Aquarien·14 Min Lesezeit·5 Modelle im Vergleich

Nano-Aquarium im Vergleich — 30 bis 36 Liter auf dem Papier

Fünf Nano-Sets werben mit einer Literzahl. Was davon Wasser ist, sagt keiner. Und die Zahl bedeutet nicht bei allen dasselbe.

Daniel Weber, Fachredaktion AquarientechnikVon Daniel WeberFachredaktion Aquarientechnik
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Kurz gesagt

Ein Nano-Aquarium wird über eine einzige Zahl verkauft: die Literangabe. Was diese Zahl bedeutet, ist im Markt nicht einheitlich. Bei einem Modell dieses Vergleichs entspricht sie ziemlich genau Länge mal Breite mal Höhe des leeren Beckens, bei einem anderen liegt sie zwölf Prozent darunter. Keiner der fünf Anbieter sagt, welche der beiden Lesarten gilt, und keiner nennt das Wasservolumen im Betrieb. Rechnet man es aus — zwei Zentimeter unter der Oberkante, fünf Zentimeter Bodengrund —, bleiben von einem 36-Liter-Becken rund 35 Liter Wasser, von einem geometrisch gleich großen Kasten mit 40 Litern dagegen nur 30. Das Gesamtgewicht des befüllten Beckens nennt kein Anbieter; es liegt in dieser Klasse zwischen etwa 40 und 60 Kilogramm.

ModellVolumen laut AnbieterAußenmaßeKastenvolumen gerechnetWasser gerechnetLeergewichtGlasstärkeBeleuchtungAnsehen (Partnerlink)
PawHut Aquarium Komplettset 36 L
PawHut 36

PawHut

Vollständigste Angaben im Vergleich

36 l30 x 30 x 45,5 cm40,9 l34,7 l9,6 kg4,5 mm5 W
Dennerle Nano Cube Complete 30 Liter
Dennerle 30

Dennerle

Als einziges Set mit Bodengrund im Lieferumfang

30 lkeine Angabenicht berechenbarnicht berechenbar15,5 kgkeine Angabekeine Angabe
Fluval Flex 2.0 Nano-Aquarium 34 L
Fluval Flex 34

Fluval

Stärkste Beleuchtung im Vergleich

34 l35 x 33 x 33 cm38,1 l30,0 l5,0 kgkeine Angabe26 W
30 lkeine Angabenicht berechenbarnicht berechenbar6,9 kg5 mm5 W
320 l laut Datenblatt20 x 20 x 25 cm10,0 l7,2 lkeine Angabekeine Angabe50 W
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1Vollständigste Angaben im VergleichMittelklasse

PawHut

PawHut Aquarium Komplettset 36 L

Vollständigste Angaben im Vergleich: Als einziges Modell nennt es Volumen, Außenmaße, Leergewicht, Glasstärke und Beleuchtungsleistung gemeinsam. Erst mit diesen fünf Werten lässt sich ausrechnen, wie viel Wasser hineingeht und was das Becken befüllt wiegt: bei den übrigen vier fehlt dafür mindestens eine Größe.

Das einzige Becken im Vergleich, bei dem sich die Literangabe gegen die Maße prüfen lässt und dabei nicht auf das Kastenvolumen hinausläuft: 30 mal 30 mal 45,5 Zentimeter ergeben 40,9 Liter, beworben werden 36. Die Differenz von rund zwölf Prozent entspricht ungefähr dem, was Freibord und Bodengrund ohnehin wegnehmen — die Angabe liegt damit näher an der Wirklichkeit als bei den Modellen, die den vollen Kasten ausweisen. Ob das Absicht ist, sagt der Anbieter nicht. Die hohe, schmale Form bringt allerdings die höchste Flächenlast des Vergleichs mit sich.

Volumen laut Anbieter
36 l
Außenmaße
30 x 30 x 45,5 cm
Kastenvolumen gerechnet
40,9 l
Wasser gerechnet
34,7 l
Leergewicht
9,6 kg
Glasstärke
4,5 mm
Beleuchtung
5 W

Dafür spricht

  • Einziges Modell mit Maßen, Gewicht, Glasstärke und Watt zugleich
  • Literangabe nahe am nutzbaren Volumen
  • Glasstärke mit 4,5 mm beziffert
  • Beleuchtung mit 5 W beziffert

Dagegen spricht

  • Höchste Flächenlast im Vergleich
  • Kein Heizer im Lieferumfang
  • Nutzbares Wasservolumen nicht genannt
  • Gesamtgewicht befüllt nicht genannt
Passt für:
Wer vor dem Kauf ausrechnen will, was auf dem Möbel steht.
Passt nicht für:
Schmale Regalböden — 52 Kilogramm auf 0,09 Quadratmetern sind viel.
2Als einziges Set mit Bodengrund im LieferumfangPremium

Dennerle

Dennerle Nano Cube Complete 30 Liter

Als einziges Set mit Bodengrund im Lieferumfang: Nährboden und Kies liegen bei — und damit genau der Posten, der in jeder Volumenrechnung fehlt und den man sonst getrennt kauft. Fünf Zentimeter Bodengrund nehmen in einem Becken dieser Größe rund viereinhalb Liter Wasservolumen weg und bringen etwa sieben Kilogramm auf die Stellfläche.

