Katzenklappen·14 Min Lesezeit·5 Modelle im Vergleich
Katzenklappe mit Chip: Vier Anbieter, vier Ausschlusslisten
Welche Chipnummern eine Klappe liest, entscheidet über den Kauf. Fünf Anbieter beantworten das auf vier verschiedene Arten, und einer widerspricht sich selbst.
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Kurz gesagt
Deutsche Haustierchips folgen der Norm ISO 11784/11785 und haben 15 Ziffern, die ersten drei stehen für Land oder Hersteller — 276 ist Deutschland. Solche Chips lesen alle fünf verglichenen Klappen. Kritisch wird es bei allem anderen: SureFlap liest auch 9- und 10-stellige Chips, außer denen mit 000, 010 oder 020 am Anfang. Die Petporte schließt 10-stellige und Chips mit Buchstaben aus und zusätzlich zwei 15-stellige Nummernkreise. Cat Mate schließt 10-stellige im Angebot komplett aus, im eigenen Handbuch dagegen nur in einem Sonderfall. Zwei der fünf Angebote sagen zum Chipformat gar nichts. Wer die Chipnummer seiner Katze kennt, sollte sie vor dem Kauf gegen diese Listen halten.
| Modell | Lichte Öffnung | Angabe zum Chipformat | Tiere speicherbar | Ausschnitt Tür | Stromversorgung | Verriegelung | Ansehen (Partnerlink) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() SureFlap Mikrochip SureFlap | 142 × 120 mm (Herstellerangabe) | 15-, 10- und 9-stellig, Ausnahme 000/010/020 | 32 | 165 × 171 mm | 4 × AA, bis zu 12 Monate | Ein-Tasten-Steuerung | |
![]() PetSafe Petporte PetSafe | 160 × 160 mm (Herstellerangabe) | keine 10-stelligen, keine mit Buchstaben, nicht 977… und 98514… | 25 | 180 × 171 mm | Netzanschluss, Stecker im Lieferumfang | Nachtmodus über Lichtsensor | |
![]() PetSafe Mikrochip PetSafe | 146 × 135 mm (Händlerangabe) | im Angebot keine, laut Handel FDX-B | 40 | keine Angabe im Angebot | 4 × AA, rund 12 Monate | 4-Wege, manuell | |
![]() Cat Mate 360 Cat Mate | 145 × 145 mm (Händlerangabe) | Angebot und Handbuch widersprechen sich | 30 | 173 × 198 mm | 4 × AA, rund 12 Monate, keine Lithiumzellen | 4-Wege, manuell | |
![]() Cat Mate Elite 355 Cat Mate | 145 × 145 mm (Händlerangabe) | alle gängigen 15-stelligen ISO-Chips | 9 (Händlerangabe, im Angebot nicht genannt) | 178 × 204 mm | 4 × AA, rund 12 Monate | 4-Wege plus Zeitschaltung |

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SureFlap
SureFlap Mikrochip Katzenklappe
Vollständigste Chipauskunft: Der einzige Anbieter, dessen Unterlagen alle drei im Umlauf befindlichen Chiplängen benennen und die Ausnahme genau beziffern: 15-stellig, 9-stellig und 10-stellig außer denen, die mit 000, 010 oder 020 beginnen. Wer die Nummer seiner Katze kennt, kann hier vor dem Kauf nachsehen statt zu hoffen.
Die Klappe, deren Hersteller am meisten preisgibt. Auf der Produktseite stehen lichte Öffnung, Ausschnitt, Tunnellänge und Glasausschnitt; im Handbuch die Chipformate und die Einbauhöhe. Der Preis dafür steht im selben Datenblatt: Mit 120 Millimetern hat sie die niedrigste Öffnung des Vergleichs.
- Lichte Öffnung
- 142 × 120 mm (Herstellerangabe)
- Angabe zum Chipformat
- 15-, 10- und 9-stellig, Ausnahme 000/010/020
- Tiere speicherbar
- 32
- Ausschnitt Tür
- 165 × 171 mm
- Stromversorgung
- 4 × AA, bis zu 12 Monate
- Verriegelung
- Ein-Tasten-Steuerung
Dafür spricht
- Chipformate vollständig benannt, mit bezifferter Ausnahme
- Lichte Öffnung vom Hersteller als engste Stelle ausgewiesen
- Maße für Tür-, Wand- und Glaseinbau veröffentlicht
- 32 Tiere speicherbar
Dagegen spricht
- Mit 120 mm die niedrigste Öffnung im Feld
- Montagesätze für Wand und Glas nur separat erhältlich
- Batterien nicht im Lieferumfang
- Angebotstext nennt keine einzige Zahl zum Durchgang
- Passt für:
- Für alle, die die Chipnummer seiner Katze vor dem Kauf abgleichen will.
- Passt nicht für:
- Große, kräftige Katzen — 120 mm Höhe sind hier der Engpass.

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PetSafe
PetSafe Petporte Smart Flap Mikrochip Katzenklappe
Größte lichte Öffnung: 160 × 160 Millimeter, dazu eine ausgewiesene maximale Schulterbreite von 150 Millimetern: die einzige Angabe des Feldes, die sich direkt am Tier nachmessen lässt. Für eine kräftige Katze ist das der Unterschied zwischen Durchgehen und Anstoßen.
Die größte Öffnung und die ungewöhnlichste Ausschlussliste. Neben den erwartbaren Ausschlüssen — 10-stellig, Buchstaben — nennt der Hersteller zwei 15-stellige Nummernkreise, die trotz Normkonformität nicht gelesen werden. Wer eine Katze aus dem Ausland übernommen hat, sollte das prüfen, bevor er kauft.
