Garderoben·34 Min Lesezeit
Türgarderobe zum Einhängen passt auf einen Teil der Tür
Eine Zimmertür ist rund 40 Millimeter dick, die meisten Türgarderoben sind „für Falz bis 2 cm“ gebaut. Welcher Teil der Tür damit gemeint ist, wie viel Luft der Bügel braucht und was am Ende die Türbänder tragen.
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Kurz gesagt
Eine Standard-Zimmertür ist nach Herstellerangaben rund 40 Millimeter dick, die meisten Türgarderoben sind aber „für Falz bis 2 cm“ gebaut. Das passt trotzdem, weil sie nicht über die ganze Tür greifen, sondern über den Teil, der bei geschlossener Tür über die Zarge greift: Beim Normfalz von 13 × 25,5 Millimetern bleiben davon rechnerisch rund 14,5 Millimeter. Wer die Haken auf der anderen Seite haben will, braucht einen Bügel für das ganze Blatt, also 4 bis 4,5 Zentimeter. In jedem Fall muss der Bügel durch einen Spalt von wenigen Millimetern, und die Last tragen am Ende zwei Türbänder, die bei üblichen Zimmertüren für rund 40 Kilogramm ausgelegt sind.
Zwei Zentimeter für eine Tür von vier
Die Tür zum Schlafzimmer ist eine ganz gewöhnliche Zimmertür, weiß lackiert, mit Holzzarge und zwei silbernen Bändern. Auf der Verpackung der Garderobe, die daran hängen soll, steht „für Türfalz bis 2 cm“. Wer mit dem Zollstock an die Tür geht, misst 40 Millimeter. Die Garderobe passt trotzdem, und genau darin liegt die Pointe dieses Ratgebers: Eine Türgarderobe passt nicht auf eine Tür, sondern auf einen Teil von ihr. Welcher Teil das ist, steht auf keiner Packung.
28 Angebote für Türgarderoben zum Einhängen wurden am 7. Oktober 2026 ausgewertet, alle aus den ersten beiden Ergebnisseiten der Suche nach „türgarderobe zum einhängen“, Farbvarianten zusammengefasst. 17 davon nennen eine Zahl für die Passform. Diese 17 Zahlen fallen in zwei Gruppen, und zwischen den Gruppen liegt eine Lücke, die kein Zufall ist:
| Gruppe | Angaben | Spanne | passt zu |
|---|---|---|---|
| schmaler Bügel | 15 | 1,6 bis 2,5 cm | einem Teil des Türblatts |
| breiter Bügel | 3 | 4 bis 4,8 cm | dem ganzen Türblatt |
| keine Zahl | 11 | — | „allen Standardtüren“, „deutschen Türen“ |
Ein Angebot steht in beiden Gruppen, weil es beide Zahlen nennt. Die Standard-Zimmertür, über die diese Packungen reden, ist nach den Angaben von GARANT und Hörmann übereinstimmend rund 40 Millimeter dick. Eine Garderobe für 2 Zentimeter kann also nicht über diese Tür greifen. Sie greift über etwas anderes.
Was dieses andere ist, wie viel Luft der Bügel braucht, auf welche Seite er gehört und was am Ende die Last trägt, erklärt dieser Text für jemanden, der zum ersten Mal vor dieser Frage steht. Die Fachbegriffe kommen dabei nicht als Voraussetzung, sondern an der Stelle, an der man sie braucht.
Was an einer Zimmertür gefälzt ist
Eine Innentür besteht aus drei Teilen, und für eine Türgarderobe sind alle drei wichtig. Das Türblatt ist der bewegliche Teil, die Platte, die man öffnet. Die Zarge ist der Rahmen, in dem es hängt; in Wohnungen meist aus Holzwerkstoff und rund um die Wandöffnung montiert. Die Bänder sind die Scharniere, an denen das Blatt in der Zarge hängt, bei Zimmertüren in der Regel zwei.
Die Norm, die das Zusammenspiel regelt, ist die DIN 18101 in der Ausgabe 2014-08. Sie gilt nach der Beschreibung des Normverlags für „einflügelige, gefälzte und stumpf einschlagende Türblätter“ in Stahl- und Holzzargen und hat die Ausgabe von 1985 abgelöst. Was sie festlegt, sind Türblattgrößen, Bandsitz und Schlosssitz und wie diese Maße voneinander abhängen. Das Ergebnis kennt man aus dem Baumarkt: Ein Blatt, das bei einem Hersteller gekauft wird, passt in die Zarge eines anderen.
Das wichtigste Wort für eine Türgarderobe ist gefälzt. Ein gefälztes Türblatt ist an drei Kanten, oben und an beiden Seiten, nicht glatt, sondern hat eine Stufe. Ein Teil des Blatts reicht weiter nach außen als der Rest, und dieser Teil greift bei geschlossener Tür über die Zarge. Die Stufe heißt Falz. Eine stumpf einschlagende Tür hat diese Stufe nicht: Das Blatt sitzt vollständig in der Zarge, und rundherum ist eine Fuge zu sehen.
Für den Falz nennt GARANT in seinem Türenhandbuch ein Normmaß: „gefälzt (3-seitig 13x25,5) nach DIN 18101“. Welche der beiden Zahlen wohin gehört, lässt sich aus der Maßtabelle von Hörmann ablesen, die für das Baurichtmaß 875 × 2000 Millimeter diese Werte führt:
| Maß | Breite × Höhe |
|---|---|
| Wandöffnung | 885 × 2005 mm |
| Türblatt gefälzt, Außenmaß | 860 × 1985 mm |
| Türblatt stumpf, und Falzmaß des gefälzten | 834 × 1972 mm |
| Zargenfalzmaß | 841 × 1981 mm |
| lichtes Durchgangsmaß | 814 × 1968 mm |
Das gefälzte Blatt ist 860 Millimeter breit, sein Falzmaß 834. Die Differenz von 26 Millimetern verteilt sich auf zwei Seiten, also 13 je Seite. Die 13 Millimeter laufen demnach entlang der Türfläche: So weit greift das Blatt an jeder Seite über die Zarge. Die 25,5 Millimeter liegen damit in der Dicke des Blatts. Die Stufe ist 25,5 Millimeter tief und 13 Millimeter breit.
Die Tabelle erklärt nebenbei, woher die Breite von 860 Millimetern kommt, die in jeder Diskussion über Zimmertüren auftaucht: Sie ist das Außenmaß des gefälzten Blatts, über die Lippen gemessen.
Was nach dem Falz übrig bleibt
Jetzt lässt sich die Frage vom Anfang beantworten, und es braucht dafür eine Subtraktion.
Das Blatt ist rund 40 Millimeter dick. Der Falz nimmt davon 25,5 Millimeter in der Tiefe weg, aber nur auf einem 13 Millimeter breiten Streifen am Rand. Was auf diesem Streifen stehen bleibt, ist der Teil, der über die Zarge greift. Seine Dicke ist:
40 − 25,5 = 14,5 Millimeter.
Diese Zahl steht in keiner Quelle; sie ist aus den Herstellerangaben gerechnet. Bei einem Blatt von 39 Millimetern wären es 13,5. Wir nennen diesen Teil im Folgenden der Kürze halber die Lippe.
An der Oberkante einer gefälzten Zimmertür gibt es also zwei Dicken: die ganze Tür mit rund 40 Millimetern und die Lippe mit rund 14,5. Und auf genau diese beiden Werte passen die beiden Gruppen aus der Auszählung.
Ein Bügel „für Falz bis 2 cm“ hat über einer Lippe von 14,5 Millimetern 5,5 Millimeter Spiel. Das ist Platz für Filz- oder Schaumstoffpolster und für die Unterschiede zwischen einzelnen Türen. Ein Bügel für 1,6 Zentimeter, wie ihn ein Angebot nennt, lässt 1,5 Millimeter, einer für 1,7 Zentimeter 2,5. Ein Bügel für 2,5 Zentimeter dagegen hat 10,5 Millimeter Luft, also mehr als zwei Drittel der Lippe selbst, und damit sitzt er nicht mehr, er hängt.
