IP44

Eine Beleuchtung wird durch drei Größen beschrieben: wie viel Licht sie abgibt, welche Farbe es hat und wie viel Strom sie dafür braucht.

Die erste steht bei zwei von fünf. Die zweite bei vier. Die dritte bei zwei.

Die Größe, die am häufigsten genannt wird, ist die, die über die Helligkeit am wenigsten sagt.

Dasselbe Muster zeigt sich beim Blick auf den ganzen Themenbereich. Elf der fünfzehn Angebote werben mit einer Beleuchtung, neun nennen eine Farbtemperatur, drei eine Leistung. Und zwei einen Lichtstrom. Die Rangfolge der Häufigkeit ist die Umkehrung der Rangfolge der Aussagekraft.

Was zwischen 425 und 2500 Lumen liegt. Zwei Angebote nennen einen Lichtstrom, und sie liegen weit auseinander.

Modell Lichtstrom Leistung Lumen je Watt
Talos Silver Magnus 2500 lm 40 W 62,5
Schildmeyer 425 lm 6 W 70,8

Der Faktor 5,9 im Lichtstrom ist der größte Unterschied, den dieser Vergleich in einer einzelnen Größe zeigt. Beide Geräte sind Spiegelschränke für ein Badezimmer, beide werden mit Beleuchtung beworben.

Zur Einordnung, was diese Zahlen bedeuten: Eine übliche Deckenleuchte in einem kleinen Bad liegt bei einigen hundert bis gut tausend Lumen. 425 Lumen sind damit eine Ergänzung, 2500 eine Hauptlichtquelle — zwei völlig verschiedene Rollen im selben Raum.

Für die drei Geräte ohne Angabe lässt sich diese Einordnung nicht vornehmen. Das ist der praktische Preis der fehlenden Zahl: Nicht der Vergleich zweier Produkte scheitert daran, sondern die Frage, ob im Bad danach genug Licht ist.

Was Kelvin sagt und was nicht

Vier von fünf Angeboten nennen eine Farbtemperatur, drei davon als Auswahl zwischen mehreren Stufen.

Kelvin beschreibt die Lichtfarbe. Niedrige Werte wirken warm und gelblich wie eine Glühlampe, hohe kühl und bläulich wie Tageslicht am bedeckten Himmel.

Wert Wirkung in diesem Vergleich
3000 K warmweiß, wohnlich 1 Angebot als Stufe
4000 K neutralweiß, sachlich 3 Angebote
4200 K neutralweiß 1 Angebot
6400 K tageslichtweiß, kühl 1 Angebot als Stufe

Was Kelvin nicht sagt, ist die Menge. Eine Leuchte mit 6400 Kelvin kann heller oder dunkler sein als eine mit 3000 — die Farbtemperatur und der Lichtstrom sind voneinander unabhängige Größen.

Das ist der Grund, warum die Häufigkeitsverteilung in diesem Markt bemerkenswert ist. Die umschaltbare Lichtfarbe ist ein Ausstattungsmerkmal, das sich gut bewerben lässt — drei Stufen auf einem Touch-Sensor sind ein sichtbarer Vorteil. Der Lichtstrom ist eine Zahl, die man messen und gegen andere halten kann.

Für die Anwendung im Bad gibt es eine praktische Faustregel: Zum Rasieren, Schminken und zur Beurteilung von Hautfarben ist neutralweißes Licht um 4000 Kelvin üblich, weil es Farben weniger verfälscht als warmweißes. Für eine wohnliche Wirkung am Abend ist wärmeres angenehmer. Die drei umschaltbaren Geräte lösen diesen Zielkonflikt, ohne ihn zu benennen.

Wie viel Licht ein Bad braucht

Die Frage lässt sich nicht mit einer Zahl beantworten, aber sie lässt sich einordnen.

