Schuhschränke·33 Min Lesezeit

Schuhe einlagern: was ein halbes Jahr Keller anrichtet

Ungetragene Schuhe altern schneller als getragene. Woran das liegt, welche Sohle es trifft und wie sich die sechs Monate ohne Schaden überstehen lassen.

Lena Moritz, Fachredaktion Wohnen und EinrichtenVon Lena MoritzFachredaktion Wohnen und Einrichten
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Kurz gesagt

Vor dem Einlagern zwei bis drei Tage bei Zimmertemperatur trocknen lassen, nicht auf der Heizung. Dann an einen Ort mit gleichbleibender Temperatur und unter 60 Prozent relativer Luftfeuchte — der Keller erfüllt beides selten. Der Schaden entsteht nicht am Obermaterial, sondern an der Sohle: Polyurethan spaltet sich unter Feuchte auf, und zwar unabhängig davon, ob der Schuh getragen wird. Untersuchte Fälle betrafen Schuhe zwischen sieben und vierzehn Jahren. Wer Schuhe länger als fünf Jahre ungetragen aufhebt, hebt bei PU-Sohlen ein Verfallsdatum auf.

Was passiert eigentlich mit einem Schuh, der sechs Monate lang nicht getragen wird?

Die Antwort ist unangenehm, weil sie der Erwartung widerspricht: Er altert schneller als einer, der getragen wird. Nicht überall, sondern an einer Stelle — und ausgerechnet an der, die sich nicht reparieren lässt.

Der Schaden sitzt in der Sohle, nicht im Leder

Wer an Lagerschäden denkt, denkt an das Obermaterial. Leder, das austrocknet. Textil, das Stockflecken bekommt. Beides gibt es, beides ist unangenehm, und beides ist im Vergleich harmlos: Leder lässt sich nachfetten, Stockflecken lassen sich bürsten.

Der Schaden, der den Schuh beendet, sitzt in der Zwischensohle. Polyurethan — kurz PU, das mit Abstand häufigste Material für gedämpfte Zwischensohlen — besteht aus langen Polymerketten. Feuchtigkeit spaltet diese Ketten auf. Der Vorgang heißt Hydrolyse, er läuft langsam, er läuft auch im Dunkeln, und er läuft weiter, ob der Schuh benutzt wird oder nicht.

Das Ergebnis kennt jeder, der schon einmal ein altes Paar aus dem Keller geholt hat: Die Sohle sieht aus wie immer, und beim ersten Schritt bricht sie. Nicht sie reißt, sie bröselt — das Material hat seine Zusammenhaltekraft verloren.

Uvex hat für einen Erfahrungsbericht Schuhe untersucht, bei denen das eingetreten war. Sie waren zwischen sieben und vierzehn Jahre alt. Der Hersteller empfiehlt daraus eine Lager- und Nutzungsdauer von fünf bis acht Jahren — beides zusammengerechnet, nicht nacheinander.

Und hier steht der Satz, um den es in diesem Ratgeber geht. Lupriflex formuliert ihn für Sicherheitsschuhe, er gilt aber für jeden Schuh mit PU-Sohle: Bei täglicher Nutzung tritt Hydrolyse praktisch nicht auf, weil der Schuh vorher verschlissen ist. Hydrolyse ist kein Verschleißproblem. Sie ist ein Lagerproblem.

Damit kehrt sich die Rechnung um, die man beim Einlagern anstellt. Wer ein gutes Paar schont, um es länger zu haben, verlängert nicht seine Lebensdauer, sondern verkürzt sie — jedenfalls dann, wenn die Zwischensohle aus PU ist und der Lagerort feucht.

Welche Sohle wie reagiert

Nicht jedes Sohlenmaterial verhält sich gleich, und die Unterschiede sind groß genug, um die Lagerentscheidung zu ändern.

Material Wie es altert Beim Einlagern
Polyurethan (PU) Hydrolyse: Feuchte spaltet die Polymerketten, das Material wird brüchig empfindlichste Gruppe, trocken lagern oder nicht lagern
Thermoplastisches PU (TPU) derselbe Mechanismus, deutlich langsamer unkritischer, aber nicht unempfindlich
Gummi Weichmacher wandern aus, das Material wird hart und spröde Wärme und Licht meiden, Feuchte weniger kritisch
EVA zersetzt sich nicht durch Feuchte, verdichtet sich aber unter Gebrauch beim Lagern robust, verliert Dämpfung durch Tragen
Leder trocknet aus, wird hart nachfetten vor dem Einlagern, dann unkritisch

Die praktische Schwierigkeit steht in keiner dieser Zeilen: Die Sohlenart steht selten im Angebot, und am fertigen Schuh ist sie schwer zu erkennen. Eine helle, leicht poröse, fühlbar weiche Zwischensohle ist häufig PU oder EVA; eine dunkle, harte, glatte Laufsohle ist meist Gummi oder TPU. Sicher ist das nicht.

Zwei Anhaltspunkte helfen weiter. Der erste: Preisklasse und Bauart. Gedämpfte Sneaker, Sicherheitsschuhe und Trekkingschuhe haben fast immer eine PU- oder EVA-Zwischensohle. Klassische Straßenschuhe mit Ledersohle und rahmengenähte Modelle haben keine.

Der zweite: Drücken. Eine PU-Zwischensohle gibt unter dem Daumennagel sichtbar nach und federt zurück. Eine Gummisohle tut das nicht. Wer bei einem Paar unsicher ist, das eingelagert werden soll, behandelt es wie PU — die Vorsichtsmaßnahmen kosten nichts.

Wie viel Wasser in der Luft steckt

Der ganze Rest dieses Ratgebers hängt an einer einzigen physikalischen Größe, und sie ist weniger bekannt, als sie sein sollte: Luft trägt nicht beliebig viel Wasser, und wie viel sie trägt, hängt an ihrer Temperatur.

Die relative Luftfeuchte, die jedes Hygrometer anzeigt, ist ein Prozentsatz — und zwar von etwas, das sich mit der Temperatur ändert. Sechzig Prozent bei 25 Grad sind eine ganz andere Wassermenge als sechzig Prozent bei 12 Grad. Die Zahl, die zählt, ist die absolute: Gramm Wasser je Kubikmeter Luft.

Sie lässt sich ausrechnen. Die Magnus-Formel gibt den Sättigungsdampfdruck bei einer Temperatur an, daraus folgt die Wassermenge:

Wassergehalt in g/m³ = 216,7 × (relative Feuchte / 100 × Sättigungsdampfdruck) / (273,15 + Temperatur in °C)

Was dabei herauskommt, ordnet die Lagerorte:

Luft Temperatur relative Feuchte Wassergehalt Grenze bei dieser Temperatur
Wohnraum beheizt 22 °C 50 % 9,7 g/m³ 19,4 g/m³
Sommerluft draußen 25 °C 60 % 13,8 g/m³ 23,0 g/m³
Dachboden im Sommer 35 °C 40 % 15,8 g/m³ 39,5 g/m³
Keller, kühl 12 °C 80 % 8,5 g/m³ 10,6 g/m³
Winterluft 5 °C 100 % 6,8 g/m³ 6,8 g/m³

Die letzte Spalte ist der Punkt. Der Keller bei 12 Grad hat mit 80 Prozent weniger Wasser in der Luft als der Wohnraum bei 22 Grad und 50 Prozent — 8,5 gegen 9,7 Gramm. Er fühlt sich trotzdem feucht an, und er ist es auch, denn was für Schimmel zählt, ist nicht die absolute Menge, sondern wie nah die Luft an ihrer Grenze steht.