- Lichte Öffnung
- 160 × 160 mm (Herstellerangabe)
- Angabe zum Chipformat
- keine 10-stelligen, keine mit Buchstaben, nicht 977… und 98514…
- Tiere speicherbar
- 25
- Ausschnitt Tür
- 180 × 171 mm
- Stromversorgung
- Netzanschluss, Stecker im Lieferumfang
- Verriegelung
- Nachtmodus über Lichtsensor
Dafür spricht
- Mit 160 × 160 mm die größte Öffnung im Vergleich
- Maximale Schulterbreite mit 150 mm ausgewiesen
- Nachtmodus über Lichtsensor statt Handschalter
- Für Holz, Glas, PVC und Metall angeboten
Dagegen spricht
- Braucht Netzstrom, keine Batterievariante
- Teuerstes Modell des Vergleichs
- Schließt zwei normkonforme 15-stellige Nummernkreise aus
- Speichert mit 25 Tieren weniger als drei andere
- Passt für:
- Kräftige Katzen und Haushalte, in denen ein Nachtmodus gebraucht wird.
- Passt nicht für:
- Türen ohne Steckdose in der Nähe — dieses Modell braucht Netzstrom.

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PetSafe
PetSafe Mikrochip-Katzenklappe
Meiste Tiere speicherbar: Vierzig Mikrochips — mehr als jedes andere Modell im Feld und die einzige Angabe dieser Art, die es überhaupt in den Angebotstext geschafft hat. Für eine Pflegestelle oder einen Haushalt mit wechselndem Bestand ist das die relevante Zahl.
Das günstigste batteriebetriebene Modell mit der höchsten Speicherzahl und einer Vier-Wege-Verriegelung. Was fehlt, ist jede Angabe zum Chipformat: Der Angebotstext spricht nur allgemein vom Mikrochip. Die lichte Öffnung war ebenfalls nur über den Handel zu belegen.
- Lichte Öffnung
- 146 × 135 mm (Händlerangabe)
- Angabe zum Chipformat
- im Angebot keine, laut Handel FDX-B
- Tiere speicherbar
- 40
- Ausschnitt Tür
- keine Angabe im Angebot
- Stromversorgung
- 4 × AA, rund 12 Monate
- Verriegelung
- 4-Wege, manuell
Dafür spricht
- Mit 40 Mikrochips die höchste Speicherzahl im Feld
- Vier-Wege-Verriegelung ausgewiesen
- Gummidichtungen und zwei Magnetverschlüsse gegen Zugluft
- Günstigstes Modell mit Batteriebetrieb
Dagegen spricht
- Angebot nennt kein Chipformat
- Lichte Öffnung nur über Händlerangabe belegbar
- Für Glas, Metall und Ziegel ist ein Adapter nötig
- Ausschnittmaß im Angebot nicht genannt
- Passt für:
- Haushalte mit mehreren Katzen und wechselndem Bestand.
- Passt nicht für:
- Wer vorab wissen will, ob ein älterer Chip gelesen wird.

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Cat Mate
Cat Mate Mikrochip-Katzenklappe 360
Günstig, mit ordentlicher Öffnung und einer Besonderheit, die man kennen sollte: Das Angebot schließt 10-stellige Chips vollständig aus, das Handbuch desselben Herstellers nennt dieselbe Klappe „suitable for all popular microchips“ und schränkt nur für einen Sonderfall ein. Welche der beiden Aussagen gilt, lässt sich von außen nicht klären.
- Lichte Öffnung
- 145 × 145 mm (Händlerangabe)
- Angabe zum Chipformat
- Angebot und Handbuch widersprechen sich
- Tiere speicherbar
- 30
- Ausschnitt Tür
- 173 × 198 mm
- Stromversorgung
- 4 × AA, rund 12 Monate, keine Lithiumzellen
- Verriegelung
- 4-Wege, manuell
Dafür spricht
- Mit 145 × 145 mm eine der größeren Öffnungen
- Ausschnittmaß und Türstärkenbereich dokumentiert
- 30 Tiere speicherbar
- Für Verglasung, Wand, UPVC, Metall und Holz angeboten
Dagegen spricht
- Angebot und Herstellerhandbuch widersprechen sich beim Chipformat
- Wand über 5 cm braucht zwei Zubehörteile, beide separat
- Lithiumbatterien laut Handbuch ausdrücklich verboten
- Lichte Öffnung nur über Händlerangabe belegbar
- Passt für:
- Passend, wenn man eine Katze mit gewöhnlichem 15-stelligem ISO-Chip hat.
- Passt nicht für:
- Ältere Chips — hier ist die Auskunftslage im Feld die unklarste.

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Cat Mate
Cat Mate Elite Mikrochip-Katzenklappe 355
Das Modell mit dem größten Funktionsumfang — Timer für die nächtliche Ausgangssperre, LCD-Display, selbstauskleidend bis 100 Millimeter Wandstärke, und mit der kleinsten Speicherzahl des Feldes. Neun Tiere stehen weder im Angebotstext noch auf einer Herstellerseite; die Zahl war nur über ein Händlerdatenblatt zu belegen.
- Lichte Öffnung
- 145 × 145 mm (Händlerangabe)
- Angabe zum Chipformat
- alle gängigen 15-stelligen ISO-Chips
- Tiere speicherbar
- 9 (Händlerangabe, im Angebot nicht genannt)
- Ausschnitt Tür
- 178 × 204 mm
- Stromversorgung
- 4 × AA, rund 12 Monate
- Verriegelung
- 4-Wege plus Zeitschaltung
Dafür spricht
- Einziges Modell mit Zeitschaltung und Display
- Selbstauskleidend bis 100 mm Wandstärke
- Vier-Wege-Verriegelung zusätzlich zum Timer
- Ausschnitt- und Rahmenmaße dokumentiert
Dagegen spricht
- Speichert nur 9 Tiere, das Wenigste im Feld
- Diese Zahl steht im Angebot nicht
- Zweitteuerstes Modell des Vergleichs
- Nur 15-stellige ISO-Chips
- Passt für:
- Einzelkatzenhaushalte, in denen die Zeitschaltung den Ausschlag gibt.