Das am besten ausgestattete Set im Vergleich und zugleich dasjenige mit den wenigsten Zahlen. Floatglas mit abgerundeten Ecken, eine LED-Leuchte in Aluminiumgehäuse, ein Innenfilter und Bodengrund gehören dazu; Außenmaße, Glasstärke und Leistungsaufnahme der Beleuchtung nicht. Das Leergewicht von 15,5 Kilogramm ist das höchste des Vergleichs und passt zu einem Becken aus dickerem Glas, nur lässt sich das nicht nachprüfen, weil die Stärke fehlt.

Volumen laut Anbieter
30 l
Außenmaße
keine Angabe
Kastenvolumen gerechnet
nicht berechenbar
Wasser gerechnet
nicht berechenbar
Leergewicht
15,5 kg
Glasstärke
keine Angabe
Beleuchtung
keine Angabe

Dafür spricht

  • Nährboden und Kies im Lieferumfang
  • Floatglas mit abgerundeten Ecken
  • Höchstes Leergewicht, spricht für dickeres Glas
  • Filter für Garnelen ausgelegt

Dagegen spricht

  • Keine Außenmaße im Angebot
  • Glasstärke fehlt
  • Beleuchtungsleistung nicht ausgewiesen
  • Berechnung des Wasservolumens nicht möglich
Passt für:
Die richtige Wahl, sofern man ein vollständiges Set will und nicht nachrechnen möchte.
Passt nicht für:
Käufer, die die Stellfläche vorher ausmessen wollen.
3Stärkste Beleuchtung im VergleichMittelklasse

Fluval

Fluval Flex 2.0 Nano-Aquarium 34 L

Stärkste Beleuchtung im Vergleich: 26 Watt sind das Fünffache des zweitstärksten Modells und in dieser Klasse ungewöhnlich viel. Für die Auslegung heißt das zweierlei: mehr Licht für bepflanzte Becken. Und der größte Stromposten des Vergleichs, sobald die Leuchte täglich acht Stunden läuft.

Das Becken mit der gebogenen Frontscheibe, und damit das einzige, bei dem die Kastenrechnung nur eine Obergrenze liefert: 35 mal 33 mal 33 Zentimeter ergeben 38,1 Liter, die Wölbung nimmt davon etwas weg. Der Anbieter nennt 34 Liter, was dazwischen liegt und plausibel ist. Mit fünf Kilogramm ist es das leichteste Becken des Vergleichs — was bei gleicher Größe auf dünneres Glas hindeutet, ohne dass eine Stärke genannt würde.

Volumen laut Anbieter
34 l
Außenmaße
35 x 33 x 33 cm
Kastenvolumen gerechnet
38,1 l
Wasser gerechnet
30,0 l
Leergewicht
5,0 kg
Glasstärke
keine Angabe
Beleuchtung
26 W

Dafür spricht

  • Außenmaße genannt
  • Stärkste Beleuchtung im Vergleich
  • Geringstes Leergewicht, leicht zu versetzen
  • Gebogene Frontscheibe ohne Kante

Dagegen spricht

  • Keine Glasstärke genannt
  • Höchste Leistungsaufnahme im Vergleich
  • Kastenrechnung wegen der Wölbung nur als Obergrenze brauchbar
  • Heizer muss dazugekauft werden
Passt für:
Bepflanzte Nano-Becken, die Licht brauchen.
Passt nicht für:
Ungeeignet, wenn man den Stromverbrauch niedrig halten will.
4Mittelklasse

Tetra

Tetra Explorer Line 30 L

Das klassische Einsteigerset mit gebogener Frontscheibe, und eines von zwei Modellen im Vergleich, die eine Glasstärke nennen. Fünf Millimeter bei 30 Litern sind großzügig: zum Vergleich: Das größte Becken dieses Themenbereichs mit 112 Litern arbeitet nach Anbieterangabe mit derselben Stärke. Was fehlt, sind die Außenmaße, und damit lässt sich weder das Wasservolumen noch das Gesamtgewicht bestimmen.

Volumen laut Anbieter
30 l
Außenmaße
keine Angabe
Kastenvolumen gerechnet
nicht berechenbar
Wasser gerechnet
nicht berechenbar
Leergewicht
6,9 kg
Glasstärke
5 mm
Beleuchtung
5 W

Dafür spricht

  • Glasstärke mit 5 mm beziffert
  • Sparsamste Beleuchtung im Vergleich
  • Gebogene Frontscheibe
  • Verbreitete Baureihe mit Zubehörversorgung

Dagegen spricht

  • Keine Außenmaße im Angebot
  • Wasservolumen nicht berechenbar
  • Heizer nicht dabei
  • Ohne Bodengrund
Passt für:
Einsteiger, die wenig Strom verbrauchen wollen.
Passt nicht für:
Wer die Stellfläche vorher berechnen muss.
5Einsteigerklasse

Aquael

Aquael Set SMART D&N 30

Das Becken, an dem sich die Datenqualität dieses Marktes am deutlichsten zeigt. Die technischen Daten führen ein Tankvolumen von 320 Litern; die Maßangabe im selben Angebot lautet 20 mal 20 mal 25 Zentimeter, also zehn Liter. Die 30 im Produktnamen bezeichnet in dieser Baureihe die Kantenlänge in Zentimetern, nicht das Volumen — eine Konvention, die im Fachhandel geläufig ist und im Angebotstext nirgends erklärt wird. Wer nach Litern sucht und die 320 liest, kauft ein Becken mit einem Dreißigstel davon.