Warum Lüften im Sommer den Keller feuchter macht

Aus derselben Rechnung folgt der häufigste Fehler beim Kellerlagern, und er wird in bester Absicht gemacht.

Was ein Kubikmeter Luft trägt, maßstäblich in der Höhe. Die Sommerluft bringt mehr mit, als der kühle Keller aufnehmen kann — die Differenz schlägt sich an Wänden und Schuhen nieder.

Sommerluft mit 25 Grad und 60 Prozent relativer Feuchte enthält 13,8 Gramm Wasser je Kubikmeter. Ein Keller mit 14 Grad Wandtemperatur kann höchstens 12,0 aufnehmen, denn das ist seine Sättigungsgrenze. Die Differenz von 1,8 Gramm je Kubikmeter verschwindet nicht — sie schlägt sich an der kältesten Fläche nieder, die sie findet. Das ist die Kellerwand, und das sind die Schuhe darauf.

Der Taupunkt sagt dasselbe mit einer Zahl: Sommerluft mit 25 Grad und 60 Prozent taut bei 16,7 Grad aus. Jede Fläche im Keller, die kälter ist als 16,7 Grad, wird nass. Bei 28 Grad und 70 Prozent liegt der Taupunkt schon bei 22,0 Grad — dann werden auch die meisten Kellerwände nass, die im Sommer nicht unter 20 fallen.

Daraus folgt die Regel, die dem Gefühl widerspricht:

Lüften im Sommer trocknet den Keller nicht, sondern befeuchtet ihn. Wer lüften will, lüftet im Winter oder nachts, wenn die Außenluft kühler ist als die Kellerwand. Ein Hygrometer allein reicht dafür nicht — man braucht zwei, eines draußen und eines drinnen, und man vergleicht nicht die Prozentzahlen, sondern die Temperaturen.

Ab wann Schimmel wächst

Die Grenze, an der die Ortswahl hängt, steht im Schimmelleitfaden des Umweltbundesamtes: Für Schimmelpilzwachstum genügt eine relative Luftfeuchte von 70 bis 80 Prozent an der Materialoberfläche.

Zwei Wörter darin entscheiden. Das erste ist „Oberfläche": Gemeint ist nicht, was das Hygrometer in der Raummitte anzeigt, sondern was an der kühlen Wand oder im Schuh herrscht. An einer Fläche, die zwei Grad kälter ist als die Raumluft, liegt die relative Feuchte merklich höher als im Raum — dieselbe Wassermenge, weniger Aufnahmefähigkeit.

Das zweite ist „genügt": 70 Prozent sind keine Gefahrenschwelle, ab der es losgeht, sondern der untere Rand eines Bereichs. Wer bei 75 Prozent lagert, hat keinen Sicherheitsabstand.

Für die Praxis heißt das: Unter 60 Prozent ist sicher, 60 bis 70 ist eine Frage der Dauer, über 70 ist es eine Frage der Zeit. Ein Hygrometer kostet wenig und ist die einzige Möglichkeit, die Frage überhaupt zu beantworten — geschätzt wird sie fast immer falsch, weil kühle Luft sich feuchter anfühlt, als sie ist.

Die drei Orte und was sie taugen

Damit lassen sich die üblichen Lagerorte bewerten, und keiner von ihnen kommt ohne Einschränkung davon.

Ort Temperatur Feuchte Das Problem
Keller gleichmäßig, kühl oft über 70 % die Feuchte, und im Sommer der Taupunkt
Dachboden schwankt stark, im Sommer über 35 °C meist niedrig Hitze und UV, beides treibt Gummi und Klebstoff
Garage schwankt, kühl schwankt, oft hoch Kondenswasser am Tor, dazu Streusalz und Abgase
Abstellraum in der Wohnung gleichmäßig wie die Wohnung der beste Ort, und der mit dem wenigsten Platz
Unter dem Bett gleichmäßig wie die Wohnung Staub, und schlechte Luftzirkulation im Karton

Der Abstellraum gewinnt, und zwar nicht knapp. Er hat Wohnraumklima, also gleichmäßige Temperatur und eine Feuchte, die im Winter bei 40 und im Sommer bei 55 Prozent liegt. Beides liegt unter jeder Schadensgrenze. Sein einziger Nachteil ist der, der ihn meistens ausschließt: Er ist der teuerste Platz im Haushalt, gemessen an der Fläche.

Wo er nicht zur Verfügung steht, ist der Keller die häufigste Wahl — und dann entscheidet eine Prüfung, die zwei Wochen dauert: Hygrometer hinstellen, morgens und abends ablesen, Höchstwert notieren. Bleibt er unter 60 Prozent, ist der Keller geeignet. Liegt er darüber, hilft kein Behälter und kein Mittel, sondern nur ein anderer Ort — oder ein Luftentfeuchter, und der kostet Strom über die ganze Lagerzeit.

Der Dachboden ist die unterschätzte Alternative und für ein bestimmtes Sortiment die bessere: Trockene Hitze schadet PU weniger als kühle Feuchte. Sie schadet dafür Gummi und Klebstoff, und sie schadet Leder. Ein Paar Sneaker mit PU-Zwischensohle ist auf einem trockenen Dachboden besser aufgehoben als in einem feuchten Keller; ein Paar rahmengenähter Lederschuhe ist es umgekehrt.

Was trocken heißt, bevor der Schuh weggeht

Der Schritt, an dem die meisten Lagerschäden entstehen, passiert vor dem Einlagern.

Ein getragener Schuh ist nicht trocken. Nach Angaben der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie gibt ein Fuß rund einen Viertelliter Schweiß am Tag ab. Ein Teil davon verdunstet am Fuß, ein Teil geht in die Socke, ein Teil bleibt im Futter und in der Einlegesohle. Selbst ein Zehntel davon sind fünfundzwanzig Milliliter Wasser, die in einem geschlossenen Karton nirgendwo hingehen.

So geht es richtig, und es dauert länger, als man denkt:

Erster Schritt: Einlegesohle heraus. Sie ist das Teil mit der meisten Restfeuchte und trocknet im Schuh am langsamsten. Sie trocknet daneben in einem Bruchteil der Zeit.

Zweiter Schritt: Schnürung ganz öffnen, Zunge nach vorn. Eine geschlossene Schnürung halbiert die Öffnung, durch die Luft in den Schuh kommt.

Dritter Schritt: zwei bis drei Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. Nicht auf der Heizung, nicht im Trockner, nicht mit dem Föhn. Die DGUV-Regel 112-191 verlangt für durchfeuchteten Fußschutz ausdrücklich, ihn trocknen zu lassen — und Hitze ist dabei keine Abkürzung, sondern das, was Leder hart und Klebenähte spröde macht.

Vierter Schritt: mit Papier ausstopfen, aber nur zum Trocknen. Zeitungspapier zieht Feuchte, und man tauscht es nach einem Tag. Zum Lagern kommt es wieder heraus: Nasses Papier im geschlossenen Behälter gibt die Feuchte zurück, und Druckfarbe färbt auf helles Futter ab.

Fünfter Schritt: prüfen, ob es gereicht hat. Mit dem Handrücken in den Schuh fassen, vorn bei den Zehen. Fühlt es sich dort kühl an, ist noch Feuchte da — Verdunstungskälte. Dann noch einen Tag.