- Passt nicht für:
- Mehrkatzenhaushalte — neun Plätze sind das Wenigste im Vergleich.
Die eine Zahl, die vor dem Kauf zählt
Eine Katzenklappe mit Chiperkennung hat eine einzige Aufgabe, die sie von einer gewöhnlichen unterscheidet: Sie soll die eigene Katze hereinlassen und die Nachbarskatze nicht. Ob sie das kann, hängt an einer Nummer, die im Heimtierausweis steht.
Chips nach der Norm ISO 11784/11785 haben 15 Ziffern. Die ersten drei bezeichnen nach Auskunft der Tierärztekammer entweder das Herkunftsland oder den Hersteller; für Deutschland ist das die 276. Wer eine hier gechippte Katze hat, deren Nummer mit 276 beginnt, ist in der Regel auf der sicheren Seite.
Interessant wird es bei allem anderen. Ältere Chips haben 9 oder 10 Stellen und arbeiten teils nach anderen Verfahren. Und Chips aus dem Ausland beginnen mit anderen Zifferngruppen — manche davon gehören Herstellern, nicht Ländern.
Genau hier gehen die fünf Anbieter dieses Vergleichs auseinander. Nicht ein bisschen, sondern grundsätzlich: Vier verschiedene Regeln bei fünf Produkten, und zwei davon findet man nur, wenn man das Handbuch liest. Es hilft, sich die drei Chipgenerationen kurz zu vergegenwärtigen, weil daraus die Ausschlusslisten überhaupt erst verständlich werden. Die heutigen 15-stelligen Transponder arbeiten nach der Norm ISO 11784/11785 und sind untereinander austauschbar — deshalb liest sie jede der fünf Klappen. Davor gab es mehrere Systeme nebeneinander, die mit anderen Verfahren und teils auf einer anderen Frequenz arbeiteten und die in den Angeboten als „10-stellig“ zusammengefasst werden. Sie sind nicht defekt und nicht abgemeldet; sie sprechen nur eine andere Sprache. Und weil es davon mehrere gab, entscheidet jeder Hersteller selbst, welche er noch unterstützt.
Daraus folgt eine Faustregel, die für den Kauf trägt: Je jünger die Katze, desto unwahrscheinlicher das Problem. Eine 2020 in Deutschland gechippte Katze hat eine 15-stellige Nummer mit 276 am Anfang und ist bei allen fünf Modellen unauffällig. Eine 2009 gechippte Katze, ein Auslandstier oder ein Tier mit unklarer Vorgeschichte ist der Fall, für den dieser Abschnitt geschrieben ist — und genau dort hört die Auskunft der Anbieter auf.
Wer die Nummer nicht zur Hand hat: Sie steht im Heimtierausweis auf der Seite mit der Kennzeichnung, meist zusätzlich als Aufkleber, und sie ist bei der Registrierungsstelle hinterlegt, bei der das Tier gemeldet ist. Die Tierarztpraxis kann sie ebenfalls auslesen: das dauert Sekunden und ist der sicherste Weg, weil dabei zugleich geprüft wird, ob der Chip überhaupt noch antwortet.
Was die fünf Anbieter zum Chipformat sagen
Wir haben für jedes Modell Angebotstext, Herstellerseite und, wo verfügbar, das Handbuch nebeneinandergelegt.
| Modell | Aussage zum Chipformat | Fundstelle |
|---|---|---|
| SureFlap Mikrochip | 15-, 10- und 9-stellig; 10-stellig außer 000/010/020 | Handbuch |
| PetSafe Petporte | keine 10-stelligen, keine mit Buchstaben, nicht 977… und 98514… | Herstellerseite |
| Cat Mate 360 | Angebot: 15-stellig ISO, 10-stellig gar nicht — Handbuch: „all popular microchips“ | widersprüchlich |
| Cat Mate Elite 355 | alle gängigen 15-stelligen ISO-Chips | Händlerdatenblatt |
| PetSafe Mikrochip | keine Angabe im Angebot | — |
Kein einziger Angebotstitel enthält diese Information. Bei zwei Modellen steht sie im Angebot überhaupt nicht; bei zweien nur im Handbuch oder auf der Herstellerseite; bei einem widerspricht sich der Anbieter selbst.
Dabei ist es die Frage, die über Funktionieren und Nichtfunktionieren entscheidet. Eine Klappe, die den Chip nicht liest, ist keine schlechtere Klappe — sie ist für diese Katze unbrauchbar.
Der Widerspruch bei Cat Mate
Ein Fall lohnt die genaue Betrachtung, weil er zeigt, wie weit Angebot und Herstellerdokument auseinanderliegen können.
Im Amazon-Angebot der Cat Mate 360 steht, sie sei „kompatibel mit 15-stelligen ISO-Mikrochips. Nicht kompatibel mit 10-stelligen Mikrochips oder solchen, die Buchstaben enthalten“. Das ist eindeutig: Wer einen 10-stelligen Chip hat, kauft woanders.
Im Handbuch desselben Herstellers zu derselben Klappe steht etwas anderes. Dort heißt sie „suitable for all popular microchips“, und die einzige Einschränkung lautet: „This flap is not suited to 10 digit FDXA microchipped pets in combination with METAL panels“, also nur in Verbindung mit Metallblenden, und mit dem Zusatz, dass dies Nordamerika betrifft.