Die drei Angaben der zweiten Gruppe passen zum ganzen Blatt: 4 Zentimeter, 4,5 Zentimeter und eine Spanne „bis 4,8 cm“. Über einer Tür von 40 Millimetern bleiben ihnen zwischen 0 und 8 Millimeter Spiel.
Daraus folgt die erste Regel für den Kauf, und sie ist einfacher, als die Verpackungen vermuten lassen: Eine Angabe um 2 Zentimeter meint die Lippe, eine Angabe um 4 Zentimeter das ganze Blatt. Welche Garderobe passt, entscheidet nicht die Tür, sondern die Seite, auf der die Haken hängen sollen. Davon handelt ein eigener Abschnitt weiter unten.
Eine Marke, zwei Zentimeterangaben
Dass derselbe Begriff zwei verschiedene Teile einer Tür bezeichnet, ist keine Nachlässigkeit einzelner Händler, sondern zieht sich bis zum Hersteller.
Im eigenen Shop von WENKO gibt es das Modell Celano in zwei Ausführungen, „für Türfalzstärken bis 2 cm“ und „für Türfalzstärken bis 4 cm“, abgerufen am 7. Oktober 2026. Das Wort ist dasselbe, die Zahl verdoppelt sich, und die beiden Ausführungen greifen über verschiedene Teile der Tür: die eine über die Lippe, die andere über das ganze Blatt. Der Text, der bei Amazon unter der 2-Zentimeter- Ausführung steht, trägt den Satz der anderen: „Geeignet ist die Aufhängung für Türen mit einer Falzstärke von 4 cm.“ Im Titel desselben Angebots steht „bis 2 cm“.
Das ist der deutlichste Fall, aber nicht der einzige. Aus den 28 Angeboten lassen sich weitere Widersprüche zusammenstellen, die jeweils auf einer einzigen Angebotsseite stehen:
| Angebot | Angabe 1 | Angabe 2 |
|---|---|---|
| Klapphaken aus Aluminium | Titel „für 4.3cm Türfalz“ | „Der Türfalz (Abstand zwischen Tür und Rahmen) sollte mindestens 2 cm betragen“ und „Türdicken bis 4,8 cm“ |
| Leiste mit 6 Haken (ReWu) | „Türen bis zu einer Dicke von 2,5 cm“ | „maximalen Falzstärke von 2,5 cm“ |
| Leiste mit 15 Haken (LYLIN) | Titel „Türfalzstärken bis 2.1cm“ | Datenfeld „Türfalzstärken Bis 2cm“ |
| Leiste mit 12 Haken (Optish) | Text „jeweils bis zu 20 kg“ | Datenfeld „Maximalgewicht 11 Pfund“, also 5 kg |
Das erste Beispiel ist das lehrreichste, weil es drei Bedeutungen in einem Angebot vereint. „Türfalz“ ist dort einmal eine Dicke von 4,3 Zentimetern, einmal ein Spalt von mindestens 2 Zentimetern und einmal etwas, das neben einer „Türdicke bis 4,8 cm“ steht. Ein Spalt von 2 Zentimetern zwischen Tür und Rahmen wäre bei einer Normtür nicht vorgesehen: Die Herstellerzeichnung von Hörmann zeigt dort 3,5 bis 4 Millimeter.
Das zweite Beispiel zeigt, wie austauschbar die Wörter geworden sind. Dieselbe Zahl heißt im selben Text einmal Dicke der Tür und einmal Falzstärke. Bei 2,5 Zentimetern kann sie nur die Lippe meinen; eine Zimmertür von 2,5 Zentimetern führt keiner der beiden Türhersteller.
Insgesamt verwenden 10 der 17 Angebote mit einer Zahl für dieselbe Zahl beide Begriffe, „Falz“ und „Dicke“ oder „Stärke“ der Tür. Nur vier sprechen ausschließlich vom Falz, drei ausschließlich von der Tür. Für einen Erstkäufer ist das die eigentliche Hürde: Er liest „Tür“ und misst die Tür.
Vier Millimeter über dem Türblatt
Die zweite Zahl, an der eine Türgarderobe hängt, ist kleiner als die erste und steht noch seltener auf der Packung. Es ist der Spalt zwischen Türblatt und Zarge.
Eine Tür, die schließen soll, braucht rundherum Luft. Hörmann zeichnet sie in seinem Katalog für Wohnraumtüren im Schnitt: seitlich 3,5 Millimeter, oben 4 Millimeter, unten 5 Millimeter bis zum fertigen Fußboden. Die Maßtabelle desselben Katalogs ergibt rechnerisch dieselben Werte: Zargenfalzmaß 841 minus Falzmaß des Blatts 834 sind 7 Millimeter in der Breite, also 3,5 je Seite; in der Höhe sind es 1981 minus 1972 minus 5 Millimeter Bodenabstand, also 4 Millimeter oben.
Für eine Türgarderobe heißt das: Irgendwo zwischen Blatt und Zarge muss der Bügel durch, wenn die Tür zugeht, und dort ist der Platz in Millimetern zu zählen. Wo genau er liegt, hängt an der Bauart von Zarge und Garderobe. Sicher ist nur, dass er durch einen Spalt muss, der bei einer Normtür nach dieser Zeichnung 3,5 bis 4 Millimeter breit ist.
Die drei Angebote, die ihre Materialstärke nennen, geben 1 bis 2 Millimeter an:
| Angebot | Materialstärke | Anteil an 4 mm Spalt | Anteil an 3,5 mm Spalt |
|---|---|---|---|
| Leiste mit 6 Haken (SKOLOO) | 1 bis 1,2 mm | 25 bis 30 % | 29 bis 34 % |
| Leiste für dicke Türen (SKOLOO) | 1,2 mm | 30 % | 34 % |
| Leiste mit 8 Haken (ecooe) | 2 mm | 50 % | 57 % |
Die Rechnung ist eine einfache Division, und sie zeigt, wo es eng wird. In einer Tür mit 4 Millimetern Luft geht jedes dieser Bleche durch, das stärkste füllt aber schon die Hälfte. Legt man die Forderung eines anderen Angebots daneben, der Abstand zwischen Tür und Rahmen solle „mindestens 2 mm“ betragen, bleibt für ein Blech von 2 Millimetern rechnerisch nichts übrig. Die beiden Angaben stammen von verschiedenen Anbietern, aber sie zeigen, wie schnell die Rechnung aufgeht oder nicht.
Wird es eng, schließt die Tür meist noch, aber nicht mehr leicht. Sie drückt den Bügel gegen die Zarge, und das ist der Moment, in dem der Lack auf beiden Seiten leidet.
Die Angabe, die fast alle weglassen
Wer die beiden Zahlen nebeneinanderlegt, die Weite des Bügels und den Spalt der Tür, sieht, welche Angabe auf der Packung fehlt. Die Weite steht in 17 von 28 Angeboten, wenn auch in wechselnden Begriffen. Die Stärke des Blechs steht in drei, der nötige Spalt in zwei:
| Was das Angebot nennt | Zahl der Angebote | Anteil |
|---|---|---|
| Weite des Bügels, in irgendeinem Begriff | 17 von 28 | 61 % |
| Materialstärke des Bügels | 3 von 28 | 11 % |
| nötiger Spalt zwischen Tür und Zarge | 2 von 28 | 7 % |
| Last für die Tür oder die Bänder | 0 von 28 | 0 % |
Die beiden Angebote mit Spaltangabe sind die, die man sich als Muster wünschen würde. Eines schreibt, der Abstand zwischen Tür und Türrahmen solle mindestens 2 Millimeter betragen. Das andere nennt die Blechstärke von 1 bis 1,2 Millimetern und folgert daraus selbst, der Spalt müsse größer als 1,2 Millimeter sein. Mehr braucht es nicht, um vor dem Kauf zu wissen, ob die Tür noch zugeht.