Wer diese fünf Schritte überspringt und ein Paar nach einem Tag in einen Karton stellt, lagert die Feuchte mit ein. Sechs Monate später hat sie nicht weniger, sondern mehr Schaden angerichtet als eine feuchte Woche im Flur — weil sie die ganze Zeit da war.

Was in den Schuh gehört und was nicht

Für die eigentliche Lagerung, nach dem Trocknen:

Schuhspanner aus Zedernholz. Sie halten die Form und nehmen Restfeuchte auf. Das ist ihr eigentlicher Zweck, nicht der Duft. Für Lederschuhe sinnvoll, für Sneaker überflüssig.

Ein Stoffbeutel, keiner aus Plastik. Er hält Staub ab und lässt Luft durch. Plastik tut das zweite nicht, und genau darauf kommt es an.

Silicagel, aber mit Vorbehalt. Ein Beutel Trockenmittel nimmt Feuchte auf, bis er gesättigt ist — und dann gibt er sie wieder ab. In einem geschlossenen Behälter über sechs Monate ist er nach wenigen Wochen erschöpft und danach nutzlos. Wer ihn einsetzt, wechselt oder trocknet ihn, oder er lässt es.

Nicht hinein gehören: nasses Zeitungspapier, Katzenstreu in offenen Schalen, das die Sohle angreift, und die Originalverpackung aus Plastikfolie, in der Schuhe häufig geliefert werden.

Karton, Beutel oder offen

Die Frage wird meistens ästhetisch entschieden und hat eine physikalische Antwort.

Behälter Staubschutz Luftaustausch Für wen
offen im Regal keiner voll trockene Räume, kurze Zeiträume
Stoffbeutel gut gut der Regelfall
Karton mit Löchern sehr gut eingeschränkt wenn gestapelt werden muss
Karton geschlossen vollständig keiner nur bei nachweislich trockenen Schuhen
Plastikbox mit Deckel vollständig keiner nicht für Schuhe

Der geschlossene Behälter ist nicht grundsätzlich falsch — er ist falsch in Kombination mit Restfeuchte. Ein nachweislich trockener Schuh in einem geschlossenen Karton in einem trockenen Raum übersteht ein halbes Jahr ohne Schaden. Derselbe Schuh mit fünfundzwanzig Millilitern Restfeuchte im Futter hat sechs Monate lang ein gesättigtes Kleinklima um sich.

Die Plastikbox ist der einzige Eintrag, bei dem die Antwort ohne Wenn und Aber ausfällt. Sie ist dicht, sie ist kalt, und an ihrer Innenwand schlägt sich jede Temperaturschwankung als Kondenswasser nieder. Im Keller ist sie die schlechteste Lösung des ganzen Feldes.

Leder, Textil und Kunststoff über sechs Monate

Das Obermaterial bestimmt, was vor dem Wegstellen noch zu tun ist.

Glattleder braucht Fett, und zwar vorher. Leder verliert über Monate Feuchtigkeit an die Umgebungsluft; was bleibt, ist eine harte Faserstruktur, die beim ersten Biegen bricht. Reinigen, trocknen lassen, dünn einfetten, einziehen lassen, dann wegstellen. Dick aufgetragenes Fett zieht nicht ein und wird ranzig.

Rauleder und Velours bekommen kein Fett — es verklebt den Flor. Hier reicht Bürsten und ein trockener Ort. Imprägnierspray gehört an den Anfang der Saison, nicht an ihr Ende.

Textil und Mesh sind beim Lagern unkritisch und beim Vorbereiten aufwendig, weil sie Schmutz in der Faser halten. Was drin bleibt, ist über sechs Monate Nahrung für alles, was wächst. Waschen nur, wenn der Hersteller es zulässt, sonst feucht abwischen und lange trocknen.

Kunststoff und beschichtete Materialien brauchen nichts außer Sauberkeit. Ihre Schwäche liegt woanders: Beschichtungen lösen sich vom Träger, wenn sie über Monate unter Spannung stehen. Ein Schuh, der im Karton zusammengedrückt liegt, bekommt dort Knicke, die bleiben.

Eine Regel gilt für alle vier: Nicht stapeln, ohne die Form zu stützen. Sechs Monate unter dem Gewicht von drei Kartons formen jede weiche Kappe um.

Der Saisonwechsel als Ablauf

Zweimal im Jahr, und in dieser Reihenfolge dauert es eine Stunde statt eines Nachmittags.

Eins: aussortieren, bevor gereinigt wird. Was in der vergangenen Saison nicht getragen wurde, wird auch in der nächsten nicht getragen. Es einzulagern kostet Platz und Arbeit für nichts.

Zwei: die Sohle prüfen, bevor eingelagert wird. Ein Paar mit rissiger Zwischensohle überlebt die Lagerung nicht — es einzulagern heißt, im Frühjahr dasselbe Paar wegzuwerfen, nur nach sechs Monaten Stellfläche.

Drei: reinigen, dann trocknen, dann behandeln. Die Reihenfolge ist nicht beliebig. Fett auf feuchtem Leder schließt die Feuchte ein.

Vier: beschriften, was nicht sichtbar ist. Wer in Kartons lagert, sieht im Frühjahr nicht, was drin ist. Ein Wort auf der Stirnseite spart das Öffnen von sechs Kartons.

Fünf: den Ort prüfen, nicht nur belegen. Das Hygrometer bleibt dort, wo die Schuhe stehen, nicht dort, wo Platz ist. Im Frühjahr steht darauf, ob der Ort getaugt hat.

Sechs: die Winterschuhe zuletzt. Sie kommen im Herbst zuerst wieder heraus. Wer sie hinten einlagert, räumt zweimal.

Was nach sechs Monaten zu prüfen ist

Wenn die Schuhe wieder herauskommen, dauert die Prüfung je Paar eine halbe Minute. Sie lohnt sich, weil eine gebrochene Zwischensohle auf der Straße auffällt und nicht im Flur.

Die Sohle biegen. Vorderfuß gegen Ferse, mit beiden Händen, bis etwa dreißig Grad. Knirscht es, knackt es oder zeigen sich weiße Linien in der Zwischensohle, ist das Material angegriffen.

Die Klebenaht drücken. Mit dem Daumen zwischen Sohle und Schaft entlangfahren. Eine Stelle, die nachgibt oder sich öffnet, geht auf der ersten längeren Strecke ganz auf.

In den Schuh sehen. Stockflecken auf dem Futter sind hell, punktförmig und sitzen bevorzugt an der Ferse. Sie sind ein Feuchtezeichen, kein Schmutz.

Riechen. Ein muffiger Geruch nach dem Lagern ist etwas anderes als der bekannte Schuhgeruch — er kommt aus dem Material, nicht aus dem Schweiß. Was dagegen hilft und was nur überdeckt, steht im Ratgeber zu Feuchtigkeit im geschlossenen Fach.

Die Einlegesohle herausnehmen und ansehen. Unter ihr ist es am feuchtesten gewesen. Dunkle Ränder dort sind das früheste Zeichen für ein zu feuchtes Lager.

Sieben Fehler beim Einlagern

Zu früh weggestellt. Der häufigste. Ein Tag Trocknen reicht nicht, drei reichen fast immer.

In die Plastikbox. Dicht, kalt, und innen beschlagen.