Aus dem einen Text folgt: geht gar nicht. Aus dem anderen: geht, außer in einem Sonderfall. Welcher gilt, lässt sich von außen nicht entscheiden. Beide Aussagen stammen vom selben Anbieter, beide sind aktuell abrufbar.
Für den Kauf heißt das: Bei einem 10-stelligen Chip ist die Cat Mate 360 die riskanteste Wahl des Feldes — nicht, weil sie schlechter wäre, sondern weil man vorher nicht weiß, welche der beiden Auskünfte stimmt.
Wenn auch normkonforme Chips ausfallen
Der zweite bemerkenswerte Fall betrifft die Petporte, und er widerlegt die naheliegende Annahme, ein 15-stelliger ISO-Chip sei automatisch unproblematisch.
Der Hersteller nennt neben den erwartbaren Ausschlüssen — 10-stellig, Buchstaben — zwei 15-stellige Nummernkreise, die nicht gelesen werden: solche, die mit 977 beginnen, und solche, die mit 98514 beginnen. Beide Gruppen sind normkonform. Sie sind nur nicht kompatibel.
Das ist für zwei Personengruppen relevant. Erstens für alle, die eine Katze aus dem Ausland übernommen haben — Auslandstierschutz, Tierheimvermittlung, Zuzug. Zweitens für alle, deren Chip einen Herstellercode statt eines Ländercodes trägt, denn die ersten drei Ziffern können beides sein.
Praktisch ist die Prüfung trivial und dauert eine Minute: Heimtierausweis aufschlagen, die ersten Ziffern der Chipnummer ansehen, mit der Liste des Anbieters vergleichen. Nur muss man wissen, dass es diese Liste gibt. Und bei zwei der fünf Modelle gibt es sie nicht.
Wie viele Tiere hineinpassen
Die zweite Zahl, die im Alltag zählt, ist die Zahl der speicherbaren Chips. Auch sie streut erheblich.
| Modell | Tiere | Steht im Angebot? |
|---|---|---|
| PetSafe Mikrochip | 40 | ja |
| SureFlap Mikrochip | 32 | nein, nur Herstellerseite |
| Cat Mate 360 | 30 | ja |
| PetSafe Petporte | 25 | ja |
| Cat Mate Elite 355 | 9 | nein |
Faktor viereinhalb zwischen der höchsten und der niedrigsten Angabe. Und die Verteilung folgt dem Preis nicht: Das günstigste Modell speichert die meisten Tiere, das zweitteuerste die wenigsten.
Neun Plätze klingen nach viel, solange man an die eigene Katze denkt. Sie werden knapp, sobald ein zweites Tier einzieht, ein Pflegetier dazukommt oder eine Katze einen neuen Chip bekommt — der alte Eintrag bleibt ja belegt. Für einen Einzelkatzenhaushalt ist es reichlich, für alles andere eine Grenze, die man vorher kennen sollte.
Bemerkenswert ist die letzte Spalte. Bei zwei von fünf Modellen steht die Zahl nicht im Angebot, und ausgerechnet beim Modell mit der niedrigsten Zahl fehlt sie.
Die lichte Öffnung: die zweite Zahl, die niemand nennt
Wer aus den bisherigen Vergleichen dieses Portals kommt, ahnt schon, was jetzt folgt. Es ist dasselbe Muster wie beim Innenmaß der Transportbox und bei der Kratzflächenlänge des Kratzbaums: Die Zahl, an der die Kaufentscheidung hängt, steht im Angebot nicht.
Bei einer Katzenklappe ist es die lichte Öffnung — die engste Stelle des Durchgangs. Sie entscheidet, ob die Katze bequem hindurchgeht oder sich jedes Mal durchzwängt.
| Modell | Lichte Öffnung | Quelle |
|---|---|---|
| PetSafe Petporte | 160 × 160 mm | Hersteller |
| Cat Mate 360 | 145 × 145 mm | Händler |
| Cat Mate Elite 355 | 145 × 145 mm | Händler |
| PetSafe Mikrochip | 146 × 135 mm | Händler |
| SureFlap Mikrochip | 142 × 120 mm | Hersteller |
Bei der Breite liegen 18 Millimeter zwischen der schmalsten und der breitesten. Bei der Höhe sind es 40 — von 120 bis 160 Millimeter, ein Drittel Unterschied.
Nur zwei der fünf Anbieter veröffentlichen die Zahl selbst; bei den anderen drei war sie nur über ein Händlerdatenblatt zu belegen. In keinem der fünf Amazon-Angebote steht sie.
Immerhin: Sure Petcare bezeichnet seine 142 × 120 Millimeter ausdrücklich als engste Stelle des Durchgangs, und PetSafe nennt für die Petporte zusätzlich eine maximale Schulterbreite von 150 Millimetern. Das ist die einzige Angabe des Feldes, die sich unmittelbar am Tier nachmessen lässt. Es lohnt, dieses Muster einmal beim Namen zu nennen, weil es sich quer durch die Katzenprodukte zieht. Bei der Transportbox ist es das Innenmaß, das kein Anbieter veröffentlicht, obwohl es darüber entscheidet, ob die Katze hineinpasst — nachgezählt im Vergleich der großen Transportboxen, 0 von 13. Beim Kratzbaum ist es die Länge der Kratzfläche, die im Kratzbaum-Bereich genauso fehlt. Und hier ist es die lichte Öffnung.