25 von 28 Angeboten machen diese Rechnung nicht möglich. Stattdessen versprechen neun von ihnen in eigenen Worten, dass die Tür weiter schließe: „Türen schließen problemlos“, „die Tür schließt weiterhin ganz leicht“, „extra flach für problemloses Schließen der Tür“. Nur zwei dieser neun nennen eine Zahl, an der sich das prüfen ließe. Ob das Versprechen stimmt, hängt an einer Zahl, die der Verkäufer nicht kennt, weil sie an der Tür des Käufers liegt, und an einer, die er kennt und nicht nennt.
Der Hersteller WENKO formuliert es in seinem Ratgebertext zur Kategorie richtig, aber ohne Zahl: „Dicke, Falz und Schließverhalten können entscheidend sein.“ Der Satz zählt die drei Größen auf, um die es in diesem Abschnitt und den beiden vorigen geht. Beziffern muss sie der Käufer selbst.
Drei bis dreißig Kilogramm
Eine Zahl steht auf den Packungen häufiger als jede Maßangabe, und sie ist die, die am wenigsten über die Tür sagt: die Last. 19 der 28 Angebote nennen eine, und sie verteilen sich so:
| Lastangabe | Zahl der Angebote | Beispiele |
|---|---|---|
| 3 bis 6 kg | 5 | 3 kg für eine Leiste mit 6 Haken, 6 kg für einen Klapphaken |
| 8 bis 10 kg | 5 | 8 kg je Einzelhaken, viermal „bis 10 kg“ |
| 15 kg | 3 | einmal ausdrücklich als „Gesamttragkraft“ |
| 20 kg | 3 | einmal ausdrücklich „pro Leiste“ |
| 25 bis 30 kg | 3 | 25 kg je Einzelhaken, 30 kg für eine Leiste |
Die Spanne von 3 bis 30 Kilogramm ist ein Faktor 10, und nur vier der 19 Angaben sagen, worauf sie sich beziehen: zweimal je Haken, einmal je Leiste, einmal auf die ganze Garderobe. Die übrigen 15 stehen ohne Bezug da. Ein Angebot nennt seine Last nur im Datenfeld, mit „60 Pfund“, also rund 27 Kilogramm, und trägt im selben Feldblock „Geeignete Geländeart: Gipskartonplatte“ — für eine Garderobe, die über eine Tür gehängt wird.
Am aufschlussreichsten ist die höchste Angabe je Haken. Ein Viererset einzelner Türhaken nennt „bis zu 25 kg“ für jeden Haken. Vier dieser Haken, voll ausgenutzt, ergäben 100 Kilogramm an einer Tür, deren Bänder nach dem Westag-Register für ein Blatt von ca. 40 Kilogramm ausgelegt sind. Das ist das Zweieinhalbfache, bevor das Blatt selbst dazukommt. Die Angabe ist für den Haken vermutlich richtig; für die Tür ist sie bedeutungslos.
Daraus folgt eine Lesart, die für alle 19 Angaben gilt: Die Tragkraft auf der Packung ist die Grenze des Hakens, nicht die der Tür. Die Tür hat ihre eigene, und sie steht auf keiner Packung. Wie man sie abschätzt, zeigen die beiden Abschnitte über Türgewicht und Bänder weiter unten.
Messen mit Zollstock und Papierstreifen
Die drei Zahlen, auf die es ankommt, lassen sich an jeder Tür in fünf Minuten bestimmen. Gebraucht werden ein Zollstock oder besser ein Messschieber, ein Streifen fester Pappe und ein Bleistift.
Drei Maße an der offenen Tür
Die Dicke des ganzen Blatts. Die Tür halb öffnen und an der Schlossseite oder oben über die ganze Dicke messen. Bei einer Normtür kommen rund 40 Millimeter heraus. Liegt der Wert deutlich darüber, ist es eine Funktions- oder Wohnungstür; liegt er weit darunter, ist es ein Möbel- oder Glasblatt.
Die Dicke der Lippe. An der Oberkante sieht man die Stufe des Falzes. Gemessen wird der dünnere Teil, der höher hinaufreicht. Bei einer Normtür sind das rund 14,5 Millimeter. Wer keinen Messschieber hat, legt den Zollstock flach auf die Oberkante und liest beide Kanten ab.
Die Höhe der Stufe. Wie weit die Lippe über den Rest des Blatts hinausragt. Bei einer Normtür sind das 13 Millimeter; ein Bügel, dessen innere Lasche länger ist, sitzt auf der Stufe auf statt auf der Lippe.
Was die Maße verraten
Mit den drei Werten ist die Auswahl getroffen. Liegt die Lippe bei 14 bis 15 Millimetern, passt ein Bügel für Falz bis 2 Zentimeter mit 5 bis 6 Millimetern Spiel; ein Bügel für 1,6 Zentimeter passt gerade noch. Liegt die ganze Tür bei 40 Millimetern, braucht ein Bügel für das ganze Blatt eine Weite von mindestens 4 Zentimetern.
Bleibt der Spalt. Ihn misst man nicht, man probiert ihn aus: einen Pappstreifen in der Stärke, die die Packung für das Blech nennt, an die Stelle legen, an der der Bügel sitzen wird, und die Tür langsam schließen. Geht sie ohne Widerstand zu und lässt sich der Streifen danach noch bewegen, ist Platz. Klemmt der Streifen, wird es die Garderobe auch tun. Nennt die Packung keine Blechstärke, ist das ein Grund, eine andere zu nehmen.
Ein letzter Blick gilt der Zarge. Hörmann führt für seine Zargen ein „Dämpfungsprofil werkseitig eingezogen“, also eine umlaufende Gummilippe im Falz. Liegt der Bügel später auf einer solchen Dichtung, gibt sie nach, drückt aber dauerhaft gegen das Blech und das Blech gegen den Lack.
Welche Seite der Tür die Garderobe trägt
Eine gefälzte Tür hat zwei verschiedene Seiten, und das erkennt man mit einem Blick auf die geschlossene Tür. Von der einen Seite sieht man rund um das Blatt eine schmale Fuge zur Zarge. Von der anderen Seite sieht man keine, weil dort die Lippe über der Zarge liegt und die Fuge verdeckt. Die Seite ohne Fuge ist die Seite der Lippe.
Für die Garderobe folgt daraus mehr, als die Packungen sagen. Ein schmaler Bügel, der über die Lippe greift, hängt die Haken auf deren Außenseite, also auf die Seite ohne Fuge. Wer die Jacken auf der anderen Seite haben will, braucht entweder einen Bügel für das ganze Blatt oder eine Bauform, die eigens für diese Seite gebaut ist.
Solche Bauformen gibt es, und sie sind an ihren Namen zu erkennen. Vier der 28 Angebote sprechen die Seite an: Zwei sind „speziell für Falztüren Innenseite“ beziehungsweise für die „Innen-, Rückseite“ gebaut, eines nennt die „Außenseite von Falz- und Schranktüren“, eines ist „beidseitig verwendbar mit 2 Falztiefen“. Was mit innen und außen gemeint ist, erklärt keines davon, und die Begriffe sind nicht festgelegt: Innen ist für den einen die Zimmerseite, für den anderen die Seite, zu der die Tür aufgeht.
Am sichersten ist deshalb die Frage vor dem Kauf, nicht nach ihm: Auf welcher Seite der Tür sollen die Jacken hängen, und sieht man von dieser Seite eine Fuge? Ohne Fuge passt der schmale Bügel. Mit Fuge braucht es den breiten oder eine Innenseiten-Ausführung, deren Maße man dann vor dem Kauf erfragen sollte.
Bei den 24 Angeboten, die die Seite nicht ansprechen, kann man sie aus der Weite ableiten: Wer „bis 2 cm“ schreibt, meint die Lippe und damit die Seite ohne Fuge.