In den feuchten Keller, ohne zu messen. Die Feuchte lässt sich nicht schätzen, weil kühle Luft sich feuchter anfühlt, als sie ist.

Im Sommer gelüftet. Verschlechtert den Kellerwert, statt ihn zu verbessern.

Zeitungspapier drin gelassen. Aus dem Trocknungsschritt übrig, und dann sechs Monate lang ein Feuchtespeicher.

Gestapelt ohne Stütze. Formt Kappen und Schäfte dauerhaft um.

Paare eingelagert, die niemand mehr trägt. Kostet Platz, Arbeit und im Frühjahr die Enttäuschung.

Fünf Sätze über Schuhpflege, die nicht tragen

„Schuhe halten länger, wenn man sie schont." Bei PU-Zwischensohlen ist das Gegenteil der Fall. Der Zerfall läuft über die Zeit, nicht über die Kilometer.

„Der Keller ist kühl, also gut." Kühl ist die eine Hälfte. Die andere ist trocken, und die hat der Keller meistens nicht.

„Ein Trockenmittel im Karton löst das Problem." Nur bis zu seiner Sättigung. Danach ist es ein feuchtes Kissen im geschlossenen Behälter.

„Wenn es außen trocken ist, ist es innen trocken." Die Einlegesohle und das Futter an der Ferse trocknen zuletzt, und man sieht sie nicht.

„Zedernholzspanner sind für den Duft." Sie sind für die Feuchte und für die Form. Der Duft ist ein Nebeneffekt, der nach der zweiten Saison nachlässt, während die beiden anderen Wirkungen bleiben.

Was ein Luftentfeuchter über eine Saison kostet

Wenn der Keller der einzige Ort ist und das Hygrometer über 70 Prozent zeigt, bleibt die technische Lösung. Sie hat einen Preis, und der wird selten mitgerechnet.

Ein elektrischer Entfeuchter für einen Kellerraum nimmt im Betrieb rund 250 Watt auf. Läuft er über die sechs Monate der Einlagerung acht Stunden am Tag, sind das:

250 W × 8 h × 180 Tage = 360 kWh

Bei 35 Cent je Kilowattstunde sind das 126 Euro für eine Lagerperiode. Das ist mehr, als die meisten eingelagerten Paare wert sind, und es ist jedes Jahr wieder fällig.

Die Alternative aus dem Baumarkt ist der Granulatentfeuchter ohne Strom. Er kostet in der Anschaffung wenig, nimmt aber je Füllung nur einige hundert Milliliter auf und arbeitet nur, solange Granulat übrig ist. Für einen ganzen Kellerraum über sechs Monate reicht das nicht; für einen geschlossenen Schrank in einem sonst trockenen Raum reicht es.

Lösung Kosten je Saison Wirkt auf Grenze
Entfeuchter, 250 W, 8 h/Tag rund 126 € ganzen Raum Stromkosten, Geräusch
Granulat, mehrere Füllungen 15 bis 30 € Schrankvolumen erschöpft sich, muss gewechselt werden
anderer Lagerort 0 € alles muss vorhanden sein
kürzere Lagerzeit 0 € alles nur, wenn Schuhe getragen werden

Die dritte Zeile ist die, die am häufigsten übersehen wird und am meisten bringt. Ein Abstellraum in der Wohnung, ein Schrankfach oben, der Platz unter dem Bett — alle drei haben Wohnraumklima und kosten keinen Strom. Die Frage ist nicht, ob sie voll sind, sondern ob das, was dort steht, wichtiger ist als ein Paar Schuhe für 120 Euro.

Und die vierte Zeile ist die ehrlichste: Sechs Monate Lagerung kosten Geld, Platz und Lebensdauer. Ein Paar, das man zwischendurch trägt, kostet nichts davon.

Der Winterstiefel ist ein anderer Fall

Stiefel machen beim Einlagern mehr Arbeit als jeder andere Schuh, und zwar aus drei Gründen, die alle mit dem Schaft zu tun haben.

Der Schaft knickt. Ein Stiefel, der ein halbes Jahr umgefallen im Karton liegt, hat im Herbst eine Falte quer über den Schaft, und bei Glattleder bleibt sie. Stiefelspanner kosten wenig; eine aufgerollte Zeitschrift im Schaft tut dasselbe und kostet nichts, solange sie trocken ist.

Das Streusalz bleibt. Salzränder auf Leder sind nicht nur unschön — Salz zieht Feuchtigkeit aus der Luft an und hält sie im Material. Ein Stiefel mit Salzrand, der eingelagert wird, lagert eine Feuchtequelle mit ein. Abwaschen mit klarem Wasser, trocknen, dann fetten. Essigwasser, das oft empfohlen wird, greift bei zu hoher Dosierung die Gerbung an.

Die Höhe schafft Volumen. Ein Paar Stiefel belegt beim Lagern etwa das Zweieinhalbfache eines Paars Halbschuhe. Bei zehn Paar Stiefeln ist das der Unterschied zwischen einem Karton und drei — und weil sie nicht flach liegen können, ohne zu knicken, lassen sie sich auch nicht dichter stapeln.

Dazu kommt eine Eigenheit, die für das Flurmöbel wichtiger ist als für den Lagerort: Ein Stiefel braucht Fachhöhe, kein Fachvolumen. Ein dreißig Zentimeter hohes Fach nimmt ihn stehend auf, ein achtzehn Zentimeter hohes nicht, und die Fachhöhe nennt kaum ein Angebot. Welche Bauformen sie überhaupt haben und wie sie sich abschätzen lässt, steht im Überblick über die Bauarten.

Kinderschuhe lagern sich nicht

Für Kinderschuhe gilt fast nichts von dem, was oben steht — und der Grund ist eine Zahl aus einer anderen Richtung.

Ein Kinderfuß wächst bis zum Schulalter um etwa eine Schuhgröße alle vier bis sechs Monate. Eine Größe sind nach der Definition des Pariser Stichs zwei Drittel Zentimeter Leistenlänge. Ein Paar, das im Frühjahr passt, passt im Herbst nicht mehr — die Lagerfrage stellt sich also gar nicht, weil die Saison länger dauert als die Passform.

Wo Kinderschuhe trotzdem eingelagert werden, geht es um das nächste Kind. Dann gilt die Rechnung von oben mit einem Zusatz: Der Schuh muss nicht sechs Monate überstehen, sondern zwei bis vier Jahre. Bei PU-Zwischensohlen ist das der Bereich, in dem die Hydrolyse messbar wird, und ein Kinderschuh hat fast immer eine geschäumte Sohle.

Was daraus folgt, ist unbequem und spart Platz: Von einem Paar Kinderschuhe, das für ein jüngeres Geschwister aufgehoben wird, ist nach drei Jahren die Sohle das Problem und nicht das Obermaterial. Aufheben lohnt bei Gummistiefeln, bei Hausschuhen und bei allem mit fester Gummisohle. Bei Sportschuhen mit Dämpfung lohnt es selten.

Der zweite Punkt betrifft die Menge. Kinder brauchen weniger Paare gleichzeitig und mehr Paare nacheinander. Für das Flurmöbel heißt das: niedrige Fächer, die das Kind selbst erreicht, und wenig davon. Größe 28 ergibt nach der Leistenformel 18,7 Zentimeter, passt also in jedes Fach, das für Erwachsene gebaut ist — die Höhe ist hier nie das Problem, die Erreichbarkeit immer.