Für Arbeitsstätten gibt es dazu eine Regel. Die Technische Regel ASR A3.4 „Beleuchtung und Sichtverbindung“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Ausgabe Mai 2023, konkretisiert die Anforderungen an die Beleuchtung von Arbeitsstätten einschließlich der Sanitärräume. Für private Bäder gilt sie nicht: sie zeigt aber, dass die Frage überhaupt regelbar ist und dass sie über die Beleuchtungsstärke am Ort der Tätigkeit beantwortet wird, nicht über den Lichtstrom einer Leuchte.

Das ist der entscheidende Unterschied. Der Lichtstrom in Lumen sagt, wie viel Licht eine Leuchte insgesamt abgibt. Was am Gesicht ankommt, ist die Beleuchtungsstärke in Lux, und die hängt zusätzlich davon ab, wie das Licht verteilt wird, wie weit die Leuchte entfernt ist und wie hell die Wände sind.

Größe Einheit beschreibt in diesem Markt genannt
Lichtstrom Lumen was die Leuchte abgibt 2 von 15
Beleuchtungsstärke Lux was am Ort ankommt 0 von 15
Lichtausbeute lm/W wie effizient das geschieht 0 von 15
Farbtemperatur Kelvin welche Farbe das Licht hat 9 von 15

Aus einem Lichtstrom allein lässt sich die Beleuchtungsstärke nicht berechnen, weil die Verteilung fehlt. Eine Leuchte, die ihr Licht eng nach unten bündelt, erzeugt an einer Stelle ein Vielfaches dessen, was dieselbe Lumenzahl breit gestreut erreichen würde.

Deshalb rechnen wir sie nicht aus. Was sich sagen lässt, sind Größenordnungen und Verhältnisse: Ein Gerät mit 2500 Lumen kann ein kleines Bad allein ausleuchten, ein Gerät mit 425 Lumen ergänzt eine vorhandene Deckenleuchte. Zwischen beiden liegt der Faktor 5,9, und dieser Faktor bleibt derselbe, wie auch immer das Licht verteilt wird.

Für die Kaufentscheidung folgt daraus eine einfache Regel. Wer eine Deckenleuchte hat, sucht Ergänzungslicht am Spiegel und darf mit wenigen hundert Lumen auskommen. Wer keine hat, braucht den Schrank als Hauptlichtquelle. Und dann ist ein Angebot ohne Lumenangabe ein Kauf ins Blaue.

Elf der fünfzehn Angebote dieses Themenbereichs werben mit Beleuchtung. Neun davon sagen nicht, wie viel es ist.

Die Rechnung, die nur zweimal möglich ist

Aus Lichtstrom und Leistung ergibt sich eine dritte Größe, die weder in einem Angebot steht noch in einem Datenfeld: die Lichtausbeute.

Sie ist der Lichtstrom geteilt durch die Leistung, gemessen in Lumen je Watt. Sie sagt, wie viel Licht eine Leuchte aus einer bestimmten Menge Strom macht.

Modell Rechnung Lichtausbeute
Schildmeyer 425 ÷ 6 70,8 lm/W
Talos Silver Magnus 2500 ÷ 40 62,5 lm/W

13 Prozent Unterschied zwischen den beiden bezifferten Geräten, und beide liegen im selben Bereich.

Diese Werte lassen sich einordnen, weil es dafür eine europäische Skala gibt. Die Verordnung (EU) 2019/2015 legt für Lichtquellen die Energieeffizienzklassen A bis G fest, und die Klassengrenzen sind über die Lichtausbeute definiert. Klasse G umfasst alles unterhalb von 85 Lumen je Watt.