Was ein Türblatt wiegt
Eine Wandgarderobe hängt an der Wand, und was sie trägt, endet dort. Eine Türgarderobe hängt an einem Bauteil, das selbst schon hängt. Bevor eine Jacke dazukommt, tragen die Bänder das Gewicht des Blatts, und das ist erheblicher, als man einer hohlen Zimmertür ansieht.
Wie schwer ein Türblatt ist, entscheidet seine Einlage, also das, was zwischen den beiden Deckplatten steckt. GARANT nennt Flächengewichte für 40 Millimeter dicke Blätter. Ein Normblatt von 860 × 1985 Millimetern hat 1,71 Quadratmeter, und daraus ergibt sich das Gewicht:
| Einlage | GARANT, je m² | Blatt 860 × 1985 mm, gerechnet |
|---|---|---|
| Wabe (Papierwaben) | ca. 8,5 kg | 14,5 kg |
| Röhrenspan | ca. 15,5 kg | 26,5 kg |
| Vollspan | ca. 20,0 kg | 34,1 kg |
| Ganzglas, 834 × 1972 mm | ca. 21,0 kg | 34,5 kg |
Die Rechnung ist jeweils Fläche mal Flächengewicht: 1,707 mal 8,5 ergibt 14,5, mal 15,5 ergibt 26,5, mal 20 ergibt 34,1. Für das stumpfe Glasblatt sind es 1,645 Quadratmeter mal 21 Kilogramm.
Für die Türgarderobe ist die Spanne die wichtigste Zahl: Ein Normblatt wiegt zwischen rund 14,5 und 34 Kilogramm, je nach Einlage, und dem Blatt sieht man die Einlage nicht an. Ein Hinweis ist der Klopfton, hohl bei Wabe und dumpf bei Vollspan, ein zweiter das Gewicht beim Aushängen, das man allerdings selten ausprobiert. Eine Ganzglastür ist schwerer als jede der drei Holztüren.
Vierzig Kilogramm für zwei Bänder
Die Bänder, an denen das Blatt hängt, haben eine Tragkraft, und sie steht im Bänderregister des Westag-Türenkompendiums. Für das gängigste Zimmertürband, das Modell V 0020, nennt Westag „ca. 40 kg“, für das stärkere V 0026 WF „ca. 70 kg“, beide für zwei Bänder an einem Blatt.
Diese Tragkraft hat eine Bezugsgröße, und Westag nennt sie gleich mit: ein Türblatt von 2 × 1 Meter bei zwei Bändern. Simonswerk nennt in seiner Übersicht zu Belastungswerten dieselbe Bezugsgröße, 1000 × 2000 Millimeter, und dazu 1435 Millimeter Bandabstand; bei anderen Breiten und Höhen verändern sich die zulässigen Werte. Das ist der Grund, warum man die 40 Kilogramm nicht einfach gegen das Gewicht einer 860er-Tür halten kann; dazu gleich.
Wichtiger noch ist ein Satz aus derselben Übersicht: Die Belastung des Bandes könne „durch unterschiedliche Einflussfaktoren häufig um ein Vielfaches über dem Türgewicht liegen“. Westag schreibt, die Tragkraft sei nicht gleichzusetzen mit der tatsächlichen Belastung, und es solle „immer noch eine zusätzliche Reserve eingerechnet werden“. Die Tragkraft ist also keine Grenze, bis zu der man gehen darf, sondern eine Angabe, von der man Abstand halten soll.
Und es gibt eine Quelle, die den Fall dieses Ratgebers ausdrücklich nennt. Die Montageanleitung für Türblätter der Hornbach-Marke Pertura, Stand April 2023, schreibt: „Hängen Sie keine Kleiderhaken oder Handtuchhalter an die Tür. Das belastet die Bänder, es entstehen Kratzer und Feuchtigkeit kann eindringen.“ Unter den Schäden, die keinen Reklamationsgrund darstellen, führt dieselbe Anleitung „eine extreme Belastung durch nachträglich angebrachte Kleiderhaken“ auf.
Das ist die einzige Stelle in der ganzen Recherche, an der ein Türhersteller sich zu Garderoben an der Tür äußert, und sie ist eindeutig. Keines der 28 Garderobenangebote erwähnt die Bänder.
Der Hebel zwischen Band und Haken
Wie stark eine Garderobe die Bänder belastet, hängt nicht nur an ihrem Gewicht, sondern daran, wo sie hängt. Das Blatt dreht sich um die Achse der Bänder, und jedes Kilogramm wirkt mit seinem Abstand zu dieser Achse. Was die Bänder spüren, ist das Moment: Gewicht mal Abstand.
Die Rechnung lässt sich mit den Zahlen von oben führen. Sie ist vereinfacht, weil das Blatt als gleichmäßig schwer angenommen wird und sein Schwerpunkt dann in der Mitte liegt, aber sie zeigt die Größenordnung.
Der Bezugswert. Das Bezugsblatt ist 1000 Millimeter breit; sein Schwerpunkt liegt bei 500 Millimetern. 40 Kilogramm mal 0,5 Meter ergeben ein Moment von 20 Kilogramm mal Meter. Das ist die Größe, für die das Bandpaar V 0020 angegeben ist. Für V 0026 WF sind es 70 mal 0,5, also 35.
Die leere Tür. Ein Röhrenspanblatt von 860 Millimetern mit 26,5 Kilogramm hat seinen Schwerpunkt bei 430 Millimetern: 26,5 × 0,43 = 11,4 Kilogramm mal Meter, also 57 Prozent des Bezugswerts.
Die Garderobe. Als Last dient die Angabe, die im ausgewerteten Feld am häufigsten vorkommt: 10 Kilogramm, genannt von vier der 19 Angebote mit Lastangabe. Hängt die Garderobe in der Mitte des Blatts, kommen 10 × 0,43 = 4,3 dazu, zusammen 15,7 oder 78 Prozent. Hängt sie nahe am Schlossrand, mit ihrer Mitte 10 Zentimeter vor der Kante, also bei 760 Millimetern, kommen 10 × 0,76 = 7,6 dazu, zusammen 19,0 oder 95 Prozent.
| Blatt | leer | + 10 kg in der Mitte | + 10 kg am Schlossrand | Bezug |
|---|---|---|---|---|
| Wabe, 14,5 kg | 6,2 kg·m (31 %) | 10,5 kg·m (53 %) | 13,8 kg·m (69 %) | V 0020, 20 kg·m |
| Röhrenspan, 26,5 kg | 11,4 kg·m (57 %) | 15,7 kg·m (78 %) | 19,0 kg·m (95 %) | V 0020, 20 kg·m |
| Vollspan, 34,1 kg | 14,7 kg·m (73 %) | 19,0 kg·m (95 %) | 22,3 kg·m (111 %) | V 0020, 20 kg·m |
| Vollspan, 34,1 kg | 14,7 kg·m (42 %) | 19,0 kg·m (54 %) | 22,3 kg·m (64 %) | V 0026 WF, 35 kg·m |
Drei Dinge zeigt die Tabelle. Erstens: Dieselben 10 Kilogramm wirken am Schlossrand 1,77-mal so stark wie in der Mitte, weil 0,76 durch 0,43 eben 1,77 ergibt. Wo die Garderobe hängt, ist fast so wichtig wie was an ihr hängt. Zweitens: Eine Röhrenspantür mit einer voll beladenen Garderobe nahe am Schloss verbraucht rechnerisch die Reserve, die Westag einzuplanen empfiehlt. Drittens: Bei einer Vollspantür entscheidet das Band. Hängt sie an V 0020, liegt sie mit derselben Garderobe am Schlossrand rechnerisch über dem Bezugswert; hängt sie am stärkeren V 0026 WF, bleibt Luft. Welches Band verbaut ist, weiß der Hersteller der Tür, und bei einer Mietwohnung der Vermieter.
Das ist keine Bruchgrenze. Es ist die Stelle, an der zwei Bandhersteller sagen, man solle nicht hin.