Woran man einen Lagerort erkennt, bevor man misst

Ein Hygrometer ist die richtige Antwort. Bis es da ist, gibt es vier Prüfungen, die nichts kosten und in dieselbe Richtung zeigen.

Die Wand anfassen. Mit dem Handrücken, an der Außenwand, in Bodennähe. Fühlt sie sich merklich kühler an als die Raumluft, ist sie die Fläche, an der die Feuchte kondensiert. Ein Temperaturunterschied von zwei bis drei Grad reicht, um die relative Feuchte an der Oberfläche um zehn bis fünfzehn Prozentpunkte über den Raumwert zu heben.

Ein Blatt Papier eine Woche hinlegen. Unbedrucktes Papier, flach auf den Boden, mit einem Buch beschwert. Wellt es sich, hat es Feuchte aufgenommen. Bleibt es flach, ist der Boden trocken genug.

Salz in ein offenes Glas. Ein Esslöffel Tafelsalz, offen stehen lassen. Verklumpt es innerhalb von zwei Wochen, liegt die Luftfeuchte dauerhaft hoch. Das ist kein Messwert, aber ein klares Zeichen.

Riechen, und zwar morgens. Ein Raum, der nach dem Öffnen der Tür muffig riecht, hat stehende feuchte Luft. Der Geruch verschwindet nach einer Minute, weil die Nase sich anpasst — deshalb zählt der erste Atemzug.

Drei von vier positiv, und der Ort scheidet aus, auch ohne Zahl. Zwei von vier, und das Hygrometer entscheidet. Keine von vier, und es spricht wenig gegen den Ort.

Was die vier Prüfungen nicht zeigen

Sie messen den Zustand an einem Tag, und der Schaden entsteht über Monate. Drei Dinge bleiben deshalb offen, und alle drei lassen sich nur durch Beobachten klären.

Die Schwankung. Ein Raum kann im Mittel bei 55 Prozent liegen und nach jedem Regentag für zwei Tage auf 75 gehen. Für Schimmel zählt die Spitze, nicht der Mittelwert — und genau die zeigt ein einzelner Blick nicht.

Die Bodennähe. Feuchte sammelt sich unten, weil kalte Luft schwerer ist. Zwischen einem Regalbrett in zwanzig Zentimetern Höhe und einem in anderthalb Metern liegen in einem Kellerraum schnell zehn Prozentpunkte. Schuhe stehen fast immer unten.

Die Wandnähe. Ein Karton, der an einer Außenwand steht, hat auf seiner Rückseite die Wandtemperatur und nicht die Raumtemperatur. Zehn Zentimeter Abstand zur Wand kosten nichts und lösen das Problem in den meisten Fällen — dieselbe Maßnahme, die hinter einem Schuhmöbel im Flur die Wand trocken hält.

Wer die drei zusammennimmt, kommt auf eine Anordnung, die mehr bringt als jedes Mittel: oben, mit Wandabstand, und nicht auf dem nackten Boden. Ein Regalbrett in Hüfthöhe mit zehn Zentimetern Luft nach hinten ist in einem mittelmäßigen Keller trockener als der beste Karton auf dem Boden an der Außenwand.

Was keine dieser Prüfungen ersetzt: den Jahresgang. Ein Keller, der im Februar trocken ist, kann im Juli über 80 Prozent liegen — genau deshalb, weil dann die warme Außenluft hineingeht. Wer über den Sommer einlagert, prüft im Sommer.

Zwölf Paare auf zwei Orte, gerechnet

Ein Durchgang mit konkreten Zahlen, weil die Aufteilung abstrakt bleibt, solange sie keine hat.

Ausgangslage: zwei Erwachsene, zwölf Paar zusammen, Flur 1,20 Meter breit, Abstellraum vorhanden.

Was in den Flur gehört. Drei Paar je Person in Gebrauch, macht sechs. Bei elf Zentimetern Breite je Schuh sind das 66 Zentimeter Fachbreite — eine Ebene an einem 70 Zentimeter breiten Möbel oder zwei Ebenen an einem 35 Zentimeter breiten. Bei 1,20 Meter Flurbreite bleibt nach Abzug von 80 Zentimetern Durchgang Platz für ein 40 Zentimeter tiefes Möbel, also für jede Bauart.

Was eingelagert wird. Sechs Paar, davon zwei Stiefel. Ein Karton nimmt vier Paar Halbschuhe auf und belegt rund 0,12 Quadratmeter; die Stiefel brauchen einen zweiten, weil sie stehend gelagert werden. Macht 0,24 Quadratmeter im Abstellraum statt im Flur.

Was die Aufteilung bringt. Ein Möbel für alle zwölf Paare bräuchte 132 Zentimeter Fachbreite. Das lässt sich über die Höhe lösen — zwei Ebenen an einem 70 Zentimeter breiten Möbel —, ohne einen Quadratzentimeter mehr Stellfläche. Die Fläche ist also nicht das Argument. Das Argument ist der Zugriff: In einem Möbel, in dem sechs von zwölf Paaren nie bewegt werden, steht die Hälfte des Inhalts im Weg der anderen Hälfte, jeden Tag. Wer schon einmal drei Paar herausgeräumt hat, um an das vierte zu kommen, kennt den Preis dieser Lösung, und er steht in keiner Tabelle.

Was es kostet. Zwei Kartons, zwei Stunden Arbeit im Jahr, und das Risiko, dass die eingelagerten sechs Paare in drei Jahren nicht mehr getragen werden. Dagegen steht ein Flur, in dem die sechs gebrauchten Paare ohne Suchen erreichbar sind.

Die Rechnung geht nicht bei jedem auf. Bei zwölf Paaren und einem breiten Flur ist ein Möbel einfacher. Ab etwa zwanzig Paaren kippt sie, und ab dreißig ist sie eindeutig.

Die Reihenfolge im Frühjahr

Auslagern ist kein Einlagern rückwärts. Zwei Schritte gehören dazu, die es beim Wegstellen nicht gibt.

Erst auspacken, dann einräumen. Die Schuhe kommen aus dem Karton und stehen einen Tag offen im Wohnraum. Ein Paar, das aus einem 12 Grad kühlen Keller direkt in einen 22 Grad warmen Flur wandert, beschlägt innen — dieselbe Rechnung wie beim Kellerlüften, nur in klein. Der Temperaturausgleich dauert Stunden, der Feuchteausgleich einen Tag.

Prüfen, bevor eingeräumt wird. Die fünf Punkte aus dem Abschnitt über die Prüfung nach sechs Monaten, je Paar eine halbe Minute. Ein Paar, das die Prüfung nicht besteht, geht nicht zurück ins Möbel, sondern weg — sonst belegt es die Saison über einen Platz, den ein tragbares Paar bräuchte.

Dann fetten, nicht vorher. Leder nimmt Fett besser auf, wenn es Raumtemperatur hat. Fett auf kaltem Leder bleibt auf der Oberfläche liegen.

Die Winterschuhe nicht sofort wegräumen. Der letzte Frost kommt oft nach dem ersten warmen Wochenende. Ein Paar im Flur zu lassen, bis die Nachtfröste durch sind, spart das zweite Auspacken.

Die Kartons behalten, aber leer prüfen. Ein Karton, der sechs Monate im Keller stand, hat selbst Feuchte gezogen. Vor dem nächsten Herbst einen Tag offen stehen lassen, und wenn er weich geworden ist, ersetzen.