Klasse Lichtausbeute
A ab 210 lm/W
B ab 185 lm/W
C ab 160 lm/W
D ab 135 lm/W
E ab 110 lm/W
F ab 85 lm/W
G unter 85 lm/W

Beide bezifferten Geräte dieses Vergleichs fallen damit in die unterste Klasse. Genannt wird eine Energieeffizienzklasse in keinem der fünfzehn Angebote dieses Themenbereichs.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens beziehen sich die Klassengrenzen auf den Nutzlichtstrom einer Lichtquelle, und ob die Herstellerangabe genau diesen meint oder den gesamten abgestrahlten Lichtstrom, geht aus den Angeboten nicht hervor. Zweitens kennt die Verordnung Ausnahmen für bestimmte Bauarten; ob eine davon hier greift, haben wir nicht abschließend geprüft. Was bleibt, ist die Größenordnung: Beide Geräte liegen deutlich unterhalb der Schwelle, und der Abstand ist groß genug, dass ihn keine dieser Feinheiten aufhebt.

Bemerkenswert ist der Vergleich mit einem anderen Markt, den wir vollständig ausgewertet haben. Bei den Aquarienleuchten reichten die bezifferten Lichtausbeuten von 62,2 bis 120,0 Lumen je Watt — dort gab es also Geräte, die deutlich über der Klassengrenze lagen, und vier von fünfzehn Angeboten nannten eine Klasse. Hier nennt sie keines.

Wo das Licht am Spiegel sitzt

Zwei Bauarten sind in diesem Markt zu unterscheiden, und sie führen bei gleicher Lichtmenge zu sehr verschiedenen Ergebnissen im Gesicht.

Die Oberlichtleiste sitzt als Balken über dem Spiegel oder im oberen Rahmenteil. Sie beleuchtet den Raum vor dem Schrank von oben und ist die häufigste Bauform.

Die seitliche Beleuchtung verläuft als Streifen links und rechts neben der Spiegelfläche. Sie ist die Bauart, mit der Schminkspiegel arbeiten.

Der Unterschied ist keine Geschmacksfrage, sondern eine der Schattenbildung.

Licht von oben erzeugt Schatten nach unten — unter den Augenbrauen, unter der Nase, unter dem Kinn. Das sind genau die Stellen, an denen beim Rasieren oder Schminken hingesehen wird.

Licht von den Seiten trifft das Gesicht flacher und füllt diese Schatten auf. Deshalb ist es für Arbeiten am eigenen Gesicht die günstigere Anordnung, obwohl es für die Raumbeleuchtung weniger leistet.

Anordnung Schatten im Gesicht gut für
Leiste oben ausgeprägt nach unten Raumhelligkeit
Streifen seitlich flach, aufgefüllt Rasieren, Schminken
oben und seitlich gering beides
umlaufender Rahmen sehr gering beides

Keines der fünfzehn Angebote dieses Themenbereichs beschreibt, wie sich das Licht im Raum verteilt. Genannt wird bei vier von fünf die Farbe, bei zwei die Menge — die Richtung bei keinem in einer Form, die sich vergleichen ließe.

Aus den Produktbildern lässt sich die Bauart meist ablesen, und das ist in diesem Markt die einzige verfügbare Auskunft dazu. Wer den Schrank überwiegend zum Rasieren oder Schminken nutzt, sieht sich die Bilder genauer an als die Datentabelle.

Was mit dem Licht sonst noch am Netz hängt. Ein beleuchteter Spiegelschrank ist ein elektrisches Gerät im Feuchtraum, und die Beleuchtung ist selten sein einziger Verbraucher.

In diesem Themenbereich kommen vier weitere vor:

Die Steckdose. Sieben von fünfzehn Angeboten haben eine, meist zwei. Sie führt Netzspannung an eine Stelle, an der Zahnputzbecher und Wasserhähne stehen.

Die USB-Buchse. Mehrere Angebote ergänzen zwei USB-A-Anschlüsse. Sie arbeiten mit Kleinspannung und sind für sich harmlos; das Netzteil dahinter hängt am selben Anschluss wie alles andere.

Die Anti-Beschlag-Heizung. Eine Heizfolie hinter dem Glas, in mehreren Angeboten beworben und in keinem beziffert.