Daraus ergibt sich die einfachste Verbesserung, die eine Türgarderobe erlaubt: Sie so nah an die Bandseite hängen, wie es geht. Eine Leiste von 39 Zentimetern Breite, die mit ihrer Kante 10 Zentimeter neben dem Band beginnt, hat ihre Mitte bei 295 Millimetern; dieselben 10 Kilogramm wirken dort mit 2,95 statt 7,6 Kilogramm mal Meter. Das ist weniger als die Hälfte. Der Preis dafür kommt im nächsten Abschnitt: Nah am Band kostet die Garderobe mehr Öffnungswinkel.
Wie weit die Tür noch aufgeht
Eine Garderobe macht die Tür dicker, und zwar um mehr als den Bügel. Jacken, die an einer Leiste hängen, stehen ein Stück in den Raum: Eine beladene Wandgarderobe steht nach der Rechnung bei einer Hakenleiste an der Wand daneben 12 bis 15 Zentimeter von der Wand ab. An einer Tür ist es dasselbe, nur dass die Tür sich bewegt.
Daraus entsteht eine Wahl, die man vor der Montage treffen sollte.
Die Jacken hängen auf der Seite, die beim Öffnen zur Wand zeigt. Dann schlägt die Tür nicht mehr mit dem Blatt an die Wand, sondern mit den Jacken. Wie viel Winkel das kostet, hängt davon ab, wo die Jacken hängen. Vereinfacht gerechnet, für eine Tür, die sonst bis an die Wand aufgeht: Der fehlende Winkel ist der Arkussinus aus Jackentiefe durch Abstand zur Bandachse. Bei 15 Zentimetern Tiefe und 76 Zentimetern Abstand sind das rund 11 Grad, bei 43 Zentimetern Abstand, also in der Blattmitte, rund 20 Grad.
Die Jacken hängen auf der Seite, die beim Öffnen in den Durchgang zeigt. Dann geht die Tür ganz auf, aber die Jacken stehen im Durchgang. Das lichte Durchgangsmaß einer 875er-Tür beträgt nach der Hörmann-Tabelle 814 Millimeter. Ziehen 12 bis 15 Zentimeter Jacken davon ab, bleiben 664 bis 694 Millimeter, also 15 bis 18 Prozent weniger Durchgang.
Beides zusammen ergibt einen Zielkonflikt, den keine Packung erwähnt. Für die Bänder ist die Garderobe nah am Band am besten, für den Öffnungswinkel nah am Schloss. Wer viel aufhängt, wählt die Bandseite und nimmt den Winkel in Kauf; wer nur ein, zwei leichte Dinge aufhängt, kann die Garderobe dorthin hängen, wo sie am wenigsten stört.
In einem schmalen Flur kommt eine dritte Größe dazu, die Breite des Flurs selbst. Wie viel davon nach Möbeln und Türen übrig bleibt, ist bei was ein schmaler Flur an Breite hergibt durchgerechnet; eine Türgarderobe, die in den Flur zeigt, gehört in diese Rechnung wie ein Möbel.
Acht Millimeter Glas
Eine Ganzglastür ist für eine Türgarderobe der schwierigste Fall, und die Zahlen erklären warum. GARANT führt in seinem Programm für Ganzglastüren „Dicke: 8mm“ und „Sicherheitsglas ESG 8mm“, stumpf einschlagend. Es gibt also keine Lippe, über die ein Bügel greifen könnte, nur das ganze Blatt mit 8 Millimetern.
Der schmalste Bügel im ausgewerteten Feld ist für eine „Falzbreite bis 16 mm“ gebaut. Auf einem Glasblatt von 8 Millimetern hat er 8 Millimeter Spiel, also so viel, wie das Glas dick ist. Er klappert, er rutscht seitlich, und er liegt mit Metall auf einer Glaskante, die das Einzige ist, woran er sich festhalten kann.
Dazu kommt das Gewicht. Wie oben gerechnet, wiegt ein Glasblatt von 834 × 1972 Millimetern rund 34,5 Kilogramm, mehr als eine Röhrenspantür. Glastüren hängen an eigenen Beschlägen, deren Tragkraft in dieser Recherche nicht erhoben wurde. Für sie gilt dasselbe Prinzip wie für Holztüren, nur ohne Zahlen.
Für Glastüren gibt es im Feld keine passende Türgarderobe. Wer im Bad oder Wohnraum eine Glastür hat und dort etwas aufhängen will, ist mit einem Haken an der Wand neben der Tür besser bedient. Wie man vorher herausfindet, was diese Wand trägt, steht unter die Wand bestimmen, bevor gebohrt wird.
Die Wohnungstür ist eine andere Tür
Die Wohnungseingangstür liegt im Flur, oft genau dort, wo man die Jacke auszieht, und deshalb wird sie gern für eine Türgarderobe ins Auge gefasst. Sie ist aber konstruktiv eine andere Tür.
Ihre Dicke richtet sich nach Schall- und Einbruchschutz und streut entsprechend. Der Türenhersteller Grauthoff führt in seinem Katalog für Sicherheits- und Wohnungseingangstüren von 2021 Typen mit diesen Dicken:
| Typ bei Grauthoff | Türdicke |
|---|---|
| 40-WE | ca. 40 mm |
| 45-WE, Schallschutzklasse 1 | ca. 45 mm |
| 55-RC 3 | ca. 55 mm |
| 57-RC 3, Schallschutzklasse 3 | ca. 57 mm |
| 70-WE, Schallschutzklasse 3 | ca. 70 mm |
Eine Wohnungstür kann also so dick sein wie eine Zimmertür oder fast doppelt so dick. Für die dickeren Ausführungen gibt es im ausgewerteten Feld keinen Bügel; die breiteste Angabe endet bei 4,8 Zentimetern.
Wichtiger als die Dicke ist die Dichtung. Grauthoff schreibt zu seiner Schallschutzklasse 3: „Eine Türdicke von mind. 45 mm, eine zusätzliche Dichtung und die Spezial-Mittellage machen die hohe Schalldämmung bei SK 3 möglich.“ Ein Bügel, der zwischen Blatt und Dichtung liegt, hält diese Dichtung auf der ganzen Breite der Leiste auf, bei einem Modell wie der Celano auf 39 Zentimetern, und zwar genau an der Stelle, an der die Tür ihren Schallschutz herstellt. Bei einer Einbruchschutztür kommt hinzu, dass ein Spalt am Kopf der Tür nicht dafür gedacht ist, offen zu bleiben.
Für die Wohnungstür ist deshalb die Antwort fast immer: nicht an die Tür, sondern daneben. Ein Ständer neben der Tür braucht keine Wand und kein Bohrloch und lässt die Dichtung in Ruhe.
Altbautüren ohne Normmaß
Für Türen in Altbauten gibt es keine Zahl, die man hier nennen könnte, und das ist selbst ein Befund. Weder bei Herstellern noch in Merkblättern der Denkmalpflege war eine belastbare Angabe zur Dicke historischer Füllungs- oder Kassettentüren zu finden; die Zahlen, die im Netz kursieren, stammen aus Foren.
Was sich belegen lässt, ist, dass die Norm hier ohnehin nicht greifen muss. Der Normverlag schreibt zur DIN 18101: „Bei individuell gefertigten Türelementen können andere Maße verwendet werden.“ Eine Altbautür ist genau das: Sie wurde für ihre Öffnung gebaut, nicht für ein Normraster.
Für die Türgarderobe heißt das, dass die Auswahl nach der Packung nicht funktioniert. Eine Kassettentür kann gefälzt oder stumpf sein, ihre Lippe kann anders dick sein als 14,5 Millimeter, und ihr Spalt zur Zarge ist nach Jahrzehnten und mehreren Anstrichen selten gleichmäßig. Der Selbsttest weiter oben ist hier nicht eine Option, sondern die einzige Grundlage.