Volumen laut Anbieter
320 l laut Datenblatt
Außenmaße
20 x 20 x 25 cm
Kastenvolumen gerechnet
10,0 l
Wasser gerechnet
7,2 l
Leergewicht
keine Angabe
Glasstärke
keine Angabe
Beleuchtung
50 W

Dafür spricht

  • Außenmaße genannt
  • Tag- und Nachtbeleuchtung
  • Günstigste Klasse
  • Als Garnelenset ausgelegt

Dagegen spricht

  • Volumenangabe um mehr als den Faktor dreißig falsch
  • Modellnummer im Namen wird als Literzahl missverstanden
  • Kein Leergewicht genannt
  • Glasstärke nicht genannt
Passt für:
Garnelenbecken, wenn man weiß, worauf sich die Zahlen beziehen.
Passt nicht für:
Käufer, die sich auf die Volumenangabe verlassen.

Eine Zahl, zwei Bedeutungen

Ein Nano-Aquarium wird über eine einzige Größe verkauft. Sie steht im Produktnamen, im Titel und in den technischen Daten: die Literzahl.

Bei einem Behälter wäre das eine vollständige Beschreibung. Bei einem Aquarium ist es keine, und zwar aus zwei Gründen gleichzeitig.

Der erste Grund: Die Zahl bedeutet nicht überall dasselbe. In diesem Vergleich gibt es zwei Modelle, bei denen sich die Literangabe gegen die Maße prüfen lässt, und sie verhalten sich unterschiedlich.

Modell genannte Maße Kastenvolumen beworben Verhältnis
Aquael SMART D&N 30 20 × 20 × 25 cm 10,0 l 320 l laut Datenblatt
Fluval Flex 2.0 34 35 × 33 × 33 cm 38,1 l 34 l 89 %
PawHut 36 L 30 × 30 × 45,5 cm 40,9 l 36 l 88 %

Zum Vergleich derselbe Test an einem größeren Becken desselben Themenbereichs: Ein Set mit 60 mal 30 mal 30 Zentimetern wird als 54-Liter-Becken verkauft. Und 60 mal 30 mal 30 ergibt exakt 54,0 Liter. Dort ist die Literzahl das Volumen des leeren Kastens bis zur Oberkante.

Zwei Lesarten also, unkommentiert nebeneinander. Bei einem Becken dieser Größe liegt zwischen ihnen ein Unterschied von rund fünf Litern, also einem Achtel.

Der zweite Grund: Keine der beiden Lesarten beschreibt das Wasser. Ein befülltes Aquarium hat immer weniger Wasser darin als der Kasten fasst, und der Abzug hat zwei Posten, die beide feststehen.

Was von der Literzahl übrig bleibt

Zwei Zentimeter fehlen oben, fünf fehlen unten, und beide sind keine Frage des Geschmacks.

Oben: das Freibord. Zwischen Wasseroberfläche und Beckenrand bleibt ein Abstand. Er ist nötig, weil das Wasser bei laufendem Filter Bewegung hat, weil bei Wasserwechseln nachgefüllt wird und weil ein bis zur Kante gefülltes Becken beim Hineingreifen überläuft. Zwei Zentimeter sind das Minimum; in der Praxis sind es eher drei.

Unten: der Bodengrund. Kies oder Sand nehmen Volumen weg, und zwar nicht nur ihr eigenes: Der Zwischenraum zwischen den Körnern füllt sich zwar mit Wasser, aber das Material selbst verdrängt es. Für die Rechnung ist die einfachste Annahme, die Schicht ganz abzuziehen, und das liegt auf der sicheren Seite. Fünf Zentimeter sind ein üblicher Wert.

Zusammen fehlen sieben Zentimeter der Bauhöhe. Was das bedeutet, hängt von der Grundfläche ab:

Grundfläche 7 cm entsprechen
20 × 20 cm 2,8 l
30 × 30 cm 6,3 l
35 × 33 cm 8,1 l

Bei einem Nano-Becken ist das viel, weil der Ausgangswert klein ist. Sieben Zentimeter von einem Becken mit 45 Zentimetern Bauhöhe sind fünfzehn Prozent, und die fehlen von einer Zahl, die ohnehin schon unklar definiert ist.

Für die drei Becken dieses Vergleichs, bei denen Maße vorliegen, ergibt sich:

Modell Maße Wasser bei 2 cm Freibord mit 5 cm Bodengrund
PawHut 36 L 30 × 30 × 45,5 cm 39,2 l 34,7 l
Fluval Flex 34 35 × 33 × 33 cm 35,8 l 30,0 l
Aquael SMART 30 20 × 20 × 25 cm 9,2 l 7,2 l

Bei zwei der fünf Modelle lässt sich diese Rechnung gar nicht anstellen, weil die Außenmaße im Angebot fehlen. Das ist der eigentliche Befund dieses Vergleichs: Die Zahl, mit der geworben wird, ist mehrdeutig, und bei einem Drittel der Angebote fehlt die Information, mit der man sie auflösen könnte.

Warum die Rechnung bei kleinen Becken mehr wiegt

Bei einem Aquarium mit 200 Litern ist ein Fehler von fünf Litern eine Nachkommastelle. Bei einem mit 30 ist er ein Sechstel.

Das ist der Grund, warum die Unschärfe der Literangabe ausgerechnet in dieser Klasse zählt, in der am wenigsten nachgerechnet wird. Drei Effekte verstärken sich dabei gegenseitig.

Das Freibord ist relativ groß. Zwei bis drei Zentimeter Abstand zur Oberkante braucht jedes Becken, unabhängig von der Größe. Bei einer Bauhöhe von 25 Zentimetern sind das zehn Prozent, bei 45 Zentimetern noch sieben, bei einem großen Becken mit 50 Zentimetern Höhe fünf.