Der Touch-Sensor. Er schaltet Licht und Lichtfarbe und braucht dafür eine dauerhafte Bereitschaftsversorgung: der Schrank ist also auch im ausgeschalteten Zustand unter Spannung.

Verbraucher in diesem Themenbereich beziffert
Beleuchtung 11 von 15 2 mit Lumen, 3 mit Watt
Steckdose 7 von 15 keine Leistungsangabe
USB-Anschluss 4 von 15 keine Leistungsangabe
Anti-Beschlag-Heizung 4 von 15 keine Leistungsangabe
Touch-Sensor 6 von 15 keine Bereitschaftsleistung

Die rechte Spalte ist in vier von fünf Zeilen leer. Ein Käufer, der wissen möchte, was der Schrank insgesamt aufnimmt, findet in keinem Angebot des Themenbereichs eine Antwort — und bei den Geräten mit Steckdose ist die Frage nicht akademisch, weil dort ein Föhn oder ein Rasierer dazukommt.

Wofür die Schutzart steht

Vier der fünf Angebote nennen IP44. Das ist die häufigste elektrische Angabe dieses Vergleichs und die einzige, die etwas über die Eignung für einen Feuchtraum sagt.

Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Fremdkörper, die zweite für den Schutz gegen Wasser.

Kennzeichnung erste Ziffer zweite Ziffer
IP44 Fremdkörper ab 1 mm Spritzwasser aus allen Richtungen
IP54 staubgeschützt Spritzwasser aus allen Richtungen
IP65 staubdicht Strahlwasser

IP44 bedeutet Spritzwasserschutz — Wasser, das aus beliebiger Richtung spritzt, darf keine schädliche Wirkung haben. Für einen Spiegelschrank über einem Waschbecken ist das die einschlägige Anforderung.

Wo genau welche Schutzart nötig ist, hängt vom Abstand zur Wanne oder Dusche ab; die elektrotechnischen Regeln teilen ein Bad dafür in Bereiche ein. Ein Spiegelschrank über einem Waschbecken liegt in aller Regel außerhalb der engsten Bereiche, aber die Spritzwasserfrage stellt sich trotzdem — beim Händewaschen ebenso wie beim Duschen im selben Raum.

Ein Angebot dieses Vergleichs nennt keine Schutzart, obwohl es eine Steckdose verbaut. Im ganzen Themenbereich fehlt sie bei acht von fünfzehn.

Bemerkenswert ist dabei die Verteilung. Die Angebote, die eine Schutzart nennen, sind überwiegend die ohne Steckdose. Und die mit Steckdose nennen sie überwiegend nicht. Das ist die umgekehrte Reihenfolge dessen, was man erwarten würde: Eine Steckdose führt Netzspannung an eine frei zugängliche Stelle im Feuchtraum und ist damit das Bauteil, bei dem die Frage nach dem Spritzwasserschutz am dringendsten ist.

Was die Anti-Beschlag-Funktion kostet. Mehrere Angebote dieses Themenbereichs werben mit einer Anti-Beschlag-Funktion. Sie ist ein zusätzlicher elektrischer Verbraucher und wird nie beziffert.

Technisch ist es eine Heizfolie hinter dem Spiegelglas. Sie erwärmt die Glasoberfläche über die Raumtemperatur, sodass sich die Luftfeuchtigkeit dort nicht als Kondenswasser niederschlägt, sondern an den kälteren Flächen daneben.

Damit ist sie ein Heizgerät, und Heizgeräte sind vergleichsweise große Verbraucher. Wie groß, sagt kein Angebot — weder eine Leistung noch eine Fläche noch eine Einschaltdauer.

Was sich sagen lässt, ist die Größenordnung des Zusammenhangs: Eine Fläche, die um wenige Grad über der Raumtemperatur gehalten wird, gibt diese Wärme fortlaufend an den Raum ab. Bei einer Spiegelfläche von einem halben Quadratmeter ist das eine Leistung, die in derselben Größenordnung liegen kann wie die gesamte Beleuchtung des Schranks. Das ist eine Abschätzung aus dem physikalischen Zusammenhang und keine Messung; belastbare Zahlen liefern die Angebote nicht.