Sneaker sind der schwierigste Fall

Wer Sneaker sammelt, lagert genau das Sortiment, das die Lagerung am schlechtesten verträgt — und meistens genau so, wie es am meisten schadet.

Die Kombination ist ungünstig in jedem einzelnen Punkt. Die Zwischensohle ist fast immer geschäumt, also PU oder EVA. Der Karton ist geschlossen, weil er zum Paar gehört und mitgesammelt wird. Die Lagerdauer ist lang, weil ein ungetragenes Paar seinen Wert gerade daraus bezieht. Und der Ort ist oft der Keller oder der Dachboden, weil eine Sammlung Platz braucht.

Jeder dieser vier Punkte lässt sich einzeln entschärfen, und drei davon kosten nichts:

Der Karton bekommt Löcher. Vier bis sechs an den Seiten, je einen Zentimeter. Der Sammlerwert des Kartons bleibt, wenn die Löcher unten sitzen; der Luftaustausch reicht, um das Kleinklima im Inneren an den Raum anzugleichen.

Das Seidenpapier bleibt drin, das Silicagel fliegt raus. Das beigelegte Trockenmittel ist für den Transport gedacht und nach wenigen Wochen gesättigt. Danach ist es ein feuchtes Kissen im geschlossenen Karton, direkt am Schuh.

Der Ort ist die Wohnung. Ein Regal im Wohnraum ist für eine Sammlung klimatisch die beste Lösung, die es gibt — gleichmäßige Temperatur, Feuchte unter 60 Prozent, keine Kondensation. Sonnenlicht ist der einzige Nachteil, und der lässt sich durch die Wandseite lösen.

Die Lagerdauer bleibt das Problem, und sie lässt sich nicht wegorganisieren. Fünf bis acht Jahre zusammengerechnete Lager- und Nutzungsdauer sind die Herstellerangabe für PU-Sohlen. Ein Paar, das zehn Jahre ungetragen im Regal steht, ist danach kein tragbarer Schuh mehr, sondern ein Objekt — unabhängig davon, was es gekostet hat und wie gut es aussieht.

Das ist die unbequemste Aussage dieses Ratgebers, und sie folgt direkt aus der Chemie: Ein ungetragener Schuh ist nicht konserviert, sondern nur unbenutzt. Die Uhr läuft ab dem Tag der Herstellung, nicht ab dem ersten Tragetag. Wer sammelt, sammelt Zeit mit.

Für Modelle mit Gummi- oder Ledersohle gilt das nicht in dieser Schärfe — sie altern langsamer und anders. Die Frage, die vor dem Einlagern zu klären ist, lautet deshalb nicht „wie lagere ich richtig", sondern „woraus besteht die Sohle". Alles andere folgt daraus.

Warum ausgerechnet Sicherheitsschuh-Hersteller darüber schreiben

Wer nach belastbaren Angaben zur Sohlenalterung sucht, landet nicht im Modehandel, sondern bei Herstellern von Arbeits- und Sicherheitsschuhen. Das ist kein Zufall und sagt etwas über die Datenlage im übrigen Markt.

Ein Sicherheitsschuh wird eingekauft, eingelagert und dann ausgegeben. Zwischen Herstellung und erstem Tragetag liegen in einem Betriebslager oft Jahre, und wenn die Sohle dann bricht, ist das ein Gewährleistungsfall mit einem gewerblichen Käufer dahinter. Die Hersteller mussten das Thema deshalb beantworten, und sie haben es schriftlich getan — uvex mit einer Untersuchung an Schuhen zwischen sieben und vierzehn Jahren, Lupriflex mit der Einordnung, dass TPU hydrolysebeständiger ist als PU und die tägliche Nutzung das Problem gar nicht erst entstehen lässt.

Im Modehandel fehlt dieser Druck. Ein Paar Sneaker wird verkauft, getragen und ersetzt; niemand reklamiert nach sechs Jahren eine Zwischensohle. Entsprechend steht in keiner Produktbeschreibung, aus welchem Material die Zwischensohle besteht, und entsprechend gibt es keine Lagerempfehlung.

Für die eigene Entscheidung bedeutet das zweierlei. Erstens sind die Zahlen aus dem Sicherheitsschuhbereich die besten verfügbaren, aber sie stammen aus einem Sortiment mit dickeren Sohlen und anderer Beanspruchung — als Größenordnung tragen sie, als exakter Wert für einen Freizeitschuh nicht. Zweitens ist die Abwesenheit einer Angabe im Modehandel kein Zeichen dafür, dass es das Problem dort nicht gibt. Sie ist ein Zeichen dafür, dass niemand danach gefragt hat.

Was die Gewährleistung dabei hilft

Wenig, und es lohnt zu wissen, warum — bevor man ein Paar aufhebt in der Annahme, im Schadensfall gäbe es Ersatz.

Die gesetzliche Gewährleistung in Deutschland läuft zwei Jahre ab Übergabe. Innerhalb des ersten Jahres wird vermutet, dass ein Mangel schon bei der Übergabe vorlag; danach muss der Käufer das nachweisen. Eine Zwischensohle, die nach vier Jahren bröselt, liegt außerhalb beider Fristen — unabhängig davon, ob der Schuh in dieser Zeit getragen wurde oder im Karton stand.

Das ist die eigentliche Konsequenz der Hydrolyse für den Geldbeutel: Der Schaden tritt verlässlich nach dem Ende der Gewährleistung ein. Fünf bis acht Jahre Lager- und Nutzungsdauer, wie sie der Hersteller angibt, liegen um den Faktor zwei bis vier über der Zweijahresfrist. Wer ein Paar drei Jahre lang aufhebt, um es dann zu tragen, trägt das Risiko allein.

Eine Ausnahme gibt es, und sie ist die Mühe wert: Bei einem fabrikneuen, nie getragenen Paar, das kurz nach dem Kauf Mängel zeigt, ist die Lage anders — dann spricht viel dafür, dass die Ware schon im Handelslager gealtert ist. Wer ein lange eingelagertes Modell kauft, achtet deshalb auf das Herstellungsdatum, falls es auf dem Etikett steht. Bei Sicherheitsschuhen steht es dort regelmäßig, im Modehandel selten.

Das hier ist eine Einordnung und keine Rechtsberatung; im Streitfall entscheidet der Einzelfall und nicht diese Absätze.

Die Merkkarte fürs Einlagern

Sechs Zeilen, mehr braucht der Saisonwechsel nicht.

Prüfung Wert Wenn nicht erreicht
Trockenzeit vor dem Wegstellen 2 bis 3 Tage bei Zimmertemperatur die Restfeuchte lagert ein halbes Jahr mit
Relative Feuchte am Lagerort unter 60 %, gemessen über zwei Wochen anderer Ort, nicht anderer Behälter
Lüften des Kellers nur wenn draußen kühler als drinnen Sommerlüften bringt 1,8 g/m³ Wasser hinein
Behälter offen oder Stoff, Karton nur mit Löchern geschlossen plus Restfeuchte ist der Schadensfall
Sohlenmaterial Gummi und TPU unkritisch, PU nicht im Zweifel wie PU behandeln
Lagerdauer insgesamt zwei Saisonwechsel, dann Entscheidung danach wird das Paar nicht mehr getragen

Die zweite Zeile ist die einzige, die ein Gerät braucht, und sie ist die, an der alle anderen hängen. Ein Hygrometer für wenige Euro beantwortet in zwei Wochen eine Frage, die sonst sechs Monate offenbleibt und im Frühjahr an einem zerbröselten Paar beantwortet wird.