Der Bodengrund ist relativ hoch. Fünf Zentimeter braucht eine bepflanzte Schicht unabhängig von der Beckengröße. Bei einem Nano-Würfel von 30 Zentimetern Höhe ist das ein Sechstel der Bauhöhe.

Die Technik nimmt Raum weg. Ein Innenfilter verdrängt in einem 30-Liter-Becken spürbar Wasser, in einem 200-Liter-Becken nicht. Wie viel, sagt kein Anbieter dieses Vergleichs — die Filtermaße stehen in keinem der fünf Angebote.

Zusammengenommen heißt das: Von einem als 36 Liter beworbenen Becken bleiben in der Praxis um die 33 bis 35 Liter, von einem als 34 Liter beworbenen rund 29 bis 30. Der Unterschied zwischen den beiden ist damit größer, als die beworbenen Zahlen vermuten lassen — und er geht in die Richtung, die man aus den Zahlen nicht ablesen würde.

Für die Kaufentscheidung folgt daraus eine einfache Regel, die den ganzen Vergleich zusammenfasst: Vergleichen Sie Maße, nicht Liter. Länge mal Breite mal Höhe ist eine definierte Größe, die Literangabe dieses Marktes ist es nicht. Welche Becken es oberhalb dieser Klasse gibt, zeigt der Vergleich der Komplettsets; wer die Technik selbst zusammenstellt, findet die reinen Becken im Vergleich der Glasbecken.

Wie viel ein Nano-Becken wiegt

Die zweite Zahl, die kein Anbieter nennt, folgt aus derselben Rechnung: das Gewicht des befüllten Beckens.

Sie setzt sich aus drei Posten zusammen.

Das Wasser. Ein Liter wiegt ein Kilogramm. Das ist der größte Posten und der einzige, den man ohne Nachdenken addiert.

Der Bodengrund. Aquarienkies wiegt schüttgutartig rund anderthalb Kilogramm je Liter. Fünf Zentimeter auf 30 mal 30 Zentimetern sind viereinhalb Liter und damit rund sieben Kilogramm.

Das Becken selbst. Vier von fünf Anbietern nennen ein Leergewicht, und die Spanne ist beachtlich: von 5,0 bis 15,5 Kilogramm bei Becken, die sich um sechs Liter unterscheiden.

Zusammengerechnet für die Modelle mit vollständigen Angaben:

Modell Wasser Bodengrund Becken gesamt Stellfläche Flächenlast
PawHut 36 L 34,7 kg 6,8 kg 9,6 kg 51 kg 0,09 m² 568 kg/m²
Fluval Flex 34 30,0 kg 8,7 kg 5,0 kg 44 kg 0,12 m² 378 kg/m²
Aquael SMART 30 7,2 kg 3,0 kg über 10 kg 0,04 m² über 250 kg/m²

Die letzte Spalte ist die, um die es geht. Der nationale Anhang zum Eurocode 1 ordnet Wohn- und Aufenthaltsräumen charakteristische Nutzlasten von 1,5 bis 2,0 Kilonewton je Quadratmeter zu: das sind rund 150 bis 200 Kilogramm je Quadratmeter.

Ein Nano-Aquarium liegt darüber, und zwar deutlich. Das klingt beunruhigender, als es ist, und der Grund gehört dazu: Die Nutzlast einer Norm ist ein Rechenwert für eine gleichmäßig verteilte Last über einen ganzen Raum, keine Obergrenze für einen Quadratmeter. Eine Decke verteilt eine örtliche Last in die Fläche, und ein Nano-Becken mit fünfzig Kilogramm ist weniger als ein Bücherregal auf derselben Stellfläche.

Interessant ist die Zahl trotzdem, und zwar aus einem anderen Grund: Je kleiner das Becken, desto höher die Flächenlast. Ein Nano-Würfel konzentriert sein Gewicht auf eine sehr kleine Fläche. Nicht die Decke ist damit die kritische Stelle, sondern das Möbel, auf dem er steht. Und dazu sagt kein Angebot etwas. Was das für größere Becken bedeutet, steht im Ratgeber zu Standort und Gewicht.

Was ein Nano-Becken vom großen unterscheidet

Der Begriff „Nano“ hat in diesem Markt keine Definition. In der Praxis wird er für alles bis etwa 60 Liter verwendet, und die fünf Becken dieses Vergleichs liegen zwischen zehn und vierzig Litern geometrischem Volumen.

Technisch unterscheiden sich diese Becken von größeren in vier Punkten, und alle vier folgen aus derselben Ursache: dem Verhältnis von Oberfläche zu Volumen.

Sie erwärmen und kühlen schneller. Ein Würfel mit 30 Zentimetern Kantenlänge hat je Liter Wasser rund dreimal so viel Außenfläche wie ein Becken mit 100 Zentimetern Kantenlänge. Wärme geht dort schneller verloren und schneller hinein — im Winter an der Außenwand, im Sommer in der Sonne.

Sie verdunsten anteilig mehr. Die Wasseroberfläche steht im selben ungünstigen Verhältnis zum Volumen. Ein Prozent Verlust am Tag ist bei 300 Litern eine Nachfüllmenge, bei 30 Litern eine Aufgabe.

Sie reagieren schneller auf jede Zugabe. Das gilt für Futter ebenso wie für Wasseraufbereiter, und es ist der Grund, warum Nano-Becken als anspruchsvoll gelten. Technisch formuliert: Die Pufferkapazität eines Systems wächst mit seinem Volumen.