Gemeinsam ist den drei Fällen, dass jeweils ein leicht messbares Außenmaß genannt wird — Boxenlänge, Bauhöhe, Rahmengröße. Und das dazugehörige Innenmaß nicht. Das ist keine Verschwörung, sondern eine Bequemlichkeit: Das Außenmaß ergibt sich aus dem Katalog, das Innenmaß müsste jemand nachmessen und verantworten. Für den Käufer ist der Effekt derselbe.
Was das für die eigene Katze heißt
Aus den Zahlen oben lässt sich eine Vorgehensweise ableiten, die keine Fachkenntnis braucht.
Die Schulterbreite messen. Sie ist das Maß, an dem eine Katze hängen bleibt, nicht das Gewicht. Ein Maßband an der breitesten Stelle hinter den Vorderbeinen, im Stehen. Für eine europäische Hauskatze landet man meist zwischen 110 und 140 Millimetern; kräftige Kater und große Rassen können darüber liegen.
Die Brusthöhe abschätzen. Sie bestimmt, ob die Katze den Kopf senken muss. Bei einer Öffnung von 120 Millimetern Höhe wird das für ein größeres Tier spürbar.
Zuschlag geben. Die Klappe soll durchlässig sein, nicht passgenau. Wer die Schulterbreite hat, nimmt ein Modell, dessen Öffnung deutlich darüber liegt, nicht eines, das gerade so reicht.
Das schließt für eine große Katze faktisch das Modell mit 120 Millimetern Höhe aus, so gut seine Chipauskunft auch ist. Und es macht die 160 × 160 Millimeter der Petporte zum einzigen Angebot im Feld, das für kräftige Tiere Reserve lässt.
Für Katzen jenseits dieser Maße reicht das Segment nicht mehr; dann geht es um Klappen, die als Haustierklappe für kleine Hunde verkauft werden. Das behandeln wir in einem eigenen Vergleich.
Wohin die Klappe überhaupt darf
Bevor die Chipfrage zählt, entscheidet eine andere: Wo soll das Ding eingebaut werden? Denn die fünf Modelle sind darin nicht austauschbar, und die Einschränkungen stehen ebenfalls selten im Angebot.
Holztür. Der einfachste Fall, alle fünf sind dafür gebaut. Was zu prüfen ist, ist die Türstärke. Cat Mate nennt für die 360 einen Standardbereich von 3 bis 25 Millimetern und für die Elite eine selbstauskleidende Konstruktion bis 100 Millimeter. Das ist der größte Bereich im Feld und der Grund, warum dieses Modell auch in eine Wand passt.
Wand. Hier braucht es fast immer Zubehör. SureFlap gibt für den Wandeinbau einen Ausschnitt von 170 × 170 Millimetern an und verkauft den passenden Montagesatz separat. Cat Mate verlangt bei Wänden über fünf Zentimetern zwei Teile: eine Wandauskleidung und einen Adapter, beide einzeln zu bestellen. Das ist der Punkt, an dem eine günstige Klappe teurer wird als eine mittlere.
Glas. Hier ist die Klappe das kleinere Problem. Ein Loch in eine bestehende Scheibe kann kein Heimwerker bohren; bei Isolierverglasung muss die Scheibe neu angefertigt werden, mit dem Ausschnitt ab Werk. Die Hersteller nennen dafür den nötigen Durchmesser: SureFlap und Petporte je 212 Millimeter, PetSafe für sein Batteriemodell 260. Wer diese Zahl beim Glaser nicht dabeihat, kann die Scheibe nicht bestellen.
Fliegengitter und Balkontür. Für beides gibt es Adapterrahmen, aber keiner der fünf Anbieter liefert sie mit. Ein Insektenschutzgitter trägt eine Klappe dieser Größe nicht ohne Verstärkung.
Welche Einbausituation welche Maße verlangt und wo die versteckten Zusatzkosten liegen, arbeiten wir im Themenbereich Katzenklappen auf. Für diesen Vergleich reicht die Merkregel: Die Chipfrage entscheidet, ob die Klappe funktioniert — die Einbaufrage, ob sie überhaupt an die Stelle passt, an die sie soll.
Halsbandanhänger als Alternative
Alle fünf Anbieter bieten für ungechippte Tiere einen Anhänger fürs Halsband an, der statt des Chips gelesen wird. Das löst das Formatproblem vollständig, und schafft ein neues.
Ein Halsband kann verloren gehen, und bei einer Freigängerkatze soll es das im Ernstfall sogar: Ein Sicherheitshalsband öffnet sich unter Zug, damit das Tier nicht hängen bleibt. Genau dann steht die Katze vor einer Klappe, die sie nicht mehr erkennt.
Deshalb ist der Anhänger die zweitbeste Lösung, nicht die erste. Sinnvoll ist er, wenn ein Tier nicht gechippt ist und aus medizinischen Gründen auch nicht gechippt werden soll, oder als Übergang, bis der Chip gesetzt und registriert ist.
Wer ohnehin vor der Entscheidung steht: Ein Chip ist ein Eingriff von Sekunden, er ist bei Freigängern in vielen Kommunen ohnehin vorgeschrieben, und er ist die Voraussetzung dafür, dass ein aufgefundenes Tier zugeordnet werden kann. Die Katzenklappe ist dabei der geringste Grund. Ein Nebeneffekt der Chiperkennung, der in den Angeboten als Verkaufsargument steht und mehr ist als das: Eine Klappe, die nur die eigene Katze einlässt, hält fremde Katzen draußen. Das ist keine Frage der Bequemlichkeit. Für eine Wohnungskatze ist das Eindringen eines fremden Tieres in ihr Revier einer der stärksten Stressauslöser überhaupt, und die üblichen Folgen — Unsauberkeit, Markieren, Rückzug — werden oft dem Tier angelastet statt der offenen Klappe.