Wenn der Schuh schon Schaden hat

Nicht jeder Befund ist ein Abschied. Die Tabelle sortiert danach, was sich noch lohnt.

Befund Ursache Was hilft Aussicht
Zwischensohle bröselt, weiße Linien Hydrolyse nichts Paar ist zu Ende
Laufsohle löst sich am Rand, Material fest Klebstoff Schuhmacher, neu verkleben gut
Leder hart, Risse an der Beugefalte Austrocknung mehrfach dünn fetten, ruhen lassen teilweise, Risse bleiben
Stockflecken auf Textilfutter Restfeuchte trocken bürsten, auslüften, dann trocken lagern gut
Grünlicher Belag außen Schimmel bürsten im Freien, abwischen, lange trocknen gut, wenn das Material fest ist
Weißer Belag auf Glattleder ausgetretenes Fett abreiben, neu fetten sehr gut
Metallteile korrodiert Feuchte, teils Streusalz entrosten, ölen mittel
Sohle hart, keine Risse Weichmacherverlust bei Gummi nichts, aber gebrauchsfähig eingeschränkt

Die erste Zeile ist die einzige ohne Gegenmittel, und sie ist zugleich die, die man am spätesten bemerkt. Es gibt kein Mittel, das gespaltene Polymerketten wieder verbindet. Wer eine bröselnde Zwischensohle zum Schuhmacher trägt, bekommt dieselbe Auskunft — eine neue Sohle lässt sich nur auf einem tragfähigen Unterbau befestigen, und den gibt es dann nicht mehr.

Die zweite Zeile wird oft mit der ersten verwechselt und ist ein ganz anderer Fall. Löst sich die Sohle, während das Material selbst fest und elastisch ist, ist der Klebstoff gealtert und nicht das Polyurethan. Das ist eine Reparatur für wenig Geld.

Der Unterschied lässt sich prüfen: Ein Stück der gelösten Sohle zwischen den Fingern zusammendrücken. Federt es zurück, ist es der Klebstoff. Bleibt Krümel an den Fingern, ist es Hydrolyse.

Was das für die Wahl des Möbels heißt

Die Lagerfrage entscheidet mit darüber, wie groß das Möbel im Flur sein muss — und die Antwort fällt kleiner aus, als die meisten planen.

Ein Haushalt trägt an einem Tag ein Paar je Person. Über eine Woche kommen Sport, Regen und Anlass dazu, also drei bis vier Paar je Person. Alles darüber ist Bestand, und Bestand gehört nicht in den knappsten Platz der Wohnung.

Paare im Haushalt davon in Gebrauch in den Flur eingelagert
12 6 6 6
20 8 8 12
30 8 10 20

Die dritte Spalte ist die, nach der das Flurmöbel bemessen wird, nicht die erste. Bei zehn Paaren im Flur und elf Zentimetern Breite je Schuh sind das 110 Zentimeter Fachbreite — zwei Ebenen an einem 55 Zentimeter breiten Möbel. Wer stattdessen für dreißig Paar plant, stellt ein Möbel in den Flur, das dort dreimal so viel Fläche bindet, wie es müsste.

Was das an Miete kostet und warum zwei Möbel an zwei Orten oft billiger sind als eines, rechnet der Überblick zu Schuhschränken im Vergleich vor. Für die Auswahl der Bauart gilt: Ein Möbel, das nur getragene Schuhe aufnimmt, darf flach sein — die tiefen Bauformen brauchen nur die, die ihren ganzen Bestand im Flur unterbringen. Die Maße dafür stehen im Ratgeber zur nötigen Innentiefe, die schmalen Bauformen im Vergleich der Kipper unter 25 Zentimetern.

Für den eingelagerten Teil gilt das Gegenteil: Dort zählt Kapazität und nicht Tiefe, und der Ort ist ohnehin einer, an dem niemand vorbeigehen muss. Die Systeme dafür stehen im Vergleich der Regale mit vielen Fächern. Wo der Kleiderschrank die Saisonware mit aufnimmt, gilt dieselbe Rechnung zwischen Außen- und Innenmaß wie beim Schuhmöbel — sie steht im Bereich Schränke fürs Schlafzimmer.

Wo das Möbel steht, wenn der Bestand kleiner wird

Ein Flurmöbel, das nur noch sechs statt zwölf Paare aufnehmen muss, hat zwei Wege, und beide sind besser als der dritte, der meistens gewählt wird — nämlich dasselbe große Möbel halb leer stehen zu lassen.

Flacher werden. Sechs Paare passen in einen Kipper mit 15 bis 24 Zentimetern Tiefe. Die Tiefe, die dadurch frei wird, kommt dem Durchgang zugute, und zwar in voller Höhe — anders als bei einem halb leeren Möbel, das weiterhin seine ganze Tiefe belegt. Welche Kipper wie flach bauen und wie steil der Schuh darin steht, steht im Vergleich der schmalen Bauformen.

Niedriger werden und dafür etwas können. Eine Bank in derselben Breite nimmt weniger Paare auf und bringt eine Sitzfläche mit, die beim Anziehen der eingelagerten Winterstiefel im Oktober nützlicher ist als zwei zusätzliche Fächer. Die Sitzhöhen im Feld liegen zwischen 42 und 52,7 Zentimetern — zehn Zentimeter Unterschied, die niemand als Kriterium führt. Der Vergleich der Bänke rechnet durch, was das Polster dabei verschiebt.

Beide Wege setzen voraus, dass das Möbel an der Wand bleibt, wo es steht. Wer es umstellt, prüft vorher das Verhältnis von Höhe zu Standtiefe — über sechs gehört ein Winkel in die Wand, und das ist bei den schmalen hohen Bauformen die Regel und nicht die Ausnahme. Die Rechnung dazu steht im Ratgeber über Kippen und Befestigen.

Und der Ort für den eingelagerten Teil muss nicht derselbe Raum sein. Wo eine Garderobe im selben Flur steht, konkurriert sie um dieselbe Durchgangsbreite; die Maße dafür stehen im Bereich Garderobe und Flurwand.

Wie lange sich Einlagern überhaupt lohnt

Zum Schluss die Frage, die sich beim zweiten Saisonwechsel stellt, wenn dieselben Kartons wieder ungeöffnet zurückwandern.

Die Rechnung hat drei Posten. Der erste ist die Fläche: Ein Karton mit vier Paaren belegt rund 0,12 Quadratmeter. Der zweite ist die Arbeit: zweimal im Jahr eine Stunde für den Wechsel. Der dritte ist der Wertverlust, und er ist der einzige, der mit der Zeit wächst — bei PU-Zwischensohlen liegt die zusammengerechnete Lager- und Nutzungsdauer nach Herstellerangabe bei fünf bis acht Jahren.

Daraus folgt eine Schwelle, die sich benennen lässt. Ein Paar, das zwei Saisonwechsel überstanden hat, ohne getragen zu werden, wird nicht mehr getragen. Es ist dann drei Jahre alt, hat zwei Drittel seiner Lagerzeit verbraucht und belegt weiter Platz. Für gute Lederschuhe mit Ledersohle gilt die Schwelle nicht, denn sie altern anders; für alles mit geschäumter Zwischensohle gilt sie.