Und sie konzentrieren ihr Gewicht. Das ist der Punkt, der in Ratgebern fehlt und den die Rechnung weiter oben zeigt: Die Flächenlast eines Nano-Würfels ist höher als die eines Beckens mit dem vierfachen Volumen, weil er sein Gewicht auf ein Neuntel der Fläche stellt.

Was das für den Kauf heißt, lässt sich in einem Satz sagen: Ein Nano-Becken ist technisch nicht die einfachere, sondern die empfindlichere Variante. Es ist billiger, leichter zu tragen und schneller eingerichtet. Und es verzeiht in jedem der vier genannten Punkte weniger als ein größeres.

Wer die Wahl hat und den Platz, ist mit einem Becken ab 54 Litern technisch besser bedient. Wer den Platz nicht hat, sollte wenigstens wissen, worauf er sich einlässt, und das steht in keinem der fünf Angebote.

Was in diesen Sets steckt

Alle fünf Modelle werden als Komplettsets verkauft. Was das im Einzelfall heißt, unterscheidet sich.

Bestandteil in wie vielen Sets
Becken mit Abdeckung 5 von 5
Beleuchtung 5 von 5
Filter 5 von 5
Bodengrund 2 von 5
Heizer 0 von 5
Wassertest 0 von 5

Der Heizer fehlt in allen fünf, und das ist kein Versäumnis, sondern eine Frage des Standorts: Ein Nano-Becken in einem beheizten Wohnraum liegt im Winter bei rund zwanzig Grad, und ob das genügt, hängt vom Besatz ab. Zu dieser Frage äußert sich diese Redaktion nicht — sie ist biologisch, nicht technisch.

Technisch lässt sich dagegen sagen, was ein Heizer im Nachhinein bedeutet: Er nimmt Platz im Becken, er braucht eine zweite Steckdose, und bei einem Becken mit 30 Litern liegt die übliche Auslegung bei 25 bis 50 Watt. Das ist mehr als die Beleuchtung aller fünf Modelle zusammen, allerdings taktend, also nicht dauerhaft.

Der Bodengrund fehlt in drei von fünf, und das ist der Posten, der die Volumenrechnung verschiebt. Wer ihn getrennt kauft, kauft nach Litern oder nach Kilogramm, und braucht dafür die Grundfläche des Beckens, die zwei von fünf Anbietern nicht nennen.

Ein letzter Punkt zur Ausstattung betrifft die Abdeckung. Alle fünf Sets haben eine, und sie erfüllt drei Aufgaben gleichzeitig: Sie trägt die Beleuchtung, sie bremst die Verdunstung, und sie hält die Tiere im Becken. Die dritte ist bei Nano-Becken die wichtigste, weil der Abstand zwischen Wasseroberfläche und Oberkante klein ist. Wie dicht eine Abdeckung schließt und ob sie Aussparungen für Kabel hat, sagt kein Angebot dieses Vergleichs.

Die Beleuchtung und ihre Leistung

Vier von fünf Anbietern nennen eine Leistungsaufnahme, und die Spanne ist ungewöhnlich groß.

Modell Beleuchtung
Fluval Flex 34 26 W
Aquael SMART 30 50 W (Set gesamt)
Tetra Explorer 30 5 W
PawHut 36 L 5 W
Dennerle Nano Cube 30 keine Angabe

Zwischen 5 und 26 Watt liegt der Faktor fünf, bei Becken derselben Größenordnung. Für den Stromverbrauch heißt das bei acht Stunden täglich:

Leistung am Tag im Jahr
5 W 0,04 kWh rund 15 kWh
26 W 0,21 kWh rund 76 kWh

Was die höhere Leistung im Becken leistet, lässt sich aus der Wattzahl allein nicht ableiten — Lichtausbeute und Spektrum entscheiden darüber, und beides nennt keiner der fünf Anbieter. Die Wattzahl ist damit eine Verbrauchsangabe und keine Leistungsangabe im aquaristischen Sinn.

Für die Auslegung bleibt trotzdem eine brauchbare Regel: Wer ein bepflanztes Becken plant, braucht mehr Licht als wer ein Garnelenbecken plant — und die 5-Watt-Modelle dieses Vergleichs sind für Ersteres knapp. Was der Betrieb insgesamt kostet, rechnet der Ratgeber zum Stromverbrauch durch.

Glasstärke: zwei von fünf

Die Wandstärke eines Aquariums entscheidet darüber, welchen Wasserdruck es aushält, und der Druck steigt mit der Füllhöhe, nicht mit dem Volumen.

Zwei von fünf Anbietern nennen eine Zahl: 4,5 und 5 Millimeter.

Zum Einordnen: Der Wasserdruck am Boden eines Beckens hängt allein von der Wassertiefe ab. Bei 40 Zentimetern Wassersäule sind das rund 0,04 Bar, bei 25 Zentimetern rund 0,025. Ein hohes, schmales Nano-Becken belastet seine Scheiben also stärker als ein flaches mit demselben Volumen. Und ausgerechnet das höchste Becken dieses Vergleichs ist auch dasjenige mit der geringeren der beiden genannten Stärken.

Was fehlt, ist jede Möglichkeit zur Prüfung. Für Aquarienglas existiert keine Produktnorm, auf die sich ein Anbieter dieses Vergleichs berufen würde, kein Prüfzeichen und keine Angabe zur Klebenaht. Und die Klebenaht ist die Stelle, an der ein Becken tatsächlich versagt, nicht die Scheibe.