Zwei Dinge gehören bei einer Altbautür zusätzlich in den Blick. Erstens die Oberfläche: Mehrere Lackschichten auf Holz sind empfindlicher als die Beschichtung einer neuen Tür, und ein Bügel, der sich bei jedem Öffnen bewegt, zeichnet sich schneller ab. Zweitens die Bänder: Bei alten Türen sind sie oft schon abgesackt, und eine Tür, die am Boden schleift, ist ein Zeichen dafür. Eine Garderobe kommt dann zu einer Last hinzu, die die Tür schon jetzt nicht mehr sauber trägt.
Zur Miete, ohne Bohrloch
Der häufigste Grund für eine Türgarderobe ist nicht die Tür, sondern die Wand, in die man nicht bohren will oder darf. In einer Mietwohnung ist die Türgarderobe deshalb verlockend: Sie hinterlässt kein Loch, man nimmt sie beim Auszug ab, und sie kostet keine Absprache mit dem Vermieter.
Zwei Einwände gehören trotzdem in die Abwägung. Der erste kommt aus der Pertura-Anleitung: „es entstehen Kratzer“. Eine Mietwohnungstür gehört dem Vermieter, und Kratzer im Lack an der Oberkante und an den Kanten der Lippe sind beim Auszug sichtbarer als zwei verspachtelte Dübellöcher an einer Flurwand. Der zweite Einwand betrifft die Bänder, und für sie gilt in der Mietwohnung dasselbe wie im Eigentum.
Ob zwei Löcher in der Wand die bessere Wahl sind, ist bei wer doch bohren darf im Abschnitt über die fehlende Bohrfreigabe eingeordnet. Die Kurzfassung: Bohrlöcher in üblichem Umfang gelten dort als überschaubarer Posten, und eine Wandgarderobe trägt mehr als eine Tür. Wer gar nicht bohren will, für den ist die Türgarderobe eine von zwei Möglichkeiten; die andere steht auf dem Boden.
Für die Mietwohnung ergibt sich aus den Abschnitten oben eine einfache Unterscheidung: Für die Jacke des Tages, den Bademantel und das Handtuch ist eine Türgarderobe die einfachste Lösung. Für die Wintergarderobe einer Familie ist sie es nicht, weil die Last dann dort sitzt, wo die Tür am wenigsten Reserve hat.
Nasse Jacken auf dem Türblatt
Der dritte Grund, den die Pertura-Anleitung nennt, ist der unauffälligste: „Feuchtigkeit kann eindringen“. Ein Türblatt ist ein Holzwerkstoff mit einer Beschichtung, und an der Oberkante, auf der der Bügel sitzt, und an den Kanten der Lippe treffen Metall, Beschichtung und Holzwerkstoff aufeinander.
Eine nasse Jacke bringt dabei mehr Wasser mit, als man denkt. Bei was eine nasse Jacke an Wasser mitbringt sind es 200 bis 400 Gramm je gefütterter Winterjacke, und dieses Wasser verdunstet nicht nur in den Raum, sondern auch in das, was die Jacke berührt. An einer Wandgarderobe ist das die Wand, an einer Türgarderobe das Türblatt, und zwar auf der Fläche, an der die Jacke anliegt.
Hinzu kommt, dass eine Tür sich bewegt. Jedes Öffnen schiebt die nasse Jacke ein Stück über die Fläche, und bei einer Tür, die oft benutzt wird, ist das mehrmals am Tag. Eine Wandgarderobe hat dieses Problem nicht.
Die Konsequenz ist einfach: Nasse Kleidung gehört nicht an die Tür, sondern dorthin, wo sie mit Abstand trocknen kann. Wer die Türgarderobe trotzdem für Regenjacken benutzt, sorgt wenigstens für Abstand zwischen Jacke und Blatt und nimmt die Jacke über Nacht ab.
Drei Türen in einer Wohnung
Drei Türen, drei Antworten. Die Zahlen sind die aus den Abschnitten oben, die Wohnungen sind Beispiele.
Die Tür zum WG-Zimmer
Eine Neubauwohnung, Zimmertür 860 × 1985 Millimeter, Röhrenspan, weiß lackiert. Die Bewohnerin möchte ihre Jacke nicht im Gemeinschaftsflur aufhängen, sondern an der Innenseite ihrer Zimmertür, und bohren darf sie nicht. Von innen sieht sie rund um das Blatt eine Fuge, also ist die Innenseite nicht die Seite der Lippe. Ein Bügel „bis 2 cm“ würde die Haken in den Flur hängen. Sie braucht eine Garderobe für das ganze Blatt, mindestens 4 Zentimeter Weite, und hängt sie nahe an die Bandseite. Mit zwei Jacken und einer Tasche bleibt sie weit unter der Last, bei der es nach der Tabelle oben knapp würde.
Die Badezimmertür
Ein Altbau mit einer Badezimmertür, deren Maße keiner kennt. Die Bewohner möchten Bademantel und zwei Handtücher an die Tür hängen. Der Zollstock zeigt, dass die Tür dünner ist als eine Normtür und dass ihre Lippe nicht zu den 14,5 Millimetern passt. Die Tür schleift unten leicht, was auf abgesenkte Bänder deutet. Für diese Tür ist die Antwort: zuerst die Bänder einstellen lassen, dann eine leichte Garderobe mit wenig Spiel über der Lippe, nach dem Selbsttest ausgesucht. Die nassen Handtücher gehören über Nacht nicht an die Tür, sondern an einen Halter, an dem sie frei hängen. Die Pertura-Anleitung nennt Handtuchhalter in einem Atemzug mit Kleiderhaken.
Die Wohnungstür
Ein Mehrfamilienhaus, die Wohnungseingangstür ist eine Schallschutztür vom Typ, den Grauthoff mit ca. 57 Millimetern führt, mit zusätzlicher Dichtung. Die Garderobe soll direkt an die Tür, weil der Flur eng ist. Kein Bügel im Feld ist für diese Dicke gebaut, und jeder Bügel würde die Dichtung aufhalten. Die Antwort ist ein schmaler Ständer neben der Tür oder, wenn gebohrt werden darf, eine flache Leiste an der Wand.
Die drei Fälle zeigen, dass die Frage „Welche Türgarderobe?“ dreimal eine andere Antwort hat, und dass sie einmal lautet: keine.
Fünf Sätze von der Verpackung
Fünf Sätze tauchen in den Angeboten immer wieder auf, und jeder ist auf seine Weise irreführend.
„Passt an alle Standardtüren.“ 11 der 28 Angebote nennen statt einer Zahl einen solchen Satz. Eine Standardtür gibt es tatsächlich, die DIN 18101 beschreibt ihre Maße, und sie ist rund 40 Millimeter dick. Die meisten dieser Garderoben passen aber nicht über diese 40 Millimeter, sondern über die Lippe. Der Satz ist richtig, wenn man weiß, welcher Teil gemeint ist, und falsch, wenn man misst, was er sagt.
„Entwickelt für deutsche Türen.“ Sechs Angebote berufen sich auf deutsche Türen, vier davon ohne eine einzige Zahl. Deutsche Türen reichen von 8 Millimetern Glas über 40 Millimeter Holz bis zu 70 Millimetern Wohnungstür. Der Satz meint die gefälzte Zimmertür nach DIN 18101, sagt es aber nicht.
„Tragkraft bis 30 kg.“ Die Lastangaben im Feld reichen von 3 bis 30 Kilogramm, und sie gelten für den Haken oder die Leiste. Nur vier von 19 sagen ausdrücklich, ob je Haken, je Leiste oder insgesamt. Für die Tür sagt keine etwas, und dort liegt die Grenze.
„Die Tür schließt weiterhin problemlos.“ Ob sie das tut, hängt an einem Spalt, der bei einer Normtür nach Herstellerzeichnung 3,5 bis 4 Millimeter misst, und an einer Blechstärke, die nur drei Angebote nennen. Der Satz ist ein Versprechen über die Tür des Käufers, die der Verkäufer nicht kennt.