Praktisch relevant ist die Einschaltdauer. Eine Funktion, die nur beim Duschen läuft, ist etwas anderes als eine, die dauerhaft mitheizt. Auch dazu sagt kein Angebot etwas.

Was die Korpustiefe im Bad ausmacht

Neben dem Licht ist die Tiefe die Zahl, die diesen Markt sortiert. Und sie steht bei vierzehn von fünfzehn Angeboten in der Datentabelle.

Ein Spiegelschrank ragt in den Raum vor dem Waschbecken. Wie weit, entscheidet darüber, ob man sich beim Vorbeugen den Kopf stößt und wie viel Platz zwischen Schrank und gegenüberliegender Wand bleibt.

Modell Korpustiefe
SONNI 80 × 60 12,5 cm
Talos Silver Magnus 13 cm
SONNI 65 cm 13 cm
EUGAD 13,5 cm
Schildmeyer 16 cm

Zwischen dem flachsten und dem tiefsten Schrank dieses Vergleichs liegen 3,5 Zentimeter, über den ganzen Themenbereich sind es 4,5: von 12,5 bis 17 Zentimetern. Das klingt nach wenig und ist in einem schmalen Bad der Unterschied zwischen bequem und beengt.

Zwei Spiegelschränke im Querschnitt von der Seite an derselben Wand, maßstäblich in der Tiefe. Die gestrichelte Linie zeigt, wie weit ein übliches Waschbecken darunter in den Raum reicht — der Schrank bleibt in beiden Fällen deutlich dahinter.

Die Skizze zeigt zugleich, warum die Tiefe selten das eigentliche Problem ist: Ein übliches Waschbecken ragt mit rund 50 Zentimetern deutlich weiter in den Raum als jeder Schrank dieses Themenbereichs. Wer vor dem Becken steht, steht ohnehin einen halben Meter von der Wand entfernt.

Kritisch wird die Tiefe an zwei anderen Stellen. Erstens beim Vorbeugen: Wer sich zum Waschen über das Becken beugt, kommt dem Schrank mit dem Kopf nahe. Zweitens neben dem Becken, wo der Schrank ohne Vorbau direkt über einem Durchgang oder einer Tür hängt.

Die Zahl selbst ist verlässlich — mit einer Einschränkung, die weiter unten im Themenbereich eine Rolle spielt: Bei drei von fünfzehn Angeboten stehen Tiefe, Breite und Höhe im Datenfeld in einer Reihenfolge, die physikalisch nicht sein kann.

Was ein Aufpreis hier bedeutet. Zum sechzehnten Mal in Folge gilt der Befund der Reihe: Der Preis sortiert die Datenqualität nicht sauber vor.

Das teuerste Gerät dieses Vergleichs nennt als einziges alle drei Lichtgrößen. Das zweitbezifferte gehört zur Mittelklasse. Zwei weitere Geräte der Mittelklasse nennen jeweils nur eine der drei.

Was der Preis tatsächlich kauft:

Aluminium statt Holzwerkstoff. Zwei der fünf Geräte haben Aluminiumkorpusse. Im Feuchtraum ist das der Unterschied zwischen einem Material, das Wasser aufnimmt, und einem, das es nicht tut — Holzwerkstoff quillt an einer beschädigten Kante auf.

Die vollständige Lichtangabe. Sie steht in diesem Vergleich beim teuersten Gerät.

Ersatzteile. LED-Module und Netzteile sind bei den etablierten Anbietern nachbestellbar. Bei fest verklebten LED-Streifen ist ein Ausfall das Ende des Schranks.