Drei von fünf Anbietern schreiben stattdessen „stabiles Einsteigerbecken“, „hochwertiges Glas“ oder „Hartglas“. Das sind Beschreibungen ohne Bezugsgröße.

Die amtliche Größe ist eine andere

Es gibt in Deutschland eine Orientierung für die Größe von Aquarien, und sie arbeitet nicht mit Litern.

Das Gutachten über die tierschutzgerechte Haltung von Zierfischen im Süßwasser, herausgegeben von einer Sachverständigengruppe beim zuständigen Bundesministerium, führt für die Beckengröße Kantenlängen und nennt dazu die handelsüblichen Stufen von 60, 80, 100, 120 und 150 Zentimetern. Zur Verbindlichkeit heißt es dort, die Angaben zur Kantenlänge seien Richtwerte, die nicht wesentlich unterschritten werden dürfen.

Kein Modell dieses Vergleichs erreicht 60 Zentimeter Kantenlänge. Das größte misst 35 Zentimeter.

Daraus folgt keine Bewertung der Produkte, und schon gar keine Aussage darüber, welche Tiere in welchem Becken leben können. Das ist eine biologische Frage, für die diese Redaktion keine Fachkunde hat. Was daraus folgt, ist eine Beobachtung zur Vergleichbarkeit: Die amtliche Orientierungsgröße und die Marktgröße sind zwei verschiedene Zahlen in zwei verschiedenen Einheiten, und keine Produktseite stellt eine Beziehung zwischen ihnen her.

Wer die Umrechnung selbst machen will, braucht die Außenmaße, und die stehen in zwei von fünf Angeboten dieses Vergleichs nicht. Wie sich Kantenlänge, Liter und nutzbares Volumen zueinander verhalten, rechnet der Ratgeber zur Aquariengröße durch.

Was ein Nano-Becken im Betrieb verlangt

Die Produktseiten enden beim Aufstellen. Drei Punkte danach entscheiden darüber, ob das Becken nach einem Jahr noch steht.

Die Verdunstung. Ein offenes oder halb offenes Becken verliert je nach Raumluft und Beleuchtung einen bis zwei Prozent seines Volumens pro Tag. Bei 30 Litern sind das bis zu 0,6 Liter täglich, also gut vier Liter in der Woche — ein Siebtel des Beckens. Nachfüllen ist damit kein gelegentlicher Vorgang, sondern eine wöchentliche Aufgabe, und je kleiner das Becken, desto stärker fällt sie ins Gewicht. Alle fünf Modelle dieses Vergleichs haben eine Abdeckung, was den Verlust deutlich senkt.

Der Wasserwechsel. Er wird in Prozent des Volumens gerechnet, und die Menge ist bei einem Nano-Becken angenehm klein: Zwanzig Prozent von 30 Litern sind sechs Liter, also ein Eimer. Das ist der praktische Vorteil dieser Klasse — der Unterhalt lässt sich ohne Schlauch und ohne Pumpe erledigen.

Die Temperaturstabilität. Sie ist der Nachteil derselben Klasse. Dreißig Liter Wasser haben wenig Wärmekapazität; ein geöffnetes Fenster im Winter oder ein Sonnenstrahl im Sommer verschiebt die Temperatur eines Nano-Beckens in Stunden, ein 200-Liter-Becken in Tagen. Für die technische Auslegung heißt das: Ein Heizer in dieser Klasse muss nicht stark sein, aber er muss genau regeln, und die Regelgenauigkeit nennt kein Anbieter, weil in keinem der fünf Sets ein Heizer enthalten ist.

Dazu kommt ein Punkt, der die Stellfläche betrifft und aus der Gewichtsrechnung folgt. Ein Nano-Becken steht selten auf einem Aquarienunterschrank, sondern auf einer Kommode, einem Regalbrett oder einem Schreibtisch. Fünfzig Kilogramm auf einer Fläche von 30 mal 30 Zentimetern sind für ein Regalbrett aus Spanplatte viel, und die Durchbiegung ist dabei das kleinere Problem: Ein Becken, das nicht plan aufliegt, überträgt die Last punktuell auf die Bodenscheibe, und dort entsteht der Schaden.

Eine Ausgleichsmatte unter dem Becken löst das für wenige Euro. Mitgeliefert wird sie bei keinem der fünf Sets.

Der Preis und was dahintersteckt. Wie in den acht Themenbereichen zuvor sortiert der Preis das Feld nicht nach Datenqualität.

Das teuerste Set nennt weder Außenmaße noch Glasstärke noch Beleuchtungsleistung. Es liefert dafür als einziges den Bodengrund mit und hat das höchste Leergewicht.

Das mittlere Preisband stellt die vollständigsten Angaben — Maße, Gewicht, Glasstärke und Watt in einem Angebot.

Das günstigste Set führt eine Volumenangabe, die um mehr als den Faktor dreißig danebenliegt.

Was der Preis tatsächlich kauft, sind drei Dinge: Ausstattung, Glasqualität und Verarbeitung. Floatglas mit abgerundeten Ecken, eine Leuchte in Metallgehäuse und ein mitgelieferter Nährboden sind reale Unterschiede, und sie zeigen sich im zweiten Jahr. Eine vollständigere Beschreibung kauft er nicht.

Was dieser Text offenlässt

Wir haben keines dieser Becken aufgestellt, keines befüllt und keine Scheibe gemessen. Die Produktangaben stammen aus Angeboten, die am Prüftag Stück für Stück aufgerufen und auf eine Kaufmöglichkeit hin kontrolliert wurden.