Dasselbe gilt in der Gegenrichtung für die Beute. Eine gewöhnliche Pendelklappe lässt alles herein, was die Katze trägt; einige Anbieter verkaufen inzwischen Nachrüstlösungen, die eine Maus im Maul erkennen sollen. Ob das funktioniert, ist eine eigene Frage — für diesen Vergleich zählt nur, dass keine der fünf Klappen es von Haus aus kann.
Strom, Batterien und die Steckdose
Ein Punkt, der beim Vergleich der Datenblätter leicht untergeht und beim Einbau plötzlich groß wird: Vier der fünf Modelle laufen mit vier AA-Zellen und geben rund zwölf Monate Laufzeit an. Eines braucht Netzstrom.
Bei der Petporte gehört ein Netzstecker zum Lieferumfang. Das ist an einer Haustür, neben der eine Steckdose sitzt, kein Problem. An einer Terrassentür mitten in der Glasfläche oder an einer Kellerwand ist es ein eigenes Projekt.
Bei den Batteriemodellen lohnt ein Blick ins Handbuch. Cat Mate schreibt für die 360 ausdrücklich: „You MUST NOT use lithium batteries.“ Das ist eine der Angaben, die im Angebot nicht vorkommen und die man erst liest, wenn die Klappe schon eingebaut ist — Lithiumzellen liegen wegen der längeren Laufzeit nahe und sind hier ausgeschlossen.
Die Zwölf-Monats-Angaben aller Anbieter gelten für Alkalizellen und normale Nutzung. Wie oft die Klappe scannt, hängt vom Modell ab: Cat Mate beschreibt für die Elite ein selektives Scannen, das erst startet, wenn die Katze gegen die Klappe drückt. Das spart Strom und ist die Art von Detail, die nach einem Jahr den Unterschied macht.
Verriegelung und Nachtmodus
Die letzte Funktionsgruppe betrifft das, was die Klappe kann, wenn sie gerade nicht öffnen soll.
Die Vier-Wege-Verriegelung. Drei der fünf Modelle haben sie: offen in beide Richtungen, nur hinein, nur hinaus, ganz zu. Das „nur hinein“ ist die Stellung, die man vor einem Tierarzttermin braucht: die Katze kommt abends herein und am Morgen nicht mehr hinaus.
Der Timer. Nur die Cat Mate Elite bietet eine Zeitschaltung mit Display. Damit lässt sich eine nächtliche Ausgangssperre einstellen, ohne dass jemand daran denken muss.
Der Lichtsensor. Die Petporte macht dasselbe über einen Nachtmodus, der sich an der Helligkeit orientiert statt an einer Uhrzeit. Praktisch ist das über das Jahr näher an der Wirklichkeit als eine feste Uhrzeit — im Dezember wird es früher dunkel als im Juni.
Die Ein-Tasten-Steuerung. Die SureFlap fasst die Modi auf einer Taste zusammen. Das ist schlanker und beim Einstellen weniger eindeutig als eine Drehverriegelung, an der man den Zustand sieht.
Für Freigängerkatzen ist die nächtliche Sperre keine Bequemlichkeit. Nachts ist das Risiko im Straßenverkehr am höchsten, und die Auseinandersetzungen mit anderen Katzen fallen überwiegend in diese Zeit.
Ein letzter Punkt zur Einordnung des ganzen Vergleichs: Die Chiperkennung ist der Teil, der am ehesten kaputtgehen kann, und zugleich der, für den es die wenigsten belastbaren Angaben gibt. Eine mechanische Pendelklappe hat nichts, was ausfallen kann, außer der Bürstendichtung. Eine elektronische Klappe hat einen Leser, eine Steuerung, eine Verriegelung und eine Stromversorgung — und für keines dieser vier Teile nennt ein Anbieter im Feld eine Lebensdauer, eine Zyklenzahl oder eine Ersatzteilverfügbarkeit. Wer eine Klappe für die nächsten zehn Jahre kauft, sollte vor dem Kauf beim Hersteller nachfragen, ob es Ersatzteile gibt. Es ist dieselbe Frage, die sich bei Transportboxen stellt, und sie lässt sich genauso wenig recherchieren wie dort — nur stellen.
Was offenbleibt
Wir haben keine der fünf Klappen eingebaut, keinen Chip davorgehalten und keine Batterielaufzeit nachgemessen. Alle Angaben stammen aus Angeboten, Herstellerseiten und Handbüchern, die wir am Prüftag einzeln aufgerufen haben.
Damit bleibt vor allem offen, ob eine Klappe einen bestimmten Chip tatsächlich liest. Unsere Aussage ist schwächer und dafür belegbar: Drei der fünf Anbieter benennen Ausschlüsse, diese Ausschlüsse sind bei jedem anders, und bei zweien fehlt die Angabe ganz. Ob eine Klappe im Einzelfall trotzdem funktioniert, entscheidet der Versuch, und der findet nach dem Kauf statt.
Offen bleibt ebenso, wie zuverlässig die Erkennung im Alltag arbeitet. Reichweite, Trefferquote und das Verhalten bei nasser Klappe oder kalter Batterie stehen in keinem Datenblatt, und uns ist keine unabhängige Prüfung für Katzenklappen bekannt.
Bei zwei Modellen mussten wir für die lichte Öffnung und für die Zahl der speicherbaren Tiere auf Händlerdatenblätter zurückgreifen, weil weder Angebot noch Herstellerseite die Zahl nannten. Solche Angaben sind in der Tabelle gekennzeichnet. Sie sind schwächer belegt als eine Herstellerangabe, und wir führen sie nur, weil die Alternative wäre, die Zeile leer zu lassen.