„Türfalz bis 2 cm.“ Der ehrlichste der fünf Sätze, weil er eine Zahl nennt, und trotzdem missverständlich, weil „Falz“ in den Angeboten drei Dinge heißt: die Dicke der Lippe, die Dicke der Tür und in einem Fall sogar den Spalt zur Zarge. Gemeint ist fast immer das Erste.
Klappern, Scheuern, Schleifen
Was nach der Montage passiert, lässt sich meist auf eine der Größen aus diesem Ratgeber zurückführen.
| Symptom | Ursache | Was hilft |
|---|---|---|
| Garderobe klappert beim Öffnen | Bügel deutlich weiter als die Lippe, etwa 2,5 cm über 14,5 mm | Filzpad innen an der Anlagefläche, Klebepad gegen Verrutschen |
| Tür lässt sich nur mit Druck schließen | Bügel und Polster zusammen dicker als der Spalt | Polster an der Oberseite entfernen, dünnere Garderobe mit genannter Blechstärke |
| Tür federt beim Schließen zurück | Bügel liegt auf der Dichtung im Zargenfalz | Garderobe an eine Stelle ohne Dichtung setzen oder auf die andere Seite wechseln |
| Kratzer an der Oberkante | Metall auf Lack, Bewegung bei jedem Öffnen | Filz an allen Auflageflächen, Spiel verringern |
| Garderobe wandert zur Seite | glatte Oberkante, kein Haftpad | Klebepad, wie es mehreren Modellen beiliegt |
| Tür geht nicht mehr ganz auf | Jacken schlagen an die Wand | Jacken auf die andere Seite, oder Garderobe näher zum Schloss |
| Tür schleift am Boden | Bänder abgesenkt, Last zu hoch oder zu weit vom Band | Last reduzieren, Garderobe zur Bandseite, Bänder einstellen lassen |
| Lack wellt sich an der Kante | Feuchte von nasser Kleidung | nasse Kleidung woanders trocknen, Kante trocknen lassen |
| Garderobe hält auf der Glastür nicht | Glas 8 mm, schmalster Bügel 16 mm | keine Türgarderobe an Glastüren, Haken an die Wand |
Zwei Zeilen dieser Tabelle verdienen Aufmerksamkeit, weil sie nicht die Garderobe betreffen, sondern die Tür. Eine Tür, die am Boden schleift, hat ein Problem mit ihren Bändern, und die Garderobe ist dann nicht die Ursache, aber die Last, die es verschlimmert. Die Pertura-Anleitung führt „Schleifspuren durch abgesenkte Türblätter“ ausdrücklich unter den Schäden aus unsachgemäßer Bedienung. Und ein Lack, der sich an der Kante wellt, ist ein Feuchteschaden, der sich nicht zurücknehmen lässt.
Seit den Fünfzigern im Haushalt
Unter den Anbietern im Feld ist WENKO der einzige mit einer erkennbaren Herkunft, und die Geschichte der Firma erklärt etwas über die Produkte.
Nach eigener Darstellung beginnt die Geschichte des Unternehmens „Ende der 50er Jahre“. Der Name setzt sich aus den Namen der Gründer zusammen, Wenselaar und Koellner. Heute umfasst das Sortiment nach Firmenangabe rund 6.000 Produkte mit den Schwerpunkten Bad, Küche, Wäsche und Wohnen, und das Unternehmen beschäftigt 550 Mitarbeiter.
Türgarderoben sind in diesem Sortiment ein kleiner Ausschnitt. Die Kategorie „Haken & Türgarderoben“ im Shop führte am 7. Oktober 2026 elf Produkte, davon fünf aus der Serie Celano. Das ist die Größenordnung, in der ein Haushaltswarenhersteller Türgarderoben anbietet: als eine von vielen Lösungen für Bad und Flur, nicht als eigene Produktgruppe mit eigener Technik.
Daraus erklärt sich, warum die Angaben so sind, wie sie sind. Ein Hersteller, der für Bad, Küche und Flur liefert, beschreibt seine Türgarderobe mit dem Wort, das sich im Handel eingebürgert hat, und „Türfalzstärke“ ist dieses Wort. Dass es für zwei verschiedene Teile der Tür steht, fällt nicht auf, solange jede Ausführung für sich verkauft wird. Es fällt erst auf, wenn beide nebeneinanderstehen.
Wer zu einem der übrigen 27 Angebote eine Frage zur Passform hat, findet die Antwort nur in dem, was auf der Angebotsseite steht. Und das ist, wie die Auszählung zeigt, bei 11 von 28 nicht einmal eine Zahl.
Welche Türgarderobe an welche Tür
Die Auswahl folgt der Tür, nicht der Garderobe. Die Tabelle geht von der Lage aus, in der man vor der Tür steht.
| Tür und Wunsch | Was passt | Warum |
|---|---|---|
| gefälzte Zimmertür, Haken auf der Seite ohne Fuge | schmaler Bügel bis ca. 2 cm | greift über die Lippe von rund 14,5 mm, 5,5 mm Spiel für Polster |
| gefälzte Zimmertür, Haken auf der Seite mit Fuge | Bügel für das ganze Blatt, mindestens 4 cm, oder Innenseiten-Ausführung | die Lippe liegt auf der anderen Seite |
| stumpf einschlagende Tür | Bügel für das ganze Blatt | keine Lippe, nur die volle Dicke |
| Ganzglastür, 8 mm | keine Türgarderobe | kein Bügel im Feld unter 16 mm, Last auf der Glaskante |
| Wohnungstür, ca. 40 bis 70 mm, mit Dichtung | keine Türgarderobe, Ständer oder Wandleiste | Dichtung, Schallschutz, oft zu dick |
| Röhrenspantür, viel Gewicht | Garderobe nahe an die Bänder | am Schlossrand wirkt dieselbe Last 1,77-mal stärker |
| Altbautür | erst messen, dann kaufen | keine Normmaße, Lippe und Spalt ungewiss |
| Zarge mit Dichtung im Falz | Garderobe mit genannter Blechstärke um 1 mm | jeder Millimeter Blech drückt die Dichtung |
Die Tabelle hat einen Grundgedanken, und er ist derselbe wie im ganzen Cluster: Die Zahl auf der Packung stimmt, aber sie bezieht sich auf etwas anderes, als man vermutet. „Falz bis 2 cm“ ist die Lippe, nicht die Tür. „Tragkraft 30 kg“ ist der Haken, nicht das Band. Und „passt auf alle Standardtüren“ ist die Norm, nicht die Tür im eigenen Flur.
Wie viel Platz eine Jacke am Haken einnimmt, steht bei wie viel Platz eine Jacke am Haken braucht; wie eine Garderobe als Möbel mit Bank und Spiegel aussieht, bei ein Set mit Spiegel und Bank; und die Bauarten an Wand, Boden und Set nebeneinander im Überblick über die Garderoben dieses Clusters. Dieselbe Frage nach Falz und Tür stellt sich übrigens bei Möbeln, allerdings mit anderen Maßen: die Drehtür am Kleiderschrank hat eigene Bänder und einen eigenen Anschlag. Was sonst im Flur Platz braucht, steht unter alles, was im Flur Platz braucht. Woher die Zahlen in diesem Text stammen, erklärt die Seite woher die Zahlen stammen; nachträgliche Änderungen stehen unter nachträgliche Korrekturen.
Häufige Fragen
- Was bedeutet „für Türfalz bis 2 cm“?
- Fast immer die Dicke des Teils, über den der Bügel greift, und das ist bei einer gefälzten Zimmertür nicht das ganze Blatt. Eine Normtür ist rund 40 Millimeter dick; der Teil, der über die Zarge greift, misst rechnerisch rund 14,5 Millimeter. Ein Bügel bis 2 Zentimeter passt über diesen Teil, nicht über die Tür.
- Wie dick ist eine normale Zimmertür?