Was der Aufpreis nicht abdeckt, ist eine Energieeffizienzklasse, eine Angabe zur Anti-Beschlag-Leistung oder eine Aussage darüber, wie sich das Licht im Raum verteilt. Diese drei fehlen quer durch alle Preisklassen.

Was hier welches Wort meint

Lichtstrom — die gesamte von einer Leuchte abgegebene Lichtmenge, gemessen in Lumen. Die Zahl, die sagt, wie hell es wird.

Farbtemperatur: die Lichtfarbe, gemessen in Kelvin. Niedrig ist warm und gelblich, hoch ist kühl und bläulich. Sagt nichts über die Menge.

Lichtausbeute — Lichtstrom geteilt durch Leistung, in Lumen je Watt. Die Größe, über die die EU-Energieeffizienzklassen definiert sind.

Schutzart IP — zweistellige Kennzeichnung für den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser. IP44 steht für Spritzwasserschutz.

Anti-Beschlag-Funktion — Heizfolie hinter dem Spiegel, die Kondenswasser verhindert. In diesem Markt nie beziffert.

Nutzlichtstrom — der Anteil des Lichtstroms, der in den vorgesehenen Raumwinkel abgestrahlt wird. Die Größe, die die EU-Kennzeichnung für Lichtquellen verlangt.

Wie wir arbeiten und was offen bleibt

Wir haben nichts gemessen. Keinen Lichtstrom, keine Beleuchtungsstärke, keine Leistungsaufnahme, keine Schutzart geprüft. Die Angaben stammen aus Angebotstext und Datentabelle und sind am 29. August 2026 erfasst worden und am selben Tag auf Lieferbarkeit geprüft.

Die Lichtausbeute ist unsere eigene Rechnung aus zwei Angebotsangaben und keine Herstellerangabe. Wo eine der beiden Größen fehlt, bilden wir den Wert nicht.

Die Einordnung in die EU-Klassen ist eine Anwendung der Verordnung auf die errechneten Werte. Ob die Verordnung für einen Spiegelschrank mit fest verbauter LED in jedem Fall greift und welche Ausnahmen bestehen, haben wir nicht abschließend geprüft; wir nennen die Skala als Maßstab und nicht als Vorwurf.

Die Hochrechnung von 9 Watt auf 560 bis 640 Lumen ist eine Abschätzung mit den beiden Lichtausbeuten dieses Vergleichs als Spanne. Sie ist ausdrücklich keine Herstellerangabe.

Die Aussage zur Größenordnung der Anti-Beschlag-Leistung ist eine Abschätzung aus dem physikalischen Zusammenhang zwischen beheizter Fläche und Wärmeabgabe. Wir haben nichts gemessen.

Nicht beurteilt haben wir, ob eine genannte Schutzart zutrifft, ob eine bestimmte Lichtmenge für ein bestimmtes Bad ausreicht und wie sich das Licht im Raum verteilt. Wörtliche Zitate stehen in Anführungszeichen mit Quellenangabe.

Die Geräte mit Steckdose behandelt der Vergleich der Spiegelschränke mit Steckdose, die unbeleuchteten der Vergleich der Spiegelschränke ohne Beleuchtung. Was die Korpustiefe bedeutet, steht im Ratgeber zu den Maßen; was bei der Elektrik zu beachten ist, im Ratgeber zur Elektrik. Den Überblick über alle fünfzehn Angebote gibt die Kaufberatung Spiegelschränke.

Wer beziffert was

Erfasst ist, ob die Angabe im Angebot auftaucht. Über ihre Belastbarkeit sagt das Raster nichts.