Und schließlich: Preise und Lieferbarkeit ändern sich. Was hier zu Verfügbarkeit und Preisklasse steht, gilt für den Prüftag.
Wie wir Hersteller-, Händler- und Angebotsangaben gegeneinander gewichten und warum wir eine Zahl lieber als unbelegt führen, als sie zu schätzen, steht in unserer Methodik. Sollte sich eine der Angaben oben als falsch erweisen, etwa weil ein Anbieter seine Ausschlussliste ändert —, korrigieren wir den Artikel und halten es im Änderungsverlauf fest; gesammelt stehen solche Eingriffe auf unserer Seite zu Korrekturen.
Wer sagt was zum Chip
Abgelesen aus Titel, Merkmalliste, Beschreibung und Datenfeldern des jeweiligen Angebots. Ein Haken heißt nur, dass der Anbieter die Frage überhaupt beantwortet.
| Modell | Lichte Öffnung | Angabe zum Chipformat | Tiere speicherbar | Ausschnitt Tür | Stromversorgung | Verriegelung | davon |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SureFlap Mikrochip | Lichte Öffnung: 142 × 120 mm (Herstellerangabe) | Angabe zum Chipformat: 15-, 10- und 9-stellig, Ausnahme 000/010/020 | Tiere speicherbar: 32 | Ausschnitt Tür: 165 × 171 mm | Stromversorgung: 4 × AA, bis zu 12 Monate | Verriegelung: Ein-Tasten-Steuerung | 6/6 |
| PetSafe Petporte | Lichte Öffnung: 160 × 160 mm (Herstellerangabe) | Angabe zum Chipformat: keine 10-stelligen, keine mit Buchstaben, nicht 977… und 98514… | Tiere speicherbar: 25 | Ausschnitt Tür: 180 × 171 mm | Stromversorgung: Netzanschluss, Stecker im Lieferumfang | Verriegelung: Nachtmodus über Lichtsensor | 6/6 |
| PetSafe Mikrochip | Lichte Öffnung: 146 × 135 mm (Händlerangabe) | Angabe zum Chipformat: im Angebot keine, laut Handel FDX-B | Tiere speicherbar: 40 | Ausschnitt Tür: keine Angabe | Stromversorgung: 4 × AA, rund 12 Monate | Verriegelung: 4-Wege, manuell | 5/6 |
| Cat Mate 360 | Lichte Öffnung: 145 × 145 mm (Händlerangabe) | Angabe zum Chipformat: Angebot und Handbuch widersprechen sich | Tiere speicherbar: 30 | Ausschnitt Tür: 173 × 198 mm | Stromversorgung: 4 × AA, rund 12 Monate, keine Lithiumzellen | Verriegelung: 4-Wege, manuell | 6/6 |
| Cat Mate Elite 355 | Lichte Öffnung: 145 × 145 mm (Händlerangabe) | Angabe zum Chipformat: alle gängigen 15-stelligen ISO-Chips | Tiere speicherbar: 9 (Händlerangabe, im Angebot nicht genannt) | Ausschnitt Tür: 178 × 204 mm | Stromversorgung: 4 × AA, rund 12 Monate | Verriegelung: 4-Wege plus Zeitschaltung | 6/6 |
| beziffert von | 5/5 | 5/5 | 5/5 | 4/5 | 5/5 | 5/5 |
Gefüllter Punkt: Der Anbieter beziffert den Wert. Leerer Ring: Fehlanzeige. Der Zustand steht zusätzlich in jeder Zelle als Text für Screenreader.
Breite der Klappenöffnung
Die engste Stelle des Durchgangs. Zwischen der schmalsten und der breitesten Klappe liegen 18 Millimeter — bei der Höhe sind es 40.
Häufige Fragen
- Welche Chipnummer hat meine Katze?
- Sie steht im Heimtierausweis und in der Registrierung beim Haustierregister. Chips nach der Norm ISO 11784/11785 haben 15 Ziffern; die ersten drei bezeichnen entweder das Herkunftsland oder den Hersteller. Für Deutschland ist das die 276. Ältere Chips können 9 oder 10 Stellen haben.
- Funktioniert jede Klappe mit jedem Chip?
- Nein. Von fünf verglichenen Modellen nennen drei ausdrückliche Ausschlüsse, und diese Ausschlüsse sind bei jedem Anbieter andere. Ein Anbieter schließt sogar zwei 15-stellige Nummernkreise aus, obwohl die der Norm entsprechen.
- Wie viele Katzen kann eine Klappe speichern?
- Die Spanne im Vergleich reicht von 9 bis 40. Bemerkenswert ist, dass ausgerechnet das zweitteuerste Modell mit 9 Tieren die kleinste Zahl nennt — und dass diese Zahl in seinem Angebot gar nicht steht.
- Was ist, wenn meine Katze nicht gechippt ist?
- Alle Anbieter bieten dafür Halsbandanhänger an, die statt des Chips gelesen werden. Das funktioniert, hat aber den Nachteil des Halsbands: Es kann verloren gehen, und ein Sicherheitshalsband öffnet sich im Ernstfall genau dann, wenn es soll.
- Braucht die Klappe Strom oder Batterien?
- Vier der fünf laufen mit vier AA-Batterien und geben rund zwölf Monate Laufzeit an. Eine wird an das Stromnetz angeschlossen — das ist bei einer Tür, an der keine Steckdose ist, ein eigener Planungspunkt.
Wer diesen Artikel verantwortet

Fachredaktion Haustier
Schreibt über Ausstattung für Katze und Hund.