- GARANT und Hörmann nennen für ihre Standard-Innentüren übereinstimmend rund 40 Millimeter. Wohnungseingangstüren reichen je nach Schall- und Einbruchschutz von rund 40 bis 70 Millimetern, Ganzglastüren sind 8 Millimeter dick.
- Auf welche Seite der Tür gehört die Türgarderobe?
- Ein schmaler Bügel für Falz bis rund 2 Zentimeter hängt die Haken auf die Seite der Lippe, also auf die Seite, von der aus bei geschlossener Tür keine Fuge zwischen Blatt und Zarge zu sehen ist. Für die andere Seite braucht es einen Bügel, der über das ganze Blatt greift.
- Schließt die Tür mit eingehängter Garderobe noch?
- Das hängt am Spalt zwischen Tür und Zarge und an der Stärke des Bügels. Hörmann zeichnet oben 4 Millimeter Luft, seitlich 3,5. Bügel aus 1 bis 2 Millimeter Blech gehen da durch; mit Polstern an der falschen Stelle oder bei einer Dichtung im Falz wird es knapp.
- Wie viel darf man an eine Türgarderobe hängen?
- Die Angaben auf den Packungen reichen von 3 bis 30 Kilogramm und gelten für den Haken oder die Leiste, nie für die Tür. Die Grenze liegt in den Bändern: Ein übliches Zimmertürband ist für ein Türblatt von rund 40 Kilogramm ausgelegt, und das Blatt selbst wiegt schon 14,5 bis 34.
- Schadet eine Türgarderobe den Türbändern?
- Sie belastet sie zusätzlich, und je weiter sie vom Band entfernt hängt, desto mehr. Ein Türhersteller schreibt in seiner Montageanleitung ausdrücklich, man solle keine Kleiderhaken an die Tür hängen, weil das die Bänder belaste.
- Passt eine Türgarderobe an eine Glastür?
- Eine Ganzglastür ist 8 Millimeter dick, der schmalste Bügel im ausgewerteten Feld ist für 16 Millimeter gebaut. Er hätte auf dem Glas die Hälfte seiner Weite als Spiel und läge mit Metall auf der Glaskante.
- Passt eine Türgarderobe an die Wohnungstür?
- Nur wenn Dicke und Dichtung es zulassen. Wohnungseingangstüren sind je nach Typ rund 40 bis 70 Millimeter dick und haben bei höherem Schallschutz eine zusätzliche Dichtung. Ein Bügel, der zwischen Blatt und Dichtung liegt, hält sie genau dort auf, wo die Tür dicht sein soll.
- Wie verhindert man Kratzer am Türlack?
- Mit Filz oder Schaumstoff an den Flächen, auf denen der Bügel aufliegt, und mit einem Bügel, der nicht viel weiter ist als der Teil, über den er greift. Ein Bügel mit 5 Millimetern Spiel bewegt sich bei jedem Öffnen der Tür und reibt dabei am Lack.
- Was hilft, wenn die Türgarderobe klappert?
- Das Spiel im Bügel verringern: ein Filzpad innen auf die Seite, die an der Lippe anliegt, oder ein Klebepad, wie es mehreren Garderoben beiliegt. Klappern heißt fast immer, dass der Bügel deutlich weiter ist als der Teil der Tür, über dem er hängt.
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Fachredaktion Wohnen und Einrichten
Schreibt über Bad, Beleuchtung und Aufbewahrung.
Redaktion mit Schwerpunkt Wohn- und Haushaltsprodukte
Wie wir bewerten
Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:
- Eignung für den Zweck
- Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Artikel geht — Tragkraft, Beckengröße, Raumtiefe, Wurfgewicht. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
- Belegte Spezifikationen
- Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
- Verarbeitung und Haltbarkeit
- Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen.
- Aufwand für Aufbau und Pflege
- Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Reinigung, Wartungsintervalle.
- Transparenz des Anbieters
- Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit denen der Händlerdatenblätter übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.
Aktualisierung und Quellen
- Veröffentlicht
- 07.10.2026
- Aktualisiert
- 07.10.2026
- Geprüft
- 07.10.2026
- Quellen
- 10
Änderungsverlauf
- 07.10.2026: Neu im Cluster als Ratgeber zur Tür als Träger. Grundlage sind 28 ausgewertete Angebote, Maßtabellen zweier Türhersteller nach DIN 18101 und die Tragkraftangaben eines Bänderregisters.
Belege
- Institution oder Normdinmedia.deDIN 18101:2014-08, Türen für den Wohnungsbau, DIN Media
Belegt Titel, Ausgabe und Anwendungsbereich der Norm für einflügelige gefälzte und stumpf einschlagende Türblätter, dass sie die Ausgabe 1985-01 ersetzt und dass bei individuell gefertigten Türelementen andere Maße verwendet werden können.
- Herstellerangabetuerenhandbuch.garant.deGARANT Türenhandbuch, Normtür mit Holzzarge
Belegt die Türblattdicke von ca. 40 mm, den Falz 13 × 25,5 mm nach DIN 18101 und die Flächengewichte von ca. 8,5 (Wabe), 15,5 (Röhrenspan) und 20,0 kg/m² (Vollspan).
- Herstellerangabehoermann.deHörmann, Wohnraumtüren, Katalog mit technischen Daten
Belegt die Türblattdicke von ca. 40 mm, die Maßtabelle mit Wandöffnung 885 × 2005, Türblatt gefälzt 860 × 1985, stumpf 834 × 1972, lichtem Durchgang 814 × 1968 und Zargenfalz 841 × 1981 mm sowie die Spaltmaße von 3,5 mm seitlich, 4 mm oben und 5 mm unten.
- Herstellerangabewestag.deWestag, Türen-Kompendium, Register 5.6 Bänder
Belegt die Tragkraft von ca. 40 kg für das Band V 0020 und ca. 70 kg für V 0026 WF, jeweils für zwei Bänder an einem Türblatt von 2 × 1 m, und den Hinweis, dass immer eine zusätzliche Reserve eingerechnet werden soll.
- Herstellerangabeeurofer.deSimonswerk, Übersicht zu Belastungswerten von Bändern
Belegt den Bezug der Belastungswerte auf ein Türblatt 1000 × 2000 mm mit 1435 mm Bandabstand und den Satz, die Belastung des Bandes liege häufig um ein Vielfaches über dem Türgewicht.
- Herstellerangabemedia.hornbach.atPertura, Montageanleitung Türblatt, Stand 04/2023 (Hornbach)
Belegt die Warnung, keine Kleiderhaken oder Handtuchhalter an die Tür zu hängen, weil das die Bänder belaste, Kratzer entstünden und Feuchtigkeit eindringen könne, und den Ausschluss solcher Schäden von der Reklamation.
- Herstellerangabetuerenhandbuch.garant.deGARANT Türenhandbuch, Ganzglastüren
Belegt für Ganzglastüren die Dicke von 8 mm Einscheibensicherheitsglas, das Flächengewicht von ca. 21,0 kg/m² und die stumpfe Ausführung mit Türblattmaßen bis 959 × 2097 mm.
- Herstellerangabemein.grauthoff.comGrauthoff, Sicherheitstüren und Wohnungseingangstüren, Katalog 2021
Belegt die Türdicken von Wohnungseingangstüren je nach Typ von ca. 40 bis ca. 70 mm und dass Schallschutzklasse 3 eine Türdicke von mindestens 45 mm und eine zusätzliche Dichtung braucht.
- Herstellerangabeshop.wenko.deWENKO, Haken und Türgarderoben, Herstellershop
Belegt das Modell Celano in zwei Ausführungen für Türfalzstärken bis 2 cm und bis 4 cm und den Ratgebertext, nach dem Dicke, Falz und Schließverhalten entscheidend sein können.
- Herstellerangabewenko.comWENKO, Über uns
Belegt den Beginn der Firmengeschichte Ende der 1950er-Jahre, die Herkunft des Namens aus den Gründernamen, das Sortiment von rund 6.000 Produkten und 550 Mitarbeiter.