Die Volumen- und Gewichtsrechnungen sind Ableitungen. Sie setzen einen quaderförmigen Innenraum, zwei Zentimeter Freibord und fünf Zentimeter Bodengrund voraus. Bei Becken mit gebogener Frontscheibe liefert die Kastenrechnung nur eine Obergrenze, und wie viel die Wölbung wegnimmt, sagt kein Anbieter.

Bei zwei von fünf Modellen ist gar keine Rechnung möglich, weil die Außenmaße fehlen. Wir haben sie nicht geschätzt.

Die Literangaben haben wir übernommen, nicht geprüft. Wo sie der Maßangabe im selben Angebot widersprechen, weisen wir das aus; wo Maße fehlen, bleibt die Angabe ungeprüft.

Die Nutzlastangaben stammen aus einer Sekundärquelle, nicht aus der Norm selbst. Sie dienen als Größenordnung und nicht als Bemessungsgrundlage; wir sind keine Statiker.

Und zu Besatz, Bepflanzung und Wasserwerten sagen wir nichts. Das sind biologische Fragen. Dieser Vergleich beschreibt Behälter, Maße, Gewichte und elektrische Leistung — und benennt, wo die Angaben dafür fehlen.

Wer welche Zahl nennt

Der Haken sagt, dass der Anbieter sich festlegt. Ob die Zahl stimmt, prüft dieses Raster nicht.

ModellVolumen laut AnbieterAußenmaßeKastenvolumen gerechnetWasser gerechnetLeergewichtGlasstärkeBeleuchtungdavon
PawHut 36Volumen laut Anbieter: 36 lAußenmaße: 30 x 30 x 45,5 cmKastenvolumen gerechnet: 40,9 lWasser gerechnet: 34,7 lLeergewicht: 9,6 kgGlasstärke: 4,5 mmBeleuchtung: 5 W7/7
Dennerle 30Volumen laut Anbieter: 30 lAußenmaße: keine AngabeKastenvolumen gerechnet: nicht berechenbarWasser gerechnet: nicht berechenbarLeergewicht: 15,5 kgGlasstärke: keine AngabeBeleuchtung: keine Angabe4/7
Fluval Flex 34Volumen laut Anbieter: 34 lAußenmaße: 35 x 33 x 33 cmKastenvolumen gerechnet: 38,1 lWasser gerechnet: 30,0 lLeergewicht: 5,0 kgGlasstärke: keine AngabeBeleuchtung: 26 W6/7
Tetra Explorer 30Volumen laut Anbieter: 30 lAußenmaße: keine AngabeKastenvolumen gerechnet: nicht berechenbarWasser gerechnet: nicht berechenbarLeergewicht: 6,9 kgGlasstärke: 5 mmBeleuchtung: 5 W6/7
Aquael SMART 30Volumen laut Anbieter: 320 l laut DatenblattAußenmaße: 20 x 20 x 25 cmKastenvolumen gerechnet: 10,0 lWasser gerechnet: 7,2 lLeergewicht: keine AngabeGlasstärke: keine AngabeBeleuchtung: 50 W5/7
beziffert von5/53/55/55/54/52/54/5

Gefüllter Punkt: Der Anbieter beziffert den Wert. Leerer Ring: Fehlanzeige. Der Zustand steht zusätzlich in jeder Zelle als Text für Screenreader.

Die Zahl, mit der geworben wird

Zwischen dem kleinsten und dem größten Becken dieses Vergleichs liegen sechs Liter — auf dem Papier. Was davon Wasser ist, sagt keiner der fünf Anbieter.

PawHut 36: 36 lPawHut 3636 lDennerle 30: 30 lDennerle 3030 lFluval Flex 34: 34 lFluval Flex 3434 lTetra Explorer 30: 30 lTetra Explorer 3030 lAquael SMART 30: 320 lAquael SMART 30320 l

Häufige Fragen

Wie viel Wasser passt wirklich in ein Nano-Aquarium?
Rechnen Sie Länge mal Breite mal die tatsächliche Wasserhöhe, geteilt durch 1000. Die Wasserhöhe ist die Beckenhöhe minus zwei Zentimeter Abstand zur Oberkante und minus der Höhe des Bodengrunds. Bei fünf Zentimetern Bodengrund fehlen damit sieben Zentimeter der Bauhöhe — bei einem Becken von 30 mal 30 Zentimetern Grundfläche sind das sechs Liter.
Was wiegt ein Nano-Aquarium befüllt?
Ein Becken von 30 mal 30 Zentimetern Grundfläche mit 35 Litern Wasser, fünf Zentimetern Bodengrund und knapp zehn Kilogramm Leergewicht kommt auf rund 52 Kilogramm. Das ist auf 0,09 Quadratmetern eine Flächenlast von rund 580 Kilogramm je Quadratmeter — mehr als bei jedem größeren Becken dieses Themenbereichs.
Reicht ein Nano-Becken für Fische?
Das ist eine biologische Frage, zu der diese Redaktion keine Empfehlung abgibt. Als Orientierung dient das Gutachten über die tierschutzgerechte Haltung von Zierfischen, das mit Kantenlängen arbeitet und nicht mit Litern: die kleinste dort geführte Größenordnung liegt bei 60 Zentimetern Kantenlänge.
Wie viel Strom braucht ein Nano-Aquarium?
Die Beleuchtungsleistung nennen vier der fünf Anbieter, mit Werten zwischen 1,5 und 26 Watt. Dazu kommen Filterpumpe und, je nach Aufstellort, ein Heizer. Über den ganzen Tag ist der Heizer der größte Posten, und er steht in keinem dieser Sets.
Was fehlt in einem Nano-Komplettset?
In der Regel der Heizer, der Bodengrund und ein Wassertest. Beleuchtung, Filter und Abdeckung sind bei allen fünf Sets dabei; bei zwei Modellen liegt auch Bodengrund bei.
Glas oder Kunststoff?
Alle fünf Modelle sind Glasbecken. Die Glasstärke nennen zwei von fünf, mit 4,5 und 5 Millimetern. Eine Prüfnorm für Aquarienglas, auf die sich ein Anbieter berufen würde, gibt es in diesem Markt nicht.