Fachredaktion Familie und Haustiere, Schwerpunkt Sicherheit und Alltagstauglichkeit
Wie wir bewerten
Wir ordnen kriterienweise ein und vergeben keine Gesamtnote. Diese fünf Kriterien liegen jedem Vergleich zugrunde:
- Eignung für den Zweck
- Ob das Modell die Anforderung erfüllt, um die es im Artikel geht — Tragkraft, Beckengröße, Raumtiefe, Wurfgewicht. Der Wert, an dem eine Kaufentscheidung tatsächlich scheitert.
- Belegte Spezifikationen
- Wie viele der kaufentscheidenden Werte der Hersteller überhaupt beziffert — und ob sie sich mit unabhängigen Quellen decken. Ein Anbieter, der schweigt, wird nicht bessergestellt als einer, der offenlegt.
- Verarbeitung und Haltbarkeit
- Was Material, Konstruktion, Ersatzteilversorgung und dokumentierte Ausfallmuster über die zu erwartende Lebensdauer sagen.
- Aufwand für Aufbau und Pflege
- Was ein Produkt vor der ersten Nutzung verlangt und was danach regelmäßig anfällt — Montage, Anschluss, Reinigung, Wartungsintervalle.
- Transparenz des Anbieters
- Ob der Hersteller die Zahlen, an denen die Kaufentscheidung hängt, selbst veröffentlicht — und ob seine Angaben mit denen der Händlerdatenblätter übereinstimmen. Wer schweigt oder sich widerspricht, verliert hier.
Aktualisierung und Quellen
- Veröffentlicht
- 28.08.2026
- Aktualisiert
- 28.08.2026
- Geprüft
- 28.08.2026
- Quellen
- 6
Änderungsverlauf
- 28.08.2026: Erste Veröffentlichung. Für jedes Modell wurden die Angaben zum Chipformat aus Angebot, Herstellerseite und Handbuch nebeneinandergelegt und ausgezählt, wie viele Anbieter überhaupt eine Aussage treffen. Die lichte Öffnung stammt, wo vorhanden, von der Herstellerseite; bei zwei Modellen war sie nur über ein Händlerdatenblatt zu belegen und ist entsprechend gekennzeichnet. Alle fünf Angebotsseiten wurden im Browser aufgerufen und auf Kaufmöglichkeit geprüft.
Belege
- Institution oder Normtieraerztekammer-hamburg.deTierärztekammer Hamburg, Transpondercodes
Grundlage für den Aufbau der Chipnummer. Transponder nach dem internationalen Standard ISO 11784/11785 bestehen laut dieser Auskunft aus 15 Ziffern; die ersten drei Ziffern geben „entweder ein Herkunftsland oder den Hersteller des Mikrochips an“. Die Länderliste führt 276 für Deutschland.
- Herstellerangabesurepetcare.comSure Petcare, Produktseite Mikrochip Katzenklappe
Herstellerbeleg für die Maße, die im Angebot fehlen: lichte Öffnung „142 mm (B) x 120 mm (H)“ — vom Hersteller ausdrücklich als engste Stelle des Durchgangs bezeichnet —, Ausschnitt 165 × 171 mm, Tunnel 70 mm, Glasausschnitt 212 mm, Rahmen 210 × 210 mm. Dazu „Speichert bis zu 32 verschiedene Tiere bzw. Mikrochipnummern“ und bis zu zwölf Monate Batterielaufzeit mit vier AA-Zellen.
- Herstellerangabebackend.trixie.deSureFlap, Gebrauchsanweisung Mikrochip Katzenklappe (PDF)
Die einzige Fundstelle im Feld, die Chipformate vollständig auflistet: „15-stellige Mikrochips (auch bezeichnet als FDX-B)“, „10-stellige Mikrochips, abgesehen von denen, die mit 000..., 010..., oder 020... beginnen“ und „9-stellige Mikrochips“. Nennt außerdem die Einbauhöhe — Tunnelboden „ungefähr auf Bauchhöhe der Katze“. Und für den Wandeinbau ein „Quadrat von 170 mm x 170 mm“.
- Herstellerangabepetsafe.comPetSafe, Produktseite Mikrochip-Katzenklappe Petporte smart flap
Herstellerbeleg für die größte Öffnung des Vergleichs: „Klappöffnung: 160 mm x 160 mm“, „Maximale Schulterbreite: 150 mm“, Ausschnitt 180 × 171 mm, Glasausschnitt 212 mm, Rahmen 232 × 232 × 158,6 mm. Nennt zugleich die ungewöhnlichsten Ausschlüsse des Feldes: 10-stellige Chips und solche mit Buchstaben, dazu die Nummernkreise 977… und 98514….
- Herstellerangabecatflaps.co.ukCat Mate, Fitting Instructions Microchip Cat Flap 360 (PDF)
Beleg für den Widerspruch zwischen Angebot und Herstellerdokument. Das Handbuch bezeichnet die Klappe als „suitable for all popular microchips“ und schränkt nur ein: „This flap is not suited to 10 digit FDXA microchipped pets in combination with METAL panels“. Nennt außerdem eine Türstärke von 3 bis 25 mm für den Standardeinbau, vier AA-Zellen und die Warnung „You MUST NOT use lithium batteries“.
- Herstellerangabecloserpets.co.ukCloser Pets, Datenblatt Cat Mate Elite 355
Händlerdatenblatt, hier als einzige auffindbare Fundstelle für zwei Zahlen, die weder im Angebot noch auf einer Herstellerseite standen: „Programs up to 9 cats“ und eine Klappenöffnung von „145mm x height 145mm“ bei einem Ausschnitt von 178 × 204 mm. Entsprechend als Händlerangabe gekennzeichnet.