ModellLichtstromFarbtemperaturLeistungSchutzartKorpustiefeAußenmaßedavon
Talos Silver MagnusLichtstrom: 2500 lmFarbtemperatur: 4200 KLeistung: 40 WSchutzart: IP44Korpustiefe: 13 cmAußenmaße: 13 × 80 × 70 cm6/6
Schildmeyer beleuchtetLichtstrom: 425 lmFarbtemperatur: 4000 KLeistung: 6 WSchutzart: keine AngabeKorpustiefe: 16 cmAußenmaße: 16 × 70 × 75 cm5/6
EUGADLichtstrom: keine AngabeFarbtemperatur: 4000 KLeistung: keine AngabeSchutzart: IP44Korpustiefe: 13,5 cmAußenmaße: 13,5 × 56 × 65 cm4/6
SONNI 65 cmLichtstrom: keine AngabeFarbtemperatur: keine AngabeLeistung: 9 WSchutzart: IP44Korpustiefe: 13 cmAußenmaße: 13 × 65 × 65 cm4/6
SONNI 80 × 60Lichtstrom: keine AngabeFarbtemperatur: 3000 bis 6400 KLeistung: keine AngabeSchutzart: IP44Korpustiefe: 12,5 cmAußenmaße: 12,5 × 80 × 60 cm4/6
beziffert von2/54/53/54/55/55/5

Gefüllter Punkt: Der Anbieter beziffert den Wert. Leerer Ring: Fehlanzeige. Der Zustand steht zusätzlich in jeder Zelle als Text für Screenreader.

Wie weit der Korpus in den Raum ragt

Tiefe laut Datenfeld. Sie entscheidet, wie viel Platz vor dem Waschbecken bleibt.

Talos Silver Magnus: 13 cmTalos Silver Magnus13 cmSchildmeyer beleuchtet: 16 cmSchildmeyer beleuchtet16 cmEUGAD: 13,5 cmEUGAD13,5 cmSONNI 65 cm: 13 cmSONNI 65 cm13 cmSONNI 80 × 60: 12,5 cmSONNI 80 × 6012,5 cm

Häufige Fragen

Wie viele Lumen braucht ein Spiegelschrank im Bad?
Das hängt an Raumgröße, Wandfarbe und daran, ob weiteres Licht vorhanden ist. Die beiden bezifferten Geräte dieses Vergleichs liefern 425 und 2500 Lumen — eine Spanne, die zeigt, wie unterschiedlich die Vorstellungen in diesem Markt sind.
Was bedeutet die Farbtemperatur in Kelvin?
Sie beschreibt die Lichtfarbe: niedrige Werte um 3000 Kelvin wirken warm und gelblich, hohe um 6000 Kelvin kühl und bläulich. Über die Menge des Lichts sagt sie nichts.
Welche Schutzart braucht ein Spiegelschrank?
Das hängt davon ab, in welchem Bereich des Bads er hängt. Vier der fünf Angebote dieses Vergleichs nennen IP44, eines nennt gar keine Schutzart, und im ganzen Themenbereich fehlt sie bei acht von fünfzehn.
Was ist die Lichtausbeute?
Der Lichtstrom geteilt durch die Leistung, also Lumen je Watt. Sie sagt, wie effizient eine Leuchte arbeitet. In diesem Vergleich lässt sie sich für zwei Geräte bilden: 70,8 und 62,5 Lumen je Watt.
Warum steht in den Angeboten keine Energieeffizienzklasse?
Wir wissen es nicht. Für Lichtquellen gilt die EU-Energieverbrauchskennzeichnung nach der Verordnung 2019/2015, auch wenn sie in einem anderen Produkt verbaut sind. Keines der fünfzehn Angebote dieses Themenbereichs nennt eine Klasse.
Ist warmes oder kaltes Licht im Bad besser?
Für die Farbbeurteilung beim Schminken oder Rasieren ist neutralweißes Licht um 4000 Kelvin üblich, für eine wohnliche Wirkung wärmeres. Drei Angebote dieses Vergleichs lassen die Wahl zwischen mehreren Stufen.
Was ist eine Anti-Beschlag-Funktion?
Eine Heizfolie hinter dem Spiegel, die die Glasoberfläche über die Raumtemperatur erwärmt, damit sich kein Kondenswasser niederschlägt. Sie ist ein zusätzlicher elektrischer Verbraucher und wird in diesem Themenbereich nie beziffert.