Die unbequeme Konsequenz: Einlagern ist eine Entscheidung auf Zeit, keine Aufbewahrung. Wer ein Paar einlagert, entscheidet, es in einer bestimmten Saison wieder zu tragen. Fällt diese Saison aus, ist die Entscheidung revidiert, und der Karton ist kein Lager mehr, sondern ein Aufschub.

Wie dieser Ratgeber zu seinen Zahlen kommt

Die Klimawerte in diesem Text sind gerechnet, nicht gemessen. Grundlage ist die Magnus-Formel für den Sättigungsdampfdruck, aus der sich Wassergehalt und Taupunkt für eine Kombination aus Temperatur und relativer Feuchte ergeben. Die eingesetzten Temperaturen und Feuchten sind typische Werte für die genannten Räume und keine Messreihe — wer seinen eigenen Keller beurteilen will, braucht ein Hygrometer und zwei Wochen, nicht diese Tabelle.

Die Angaben zur Sohlenalterung stammen aus den Veröffentlichungen zweier Hersteller von Sicherheitsschuhen, die das Thema aus Gewährleistungsgründen genauer behandeln als der Modehandel. Die Zeitangaben dort — sieben bis vierzehn Jahre bei den untersuchten Fällen, fünf bis acht Jahre als empfohlene Gesamtdauer — beziehen sich auf Sicherheitsschuhe und sind hier als Größenordnung übernommen, nicht als Wert für jeden Freizeitschuh.

Kein Schuh wurde für diesen Ratgeber eingelagert, geöffnet oder geprüft. Wie wir arbeiten und was wir dabei nicht tun, steht in der Beschreibung unseres Vorgehens; falsche Angaben tragen wir in die Liste der Korrekturen ein.

Häufige Fragen

Wie lange sollte ich Schuhe vor dem Einlagern trocknen lassen?
Zwei bis drei Tage bei Zimmertemperatur, mit herausgenommener Einlegesohle und offener Schnürung. Auf der Heizung geht es schneller und schadet Leder und Klebstoff.
Ist der Keller ein guter Ort für Schuhe?
Meistens nicht. Er ist kühl, was gut ist, und feucht, was schlecht ist. Entscheidend ist die relative Luftfeuchte an der Oberfläche, und die liegt in vielen Kellern über den 70 bis 80 Prozent, ab denen Schimmel wächst.
Warum wird der Keller durch Lüften im Sommer feuchter?
Weil warme Luft mehr Wasser trägt als kalte. Sommerluft mit 25 Grad und 60 Prozent enthält 13,8 Gramm je Kubikmeter; ein Keller mit 14 Grad kann höchstens 12 aufnehmen. Der Rest schlägt sich an den kalten Flächen nieder.
Welche Sohlen halten das Einlagern aus?
Gummi und thermoplastisches Polyurethan sind unempfindlicher, Polyurethan ist es nicht. EVA zersetzt sich nicht durch Feuchte, schrumpft aber unter Gebrauch. Die Sohlenart steht selten im Angebot und lässt sich am Schuh oft nur schwer bestimmen.
Gehört Zeitungspapier in den Schuh?
Zum Trocknen ja, zum Lagern nein. Nasse Zeitung im geschlossenen Karton gibt die Feuchte wieder ab, und die Druckfarbe kann auf helles Futter abfärben.
Karton, Stoffbeutel oder offen ins Regal?
Offen oder im Stoffbeutel. Ein geschlossener Karton hält jede Restfeuchte im Schuh. Wenn Karton, dann mit Löchern und nur bei nachweislich trockenen Schuhen.
Was prüfe ich, wenn die Schuhe wieder herauskommen?
Die Sohle biegen und auf Risse in der Zwischensohle sehen, die Klebenaht zwischen Sohle und Schaft mit dem Daumen drücken, das Futter auf Stockflecken ansehen und am Schuh riechen. Eine bröselnde Zwischensohle lässt sich nicht retten.
Lohnt sich Einlagern überhaupt?
Für gute Schuhe mit Gummi- oder Ledersohle ja, für Sneaker mit PU-Zwischensohle selten. Ein Paar, das zwei Saisons ungetragen liegt, verliert in dieser Zeit mehr Lebensdauer als in zwei Saisons Gebrauch.

Wer diesen Artikel verantwortet

Lena Moritz, Fachredaktion Wohnen und Einrichten

Lena Moritz

Fachredaktion Wohnen und Einrichten

Schreibt über Bad, Beleuchtung und Aufbewahrung.

Redaktion mit Schwerpunkt Wohn- und Haushaltsprodukte

Wie wir bewerten

Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:

Eignung für den Zweck
Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Artikel geht — Tragkraft, Beckengröße, Raumtiefe, Wurfgewicht. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
Belegte Spezifikationen
Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen.
Aufwand für Aufbau und Pflege
Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Reinigung, Wartungsintervalle.
Transparenz des Anbieters
Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit denen der Händlerdatenblätter übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.

Vollständige Methodik, inklusive dem, was wir nicht tun

Aktualisierung und Quellen
Veröffentlicht
14.09.2026
Aktualisiert
14.09.2026
Geprüft
14.09.2026
Quellen
6

Änderungsverlauf

  • 14.09.2026: Angelegt als Vertiefung des Clusters. Die Klimarechnungen beruhen auf der Magnus-Formel und sind im Text als Rechnung gekennzeichnet; die Angaben zur Sohlenalterung stammen aus den Hersteller- und Fachquellen unten.

Belege

  1. Herstellerangabeuvex-safety.com
    uvex, Warum lösen sich Schuhsohlen auf?

    Belegt die Hydrolyse als Aufspaltung der Polymerketten durch Feuchte, die untersuchten Fälle von Schuhen zwischen sieben und vierzehn Jahren, die Empfehlung von fünf bis acht Jahren Lager- und Nutzungsdauer sowie das abweichende Verhalten von Gummi und EVA.

  2. Herstellerangabesicherheitsschuhe.de
    Lupriflex, Sohlenablösung bei Sicherheitsschuhen

    Belegt, dass thermoplastisches Polyurethan hydrolysebeständiger ist als Polyurethan und dass das Problem bei täglicher Nutzung praktisch nicht auftritt, sondern eine Frage der Lagerung ist.

  3. Institution oder Normumweltbundesamt.de
    Umweltbundesamt, Schimmelleitfaden, April 2024

    Belegt, dass für Schimmelpilzwachstum eine relative Luftfeuchte von 70 bis 80 Prozent an der Materialoberfläche genügt, und damit die Grenze, an der die Ortswahl hängt.

  4. Herstellerangabebgbau-medien.de
    DGUV Regel 112-191, Benutzung von Fuß- und Knieschutz, Abschnitt 4

    Belegt die Anforderung, durchfeuchteten Fußschutz vor der nächsten Benutzung trocknen zu lassen, und den Zusammenhang zwischen Leistenlänge und Fußlänge.

  5. Herstellerangabesicherheitsschuhe.de
    Pariser Stich und Leistenformel, sicherheitsschuhe.de

    Belegt den Pariser Stich als zwei Drittel Zentimeter, auf dem die Längenangaben zu den Stellflächen in diesem Ratgeber beruhen.

  6. Herstellerangabevaam.de
    VAAM, Käsefüße durch Bakterien — stimmt das?

    Belegt die Schweißmenge von rund einem Viertelliter je Fuß und Tag, aus der sich die Restfeuchte eines getragenen Schuhs abschätzen lässt.