Wer diesen Artikel verantwortet

Daniel Weber, Fachredaktion Aquarientechnik

Daniel Weber

Fachredaktion Aquarientechnik

Schreibt über Filter, Heizer und Beleuchtung im Aquarium.

6+ Jahre technische Redaktion im HLK-Bereich (Heizung, Lüftung, Klima)

Wie wir bewerten

Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:

Eignung für den Zweck
Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Artikel geht — Tragkraft, Beckengröße, Raumtiefe, Wurfgewicht. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
Belegte Spezifikationen
Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen.
Aufwand für Aufbau und Pflege
Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Reinigung, Wartungsintervalle.
Transparenz des Anbieters
Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit denen der Händlerdatenblätter übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.

Vollständige Methodik, inklusive dem, was wir nicht tun

Aktualisierung und Quellen
Veröffentlicht
28.08.2026
Aktualisiert
28.08.2026
Geprüft
28.08.2026
Quellen
5

Änderungsverlauf

  • 28.08.2026: Erstmals veröffentlicht. Für alle fünf Modelle wurden Literangabe, Außenmaße, Leergewicht, Glasstärke und Beleuchtungsleistung aus den Angeboten erhoben und am selben Tag im Browser auf Kaufmöglichkeit geprüft. Wasservolumen, Bodengrundmenge und Gesamtgewicht sind eigene Berechnungen aus den genannten Maßen; sie stehen so in keinem Angebot. Wo Außenmaße fehlen, ist keine Berechnung möglich, und das ist im Vergleich als solches ausgewiesen.

Belege

  1. Herstellerangabedinmedia.de
    DIN EN 1991-1-1/NA:2010-12 — Nationaler Anhang zu Eurocode 1, Nutzlasten im Hochbau

    Nationaler Anhang, national festgelegte Parameter zu „Einwirkungen auf Tragwerke — Teil 1-1: Allgemeine Einwirkungen auf Tragwerke — Wichten, Eigengewicht und Nutzlasten im Hochbau“. Tabelle 6.1DE ordnet der Kategorie A, also Wohn- und Aufenthaltsräumen, charakteristische Nutzlasten von 1,5 bis 2,0 Kilonewton je Quadratmeter zu, was rund 150 bis 200 Kilogramm je Quadratmeter entspricht. Wir haben die Norm nicht selbst eingesehen; die Werte entnehmen wir öffentlich zugänglichen Wiedergaben der Tabelle. Herangezogen als Bezugsgröße für die Flächenlasten in diesem Vergleich.

  2. Institution oder Normbmleh.de
    Gutachten über die tierschutzgerechte Haltung von Zierfischen (Süßwasser)

    Gutachten einer Sachverständigengruppe beim zuständigen Bundesministerium, Fassung vom 30. Januar 1998. Es arbeitet für die Beckengröße nicht mit Litern, sondern mit Kantenlängen und führt dazu die handelsüblichen Stufen von 60, 80, 100, 120 und 150 Zentimetern. Zur Verbindlichkeit heißt es dort, die Angaben zur Kantenlänge seien Richtwerte, die nicht wesentlich unterschritten werden dürfen. Herangezogen als Beleg dafür, dass die amtliche Orientierungsgröße die Kantenlänge ist und nicht das Volumen, mit dem dieser Markt wirbt.

  3. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot Tetra Starter Line 54 L — Maßangabe zur Gegenprobe

    Nennt als Maß 60 mal 30 mal 30 Zentimeter und als Volumen 54 Liter. Beides zusammen ergibt exakt 54,0 Liter — die Literzahl ist hier also das geometrische Volumen des leeren Beckens bis zur Oberkante. Herangezogen als Beleg für die eine der beiden Lesarten, die in diesem Markt nebeneinander bestehen.

  4. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot PawHut Aquarium Komplettset 36 L — Maßangabe zur Gegenprobe

    Nennt als Maß 30 mal 30 mal 45,5 Zentimeter und als Volumen 36 Liter. Das geometrische Volumen des Kastens beträgt 40,95 Liter; die Literangabe liegt also rund zwölf Prozent darunter und damit nahe am tatsächlich nutzbaren Wasservolumen. Herangezogen als Beleg für die zweite Lesart, und dafür, dass keiner der Anbieter kenntlich macht, welche gilt.

  5. Händler- oder Marktdatenamazon.de
    Angebot Aquael Set SMART D&N 30 — Volumenangabe in den technischen Daten

    Führt in den technischen Daten ein Tankvolumen von 320 Litern für ein Nano-Aquarium, dessen Maßangabe 20 mal 20 mal 25 Zentimeter lautet — das sind zehn Liter. Die Angabe ist um mehr als den Faktor dreißig falsch. Herangezogen als Beleg für die Datenqualität, mit der Volumenangaben in diesem Markt geführt werden.

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