Wer diesen Artikel verantwortet

Lena Moritz, Fachredaktion Wohnen und Einrichten

Lena Moritz

Fachredaktion Wohnen und Einrichten

Schreibt über Bad, Beleuchtung und Aufbewahrung.

Redaktion mit Schwerpunkt Wohn- und Haushaltsprodukte

Wie wir bewerten

Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:

Eignung für den Zweck
Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Artikel geht — Tragkraft, Beckengröße, Raumtiefe, Wurfgewicht. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
Belegte Spezifikationen
Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen.
Aufwand für Aufbau und Pflege
Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Reinigung, Wartungsintervalle.
Transparenz des Anbieters
Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit denen der Händlerdatenblätter übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.

Vollständige Methodik, inklusive dem, was wir nicht tun

Aktualisierung und Quellen
Veröffentlicht
29.08.2026
Aktualisiert
29.08.2026
Geprüft
29.08.2026
Quellen
6

Änderungsverlauf

  • 29.08.2026: Erste Fassung. Die Lichtausbeute ist eine eigene Rechnung aus zwei Angebotsangaben und im Text als solche gekennzeichnet.

Belege

  1. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot Talos Silver Magnus — 2500 Lumen, 4200 Kelvin, 40 Watt, IP44

    Das vollständigste Datenblatt des Themenbereichs: Lichtstrom, Farbtemperatur, Leistung und Schutzart in einem Angebot. Artikelabmessungen laut Datenfeld 13 × 80 × 70 cm, Rahmen aus Aluminium. Daraus errechnen sich 62,5 Lumen je Watt.

  2. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot Schildmeyer Spiegelschrank — 425 Lumen, 4000 Kelvin, 6 Watt

    Das zweite von zwei Angeboten des Themenbereichs mit einem Lichtstrom. 425 Lumen bei 6 Watt ergeben 70,8 Lumen je Watt. Artikelabmessungen 16 × 70 × 75 cm, melaminharzbeschichtete Spanplatte, mit Steckdose. Eine Schutzart nennt das Angebot nicht.

  3. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot EUGAD — 4000 Kelvin und IP44 ohne Lichtstrom

    Nennt eine Farbtemperatur von 4000 Kelvin, eine Betriebsspannung von 220 bis 240 Volt und die Schutzart IP44. Artikelabmessungen laut Datenfeld 13,5 × 56 × 65 cm. Ein Lichtstrom fehlt.

  4. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot SONNI 65 cm — 9 Watt ohne Lichtstrom

    Nennt eine eingebaute Leistung von 9 Watt, die Schutzart IP44 und eine Steckdose. Artikelabmessungen 13 × 65 × 65 cm, Aluminium. Ohne Lichtstrom lässt sich aus der Wattzahl keine Lichtmenge ableiten.

  5. Institution oder Normbaua.de
    ASR A3.4 Beleuchtung und Sichtverbindung — Technische Regel für Arbeitsstätten

    Herausgegeben von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Ausgabe Mai 2023 (GMBl 2023, S. 679); sie ersetzt die Ausgabe April 2011. Konkretisiert die Anforderungen an die Beleuchtung von Arbeitsstätten einschließlich der Sanitärräume. Wir haben die Veröffentlichungsseite eingesehen, nicht den vollständigen Regeltext.

  6. Institution oder Normeur-lex.europa.eu
    Verordnung (EU) 2019/2015 — Energieverbrauchskennzeichnung von Lichtquellen

    Delegierte Verordnung zur Energieverbrauchskennzeichnung von Lichtquellen. Sie legt die Skala A bis G fest; die Klassengrenzen beginnen bei 210 Lumen je Watt für A und enden unterhalb von 85 Lumen je Watt bei G. Sie gilt auch für Lichtquellen, die in einem umgebenden Produkt in Verkehr gebracht werden.

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